Nach dem Budweiser Shootout ist vor dem Daytona 500. Es ist “Daytona Week” in den USA und alle drehen am Rad, denn die “500” sind das mit Abstand wichtigste Rennen der NASCAR der gesamten Saison. Nie mehr in der Saison, werden die Einschaltquoten so hoch sein, wie an diesem Wochenende, weswegen die PR-Maschinen hei laufen. Es gibt tonnenweise PR-Veranstaltungen, es werden extra frs Rennen gemachte Werbespots geschaltet – selbst fr die Vorstellung des Pacecar gibt es nochmal eine eigene Pressekonferenz. Mit anderen Worten – kompletter Irrsinn.

Das spiegelt sich auch in den Regeln wieder, wie man denn nun ins Daytona 500 kommt. Normalerweise ist es in diesem Jahr so: Die Top 35 sind eh qualifiziert und fahren in einer Session die Pltze aus. Der Rest prgelt sich in einer eigenen Quali um die verbliebenen Pltze. Nur die zeitschnellsten kommen weiter. Die Regeln in Daytona sind aber noch komplizierter. Der Kollege Pete Fink von MS-total.com hat sich die Mhe gemacht, das Ganze verstndlich aufzudrseln. Im Kern ist es so: Die Pole wurde am Sonntag vergeben, als Jimmie Johnson schnellster war. Der Rest wird am Donnerstag bei den Gatorade Duels festgelegt, die ich aber noch genauer vorstelle. Am Ende hat man dann eine Startaufstellung, die aber bei einem 500 Meilen Rennen mit restrictor Plates eh nicht so wichtig ist, dann selbst wenn man nur 25. ist, kann man das Rennen locker gewinnen. Die Pole ist also sportlich gesehen unwichtig, aber die Sponsoren freuen sich natrlich, weil sie eine ganze Woche lang damit angeben knnen. Wer aber am Donnerstag bei den Duels endgltig rausfliegt, der darf dann auch direkt seine Sachen packen und nach Hause fahren.

IRL – Team Australia will den Wechsel
Eines der Top Teams der ChampCar Serie, Team Australia plant offenbar die CCWS zu verlassen und nicht auf einen Merger zu warten. Dies sagt Teamchef Derek Walker der “USA Today”. Wrde das Team mit zwei Wagen die CCWS verlassen, she es richtig dster aus, denn dann wrden mit Glck noch 15 Wagen an den Start gehen. Die Luft fr die ChampCar Serie wird immer dnner. Das es im Moment keine Neuigkeiten gibt, liegt auch daran, dass IRL Besitzer Tony George in Japan weilt, wo er versucht das Montegi Rennen zu verschieben. Viel Luft bei den Terminen gibt es da nicht. Der April fllt weg, ebenso der Mai, der fr das Indy 500 reserviert ist. Bliebe ein Wochenende im Juni, oder man entscheidet sich doch fr einen Start im September, aber normalerweise ist das Wetter zu diesem Zeitpunkt in Japan eher schlecht und man wrde mit der NASCAR ins Gehege kommen, deren Chase im September startet.

Und sonst?
Noch mal zur Mailaktion. Nach einigen Mails zwischen mir und Dennis Grbner vom Stockcar-News Forum sind wir zu dem Schluss gekommen, dass es vermutlich keinen groen Sinn macht, Sponsoren und Teams der NASCAR anzumailen. Da den meisten Sponsoren die Highlight Ausstrahlug auf Premiere reicht, macht es keinen Sinn dort zu protestieren. Das she anders aus, wrde die Berichterstattung in Deutschland komplett wegfallen, aber dem ist ja noch nicht so. Angesichts der Lage, dass wohl niemand die Exklusiv-Rechte fr Deutschland erwerben mchte, macht es wohl mehr Sinn, weiterhin Premiere anzusprechen.

Desweiteren habe ich gehrt, dass einige Mails an Premiere deutlich unter der Grtellinie angesiedelt waren. Das ist nicht die Art des “Protest” den ich mir vorstelle. Man kann und muss sich mit der Politik von Premiere im Umgang mit Programm und Abonnenten auseinandersetzten, aber Beschimpfungen helfen da nicht weiter sondern schaden eher. Man sollte sich nicht dem Trugschluss hingeben, dass die Proteste viel ndern werden, aber man erreicht berhaupt nichts, wenn man wste Beschimpfungen abschickt. Die beste Methode Premiere zu zeigen, dass man unzufrieden ist, besteht in einer klar formulierten Mail oder, wenn es denn mchte, in einer Kndigung des Abos.