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Krach am Nürburgring

Rund um den Nürburgring sollte im Moment eigentlich Ruhe herrschen. Ist ja immerhin Winter. Doch das Gegenteil ist der Fall, denn es bahnt sich ein massiver Konflikt zwischen den Fans und der Betreibergesellschaft an.

Der gute, alte Ring muss seit einigen Jahren eine Menge aushalten. Die Probleme haben eigentlich in den 70er Jahren begonnen, als die Nordschleife aus nachvollziehbaren Sicherheitsgründen die Formel Eins verloren hatte. Ein Neubau war fällig, doch die damals 4.5km lange Strecke war trotz glanzvoller Eröffnung nicht gerade besonders gut gelungen. Langweilig könnte man sagen, fahrerisch eher nicht sehr anspruchsvoll. Das klamme Bundesland wollte offenbar nicht mehr Geld ausgeben, also blieb der “neue Nürburgring” nur ein ungeliebstes Anhängsel der Nordschleife. Die boomte im Laufe der Jahre mehr denn je, nach und nach kamen immer mehr Firmen zum Ring, um ihre Autos oder sonstige Komponenten zu testen. Noch im letzten Jahr schaltete Cadillac im US-Fernsehen einen Spot, der komplett auf der Nordschleife gedreht war, um damit dem Publikum zu zeigen, wie gut ihr Auto angeblich ist. Auch die Grand Prix Schleife hielt sich mit wechselnden Angeboten über Wasser. Zwar konnte sie in den knapp 20 Jahren ihres Bestehens nicht mal ansatzweise den Ruf der Nordschleife erwerben, aber die 2002 hinzugefügte “Mercedes-Arena” (Haug-Haken) war immerhin mal eine vernünftige Umbaumaßnahme. Eigentlich alles gut, oder? Doch dann kam die Nürburgring GmbH auf eine schlechte Idee.

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Best of 2010: Teil Eins

In diesem Jahr gibt es mal etwas Neues. Alle Mitglieder des Autorenteams haben eine Liste erstellt, in der sie die Saison und ihre persönlichen Highlights raustellen. Die fallen natürlich, je nach Schwerpunkt, etwas unterschiedlich aus.

Bestes Rennen
Das ist immer etwas schwer, denn es waren ja nicht gerade wenige Rennen, die man sehen konnte. Die F1 lieferte einige richtig gute Rennen ab, die ALMS oder die BTCC aber auch. Mein persönliches Highlight in diesem, wie auch in den vergangenen Jahren, waren die 24H von Le Mans, die vor allem in der GT2 bis weit in den Morgen extrem spannend war und wo Porsche, Corvette und Ferrari Stoßstange an Stoßstange um den Sieg kämpften. Vergessen sollte man auch nicht die 24H am Ring, wo es nach einer Ausfallorgie mit dem BMW einen überraschenden Sieger gab.

Auf der Kurzstrecke dürfte das F1 Rennen in Kanada das Beste gewesen sein.

Die BTCC bietet ja fast in jedem Rennen ziemliche Spannung, aber die letzte Runde des dritten Rennens in Croft war dann doch recht eindrucksvoll.


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Formel Eins: Neue Regeln, mehr Chaos

Die FIA hat die Teamorder gekippt, gleichzeitig aber den Stewards vor Ort mehr Rechte gegeben. Das Resultat könnte sein, dass noch mehr Streit droht.

Ab 2011 gibt es keine Teamorder mehr. Das kommt nicht unerwartet, denn die bestehende Regel hatte sich als nutzlos erwiesen. Ferrari hatte dies in Hockenheim eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Aber es war nicht nur diese offensichtliche Missachtung der Regel, andere Teams haben das halt nur etwas geschickter gelöst. Man kann geteilter Meinung über das Verbot sein, ich halte es aber für richtig. Verschlüsselte Meldungen wie “Shift to mode 4″ oder anderer Quatsch könnte auch eine Anweisung darstellen. Dann lieber ein ehrlicher Funkspruch, dann wissen alle, woran sie sind. Ich glaube auch nicht, dass, mal abgesehen von Ferrari, ein Team früh zu einer solchen Maßnahme greift. Ab Saisonmitte sieht die Sache natürlich anders aus. Man wird aber abwarten müssen, wie sich das entwickelt. Als positives Beispiel dient hier auch Red Bull und die Tatsache, dass Sponsoren es auch nicht gerade gerne sehen, wenn ihr Team in der Presse für unsportliches Verhalten abgestraft wird. Und genau das bleibt eine Teamorder ja durchaus. Problematischer als die Teamorder könnte der erweiterte Strafenkatalog sein, den die Stewards an der Strecke nun haben.

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Tom Walkingshaw verstorben

Eine der bekanntesten und häufig umstrittesten Personen des internationalen Motorsports ist tot. Tom Walkingshaw war nicht nur ein Racer, sondern auch ein echter Trickser.

Tourenwagensport ohne den Schotten Tom Walkingshaw war in den 80er Jahren kaum denkbar. Seine eigene Rennsportkarriere in den 70er Jahren blieb nicht ohne Erfolge, aber ein schwerer Unfall beendete seine Hoffnungen auf einen Platz in einem Monoposto. Er konzentrierte sich danach auf die Tourenwagen und den Aufbau seiner eigenen Firma, Tom Walkingshow Racing, kurz TWR. Zunächst arbeitete er mit BMW zusammen, doch bald konzentrierte er sich auf den britischen Markt. Dass er es schaffte die britische Firma Rover dazu zu überreden, ihren schweren und mit langen Überhängen ausgestatteten Vitesse in den Motorsport zu bringen, zeigt auch welche Fähigkeiten er hatte. Er konnte Menschen motivieren und sie zu den aberwitzigsten Dingen überreden. Tatsächlich schaffte er es, den Rover konkurrenzfähig zu machen und mit diesem Wagen gelang ihm auch sein größter Erfolg als Fahrer. 1984 gewann er Europäische Tourenwagenmeisterschaft. Sein Team siegte auch in der BTCC, doch alle Siege wurden TWR nach der Saison aberkannt, weil man beim Chassis getrickst hatte.

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Ferner liefen: Die Newshappen

Heute etwas kürzer als gewohnt, aber wir leiden momentan etwas an Personalmangel ;)

#ALMS Butch Leitzinger kehrt in die ALMS zurück. Er wird bei Petit Le Mans den 2 Jaguar des RSR Teams in der GT-Klasse pilotieren. Die anderen 2 Fahrer des Wagens sind Paul Gentilozzi, der Teameigner und Trans-Am-Champion Tomy Drissi. Butch Leitzinger hat unter anderem 1997, 1999 und 2004 die 24 Stunden von Daytona gewonnen. Sein letzter Einsatz in diesem Jahr beim Alex Job Team.

#BritishF3 Jack Harvey, Zweitplatzierter der diesjährigen und letzten Formel-BMW-Europa-Meisterschaft wird nächstes Jahr in der britischen Formel 3 antreten. Bei welchem Team indessen ist noch nicht klar. Das “Racing-Steps-Foundation-Programm”, welches die Karriere von Harvey fördert hat in der Vergangenheit jedoch mit “Carlin-Racing” zusammengearbeitet, hier könnte er also unterkommen. Der diesjährige Meister der britischen Formel 3, Jean-Eric Vergne, fuhr für “Carlin-Racing”.

#Nochmal BritishF3 : Der ehemalige Meisterschaftsführende in der A1Gp, Robbie Kerr, wird an diesem Rennwochenende in Brands Hatch einen Wagen des Litespeed-Teams pilotieren. Es ist jeodch bei weitem nicht sein erster Einsatz in der BritishF3, er gewann die Serie 2001.

#F1 Da war teuer: Der Grand-Prix von  Australien hat die dortigen Steuerzahler 46 Millionen (!) Dollar gekostet und das trotz der höchsten Zuschauerzahl der letzten 5 Jahre. Damit haben sich die Kosten des Events seit 2006 verdoppelt. Natürlich prasselt jetzt Kritik von vielen Seiten auf die Politik und Veranstalter ein, die jedoch an dem Event festhalten möchten. Was bleibt Ihnen auch anderes übrig, der Vertrag läuft bis 2014 und die Vertragstrafen von Ecclestone dürften ähnliche Ausmaße haben.

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Ferner liefen: Die Newshappen

# Der GP von Korea hängt immer noch ziemlich in der Schwebe. Zwar soll diese Woche Karun Chandhok eine Testrunde mit einem Red Bull Auto auf der Strecke drehen, Quellen von der FIA sprechen aber gegenüber Adam Cooper davon, dass diese geplante Veranstaltung ihnen nicht vorstellbar erscheint. Auch die Veranstalter haben sich Anfang der Woche mal wieder zu Wort gemeldet, mit der freudigen Meldung, dass die Strecke nun “zu 90% fertig gestellt” sei – was man darunter zu verstehen hat, wird allerdings nicht erklärt. Außerdem wurden ein paar Fotos veröffentlicht, die den Baufortschritt belegen sollen. Dass es sich dabei lediglich um Bildern von Gebäuden, nicht aber von der Strecke selbst handelt, stimmt allerdings nicht gerade zuversichtlich. Klar verpasst hat das “Korea International Circuit” jedenfalls die Frist von 90 Tagen vor dem Rennen, die die FIA an sich bei neuen Strecke für die finale Inspektion vorschriebt. Sollte das Rennen nicht stattfinden können, steht jedenfalls auch die Ausgabe von 2011 auf dem Spiel – denn die Regeln der FIA besagen, dass auch Rennstrecken, die kurzfristig Rennen absagen aus Strafgründen auch im folgenden Jahr nicht gefahren werden darf. [Vorsicht]


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Indycar: Vorschau Chicagoland

Für viele Fans ist das, was Samstagnacht auf dem Programm steht eines der Highlights der IRL-Saison. Fahrerisch ist Chicagoland zwar nicht besonders schwierig – aber dafür geht es dort immer unglaublich eng zur Sache.

Auch sonst hat die Indycar Series am kommenden Wochenende so einiges zu bieten: Etwa mit 29 Autos das größte Feld, das es jemals außerhalb des Indy 500 gegeben hat. Und dementsprechend auch die Rückkehr einiger Fan-Favoriten, die in diesem Jahr bisher gefehlt haben. Außerdem geht die bisher so spannende Meisterschaft in die Endphase. Dort wird die große Frage sein, ob es Dario Franchitti auf den Ovalen gelingt, den Rückstand auf “Rundkursmeister” Will Power zu schließen. Aber nicht alles ist eitel Wonne in der IRL: Hinter den Kulissen begehren die Teams gegen die bereits getroffene Chassis-Entscheidung für 2012 auf.


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IRL: Vorschau Honda Indy 200 Mid-Ohio

Nach dem Eklat von Edmonton geht die IRL in Mid Ohio in die nächste Runde. Der Kurs hat in den vergangenen Jahren nicht wirklich für Spannung gesorgt, diesmal gibt es zumnidest ein paar positive Vorzeichen.

Nicht ganz umsonst heißt die Strecke, auf der die Indycars am Wochenende Station machen “Mid Ohio Sports Car Course“. Die Bahn ist zwar technisch herausfordernd, interessant zu fahren, und macht auch Spaß beim Zusehen. Aber für Rennaction mit Single-Seatern ist sie einfach nicht geschaffen. Die Überholmöglichkeiten sind rar – und das konnte man den meisten Rennen dort auch anmerken. Das ist auch in diesem Jahr zu befürchten. Allerdings gibt es auch einige Faktoren, die diesmal etwas mehr Spannung versprechen könnten. Denn zumindest die Anzahl derer, die für Action sorgen könnten, ist so groß, wie außerhalb des Indy 500 schon lange nicht mehr. 27 Fahrer werden am Wochenende an den Start gehen, darunter auch zwei neue Gesichter. Nur einer der beiden Piloten dürfte allerdings auch das Zeug zum Erfolg haben. Weiter Gas geben →

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Medien: Motorsportjournalismus – Wo ist der hin?

Motorsportjournalismus ist ein sehr kleiner und eingegrenzter Bereich. Und das schafft seit Jahrzehnten Probleme.

Ich arbeite seit Jahren als Journalist. Ich hab in Redaktionen gesessen, ich hab sie auch geleitet und heute bin ich freiberuflich. Das mehrere Gründe. Zum einen mag ich die Unabhängigkeit von zu Hause, einem externen Büro oder von unterwegs zu arbeiten. Zum anderen habe ich so auch die Gelegenheit Dinge nicht schreiben zu müssen. In einer Redaktion kann man sich das oft nicht aussuchen. Aber ich kenne die Arbeit von Redakteuren, Autoren und freien Journalisten aus eigener Erfahrung und ich weiß, dass im Printbereich gerade viele Zeitungen mit Problemen kämpfen. Und das gilt für einen so kleinen Markt wie den des Motorsportjournalismus, erst recht. Um eine Zeitung zumindest mit einem minimalen Gewinn führen zu können, muss man heute kreativ sein. Das geht nicht mehr alleine über den Inhalt, da muss man Werbepartnern auch mal etwas mehr anbieten. Advertorials, zum Beispiel. Das sind Texte, die aussehen, als seien sie redaktionell erstellt, entstanden sie sind sie aber aus der Zusammenarbeit mit einer Firma bzw. deren PR-Abteilung. Der Leser merkt davon nichts, außer vielleicht, dass Markennamen schon mal öfter fallen. Man wundert sich und blättert weiter. Ich lehne Advertorials grundsätzlich nicht ab, fände es aber zumindest besser, wenn man sie vernünftig kennzeichnen würde.
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DTM: Premiere steigt aus den Rahmenrennen aus

Ich hatte es schon vermutet, nach dem der Vertrag zwischen Premiere und der F3 ausgelaufen war. Aber jetzt ist es amtlich – Premiere steigt mal wieder aus.

premiere_logo_bannerNur kurz, ist Ostern und meine seit Monaten latente Erkältung hat sich in eine veritable Nebenhöhlennummer verwandelt. Aber das kann man dann doch mal wieder nicht unkommentiert lassen. Premiere verzichtet also in diesem Jahr auf die Ausstrahlung sämtlicher Rahmenrennen der DTM. Mit dem Verlust der Cup-Rennen könnte ich ja noch leben, aber dass sie die F3-Serie nicht ausstrahlen, ist natürlich keine gute Sache. Weder für die Serie, noch für die Fahrer, Fans und TV-Zuschauer. Damit kappt der erfolgreichsten Formel-Nachwuchsserie der Welt, die mehr Formel Eins Fahrer als irgendeine andere Serie in der letzten Zeit rausgebracht, komplett die Übertragung. Ein Witz.

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