Posts Tagged ‘Super Aguri’

NASCAR NW – Mexico / F1 Super Aguri News

Posted 17 Apr 2008 — by DonDahlmann
Category F1, Motorsport, NASCAR

Der Sprint Cup macht eine Woche Pause, bevor es nächste Woche nach Talladega geht. Diese Woche fährt deswegen nur die Nationwide Serie, die einen Abstecher nach Mexiko macht und zu dem auch noch den erten Rundstreckenkurs des Jahres absolviert. Der Kurs auf dem Autodromo Hermanos Rodrigues ist ja einigermaßen bekannt, da die A1 GP Serie hier regelmäßig startet. Bemerkenswert ist wohl die 1,2 Kilometer lange Gerade bei Start und Ziel. Letztes Jahr bretterten die NW Wagen auch das erste Mal ohne Schikane durch, ich hoffe, dass dies auch in diesem Jahr so ist. Die Jahre zuvor hatte man eine hässliche Ecke in die Gerade gebaut. Nicht sicher bin ich mir, ob die NW Serie die ebenso dämliche Schikane vor der Parabolica mitnimmt, oder sie wie im letzten Jahr auslässt.

Wenn Rundkurse anstehen, dann bleiben einige Fahrer auch gerne zu Hause, bzw. werden von den Teams durch Rundstreckenexperten ersetzt. Montoya hat dieses Jahr keine Lust auf Mexico, dafür findet man folgende Namen auf der Starterliste:

- Boris Said
Wer kennt ihn nicht. Boris Said, der Mann mit der sehr einprägsasmen Frisur, der eigentlich immer lacht. Er stammt aus einer Rennfahrerfamilie. Sein Vater, Bob Said, ist 1959 sogar mal bei einem Formel Eins Rennen in Sebring angetreten, fiel aber in der ersten Runde aus. Boris Said ist der klassische “road course ringer” also einer, den man fast ausschließlich dann holt, wenn es auch mal rechts rum geht. Gewonnen hat Said allerdings noch nie, allerdings war auch oft Pech im Spiel. Er ist im Übrigen eng mit Hans Joachim Stuck befreundet, mit dem er schon oft zusammen im Auto gesessen hat. 2005 konnte er zusammen mit Huisman, Lamy und Priaulx die 24 H vom Nürburgring gewinnen.

- Michel Jourdain Jr.
Der ist aus der ChampCar Serie und der letztjährigen WTCC bekannt. Eigentlich ein Open Wheeler Spezialist, der aber ab und an auch mal in der NASCAR vorbeischaut. Kein Supertalent, aber ein solider Fahrer, der sein Engagement vor allem einer Sache zu verdanken hat: Er stammt aus Mexiko.

- Ron Hornaday jr.
Den Namen kennen NASCAR Experten, weil er mit dreimal die NASCAR Truck Serie gewinnen konnte (96, 97. 07). Er ist einer der erfahrensten Piloten, da er seit 1992 in diversen NASCAR Serien unterwegs ist. Zwar ist er schon 49 Jahre alt, aber das ist ja in der NASCAR kein Alter.

- Scott Pruett
Auch einer der Tourenwagenspezialisten, der seine größten Erfolge allerdings in der GrandAm Serie feiern konnte. Immerhin gewann er zweimal die 24 H von Daytona(94, 07) und 2004 die Meisterschaft. Letztes Jahr lernte er dann die Fahrweise von Montoya kennen, als dieser ihn ein paar Runden vor Schluss beim Rennen in Mexiko von der Fahrbahn rempelte. Er nicht gerade glücklich und dürfte froh sein, dass der Kolumbianer dieses Jahr nicht antritt.,

- Max Papis
Auch kein unbekannter aus diversen Rennserien. Der Italiener, der für Footwork 1996 auch mal in der Formel Eins unterwegs war, hat sich nach vielen Wirrungen in seiner Karriere (F1, ChampCar, IRL, NASCAR) in den letzten Jahren auf den GT-Sport konzentriert, was ihm in der ALMS immerhin ein paar Siege einbrachte.

Das gesamte Wochenende wird leider nicht von SpeedTV, sondern von ESPN 2 übertragen. Bedeutet, dass man ausser dem Rennen wohl kaum etwas sehen wird.

F1 – Super Aguri vor Pleite
Ich hatte im gestrigen Eintrag ja schon vom überraschenden Rückzug der Investoren bei Super Aguri berichtet. So langsam kommt auch ein wenig Licht in die Sache. Interessanterweise scheint Honda dahinter zu stecken, dass die Magma Ltd. den Vermittlungsauftrag überhaupt erst bekommen hat. Honda Motorsportgeschäftsführer Nick Fry hat wohl nach viel hin und her Martin Leach beauftragt, das B-Team zu verscherbeln. Zuvor war Aguri Suzuki selbst unterwegs gewesen, aber seine Bemühungen führten zumindest soweit bekannt ist, zu keinem Ergebnis. Nun ist der Deal in letzter Sekunde geplatzt und alle stehen als Verlierer da. Leach, weil er seine vollmundigen Versprechungen aus dem März nicht halten konnte, Fry weil er sein Versprechen nicht einlösen konnte und Aguri Suzuki der sich mit dem Projekt total verhoben hat. Dazu komme natürlich die ganzen Angestellten im Leafield Technical Centre. Klar ist, dass Super Aguri nur dann den Betrieb aufrecht erhalten kann, wenn Honda noch mal Geld reinsteckt. Die Frage ist nur, was am Ende mehr bringt. Noch weiter Geld investieren, damit das Team wenigstens vor Ort ist, oder es einfach dicht machen, die Schulden abschreiben und hoffen, dass im Laufe des Jahres sich einer findet, der den Laden übernehmen möchte. Ewig Zeit hat man allerdings nicht, denn Aguri muss dringend investieren, damit man überhaupt in der Lage ist, ein eigenes Chassis zu entwickeln. Die Chance, dass das Team weitermachen kann, wird immer kleiner, je mehr Zeit vergeht. Es kann durchaus passieren, dass vom Rennen in Barcelona an nur noch 20 Wagen an den Start gehen werden. Das ist dann auch die Untergrenze für Bernie Ecclestone, der den Veranstaltern mindestens 20 Wagen am Start zusagt. Gleichzeitig wären gleich zwei Slots in der WM frei. Aber wenn man nicht mal einen wegbekommt…

Und sonst?
TV Programm ist hier zu finden

Vorschau auf die DTM, IRL, CC und die FIA GT kommt morgen, bzw. am Samstag, weil ich die ganze Zeit unterwegs bin.

NASCAR News / F1 – Aguri Deal weiter unsicher / DTM – Villeneuve ante portas

Posted 16 Apr 2008 — by DonDahlmann
Category DTM, F1, NASCAR

Update 16.04.08, 18:55 Uhr: Super Aguri Deal mit Magma/DIC ist endgültig geplatzt, nachdem sich der Investor aus Dubai zurückgezogen hat! Damit steht Aguri Suzuki wieder ganz am Anfang und muss dringend einen neuen Geldgeber suchen. Es ist völlig unklar, ob Super Aguri überhaupt beim Rennen in Barcelona wird antreten können. Die Vorzeichen sind denkbar schlecht, da bisher alle Verhandlungen über eine Übernahme des Teams gescheitert sind. Beim Blick in die Bücher haben bisher etliche Geldgeber abgewunken. Hintergrund ist wohl, dass Aguri bei Honda tief in der Kreide steht und der japanische Konzern bei einer möglichen Übernahme seine Verbindlichkeiten sofort zurück haben will. Ein Großteil der geforderten 80 bis 100 Millionen Euro würden also auf der Stelle wieder verschwinden. Dazu käme die Summe, die man alleine benötigen würde, um die Saison beenden zu können, was mit ca. 30 bis 50 Millionen Dollar veranschlagt wird. Dabei ist noch nicht mal die Neuentwicklung des Chassis miteingerechnet. Super Aguri braucht aber wegen der Regeländerungen ab 2009 ein neues Chassis und von Honda wird keins mehr kommen. Allein für diese Entwicklung müsste man noch eine zweistellige Millionensumme drauf buttern. Man sieht am Force India Team, dass man rund 80 Millionen als Gesamtbudget für ein Jahr benötigt.
Die Frage ist, was nun passiert. Angeblich soll es einen deutschen Investor geben, der Interesse gezeigt hat, aber es gibt auch das Szenario, dass man Aguri erst einmal Insolvenz anmelden wird. Das würde das Team zwar aus der WM treiben, auf der anderen Seite hätten Investoren eine bessere Verhandlungsbasis, da man die Höhe der Schulden verhandeln könnte. Es ist erstaunlich, dass ein durchaus erfolgfreiches Team wie Super Aguri (was die Medienpräsenz angeht) keine Geldgeber findet. Entweder hat der Schuldenberg Ausmaße wie weiland bei Arrows (traut sich Tom Walkinshaw eigentlich wieder nach England?), oder Honda spielt da die Bremse, weil man nicht jeden Investor ins Ex-B-Team lassen möchte. Ich hab da kein gutes Gefühl in Sachen Super Aguri.

—schnip—

- BAM Racing verwundert die NASCAR Beobachter. Erst wechselt man mit lautem Tamtam den Hersteller, dann geht plötzlich gar nichts mehr. Statt mit dem neuen Wagen wenigstens den Freitag mitzunehmen, hat man sich nun entschlossen den Rennbetrieb im Sprint Cup vorübergehend ganz einzustellen. Grund: ein Hauptsponsor hat wohl Probleme, das nötige Geld aufzutreiben und es sieht so aus, als würde man vor dem Herbst nicht mehr auf die Strecke gehen. Das würde auch bedeuten, dass der Einsatz von Klaus Graf auf dem Infinion Raceway gefährdet sein könnte. Das muss aber nicht sein, wenn BAM es schafft, für einzelne Rennen einen Deal zu bekommen. Gerade ein Einsatz auf einer Rundstrecke würde sich lohnen, da Graf es vermutlich schaffen würde den Wagen, der jetzt in Sachen Top35 chancenlos ist, zu qualifizieren. Wenn denn dieses Jahr noch was geht, dann wird es wohl auf einer der beiden Rundstreken sein.

- Mit dem Ausfall von BAM kommt auch Schwung auf den Transfermarkt, denn Ken Schrader steht ohne Cockpit da. Er wird aber schon mit der #70 des Haas CNC Racing Teams in Verbindung gebracht, wo man dringend einen erfahrenen Piloten, der den Wagen irgendwie in die Top 35 bringt, braucht. Letztes Wochenende saß noch Johnny Sauter in Cockpit, in Talladega könnte es schon Schrader sein.

- Es mehren sich die Gerüchte, dass man bei Penske eventuell Sam Hornish jr. wenn nicht ersetzen, so doch zumindest im Mai freistellen könnte, da Hornish wohl gerne das Indy 500 fahren würde. Wo er da ein Cockpit bekommt ist mir nicht bekannt, aber möglich sollte das für den dreifachen IRL Meister und Indy 500 Gewinner schon sein. Penske hat sich schon mal David Stremme als Testfahrer gehohlt, der ja zuvor im Wagen von Franchitti gesessen hatte.

- Chip Ganassi hat die Schnauze voll. Neulich hat er schon mal einen Warnschuss in Richtung seines NASCAR Teams abgeschossen, als sich Dario Franchitti nicht für das Rennen in Texas qualifizieren konnte. Er meinte, wenn ein gutes Team es nicht schaffen würde, wenigstens die Quali zu überstehen, dann müsse man wohl demnächst was ändern. Und das hat er jetzt auch gemacht, in dem er die Crew Chiefs von Montoya und Franchitti getauscht hat. Der Kolumbianer bekommt jetzt Jimmy Ellegde (btw. der Ehemann von Juniors Schwester und Managerin Kelly) der immerhin mal bei Casey Mears als dieser noch für Ganassi unterwegs war, einen guten Job gemacht hat. Franchitti bekommt dafür Donnie Wingo, der Montoya die Ovale beigebracht hat. Keine schlechte Idee, dies jetzt bei Franchitti zu machen, in der Hoffnung, dass Montoya genügend Erfahrung hat, auch mit Ellegde klar zu kommen. Überlicherweise ist ein solcher Wechsel aber der letzte Schachzug bevor es zu größeren Änderungen kommt.

- Kyle Busch hat es wohl ernsthaft auf die Nationwide Meisterschaft abgesehen, jedenfalls fährt er am Wochenende in Mexico. Ich bin sehr gespannt, wie sich Busch und der Toyota auf dem anspruchsvollen Kurs schlagen werden. Als Rundkursspezialist ist er mir noch nicht so richtig aufgefallen. Ebenfalls am Start sind Boris “the hair” Said, Scott Pruett, Max Papis und Ron Hornaday.

F1 – Aguri Deal unsicher
Eigentlich sollte der Deal zwischen Magma, Super Aguri und Honda schon am 31.03. über die Bühne gegangen sein. Tatsächlich passiert ist allerdings nicht viel. Man ist sich zwischen Aguri Suzuki und Magma zwar einig und auch Honda würde gerne raus dem Aguri Team, doch es geht wohl um das liebe Geld. GP.com berichtet dass es wohl um zwei Dinge geht. Zum einen würde sich Honda gerne ausbezahlen lassen, zum anderen möchte Magma, die wiederum den Investor DIC (Dubai International Capital) vertreten, das Geld lieber mehrheitlich erst einmal Aguri zufliessen lassen und Honda nach und nach ausbezahlen, was auch Sicht der Investoren ja auch Sinn macht und bei einer Übernahme auch nichts ungewöhnliches wäre. Gleichzeitig gibt es Gerüchte, dass sich DIC (über die ich hier schon mal was geschrieben hab) gerade etwas verzettelt, weil man gleichzeitig auch den Fußballclub FC Liverpool übernehme möchte, was sich als Faß ohne Boden darstellt. 100 Millionen mögen der DIC nicht fürchterlich weh tun, die eine Milliarde für Liverpool schon. Sicher ist, dass Aguri mittels kleiner Finanzspritzen am Leben erhalten wird, aber das bedeutet für das Team, dass man nicht vom Fleck kommt. Nachdem sich Magma Ltd. Gründer Martin Leach schon so weit aus dem PR-Fenster gelehnt hat, dass er offen als Käufer aufgetreten ist, wird er allerdings kaum einen Rückzieher machen wollen. Ich vermute mal, dass man sich kurz vor dem Rennen in Barcelona einigen wird.

DTM – Villeneuve vor DTM Einstieg?
Die Gerüchte verdichten sich, dass Jacques Villeneuve vor einem Einstieg in die DTM steht. Norbert Haug hat Villeneuve in Bahrain getroffen, wo er ihm wohl eine Testfahrt in einer C-Klasse angeboten hat. ITR Chef Hans Werner Aufrecht hat neulich bemerkt, dass ein Mann wie Villeneuve sich gut in den DTM machen würde. Das steht sicher außer Frage, dass der Kanadier ein absoluter Publikumsmagnet sein würde, auch wenn die deutschen Fans immer noch nicht so gut auf ihn zu sprechen sind, seit er sich die harten Duelle mit Michael Schumacher geleistet hat. Auch ist das DTM Feld mit 19 Piloten gerade nicht besonders üppig gefüllt. Auf der anderen Seite – wann soll der Kanadier einsteigen? Er ist bei Peugeot unter Vertrag, wo er im Mai beim 1000 KM Rennen in Spa und bei den 24 Stunden von Le Mans an den Start gehen wird. Beide Rennen benötigen ja nun doch etwas Vorbereitungszeit. Die Frage ist auch, ob es Sinn macht, mitten in der Saison einzusteigen. 2009 sieht das allerdins schon wieder anders aus.

Und sonst?
Nix.

17.04.2008

Aufz. 13:30 Uhr   Porsche Cup   H’heim   Premiere
Aufz. 14:15 Uhr   A1 GP   Shanghai   Premiere
Aufz. 17:00 Uhr   LMS   Barcelona   MotorsTV
Aufz. 19:10 Uhr   ALMS   St.Petersburg   MotorsTV
Aufz. 19:30 Uhr   NASCAR SC   Phoenix   Premiere