Mal wieder nur ein eingeschrnktes Programm hier. Diesmal liegt es einfach daran, dass ich gestern nach ein paar Tagen nach Hause kam und feststellen musste, dass weder Telefon noch DSL gehen. Mittlerweile geht das Telefon wieder, aber beim DSL tut sich nichts. Und so wie es aussieht, wird das auch noch ein paar Tage so weiter gehen, denn laut “Freenet” hat man mir offenbar einen 16mb/s Anschluss verkauft, obwohl man wusste, dass mein Modem das nicht leisten kann. Siemens behauptet zwar, das Modem sei dazu fhig, Freenet meint aber, dem sei nicht so. So wie es aussieht, brauche ich ein neues Modem. Das war dann auch mein letztes Jahr bei Freenet.

DTM – Norisring anyone?
Erinnert sich noch irgendjemand an das Rennen der Deutschen Tourenwagenmeisterschaft 1977 am Norisring? Bei diesem sehr denkwrdigen Rennen ging es zwischen den Marken BMW und Ford richtig zur Sache, genauer gesagt zwischen den BMW Piloten Markus Winkelhock, Marc Surer und Ford Escort Fahrer Hans Heyer. Winkelhock und Heyer gaben es schon richtig, aber halbwegs fair, bis Marc Surer nach einem Boxenstopp raus kam. Er lag eine Runde zurck, was ihn aber nicht kmmerte und so lieferte er sich ein Materialschlacht mit Hans Heyer. Beide Wagen sahen am Ende aus, als seien sie reif fr die Schrottpresse und BMW Chef Jochen Neerpasch musste sich sehr bse Worte anhren, denn es hie, dass er seine BMW Junioren auf den Meisterschaftskandidaten Heyer angesetzt hatte. Neerpasch zog freiwillig die Meldung fr die Junioren frs nchste Rennen zurck.

An den Norisring erinnerte mich gestern das Rennen in Barcelona, das ja nun wahrlich genug Unterhaltungswert hatte. Und es ist schon erstaunlich, wie die Audi Piloten aus dem Weg gerumt wurden, sobald sie irgendwo unter den Top Acht auftauchten. Auch wenn Norbert Haug sagte, dass man die Fahrer angehalten habe fair zu fahren, ist es schon auffllig, dass man vier Audis aber keinen Mercedes in der Wiese gesehen hat. Wie man Haug so in den letzten Monaten whrend der Spionageaffre kennen gelernt hat, wrde ich mal vermuten, dass das so abgelaufen ist: Man hat ihnen gesagt, dass man die Audis berholen soll, wo es nur geht, aber dabei vermieden zu sagen, wo die Grenze der Fairness sein soll. Wer sich ein wenig mit Motorsport und der Praxis in Cuprennen auskennt, wei, wie man seine Piloten auf so etwas vorbereitet, ohne dass das bse Wort “Abschieen” fllt. Das Dr. Ulrich seine Autos am Schuss reingeholt hat – naja. Kann man machen, reicht aber ein wenig nach beleidigter Leberwurst. Auf der anderen Seite war es vermutlich besser, als wenn das Rennen zu einer noch grsseren Crashorgie ausgeartet wre.

Jedenfalls habe ich mich schon lange nicht mehr so gut bei einem DTM Rennen amsiert, auch wenn ich ber die ruppige Art von Mercedes nicht sehr erfreut war. Auch die beiden Kommentatoren Sohmer und Reuter hatten ihren Spa, und beiden merkte man an, dass sie sich ein Kichern hier und da schwer verkneifen musste. ARD Kommentator Claus Lufen bewies dagegen dass er auch nach mehreren Jahren im DTM Umfeld immer noch keine Ahnung hat. Er mchte solche Rennen nicht mehr sehen, aber im Grunde sind solche Rennen genau das, was die DTM braucht. Statt gediegenem Luxussport ein wenig Hemdsrmligkeit wie in der NASCAR. Allerdings immer voraus gesetzt, dass man sich beim nchsten Rennen wieder fair begegnen kann. Ob das in drei Wochen in Hockenheim der Fall sein, wage ich mal sehr zu bezweifeln. Ich vermute mal, das Audi Motorsportchef Ulrich seine Autos schon mal mit verstrkter Front ausrsten wird. Man kann ja nie wissen.

NASCAR – Dover
Das war ein echter Riemen. Weit ber vier Stunden bentigten die Herren fr 400 Runden. Grund dafr waren 13 Gelblichtphasen (Rekord), wovon zwei in komplette Unterbrechungen mndeten (Rekord). Man hatte whrend des Rennen mindestens vier Fahrer (Jimmie Johnson, Kurt Busch, Matt Kenseth, Carl Edwards) die wie Siegerkandidaten aussahen, dazu mit Junior und Mark Martin zwei DEI Piloten, die zumindest am Sieg schnupperten. Mit anderen Worten Dover war eines der besten Rennen der Saison. Was einerseits an der Strecke liegt. Irgendeiner meinte in der Trainigssessions, Dover sein wie “Bristol auf Speed”, und hnlich hektisch gingen die Piloten zur Sache. Es wurde wirklich hart gefahren, was, und damit komme ich zum andererseits, am CoT liegt. Man kann nicht mehr, wie beim alten Auto, einfach ein warten, bis einer bersteuern bekommt und dann bequem vorbei fahren. Die Fahrer haben bemerkt, dass man mit dem CoT nur vorbeikommt, wenn man trickst oder sehr hart fhrt. Nur wenn man den Wagen ausquetscht, kommt man am Gegner vorbei, was wiederum dafr sorgt, dass man im Rennen eigentlich wenig Luft bekommt. Letztlich ein Gewinn fr die NASCAR, da man sich das auch gewnscht hat. Auf der Negativseite stehen allerdings die langen Mittelphasen,in denen sich das Rennen setzt und wenig passiert, weil man lieber abwartet. Das war in Dover nicht anders, aber ich glaube, dass wir so ein Rennen auch nicht mehr oft sehen werden. Weil die meisten Teams den Mittelstint sehr konservativ angingen, vorne aber Matt Kenseth und Carl Edwards wie die Irren fuhren, sah sich im letzten Renndrittel alles ab Platz zehn mit einer Runde im Rckstand. Wegen der langen Grnphase wollten aber nur wenige mit einem “Off-Sequenz” Stopp reagieren. Das fhrte dann dazu, dass gegen Ende des Rennens pltzlich nur noch fnf Wagen in einer Runde waren. Da wird man sich in einigen Teams nach dem Rennen sicher lnger zusammensetzen mssen.

Auch wenn Carl Edwards der Sieg am Ende nicht mehr zu nehmen war, hatte das Rennen wirklich alles, was man sich von einem NASCAR Rennen nur wnschen kann. Das vor allem die Favoriten im Chase arg gerupft worden, hat dazu gefhrt, dass die Punktestnde sensationell eng sind. Die ersten vier Fahrer liegen nur fnf Punkte auseinander, was fr weitere Spannung und Hektik in den nchsten Rennen sorgen sollte. Richtig Glck im Unglck hatte Tony Stewart, der das gesamte Rennen nur hinterher fuhr und irgendwo um Platz 20 rumgodelte. Um sich dann, auf Grund des Pechs der anderen, nach dem Rennen auf Platz zwei im Chase wiederzufinden, nur einen Punkt hinter Jeff Gordon.

Noch ist es also viel zu frh, um sagen zu knnen, wer den Chase machen wird. Mit Clint Bowyer und Carl Edwards haben schon mal zwei Fahrer gewonnen, die man nicht so richtig auf dem Zettel auf dem Zettel hatte und berraschenderweise scheint bei Hendrick Motorsport im Moment nicht viel zusammen zu laufen. Aber das kann sich auch schnell wieder ndern und man darf sich schon mal auf das Rennen in Kansas freuen.

– Jacques Villeneuve beendete sein erstes Truck Rennen in Las Vegas als 21., was ein respektables Ergebnis ist.