NASCAR – Infinion
Die NASCAR Rennen auf den Rundstrecken sind immer so eine Sache. Das Gerücht, dass die meisten NASCAR Fahrer nicht wirklich gut rechts rum fahren können, stimmt so ganz zwar auch nicht, aber es gibt tatsächlich etliche Fahrer, die auf Rundstrecken nicht so richtig klar kommen. Dale Earnhardt jr. ist zum Beispiel so einer. Er zäht Infinion und Watkins Glen nicht zu seinen Lieblingsstrecken und war hier eigentlich auch nie sonderlich gut unterwegs. Aber es gibt doch so einige Sprint Cup Asse, die hier gut unterwegs sind. Neben den üblichen Verdächtigen wie Montoya, Franchitti, Hornish und Robby Gordon, sind es vor allem Jeff Gordon, Mark Martin und Tony Stewart, die man hier besonders beobachten sollte. Auch Kyle Busch sollte man nicht vergessen. Er hat mich bei seinem Auftritt in der Nationwide in Mexico schwer beeindruckt. Ich hätte ihm nicht zugetraut, dass er auch auf Rundstrecken schnell ist. Allerdings – der Kurs in Mexico kommt ihm fahrerisch auch eher entgegen. Es gibt wenig enge Ecken, die langezogenen, schnellen Kurven liegen seinem eher zum übersteuern neigenden Fahrstil. Wie das auf dem engen, winkeligen und rutschigen Kurs in Kalifornien ist, wird er beweisen müssen.

Wie üblich gibt es etliche “Gaststarter”, also diejenigen, die nur für so komische Kurse mit Rechtskurven angeheuert werden. Als da wären: Max” Mad Max” Papis, der allseits beliebte Boris Said, Scott Preutt (ersetzt Reed Sorenson), der mir eher unbekannte Brian Simo, Marcos Ambrose (sonst Nationwide) und Ron Fellows, der Regan Smith für dieses Rennen ersetzt. Alle, die nicht in einem Top 35 Wagen sitzen, müssen sich also über den Speed qualifizieren. Von den genannten haben da die besten Chancen: Boris Said, Scott Pruett und Ron Fellows. Marcus Ambrose würde ich gerne dazu zählen, zu mal sich der ehemalige Meister der australischen V8 Supercars mit engen Kursen auskennt, aber das Team der Wood Brothers ist ja nicht gerade in bester Verfassung, deswegen könnte das mehr als knapp werden.

Dabei ist die Quali auf dem Kurs durchaus wichtig, den Überholen ist hier sehr schwer. Eigentlich geht es nur vor der engen Links (Turn 4) und der Haarnadel vor Start/Ziel (Turn 11). Gerade setzt man sich auch mal gerne etwas ruppiger neben den Vordermann und es kracht häufig. Die NASCAR kennt auch auf Rundkursen eigentlich keine “local yellows” wenn sich einer dreht und weiterfahren kann, gehts noch, sobald einer nicht weiterkommt, wird das Pace Car rausgeschickt. Und deswegen sind die Rennen sowohl hier als auch in Watkins Glen meist welche, die an der Box entschieden werden. Im letzten Jahr wurde Montoya, der eigentlich weit zurück lag, nach vorne gespült, weil er einmal später tanken war. Er rettete sich mit staubtrockenen Tank und einigen rustikalen Abwehrmanövern dann ales erster über die Ziellinie.

Der Kurs selber gehört nun wirklich nicht zu meinen Lieblingen. Wie erwähnt ist er eng, hat wenig Überholmöglichkeiten und macht wenig her. Fahrerisch ist er nicht schlecht, vor allem die bergauf Passage zu Turn 2 und 3 hat es in sich. Dazu kommt, dass auf der Strecke immer viel Sand liegt. Die Auslaufzonen sind staubig, wer kurz draussen war, schaufelt kiloweise Dreck auf die Strecke, der die nachfolgenden Fahrer vor interessante Denkaufgaben stellt. Warum die NASCAR hier und nicht in Mid-Ohio oder sonst wo an den Start geht, ist mir nicht so ganz klar. Das Rennen, nahe der nicht gerade für ihre Auto-Freundlichkeit berühmten Stadt San Francisco, ist kein Publikumsmagnet, zu dem fährt man ja eh schon zwei mal in Los Angeles, knapp acht Stunden entfernt. Dennoch sind die Rennen spannend und sehr sehenswert, aber leider auch für Deutschland sehr spät. Wegen Zeitverschiebung startet das Rennen nicht vor 23.15 Uhr und dauert und gut gerne bis zu drei Stunden.

IRL -Iowa
Das Rennen der IRL findet trotz der Flutkatastrophe in diesem Bundesstaat statt. Kann man geteilter Meinung drüber sein. Der Kurs in Iowa ist ziemlich neu. Er wurde erst 2006 eröffent und ist – naja – etwas öde. Ein 0.8 Meilen Oval mit einem progressiven Banking, das aber nur zwischen 12 und 14° Grad hat. Für die IRL Wagen reicht das, um schnell zu sein. In gerade mal 17 Sekunden absolviert man hier eine Runde. Da es über 250 Runden geht, verspricht das aber immerhin einige Action, denn hier wird eigentlich dauernd überrundet.

Die IRL Teams dürften zwar auch hier die Nase vorn haben, aber weil der Kurs so neu ist, und man auch erst einmal hier fahren konnte, ist der Wissenvorsprung nicht so groß, wie auf den anderen Strecken. Es kann also gut sein, dass es vorne endlich mal ein paar Überraschungen gibt. Ganz vorne jedoch nicht. Irgendwas hat man bei Ganassi gefunden, denn so gut, wie die unterwegs sind, ist es schon etwas erstaunlich. Wenn selbst Penske nur mit Mühe hinterher kommt, dann will das was heißen. Trotzdem aber eine gute Gelegenheit für die Ex-CC-Teams ihren Sponsoren mal was zeigen zu können.

Und sonst?
Ich bin über ein ziemlich spektakuläres Foto gestolpert. Es stammt aus dem letztjährigen Rennen des Porsche Cups im Rahmen der BTCC in Thruxton. Kevin Burt war der Fahrer, der unverletzt dem Wrack entstieg. Der gesamte Unfall sieht noch haarsträubender aus, passiert ist aber keinem was.

21.06.2008

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LIVE 23:30 Uhr   NASCAR NW   Milwaukee Quali   ESPN2

22.06.2008

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Aufz. 18:00 Uhr Formel Eins Magny Cours DSF
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