// Sommerpause in der Formel Eins – das bedeutet auch relativ wenig Nachrichten. Die Teams sind gezwungen, die Fabriken zu schließen, alle Mitarbeiter haben Urlaub und sind nicht im Büro. Das bedeutet zwar nicht, dass man nicht weiter forscht, denn was so ein Mitarbeiter zu Hause macht, kann man nicht wissen (*hüstel*), aber tatsächlich arbeiten kann man kaum. Die einzig nennenswerten Gerüchte gibt es weiter um Renault und den zweiten Platz neben Kubica. Petrov hat, in meinen Augen, keine schlechte Saison abgeliefert. Immerhin war er auch in der GP2 nicht gerade ein Überflieger und dafür hat er sich wacker gehalten. Seit Wochen geht aber das Gerücht rum, dass Renault ihn los werden möchte. Angeblich hat man ihm ein Ultimatum gestellt, das beinhaltet, dass er bis Ende September ein paar nennenswerte Ergebnisse einfahren muss, sonst darf er gehen. Bereit stehen gleich drei Deutsche: Nick Heidfeld, Adrian Sutil und Timo Glock. Heidfeld würde gerne mal wieder Rennen fahren, Glock ist unglücklich bei Virgin, wo es nicht voran geht und Sutil würde ich endlich gerne mal gegen einen Top-Piloten versuchen. Ich denke aber, dass Petrov am Ende bleiben wird. Zum einen ist der russische Markt für Renault zu wichtig, zum anderen hilft es dem Team auch nicht, wenn man alle paar Monate den zweiten Fahrer wechselt. Ich vermute mal, dass man Petrov und sein Management einfach etwa unter Druck setzen möchte.
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Posts Tagged ‘NASCAR’
Ferner liefen: Die Newshappen
Category F1, LMS, NASCAR, Newshappen
NASCAR: Analyse Watkins Glen 2010 / News
Category NASCAR
Nach drei Jahren konnte Juan Pablo Montoya endlich seinen zweiten Sprint-Cup-Sieg feiern. Einziger Wermutstropfen: Watkins Glen ist eben kein Oval, sondern eine Rundstrecke. Für Marcos Ambrose reichte es nach seinem Nationwide-Erfolg wieder nicht für den ersten Cup-Sieg.
Noch am Samstag berief Chip Ganassi beim Team von Juan Pablo Montoya eine Krisensitzung ein. Zu viele Fehler wurden in der Vergangenheit von allen Beteiligten an der #42 gemacht: Neben nicht selbstverschuldeten Ausfällen kam es zu Fehlentscheidungen von Crew Chief Brian Pattie, sowie Fahrfehlern von Montoya. In der Meisterschaft verlor man dadurch wertvollen Boden, der Chase ist in weite Ferne gerückt. Das Machtwort des Teamchefs scheint gefruchtet zu haben, beim Rennen in Watkins Glen lief ausnahmsweise mal alles glatt. 74 von 90 Runden führte der Kolumbianer und gewann das Rennen so auf eine dominante Art und Weise.
NASCAR: Vorschau Watkins Glen 2010 / News
Category NASCAR
Nach dem vielgescholtenen Pocono Raceway wird in dieser Woche auf dem Watkins Glen International gefahren, wo nach Unfällen von Jeff Gordon und Dale Earnhardt Jr 2009 viel für die Sicherheit der Strecke getan wurde. Rundkurs-Action also in Sprint Cup und Nationwide Series.
Vergangenes Jahr gab es ausgangs Turn 5 bzw. 9 (“inner loop”) zwei größere Unfälle in den beiden nationalen Rennserien der NASCAR, welche auch auf Rundkursen unterwegs sind: Jason Leffler stieg im Freien Training der Nationwide Series in die Luft auf und zwei Tage später kam es im Cup-Rennen zu einem ähnlichen Vorfall. Sam Hornish Jr kam in einem Duell mit Kasey Kahne von der Strecke ab und wurde nach einem Einschlag in den äußeren Reifenstapel zurück auf die Strecke geschleudert. Da im Rennbetrieb allerdings mehr Verkehr herrschte, kamen auch nachfolgende Fahrzeug zu Schaden. Jeff Gordon wurde um 90 Grad gedreht, was zu einem ungebremsten Frontaleinschlag in die innere Leitplanke führte. Jetzt aber bitte nicht laut POCONO schreien, denn die Geschwindigkeiten auf der Rundstrecke im Ausgang dieser Kurve sind nicht mit dem Speed von Elliott Sadler auf der langen Geraden von Pocono zu vergleichen. Trotzdem haben die Verantwortlichen in Watkins Glen etwas für die Sicherheit getan – löblich!
NASCAR: Analyse Pocono August 2010
Category NASCAR
Das zweite Saisonrennen in Pocono drohte ein weiterer Langweiler zu werden, doch nach 120 Runden sorgten turbulente Restarts und vereinzelte Regentropfen für Spannung. Dazu kam dann der Unfall von Elliott Sadler, welcher das Sicherheitsdefizit der Rennstrecke auf brutale Weise deutlich machte.
Dass der NASCAR am Sonntag kein weiterer Fahrer verloren ging, lag definitiv nicht an den Sicherheitsvorkehrungen des Pocono Raceway. Elliott Sadler kann sich beim R&D-Center der NASCAR für das 2007 eingeführte CoT bedanken und auch Dr. Robert Hubbert einen Brief schreiben – seines Zeichens Erfinder des HANS-Device. Vor nicht ganz zehn Jahren wäre dieser Unfall von Sadler vermutlich sein letzter gewesen. Nach seinem Sieg im Truckrennen am Samstag musste er einen ganz bösen Einschlag in eine Autobahnleitplanke (!!!) samt dahinterliegendem Erdwall einstecken, der ihn frontal von geschätzt ca. 200 km/h auf -50 km/h zurückbeschleunigte, seinen Motor herausriss, den Wagen mit der Nummer #19 bis zur A-Säule komplett zerstörte und auf die Strecke zurückwarf.
NASCAR: Vorschau Pocono August 2010 / News
Category NASCAR
Nach dem Knüller von Indianapolis und vor dem zweiten Rundkursrennen in Watkins Glen ist es nun Zeit für das Spätsommerrennen in Pocono. Der erste Meisterschaftslauf im Juni sah einen dominanten Denny Hamlin, der seine Siegesstatistik weiter aufpolieren konnte.
Zum zweiten Mal in diesem Jahr gastiert der Sprint Cup nun auf dem Pocono Raceway, dieses Mal gibt es allerdings eine Neuerung: Anstatt sich endlich mal von der langweiligen und in puncto Sicherheit überholten Rennstrecke zu verabschieden, lädt man mit den Trucks eine weitere der drei nationalen Rennserien auf das Tri-Oval ein. Während im Juni traditionsgemäß die ARCA-Serie den Cup unterstützt, feiert jetzt Anfang August die Truck-Serie ihr Debüt in Pennsylvania. Was soll man groß zu Pocono sagen? Die Debatte ist bekannt und wird schon länger geführt: Langweilige Rennen, da meist ein Fahrer in dominanter Manier dem Rest des Feldes enteilt und alleine in den Sonnenuntergang fährt. Größere Veränderungen bringen meist nur die Cautions, während denen die Teams ihre Abstimmung verkorksen/verbessern oder die hier so wichtige „track position“ verlieren/gewinnen können. Auf der Strecke geht meist nichts, leider muss man sagen, denn die drei unterschiedlichen Turns und die daher erforderliche Kompromissabstimmung lassen eigentlich besseres Racing vermuten.
NASCAR: Analyse Indianapolis Juli 2010 / News
Juan Pablo Montoya hatte nach dem Boxengassen-Desaster 2009 in diesem Jahr wieder Pech und konnte einmal mehr nicht seinen ersten Oval-Sieg einfahren. Allerdings brachte 2010 eine taktische Fehlentscheidung den Kolumbianer um den Erfolg, den sein Teamkollege dann einfuhr.
Es ist echt ein Wahnsinn, wie wenig Juan Pablo Montoya in diesem Jahr vom Glück verfolgt wird. Wieder führte er auf dem Indianapolis Motor Speedway in überlegener Manier die meisten Runden, nur um bei den letzten Boxenstopps den Sieg wegzuschmeißen. Crew Chief Brian Pattie entschied sich dazu, die 21-Runden-alten Reifen komplett zu wechseln, während viele andere Teams überraschenderweise nur zwei Reifen austauschten. Der große weitere Siegkandidat zu diesem Zeitpunkt, Greg Biffle, nahm ebenfalls vier neue Pneus und konnte danach nur den dritten Platz ins Ziel bringen. Goldrichtig lagen außer dem späteren Sieger Jamie McMurray unter anderem noch Kevin Harvick (2.), sowie Tony Stewart (5.); Clint Bowyer (4.) wechselte ebenfalls alle Reifen. Der Crew Chief von McMurrays #1, Kevin „Bono“ Manion, sicherte Chip Ganassi damit nach dem Daytona 500 und dem Indy 500 einen Sieg im drittwichtigsten US-Rennen des Jahres.
NASCAR: Vorschau Indianapolis Juli 2010
Category NASCAR
Die Off-Week des Sprint Cups ist vorbei und nach TNT startet nun ESPN gleich mit dem Klassiker auf dem Indianapolis Motor Speedway durch. Noch sieben Rennen bis zum Chase und es stellt sich die Frage, ob Juan Pablo Montoya bei diesem Brickyard 400 den ersten Ovalsieg schafft.
Zunächst etwas in eigener Sache: Nachdem sich die örtliche Stadtwerke im letzten Jahr entschlossen hatte, der Telekom ein Schnippchen zu schlagen und bei uns Glasfaserkabel zu verlegen, ist es nun soweit. Nur noch bis zum Winter muss ich mit 1 MBit/s auskommen und die Jungs vom Tiefbau sind schon ordentlich am Graben. Da sie auch unter der Straße entlang verlegen mussten, wurde ein ca. 50cm breiter Streifen aufgerissen und mit Pflastersteinen geflickt. In völligem Enthusiasmus habe ich meinen persönlichen „Yard of Bricks“ nun schon auf traditionelle Weise eingeweiht, nachdem ich das “50-MBit/s 400″ gefahren bin. Ihr seht es zuerst im Racingblog, Siegkandidat #1 in dieser Woche bin ja wohl klar ich! Nehmt euch in Acht ihr Jimmie Johnsons und Jeff Gordons! :o)
NASCAR: Vorschau Chicagoland Juli 2010
Category NASCAR
An diesem Wochenende beginnt im Sprint Cup die zweite Saisonhälfte, TNT überträgt zum Glück das letzte ihrer sechs Rennen. Der von mir oft totgeredete Kevin Harvick führt weiterhin die Meisterschaftstabelle an und das nach seinem Sieg in Daytona sogar mit über 200 Punkten.
Das Daytona-Rennen konnte ich in der letzten Woche leider nicht verfolgen, weil die Arbeit rief und außer meinem Gehalt habe ich sogar einen wunderschönen Sonnenbrand mitgenommen. Dankenswerterweise hat mich aber Kollege Stefan Tegethoff vertreten, welcher dann vom Superspeedway-üblichen Favoritensterben im Zuge des großen „big ones“ berichtete. Am Ende gewann wie in Talladega erneut Kevin Harvick, der nun mit zwei Siegen weiterhin an der Tabellenspitze rangiert und kurz vor dem Beginn des Chase sogar schon über 200 Punkte Vorsprung angehäuft hat.
Ferner liefen: Die Newshappen
Category F1, GP2, IRL, NASCAR, Newshappen
// Nach den Rennen in Barcelona und Valencia und den Formel1-zertifizierten Strecken in Valencia (Ricardo Tormo), Jerez und Aragon soll es in Spanien bald noch eine Strecke geben, auf der die Königsklasse des Motorsports Rennen bestreiten könnte. Joan Jaume Mulet, Bürgermeister der Gemeinde Llucmajor auf Mallorca soll sich beim GP von Europa mit Bernie Ecclestone über den Bau einer solchen Anlage auf der Baleareninsel unterhalten haben. Fertig könnte die Bahn frühestens 2013 sein. Architekt ist ausnahmsweise nicht Hermann Tilke – auch, wenn man das dem ersten Streckenplan nicht wirklich ansehen würde.
// Kein Formel 1 Rennen wird es dagegen wohl in nächster Zeit auf dem ehemaligen A1-Ring geben. Dietrich Mateschitz, dessen Red Bull-Konzern die Strecke gekauft hat, und derzeit renoviert, hat dementsprechende Gerüchte jedenfalls in einem Interview mit den Salzburger Nachrichten als “unfassbaren Unsinn” bezeichnet. Fazit: “Da ist nichts dran.”
NASCAR: Rückblick Daytona
Category NASCAR
Das letzte Rennwochenende auf dem alten Asphalt bot noch mal all die Aufregung, die sich die Fans von Daytona erwarten.
Am Freitag ging es los mit dem Nationwide-Rennen, das zwei Besonderheiten bot: den ersten Auftritt des neuen Nationwide-Car of Tomorrow sowie den letzten von Dale Earnhardt Jr. in einem Wagen mit der #3, im gelb-blauen Wrangler-Design, das sein Vater fuhr, bevor er ins noch berühmtere Goodwrench-Schwarz wechselte.
Der sportliche Wert des Rennens ist ein wenig zweifelhaft: zwar wurde es Junior noch verwehrt, in Runde 3 zu führen, als die Fans in Gedenken an Dale Sr. Drei Finger gen Himmel strecken, aber in den Schlussrunden ließ man ihn gewähren und verzichtete auf ernsthafte Angriffe, Brad Keselowski, der eine Chance auf den Sieg gehabt hätte, steckte zugunsten des Sentimental Favorite zurück und so gab es viel Freude und viele Tränen.
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