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NASCAR: Bericht Charlotte & Vorschau Talladega Alabama 500

von André Wiegold / Leadlap.de
2 Kommentare 6 minutes read

Am vergangenen Sonntag fand der Auftakt der „Round of 12“ der diesjährigen NASCAR-Playoffs am Charlotte Motor Speedway statt. Martin Truex Jr. sicherte sich den Sieg und löste damit sein Ticket für die „Round of 8“. Am kommenden Sonntag reist der NASCAR-Zirkus zum Talladega Superspeedway.

Das Rennen am Charlotte Motor Speedway wurde eine Stunde früher gestartet, um den drohenden Regen zu umgehen. Der Wettergott meinte es gut mit NASCAR und so blieb es das ganze Rennen über trocken. Martin Truex Jr. siegte im ersten Rennen der „Round of 12“ und sicherte sich so den Einzug in die nächste Runde. Diesmal war es aber ein überraschender Sieg des Furniture-Row-Piloten.

Dabei überstand Truex einige Boxenstopps und Restarts, die aufgrund von Unfällen anstanden. Selbst die Overtime, wodurch das Rennen von 334 Runden auf 337 Runden verlängert wurde, meisterte der Meisterschaftskandidat mit Bravour. Nach dem finalen Restart setzte er sich an der Spitze fest und ließ nichts mehr anbrennen.

„Das war ein hartes Stück Arbeit. Wir haben aber nie aufgegeben und als wir einmal die Track-Position hatten, galt es, diese zu verteidigen.“, so Truex nach seinem sechsten Saison- und zweiten Playoff-Sieg. „Das ist genau die Zeit des Jahres, zu der es laufen muss.“

Auf Platz zwei landete Hendrick-Pilot Chase Elliott, der das ganze Rennen über in den Top 10 verweilte. Das junge Talent schaffte es jedoch wieder nicht, am Ende des Rennens an die Spitze zu gelangen. So musste er sich mit seinem bereits sechsten zweiten Platz in der Saison zufriedengeben. Trotzdem hat Elliott so nun eine gute Ausgangsposition in der aktuellen Playoffrunde.

Kevin Harvick, der beide Stages des Rennens gewann, überquerte die Ziellinie schlussendlich auf Platz drei. Über weite Strecken des Rennens war der Stewart-Haas-Pilot der Pilot, den es zu schlagen galt. In der Schlussphase konnte aber auch er keinen Nadelstich setzen. In der ersten Stage waren es zuvor Elliott und auch Denny Hamlin, die fleißig Führungsrunden sammelten, aber nur hinter Harvick die grün-weiß-karierte Flagge sahen. Auch in Stage zwei erreichte Elliott nur Rang zwei vor Matt Kenseth im Joe-Gibbs-Toyota.

In Stage drei führte Harvick das Feld souverän das Feld an, bis die ersten Boxenstopps unter Grün anstanden. Dann schlug die Stunde von Truex Jr., der sich unauffällig von Platz 17 aus der Spitze näherte. Vorerst übernahm aber erst einmal Kyle Larson im Ganassi-Chevrolet die Führung. Bei den nächsten Boxenstopps unter Gelb patzten sowohl Larson als auch seine Crew, weshalb er die Führung wieder verlor. Truex Jr. nutzte die Situation aus und übernahm die erste Position. Da es zehn Runden vor Schluss jedoch noch eine Unterbrechung gab, musste bei Furniture Row noch ein weiterer Boxenstopp und Restart sitzen. Es gelang dem Team, Truex schnell abzufertigen. Anschließend zeigte Truex auch einen starken Restart.

Kurt Busch drehte sich jedoch und löste damit eine weitere Caution aus. Ebenfalls involviert war Kyle Larson, dessen Siegchancen sich damit in Luft auflösten. Es ging also in die Verlängerung. Truex Jr. startete direkt neben Hamlin, der ebenfalls unbedingt den Sieg in Charlotte holen wollte. Truex Jr. ließ jedoch nichts anbrennen und sicherte sich den Sieg. Auf Platz zwei landete Elliott, der wie auch Harvick an Hamlin vorbeizog. Jamie McMurray komplettierte hinter Hamlin die Top 5.

Für Kyle Busch war das Charlotte-Rennen ein wahrer Alptraum. Der Joe-Gibbs-Pilot war anfangs gut unterwegs und sammelte sogar insgesamt 22 Führungsrunden. Auf seinen ersten NASCAR-Cup-Sieg in Charlotte muss der jüngere Busch-Bruder jedoch weiterhin warten. In Runde 137 hatte er mit Übersteuern zu kämpfen und landete in der Mauer. Im Laufe des Rennens hatte der Joe-Gibbs-Pilot gleich zwei Runden Rückstand auf den Führenden. In Stage drei kam Busch außerdem noch zweimal von der Strecke ab und krachte jedes Mal in die Mauer. Des Weiteren drehte er sich ein weiteres Mal und löste damit eine Caution aus. Aufgrund der vielen Crashs war für ihn nicht mehr als Platz 29 drin. Nach dem Rennen musste Busch sogar medizinisch behandelt werden, da ihm die Hitze in Charlotte ordentlich zugesetzt hatte. Später gab er jedoch Entwarnung und stellte klar, dass alles in Ordnung sei. Trotz des desaströsen Charlotte-Rennens ist der ehemalige NASCAR-Champion noch auf Kurs, es in die „Round of 8“ zu schaffen.

Ergebnis

Fahrerwertung

Teamwertung

Jimmie Johnson zeigte hingegen ein solides, aber unauffälliges Rennen. Der Hendrick-Pilot war lange auf Top-5-Kurs. Beim letzten Boxenstopp hatte er jedoch Probleme, weshalb er das Rennen nur auf Rang sieben beendete. Bester Nicht-Playoff-Fahrer war Daniel Suarez, der in seinem Toyota die Ziellinie auf Platz sechs überquerte. Dale Earnhardt Jr. konnte in seinem Heimrennen nicht die gewünschte Topplatzierung erreichen. Er landete schlussendlich außerhalb der Top 10 auf Rang zwölf.

Neben Kyle und Kurt Busch wurden noch weitere Fahrer in Crashs verwickelt. Im ersten Segment kollidierten Ryan Newman und Clint Bowyer. Danica Patrick hatte hingegen wieder Pech: Die Stewart-Haas-Piloten konnten nicht mehr ausweichen, als David Ragan sich drehte, und krachte deshalb in den Front-Row-Ford.

Vorschau: Talladega Alabama 500

Am kommenden Wochenende steht das Playoff-Rennen am Talladega Superspeedway an. Auf dem 2,6 Meilen langen Oval heißt es aufgrund der Restrictor Plates wieder Pack-Racing. Daher ist der Ausgang alles andere als vorhersehbar. Truex wird aber einen entspannten Nachmittag haben, da er mit seinem Charlotte-Sieg sicher in der nächsten Runde ist. Für alle anderen Piloten wird es ein heißer Ritt.

Vielleicht könnte es aber das Abschieds-Rennen von Earnhardt Jr. werden. Immerhin steht der Hendrick-Pilot in der Liste mit den meisten Siegen im Herbstrennen auf Platz zwei (drei Siege) hinter seinem Vater, der das Rennen siebenmal gewann. In den vergangenen zwei Jahren war es aber Joey Logano, der die Rennen für sich entschieden hat. Der Penske-Pilot steht außerdem nicht unter Druck, da er die diesjährigen Playoffs verpasst hat. Vielleicht kann er so die Playoff-Teilnehmer ärgern.

In den Jahren 2013 und 2014 waren es McMurray und Brad Keselowski, die nach dem Talladega-Lauf in die Victory Lane abbiegen durften. Im Jahr 2012 gewann Kenseth das Rennen. Viele der aktuellen Playoff-Teilnehmer wissen also, wie sie das Rennen auf dem gigantischen Kurs angehen müssen, um letztendlich die Nase vorne zu haben.

Das beste Team beim Herbstrennen ist Richard Childress Racing. Der Rennstall holte in seiner Geschichte schon acht Siege. Auf Platz zwei liegt Hendrick Motorsports mit fünf Triumphen. Der beste Hersteller ist Chevrolet mit 21 Siegen. Ford holte die Trophäe in Talladega immerhin schon 13 Mal.

Das Rennen am kommenden Sonntag startet um 20:15 Uhr. Insgesamt werden 500 Meilen (188 Runden) gefahren. Während Stage eins und zwei über 55 Runden gehen werden, müssen die Piloten im letzten Segment 78 Runden absolvieren. Ganz besonders ist das steile Banking in den Kurven von 33 Grad. In der Regel donnern die V8-Boliden „threewide“ über den Kurs, weshalb Spannung und Action garantiert sind. Die große Frage ist eigentlich nur, wann kommt der „Big One“?

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2 Kommentare

Montoya12 13 Oktober, 2017 - 01:16

Die mit Abstand langweiliste Nascar Saison der letzten 10 Jahre geht also nahtlos weiter.

Marcel 13 Oktober, 2017 - 13:32

Ich fand die Nascar Saison auch ziemlich langweilig.. ich hätte viel viel mehr erwartet. Ich hoffe bei der nächsten gibt es ein bisschen mehr Action

LG Marcel

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