malaysia
Länge: 5.543km
Runden: 56
Schnellste Runde (2013): 1:39.199, Perez
Vollgasanteil: 65 %
Setup: High
Startzeit (Europa): 09:00 Uhr

Malaysia ist die erste Strecke von vielen im Kalender, die von Herrmann Tielke entworfen wurde. Es ist eine reine Rennstrecke, die aus vielen schnellen Kurven und langen Geraden besteht. Charakteristisch ist die “Doppelgerade” die um die Tribüne bei Start/Ziel führt. Die Strecke ist fahrerisch anspruchsvoll, da sie kaum Fehler verzeiht. Wer in einer schnellen Kurve Schwung verliert, trägt den Fehler in den folgenden Kurven mit in die Runde. Der Asphalt ist mittelmäßig aggressiv, allerdings kommt die enorme Hitze hinzu, die den Pneus zusetzt.

Überholmöglichkeiten gibt es viele, alleine die langen Geraden mit den zwei DRS-Zonen helfen beim Überholen. Man muss sich aber genau überlegen, wann man seinen Überholvorgang ansetzt. In den letzten Jahren kam es oft vor, dass ein Überholmanöver auf der letzten Geraden sofort wieder auf der Start/Zielgeraden gekontert wurde. Eine weitere Möglichkeit besteht vor T4.

Wegen der vielen schnellen Kurvenkombinationen setzen die Teams hier auf ein Setup mit hohem Anpressdruck. Die Bremsen werden nicht allzu stark belastet, allerdings müssen die Teams wegen der Hitze mit großen Bremsbelüftungen unterwegs sein. Auch die Heckverkleidung wird in Malaysia anders aussehen. Die Turbomotoren brauchen in der Hitze mehr Kühlluft, daher wird man nicht umhin kommen, weitere Öffnungen in die Verkleidungen zu sägen. Der Spritverbrauch ist in Malaysia mittel bis hoch.

In Sachen Sicherheit gibt es in Malaysia keine Probleme, die Auslaufzonen sind groß und zahlreich. Ein Safety-Car sieht man eher selten. Problematischer ist da schon das Klima. Seitdem das Rennen erst gegen 17.00 Uhr Ortszeit gestartet wird, spielen Unwetter immer wieder eine Rolle. Gerade am späten Nachmittag gehen in Sepang gerne mal Gewitter runter, was zu Reifenlotterien führen kann. Sollte es trocken bleiben, wird man zwei Stopps einlegen müssen. Eine Ein-Stopp-Strategie war in der Vergangenheit nicht günstig.

Vergleichbare Strecken: Bahrain, China