Rund um den Nürburgring sollte im Moment eigentlich Ruhe herrschen. Ist ja immerhin Winter. Doch das Gegenteil ist der Fall, denn es bahnt sich ein massiver Konflikt zwischen den Fans und der Betreibergesellschaft an.
Der gute, alte Ring muss seit einigen Jahren eine Menge aushalten. Die Probleme haben eigentlich in den 70er Jahren begonnen, als die Nordschleife aus nachvollziehbaren Sicherheitsgründen die Formel Eins verloren hatte. Ein Neubau war fällig, doch die damals 4.5km lange Strecke war trotz glanzvoller Eröffnung nicht gerade besonders gut gelungen. Langweilig könnte man sagen, fahrerisch eher nicht sehr anspruchsvoll. Das klamme Bundesland wollte offenbar nicht mehr Geld ausgeben, also blieb der “neue Nürburgring” nur ein ungeliebstes Anhängsel der Nordschleife. Die boomte im Laufe der Jahre mehr denn je, nach und nach kamen immer mehr Firmen zum Ring, um ihre Autos oder sonstige Komponenten zu testen. Noch im letzten Jahr schaltete Cadillac im US-Fernsehen einen Spot, der komplett auf der Nordschleife gedreht war, um damit dem Publikum zu zeigen, wie gut ihr Auto angeblich ist. Auch die Grand Prix Schleife hielt sich mit wechselnden Angeboten über Wasser. Zwar konnte sie in den knapp 20 Jahren ihres Bestehens nicht mal ansatzweise den Ruf der Nordschleife erwerben, aber die 2002 hinzugefügte “Mercedes-Arena” (Haug-Haken) war immerhin mal eine vernünftige Umbaumaßnahme. Eigentlich alles gut, oder? Doch dann kam die Nürburgring GmbH auf eine schlechte Idee.











