Die World of Outlaws Sprint Car Series hat nach ihrer kurzen Sommerpause direkt wieder den Vorwärtsgang eingelegt. Vom 9. bis 11. Juli 2026 machten die US-amerikanischen Dirt-Track-Spezialisten die Strecken im Hartford Speedway (Michigan) und im Wilmot Raceway (Wisconsin) unsicher.
Während Sheldon Haudenschild mit zwei Triumphen seine aktuelle Monsterform untermauerte, meldete sich Michael „Buddy“ Kofoid mit seinem neunten Saisonsieg eindrucksvoll in der Victory-Lane zurück.
Der Donnerstagabend auf dem Hartford Speedway stand ganz im Zeichen des Pure Michigan Showdowns. Sheldon Haudenschild übernahm nach dem Start sofort die Führung von Polesetter Bill Balog und gab das Tempo über 30 Runden gnadenlos vor. Trotz einiger Schrecksekunden im Überrundungsverkehr fuhr der KCP-Racing-Pilot ungefährdet zu seinem 51. Karrieresieg.
„Ich bin einfach selbstbewusst, sobald wir das Auto ausladen“, erklärte Haudenschild nach der Hitzeschlacht in Michigan. Er lobte seine Crew um Kyle Ripper, Adam Clark und Dauson Heitritter für die harte Arbeit an der Startnummer 18.
„Wir geben nicht auf“, so der US-Amerikaner weiter. Er blickte zudem mit einem weinenden Auge auf schwächere Läufe in Lincoln und Pevely zurück: „Ohne diese schlechten Rennen wären wir voll im Meisterschaftskampf.“
Am Freitag in Wilmot schlug dann die Stunde von Kofoid. Nach drei zweiten Plätzen in Folge hatte der Kalifornier genug vom Verlierer-Image und peitschte seinen Boliden der Roth Motorsports von der Pole-Position aus zum Sieg. Dabei musste er sich heftiger Angriffe von Cole Macedo erwehren, der ihm kurzzeitig die Führung abluchste.
„Ich weiß gar nicht genau, wie ich das geschafft habe, aber ich bin voll in die Mauer von Kurve 3 gekracht, als Cole mich überholte“, gab ein erleichterter Kofoid im Ziel zu Protokoll.
Die beschädigte Aufhängung hinderte ihn jedoch nicht daran, die Spitze zurückzuerobern und David Gravel hinter sich zu halten. Kofoid dankte seinem Team: „Sie haben einen großartigen Job gemacht und mir geholfen, mich hier wohlzufühlen.“
Der Samstagabend in Wilmot lieferte schließlich ein absolutes Herzschlagfinale über 35 Runden. Garet Williamson führte das Feld lange Zeit an und schnupperte an seinem ersten Outlaw-Sieg, während ihm Haudenschild rundenlang wie ein Schatten folgte. Fünf Runden vor Schluss eskalierte der Zweikampf in einem wilden Schiebe-Duell mit ständig wechselnden Führungen.
Haudenschild behielt auf den letzten Metern die Nerven und drückte sich im entscheidenden Moment auf der Außenbahn vorbei. „Garet hat das ganze Rennen über einen fantastischen Job gemacht“, zollte Haudenschild seinem Konkurrenten großen Respekt. „Ich war in der glücklichen Position, seine Linien zu beobachten und mich darauf einzustellen.“
Mit vier Siegen aus den vergangenen sieben Rennen reist Haudenschild nun mit maximalem Momentum in seinen Heimatbundesstaat Ohio. Dort warten mit dem prestigeträchtigen Brad Doty Classic auf dem Attica Raceway Park und dem mit 200.000 US-Dollar dotierten Kings Royal auf dem legendären Eldora Speedway die absoluten Highlights des Sommers.
Foto: Tyler Carr / World of Outlaws
