Home World of OutlawsMarlar und Pierce teilen sich die Siege beim World-of-Outlaws-Wochenende in Tennessee

Marlar und Pierce teilen sich die Siege beim World-of-Outlaws-Wochenende in Tennessee

Mike Marlar und Bobby Pierce gewannen die Rennen der World of Outlaws Late Model Series in Tennessee – Im zweiten Rennen gab es einen heftigen. T-Bone-Crash

von André Wiegold / Leadlap.de
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Mike Marlar und Bobby Pierce gewannen die Rennen der World of Outlaws Late Model Series in Tennessee – Im zweiten Rennen gab es einen heftigen T-Bone-Crash

Die World of Outlaws Late Model Series gastierte am vergangenen Wochenende im US-Bundesstaat Tennessee, wo Mike Marlar und Bobby Pierce die prestigeträchtigen Siege einfuhren. Marlar dominierte am Freitagabend das „Rocky Top Rumble“ auf dem Volunteer Speedway von der Spitze aus, während Pierce am Samstag auf dem Smoky Mountain Speedway von einem dramatischen Unfall der Führenden profitierte.

Beide Piloten setzten sich in den hochkarätig besetzten 40- beziehungsweise 50-Runden-Finals gegen die nationale Elite des Dirt-Track-Sports durch und sicherten sich wertvolle Punkte im Kampf um die Meisterschaft.

Auf dem Volunteer Speedway in Bulls Gap, auch bekannt als „The Gap“, war Mike Marlar am Freitagabend eine Klasse für sich. Obwohl der Champion von 2018 seinen Terminkalender in dieser Saison etwas gestrafft hat, bewies er vor heimischem Publikum, dass mit ihm jederzeit zu rechnen ist. Er führte das Feld nahezu über die gesamte Distanz von 40 Runden an und kassierte dafür einen Siegerscheck in Höhe von 12.000 US-Dollar.

Der Weg zum 19. Karrieresieg in dieser Serie war jedoch kein Selbstläufer, da Marlar nach einem enttäuschenden Auftritt in der Vorwoche erst wieder zu alter Stärke finden musste.

„Wir sind in letzter Zeit nicht viel gefahren, haben hier und da mal vorbeigeschaut, keine Tests, gar nichts“, erklärte Marlar nach seinem Erfolg. Nachdem er in Georgia die Mauer berührt hatte, zog er die Reißleine: „Ich sagte mir: ‚Mann, ich höre auf, gehe testen, ich werde mein Programm umkrempeln und meinen Kopf wieder in Ordnung bringen.‘ Das hat sich heute Abend ausgezahlt, es ist großartig.“

Im Rennen selbst lieferte sich Marlar packende Duelle mit Chris Madden. Ein früher „Slide-Job“ brachte Marlar die Führung, doch Madden konterte sofort. Marlar behielt in diesem Schlagabtausch kühleren Kopf und setzte sich entscheidend ab.

„Ich habe versucht, diesen ersten Zug zu machen, um Madden dort unten in Kurve 3 auszubremsen, aber er wusste genau, was ich vorhatte“, analysierte der Sieger die Anfangsphase.

Trotz einer späten Gelbphase, die seinen Vorsprung von einer Sekunde zunichtemachte, hielt Marlar dem Druck von Ricky Thornton Jr. und Bobby Pierce stand. Er navigierte präzise durch den Überrundungsverkehr und ließ seinen Verfolgern keine Chance für einen Angriff.

„Ich fühlte mich gut, habe im Verkehr wohl einige Züge zum richtigen Zeitpunkt gemacht, mich durchgequetscht, wenn es nötig war, und all das. Das hat gut funktioniert“, so Marlar abschließend.

Ganz anders verlief der Samstagabend auf dem Smoky Mountain Speedway, wo das Glück des Tüchtigen auf der Seite von Pierce lag. Lange Zeit sah es nach einem Zweikampf zwischen Brandon Overton und Chris Madden aus, bis das Rennen zwei Runden vor Schluss auf den Kopf gestellt wurde. Der überrundete Dennis Erb Jr. drehte sich auf der Gegengeraden direkt vor dem Führungsduo, woraufhin Overton und Madden in eine heftige Massenkarambolage verwickelt wurden.

Pierce, der zu diesem Zeitpunkt auf Rang drei lauerte, konnte dem Chaos des T-Bones-Crashes gerade noch ausweichen. „Das fühlte sich nicht wie ein Sieg an, aber ich nehme ihn mit“, gab Pierce offen zu.

Er beschrieb die Szene als heftigen Einschlag: „Ich sah es sofort kommen, konnte nach innen wegtauchen und hatte trotzdem das Gefühl, fast in den Wrackteilen zu landen. So groß war der Unfall, er hat Madden und Brandon und all die Jungs erwischt.“

Nach dem Neustart für den finalen Sprint über zwei Runden ließ Pierce nichts mehr anbrennen und verteidigte seine Position gegen Nick Hoffman. Damit feierte der „Smooth Operator“ seinen zweiten Saisonsieg und baute seine Führung in der Gesamtwertung leicht aus. Zudem rückt er in der ewigen Bestenliste der Serie immer weiter nach oben und liegt nun nur noch vier Siege hinter Shane Clanton auf Rang vier.

Für Pierce war der Erfolg auf dem roten Lehm von Tennessee auch eine Bestätigung für seine Vielseitigkeit. „Die Strecke fühlte sich heute Abend sehr nach Lake Cumberland oder Ponderosa an“, verglich er den Untergrund mit anderen Kursen. Er mochte den „Südstaaten-Fahrstil“, der gegen Ende des Rennens gefragt war, und blickt nun optimistisch auf die kommenden Aufgaben im Kampf um seinen dritten Titel.

Foto: World of Outlaws / Cody Allen

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