Während die NASCAR seit 2007 gerade mal auf unverbleites Benzin umgesattelt hat und die Formel 1 sich noch grüne Streifen auf die Reifen malt (den KERS-Fehlschuss mal außen vor), wird in der IndyCar Series seit 2007 mit 100% Ethanol gefahren. Am interessantesten und spannendsten ist die Entwicklung hin zu einem umweltfreundlicheren Motorsport jedoch im Bereich der Sportwagen.
Kurz etwas in eigener Sache: Ich muss mich entschuldigen, ich habe diesen Artikel in den letzten Wochen mehrfach angekündigt, habe ihn aber aus verschiedenen Gründen einfach nicht fertig bekommen. Ursprünglich als ein etwas erweiterter Saisonrückblick auf die Green Challenge 2009 gedacht, ist es eher ein Dossier über die Bemühungen um einen grünen Sportwagensport im letzten Jahrzehnt geworden. Dabei werde ich auch einige Namen nennen, will aber ganz klar sagen, dass es mir nicht darum geht, diese Unternehmen zu bewerben oder als besonders positiv herauszuheben – versteht sie bitte als Beispiele für viele weitere Firmen! Ich hoffe, ich kann damit ein wenig zum Nachdenken anregen.
Motorsport muss über kurz oder lang „grün“ werden. Das ist mir auch im letzten Herbst wieder klar geworden, als ich im Spiegel eine Woche nachdem es als Titelthema ein langes Interview mit Michael Schumacher gab die bösen Leserbriefe gelesen habe. Die Fangemeinde ist introvertiert genug, Motorsport aufgrund seiner mittlerweile mehr als 100 Jahre umfassenden Historie für selbstverständlich zu erachten, aber so groß, wie man vielleicht nach einem Blick auf die F1-Einschaltquoten zu urteilen versucht ist, ist der gesellschaftliche Rückhalt nicht.





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