Formel Eins – Brawn, Ferrari, Alonso
Ross Brawn hat in mehreren Interviews betont, das seine Entscheidung nicht zu Ferrari zu gehen etwas damit zu tun habe, dass er eine neue Herausforderung sucht. Die wrde er bei Ferrari nicht mehr haben. Allerdings hat er bei Ferrari auch nicht mehr die Strukturen, die er selber dort aufgebaut hat. Fast alle Positionen sind im Laufe des Jahres mit Italienern besetzt worden, dazu kommt dass sein ehemaliger Vertrauter Nigel Stepney kein besonders gutes Jahr bei Ferrari hatte. Dementsprechend wird der Widerstand innerhalb von Ferrari auch dementsprechend gro gewesen sein.

Dort sind die nderungen auch tiefgreifender als ich gestern auf den ersten Blick wahrgenommen habe. Mit der Befrderung des jungen Stefano Domenicali zum Rennleiter ist Jean Todt still und leise von der Leitung des Team zurck getreten. Damit sind fast alle groen Namen aus der Schumacher ra mittlerweile verschwunden. Dass das Team trotzdem Erfolg hat, zeigte sich ja in diesem Jahr. Obwohl zunchst nicht ganz auf der Hhe mit McLaren schnappte man denen am Ende noch den Fahrertitel weg. Auch die Besetzung des Postens von Ross Brawn durch Mario Almondo hat gezeigt, dass man es alleine schaffen kann. Die Frage wird aber sein, ob Jean Todt sein Team wirklich ganz verlassen will, oder ob er sich weiter an der Rennstrecke aufhlt.

Ross Brawn selber hat sich ein zutiefst britisches Team ausgesucht. Auch wenn den Japanern der Laden gehrt, ist die gesamte Struktur des Teams doch sehr englisch. Nicht weiter verwundertlich, basiert das jetztige Honda F1 Team auf dem legendren Tyrell Team, die 1997 von British American Tobacco (BAR) aufegekauft wurden. Dort hat schon so ziemlich jeder gearbeitet, der in der Formel Eins erfolgreich unterwegs war. Es wird interessant zu beobachten sein, wie Brawn die Positionen im Team neu besetzten wird.

NASCAR – Rating runter, Petty spricht
Das Rating vom Wochenende ist da und es ist miserabel. 3.4 soll die erste Messung ergeben haben. Erfahrungsgem liegt die endgltige Messung dann noch mal bis 0.2 hher, aber selbst die 3.6 sind bescheiden, nachdem im Vorjahr das Rating bei 4.1 lag, was auch schon ganz schn bescheiden war fr ein Saisonfinale. Allerdings muss man auch sagen, dass 2005 das Rating auch nicht besser war. Phoenix ist halt nicht gerade ein Quotenbringer, da die Strecke ziemlich langweilig ist und fr wenig Action sorgt.

Ein weiterer Grund fr das nachlassende Interesse am Chase ist wohl die lahme Entwicklung im Chase. Letztes Jahr sah es vor dem letzten Rennen zwar nicht viel besser aus in der Meisterschaft, aber immerhin hatten noch vier Fahrer Chancen auf den Titel:

Jimmie Johnson 6332
Matt Kenseth -63
Kevin Harvick -90
Denny Hamlin -90
Dale Earnhardt Jr. -115

Das macht doch etwas mehr Spannung, als wenn nur zwei Fahrer noch Chancen auf den Titel haben. Richard “The King” Petty hat sich die Woche auch zu Wort gemeldet und deutlich formuliert, was vermutlich die meisten Fans denken und fhlen. Ein Zweikampf um den Titel ist ok, aber wenn es zwischen zwei Teamkollegen ausgefochten wird, die sich zu dem charakterlich auch noch so hnlich sind, dann ist es eben einfach langweilig, meinte der siebenfache Meister. Das stimmt wohl, denn in diesem Chase fehlt einfach jede Dramatik. So schn es zu sehen, wie sportlich Jeff Gordon und Jimmie Johnson miteinander umgehen, so langweilig ist es auch. Wrden Tony Stewart oder Kurt Busch um den Titel kmpfen, man wrde bei den Rennen vermutlich die Luft anhalten, da man bei denen ja nie so recht wei, was sie gerade vor haben und es wrde deutlich hrter zur Sache gehen. Dazu kommt dann natrlich erschwerend, dass Hendrick Motorsport die Saison und den Chase nach Belieben dominiert. Whrend die meisten Teams dieses Jahr mit der “Merger-Mania” beschftigt waren, hat man bei Hendrick die Ruhe gehabt, jedes Rennen hochkonzentriert anzugehen. Aber immerhin gibt es einen Lichtblick fr 2008. Zum einen fhrt Junior bei Hendrick, zum anderen wird es spannend zu sehen sein, wie sich JGR mit den Toyota Motoren schlgt und Roush/Fenway sollte man auf gar keinen Fall abschreiben, wie man in den letzten Rennen gesehen hat.

News
– Ryan Briscoe bernimmt den Platz von Sam Hornsh jr. im Penske Team und wird somit wieder in die IRL einsteigen. Der Australier, der schon 2005 eine ganze, wenn auch sehr holprige Saison in der IRL hatte, wird also versuchen den Ex-Champion zu ersetzen. Was nicht leicht sein wird. Briscoe gilt als Multi-Talent. Er hat in seiner Karriere schon jede Serien hinter sich gebracht, als da wren: F3, F3000, F1, IRL, ChampCars, A1 GP, V8 Supercars und ALMS. Sein letzter Auftritt beim Indy 500 war nicht ohne, immerhin wurde fnfter. Allerdings gilt Briscoe auch als crashanfllig, weil er es gerne mal bertriebt. 2005 verunfallte er beim Rennen in Chicago schwer und es finden sich auch etliche DNFs in seinem Karriere, die seinem Temperament zuzuschreiben sind. Aber im Penske Team hat er ja nun eine Heimat gefunden, die ihm sicher in allen Bereichen untersttzen wird.

– Michael Schumacher ist heute in den aktuellen Ferrari geklettert um auf der Strecke in Barcelona zu testen. Warum er das macht, ist nicht so ganz klar. Er ist zwar der einzige Pilot bei Ferrari, der noch mit F1-Wagen ohne Traktionskontrolle unterwegs war, aber es wrde vermutlich mehr Sinn machen, wenn Rikknen und/oder Massa im Auto sitzen wrden. Es darf also viel spekuliert werden. Unter anderem darber, dass Schumacher eine wichtige Rolle im Team einnehmen soll und daher in Zukunft regelmig mit den jeweils aktuellen F1 unterwegs sein wird, um seine Erfahrungen mit denen der Fahrer vergleichen und weitergeben zu knnen. Sollten im Ferrari Mediacenter Bilder auftauchen, schiebe ich die nach.

Und sonst?
Nix.

13.11.2007

Aufz. 14:00 Uhr   British GT   Saison 2007   MotorsTV
Aufz. 15:50 Uhr   British F3   Saison 2007   MotorsTV
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