Der neue BWM wurde heute vorgestellt. Die ersten Gedanken bei Prsentation: Oh, BMW ist ja mutig geworden. Tatschlich fllt sofort die neue Nase auf. Der Frontflgel ist eine vllig eigene Lsung, die allerdings auf den Designs der letzten Saison aufbaut. Trotzdem ist die untere Stufe eine Lsung, die bisher nur BMW zu bevorzugen scheint. Der Wagen hat mal wieder einen krftige Buckel ber dem Motor, aber die Seitenksten haben mich doch sehr an den McLaren erinnert. Die sind tief eingezogen und oben ziemlich zerklftet. Alles an diesem Wagen wirkt sehr durchdacht und ist mindestens ein Schritt weiter, als im letzte Jahr. Auch erkennt man am BMW, dass die Mnchner in Sache Aerodynamik und Entwicklung deutlich auf Ferrari und McLaren aufgeholt hat. Verglichen mit dem neuen Toyota ist man mindestens zwei Schritte weiter.

In den Interviews zeigten sich Theissen, Heidfeld und Kubica auch sehr positiv eingestellt, was man angsichts des zumindest von auen gelungenen Wagen auch nachvollziehen kann. Schn zwar heutzutage nicht mehr unbedingt schnell, aber gutes Aussehen hat noch keinem Rennwagen geschadet. Wenn BMW dieses Jahr schon der groe Wurf gelungen ist, kann man sich auf eine sehr spannenden Saison einstellen.

Auch die Bilder, die BMW mittlerweile eingestellt hat zeigen, wie stark sich der neue F1.08 im vorderen Bereich von den anderen bisher gesehenen Konzepten unterscheidet. Zwar hat BMW nun auch hnlich wie McLaren oder Ferrari, eine deutlich spitzere Nase, aber die Schaufel, die man da als Frontflgel dran geschraubt hat, sieht schon nach einer komplett neuen Idee aus. Interessant aber, dass man bei den Abdeckungen der Vorderradaufhngung eine Weg gegangen ist der dem von Ferrari nicht unhnlich ist. Es ist zwar nicht so ein “Rochen” wie bei den Italienern, aber die hnlichkeiten sind schon da.

Gerazu langweilig dagegen sind die Luftleitbleche vor den Seitenksten. Relativ unspekatulr fhrt man dort die Luft ein. Verglichen mit den verschnrkelten Dingern von McLaren ist das schon sehr einfach, was BMW da zeigt. Deutlich anders ist als bei der Konkurrenz ist das Heck geworden. Whrend McLaren, Ferrari und auch Toyota das Heck scheinbar etwas verbreitert haben, ist es bei BMW weiterhin sehr schlank. Zusammen mit der Aerodynamik im vorderen Bereich und den immer noch vorhandenen Hrnern an der Seite der Airbox vermute ich mal, dass man die zustzliche Traktion dadurch finden mchte, dass man die Luft genauer auf den Heckflgel fhrt. Willi Rampf erwhnt im Presskit allerdings auch, dass man vor allem danach geschaut hat, dass man den Wagen beim Einlenken ruhig stellen wollte. Da aufgrund der fehlenden Traktionskontrolle der Wagen beim Anbremsen etwas unruhiger wird, versucht man wohl mittels mehr Anpressdruck den Wagen dort zu stabilisieren um eine hhere Kurveneingangsgeschwindigkeit zu erreichen.

Ich habe ein wenig den Eindruck, dass BMW einen anderen Weg gegangen ist, als das McLaren oder Ferrari tun. Die Aussage ist zwar noch vor dem Hintergrund zu sehen, dass keiner das letzte Aerokit auf dem Wagen hat, aber es ist schon auffllig, wieviel Wert BMW auf den Antrieb auf der Vorderachse gelegt hat. Man muss Willi Rampf zustimmen, wenn sagt, dass es sich um eine “radikale Evolution” handelt. Die ersten Vergleiche im Januar werden also ganz schn spannend werden.