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WTCC: Vorschau Ungarn 2014

von DonDahlmann
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Die dritte Runde der WTCC findet auf einem Kurs statt, der den Tourenwagen liegen sollte. Der Hungaroring sollte spannende Rennen liefern. Zumindest hinter den Citroën.

AUTO - WTCC MOROCCO 2014Das letzte Rennen in Paul Ricard brachte zumindest die Erkenntnis, dass die Citroën auch auf Kursen überlegen sind, die ein paar Kurven haben. Und am Abstand tat sich auch recht wenig. In Marokko und in Südfrankreich waren es lockere 1,2 Sekunden, die dem Rest Feldes auf die Citroën fehlten. Das sollte in Budapest nicht anders aussehen, aber es gibt immerhin die leise Hoffnung, dass vor allem die wenigen Honda Civic auf der engen Strecke vielleicht etwas näher rücken können. Von „besser sein“ wird man aber wohl kaum sprechen können.

Dementsprechend gehen Muller, Loeb und Lopez als Favoriten auf den Sieg in beide Läufe. Interessant an der Fahrerkonstellation bei Citroën ist allerdings, dass Muller bisher nicht wie erwartet die Mannschaft dominiert. Im Gegenteil. Während Lopez schon zwei Siege feiern konnte, steht bei Muller erst ein Sieg auf dem Konto. Auch Neueinsteiger Sebastian Loeb konnte schon einmal ganz oben auf dem Podium stehen. Das hatte man ein wenig anders erwartet und es zeigt, wie stark die Besetzung des Teams insgesamt ist. In der Qualifikation trennen die Fahrer meist nur wenige Zehntel, im Rennen sind Unterschiede nur schwer zu sehen. Loeb hat noch so seine Schwierigkeiten im Verkehr, bei Lopez kann man kaum einen Fehler entdecken. Die Jahre in den sehr eng umkämpften Tourenwagenserien in Südamerika waren offenbar eine gute Schule. Das macht den WM-Kampf zwischen den Piloten durchaus spannend. Lopez führt mit 85 Punkten vor Loeb (73) und Muller (65). Und damit ist auch klar: Wer auch immer sich einen Ausfall erlaubt, wird in der WM dafür hart bestraft.

Honda liegt in der Marken-WM zwar auf dem zweiten Platz, hat aber schon 83 Punkte Rückstand. Das werden sich die Japaner anders vorgestellt haben. Der Civic macht insgesamt keinen schlechten Eindruck. Er ist neutral, frisst nicht die Reifen und kam auf den bisherigen Strecken auch gut zurecht. In Paul Ricard konnte man auch die RML Chevy hinter sich lassen. Aber gegenüber Citroën hat man halt keine Chance.

Die Chevy-Fraktion leidet wiederum unter einem ungetesteten Auto. RML, die ja mehr oder weniger auf Vermittlung der FIA überhaupt unterwegs sind, waren auf Anhieb schnell, was durchaus eine Überraschung ist. Citroën und Honda haben komplett neue Autos aufgebaut, RML hat die alten S2000er auf das TC1-Reglement upgedatet und musste bis zum Saisonstart knapp 15 Chassis bauen. Logischerweise hinkt man also etwas hinterher, wie man in Frankreich sehen konnte. Da waren die Lada, die in Zusammenarbeit mit Oreca ein neues Chassis gebaut haben, durchaus dran, wie ein fünfter Platz von Rob Huff belegte.

Das Problem der Chevy-Teams ist, dass man a) keine Zeit zum Testen hat, und b) RML damit beschäftigt war, die in Marokko zerstörten Chassis wieder aufzubauen. Man steht derartig unter Druck, dass das vor drei Wochen zerstörte Auto von Tom Coronel in Ungarn womöglich erst am Samstag fertig wird.

Dort werden es vor allem die Chevy-Teams vorsichtig angehen müssen, denn das nächste Rennen folgt schon eine Woche später am Slowakiaring. Der Kalender der WTCC ist bis Ende Juni sehr dicht gedrängt, was die Sache nicht leichter macht.

Der Terminplan in Ungarn sieht Rennen 1 für 13:30 Uhr und Rennen 2 für 14:30 Uhr vor.

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