F1 – Red Bull RB4
Nachtrag zum Red Bull RB4. Die ersten freien Fotos sind aufgetaucht jetzt auch hier zu sehen. Aber auch hier sieht man nicht so viel. Der Wagen wirkt nicht ganz filigran wie das Vorgngermodell, was aber auch an der etwas anderen Lackierung liegen kann. Sonst ist mir auch beim zweiten Mal nichts weiter aufgefallen. Nach Aussage der Piloten ist man jedoch ganz zufrieden mit den Fortschritten. Wie es mit Zuverlssigkeit aussieht ist allerdings dann wieder eine andere Sache. Offenbar ist es aber so, dass man Newey, der ja gerne zu radikalen Lsungen greift, etwas eingebremst hat. Auf der einen Seite, verstehe ich weiterhin nicht, warum nicht mal was Radikales ausprobiert, auf der anderen Seite: alle F1 Modelle, die radikal anders waren, sind meist auch gefloppt. Ausnahme: der Lotus 77/78.

F1 – Williams FW30
Schon auf den ersten Blick wird klar: der neue FW30 ist auch “nur” eine Evolution. Keine groen Schnrkel, keine richtigen Hingucker, sieht man mal vom schlanken Frontflgel ab, der irgendwie noch nach 2007 aussieht. Die restlichen nderungen sind, zumindest auf den Bildern, relativ klein, aber vermutlich weitreichend. Man hat die vorderen Aufhngungen modifiziert, die Luftleitbleche an den Seiten, die Kamine auf den Seitenksten und man hat nun auch einen zustzlichen Heckflgel vor dem Heckflgel. Alles in allem sieht der Wagen rund, aber wenig spektakulr aus. Nun will Williams auch nicht im die Weltmeisterschaft fahren, sondern hier und da ein Podium ergattertn, wenn es denn passt. Das sollte sich mit dem neuen Wagen schon erledigen lassen, wenn man bedenkt, wie gut man 2007 unterwegs war. Allerdings: letztes Jahr waren Toyota, Honda und auch Red Bull sehr schwach, was dieses Jahr wohl nicht ganz der Fall sein wird. Es wird schwer fr das letzte Privatteam der Formel Eins, soviel ist klar. Das man Alex Wurz als Tester verloren hat, macht die Sache sicher nicht einfacher.

F1 – Renault R28
Fotos vom neuen R28 habe ich leider noch nicht, da bei Renault selber noch keine zu bekommen waren. Bei Renault sind neue Autos ja immer so eine Sache. Einmal von der unmglichen Farbgebung her. Auch dieses Jahr werde ich die Kombination Gelb/Wei/Orange/Blau nicht mgen. Aber immerhin erkennt man den Wagen bei Hubschrauberaufnahmen so besser. Und dann ist da dass Design. Jedes Jahr denkt: das soll schnell sein? Dieses zerklftete, zerrissene Ding? Und jedes Jahr, mal abgesehen vom letzten, sind die Renault biestig schnell. Das wird dieses nicht anders sein. Auffallend am neuen Renault ist, dass man ebenso wie BMW eine Schaufel unter den Frontflgel geschraubt hat. Offensichtliche bringt das was, wenn man der Luft sagen will, dass sie sich unter dem Auto nicht allzuviel Zeit lassen soll. Bei den Aufhngungen ist Renault erstaunlich konservativ geblieben, im Heckbereich sieht dafr wieder aus, als habe jemand ein Dreijhriger beim Modell wild mit dem Messer rumgeschnitzt. Aber mittlerweile sehen ja alle Wagen so aus, und groe Fortschritte oder Unterschiede konnte ich da nicht festmachen. Ehrlich gesagt: fr einen Renault sieht der Wagen, abgesehen vom Frontflgel, relativ konservativ aus. Sollte man aber nicht unterschtzen und schon gar nicht das Know-How, das Alonso von McLaren zu Renault gebracht hat. Wie man ja aus den Protokollen der FIA wei, ist Alonso technisch hchst visiert und mindestens bis zum August letzten Jahres auch in die Entwicklung des neuen McLaren eingeweiht gewesen. Genaueres dann noch mal, wenn die Bilder da sind.

Ach ja, die Franzosen haben ein Blog eingerichtet dass wohl auch regelmig gefhrt wird.

ChampCar – Die Probleme wachsen
Ich bin ehrlich gesagt erschrocken darber, wie gro die Probleme der ChampCar Serie sind. Man hat zwar wie schon letzte Woche erwhnt einen neuen TV Deal, aber der umfasst bei 14 Rennen nur noch fnf Livebertragungen, darunter den “Canada Cup”. Der Rest wird nur als Aufzeichnung gebracht. Teilweise sendet man gegen die NASCAR und die MBL, teilweise schwindet die Serie im Nachtprogramm. Das scheint erste Auswirkungen zu haben. Das Nachwuchstalent Raphael Matos, der die Nachwuchsserie der ChampCars, die Formel Atlantic, gewinnen konnte, wechselt lieber in die Indy Pro Serien, die zweite Liga der IRL, anstatt zu den ChampCars zu gehen. Das hat vermutlich etwas mit den Sponsoren zu tun, die offenbar darauf setzen, das Santos ein paar Rennen in der IPS fahren soll, bevor man ihn vermutlich gegen Ende der Saison mit Geld in ein IRL Cockpit setzt.
Geld ist knapp bei den ChampCars. Bis auf wenige Piloten wie Paul Tracy und Justin Wilson, suchen die Teams wohl eher Fahrer, die Geld mitbringen. Anders kann man sich auch nicht erklren, dass immer noch zehn von siebzehn Cockpits unbesetzt sind. Und jetzt hat das “Team Australia” bekannt gegeben, dass man vermutlich nur noch einen Wagen einsetzen wird. Grund: die Kosten. Sollte sich das wirklich besttigen, wrde man nur noch mit 16 Wagen an den Start gehen. Gut, damit kann man auch nette Rennen fahren, aber weil eben so viele Bezahlfahrer unterwegs sind, ist die Leistungsdichte nicht eben gro. Vorne fahren dann Rahal, Tracy, Doornbos, Wilson und Power, der Rest gondelt chancenlos hinterher. Immerhin: jetzt wo Bourdais weg ist, wird auf jeden Fall mal jemand anders Meister. Wenn die Serie denn das Jahr berhaupt berlebt. Da wrde ich kein Geld drauf wetten.

A1 – Taupo
Das war kein schlechtes Rennen der A1 in Neuseeland. Die Serie beweist, dass sie wirklich guten Motorsport bietet, der sich hinter der GP2 nicht zu verstecken braucht. Das im Hauptrennen Christian Vietoris gewinnen konnte, machte das Rennen natrlich noch mal ein Stck besser. Man muss Vietoris auch wirklich ein sehr groes Kompliment ausprechen. Blieb er in den ersten Rennen noch etwas blass, zeigte er am Sonntag, was in ihm steckt. Die gute Startposition hat ihm sicher geholfen, aber wie er im Rennen die Angriffe der Franzosen und spter der Kanadier parierte, die 30 Runden lang hinter ihm herzackten war wirklich eine Meisterleistung. Vor allem fr einen 18jhrigen, der seine erste Saison fhrt. Da kann man nur sagen: Hut ab!
Da die Schweizer gleichzeitig ein rabenschwarzes Wochenende hatten und nur einen Punkt mit nach Hause nehmen konnte, ist die Meisterschaft so eng zusammen gerckt, dass die Deutschen sogar durchaus die Chance haben, ihren Titel zu verteidigen. Im Moment sieht das so aus:

1. New Zealand 82
2. France 80
3. Switzerland 80
4. Germany 65

Und sonst?
Der ACO hat die Anfrage von Penske Motorsport bzgl. einer Einladung zum 24 Stunden Rennen von Le Mans abgelehnt. Das kam jetzt nicht so berraschend, nachdem man die Regeln der LMP2 in Sachen “Privatteams” noch einmal verschrft hatte. Sicher dabei sind schon mal Audi und Peugeot, ebenso Pescarolo. In der GT1 kommt es zum erwarteten Kampf zwischen der Corvette und dem Aston Martin.

Basic-Groove weist zu Recht daraufhin, dass Eurosport 2 die GP2 Asia und die 24 H von Daytona bertrgt. Das berrascht mich in beiden Fllen, da ich dachte, die GP2 sei als Komplettpaket bei Premiere gelandet. Die Speedcarserie wird aber nicht gezeigt und auch auf der Media Webseite gibt es keine Angaben darber, wer die Serie in Deutschland zeigen knnte.

TV Programm gibt es morgen wieder.