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IMSA: Bericht Daytona 240 – Mazda und Acura bestimmen das Rennen

von DonDahlmann
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Das Comeback der IMSA ist gelungen. Das Rennen der Acura nicht so.

Spannende Rennen sind in der IMSA ja eher an der Tagesordnung und so enttäuschte auch die erste Ausgabe der kurzen Rennvariante in Daytona nicht. In allen Klassen ging es über die 160 Minuten Rennzeit eng zur Sache und vor allem bei den Prototypen war es lange nicht klar, wer am Ende den Sieg holen würde. Die Pole hatte sich Helio Castroneves im Acura geholt. Allerdings nur knapp vor den beiden Mazda. Die schienen nach der Trennung von Joest und der Übernahme durch Multimatic ihre Form gehalten zu haben, auch wenn es in der Quali nicht ganz reichte. Die Cadillac sahen in der Quali eher schwach aus, doch das änderte sich dann im Rennen.

Vom Start weg lagen allerdings die Acura vorne, dicht gefolgt von beiden Mazda, die nie locker ließen. Man jagte sich im Sekundenabstand um den Kurs und auch die Boxenstopps brachten keine Veränderung. Ein gutes Zeichen, scheint die IMSA die Tank- und Stintzeiten für alle Prototypen mittlerweile im Griff zu haben. Unterschiede gab es allerdings bei der Performance während der Stints. Während die Acura vor allem im ersten Drittel ihrer Stints sehr schnell waren, legten die Mazda im ab der Halbzeit dann mächtig zu. Das wird mit dem Reifenverschleiß zusammenhängen, den Acura nicht so gut im Griff hat, wie die Mazda.

Über die Dauer des Rennens neigte sich die Waage dann mehr und mehr in Richtung der Japaner, die über einen Stint gesehen minimal schneller waren. Dazu kam, dass Acura einen Wagen durch einen seltenen technischen Defekt verlor. Das Auto vom Polesitter verabschiedete sich mit ein bisschen Feuer und einer großen Rauchwolke. Ein seltener Motorschaden bei Acura und Penske.

Die Cadillac waren im Rennen deutlich schneller und besser unterwegs. Und zwar durch die Bank alle. Es gelang dem Wheelen Auto sogar die Spitze zu übernehmen, aber das lag auch an den leicht verschobenen Strategien, die die meisten Cadillac Teams gewählt hatten. Allerdings waren nicht alle Cadillac-Autos so schnell. Das Wayne Taylor Racing Team konnte an seinen Sieg vom letzten Rennen in Daytona nicht anknüpfen und fiel im Rennen nicht weiter auf. Ebenso der gelbe JDC. Besser lief es für den Mustang Wagen, der auch von JDC eingesetzt wird. Es war vor allem Sebastian Bourdais, der mit guten Rundenzeiten dafür sorgte, dass das Auto nach vorne kam. Am Ende wurde es Platz 3. Am Sieg der beiden Mazda konnte er allerdings auch nichts ändern.

GTLM

GM hat offensichtlich die Pause genutzt, um die neue Corvette zu verbessern. Bei ersten Rennen im Januar zeigten die CR.8 zwar schnelle Rundenzeiten, waren über die Distanz aber chancenlos. Auch beim Comeback am letzten Wochenende zeigte die Corvette wie schnell sie auf einer Runde ist, in dem man sich die Pole sicherte. Dieses Mal lief es aber auch im Rennen deutlich besser. Statt sukzessive aufgrund eines hohen Reifenverschleiß den Anschluss zu verlieren, dominierten beide Autos das Rennen mehr oder weniger.

Die beiden Porsche hetzten die Corvette über die Renndistanz, konnten sich aber auch nicht entscheidend durchsetzen. Das lag auch ein bisschen daran, dass die 911er im Verlauf des Rennens Probleme mit der Traktion hatten. In den Onboards sah man deutlich, wie stark das Auto auf der Hinterachse rutschte, was ja dem Reifenverschleiß auch nicht gerade hilft. Dennoch blieben beide Porsche an der Corvette mit der Startnummer #3 dran. Doch die konnte sich im letzten Stint durchsetzen und gewann mit knapp zwei Sekunden Vorsprung.

Die BMW lagen zwar zwischenzeitlich auch vorne, konnten sich dort aber nie festsetzen. Eine verschobene Boxenstrategie erbrachte im komplett unterbrechungsfreien Rennen auch keine Vorteile. Die M8 waren nicht langsam, aber es fehlten dann doch pro Runde ungefähr 0,3 Sekunden auf die Spitze.

GTD

Überraschend eintönig ging es in der GTD zu. Zwar hatte der McLaren die Pole geholt, fiel aber schon nach wenigen Runden mit technischen Problemen zurück. Die Spitze wurde von beiden Lexus übernommen, die das Rennen im Formationsflug anführten und die Führung bis zum Schluss nicht abgaben. Dahinter prügelten sich über die gesamte Distanz die beiden Acura. Ein sehr sehenswerter, sehr fairer Zweikampf war das, der für den Mangel an Action an der Spitze entschädigte.

Leider blieben die Abstände im restlichen Feld ungewöhnlich groß. Da wird die IMSA auf jeden Fall die BoP anpassen müssen. Warum die im Moment in der GTD so daneben scheint, ist schwer zu sagen. Aber schon beim 24h-Rennen im Januar waren die Abstände in der Klasse nicht so eng, wie gewohnt.

Ergebnis:

 

Bilder: IMSA

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