Tag Archives | Kevin Harvick

NASCAR: Analyse Fontana 2011

Wer am Sonntagabend seinen Stream in Erwartung eines Kyle Busch-Sieges frühzeitig ausgeschaltet hatte, dem entging der wohl spannendste Dreikampf seit einigen Jahren. An dessen Ende triumphierte Kevin Harvick, der wie aus dem Nichts erschien und den beiden Streithähnen Jimmie Johnson und dem dominierenden Busch-Bruder die Führung abluchste.

So unwahrscheinlich dürfte ein früher Ausschaltzeitpunkt bei manchem Fan gar nicht gewesen sein, denn das Rennen auf dem Auto Club Speedway in Fontana entpuppte sich zunächst wie erwartet als ganz übler Langweiler. Die 200 Runden wurden überwiegend in langen Grünphasen abgespult und nur durch vier Cautions unterbrochen, dabei zog sich das Feld wie immer sehr schnell sehr stark auseinander. Action gab es eigentlich immer nur während der ersten zehn Runden nach einem Restart, wo es auf den vielen unterschiedlichen Linien, die man auf dem 2-Meilen-Oval wählen kann, teilweise zu viert oder fünft nebeneinander zur Sache ging. Diese Tatsache sorgte dann für ein überraschend spannendes Finale, weil die letzte Gelbphase sehr spät im Rennen kam.

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NASCAR: Analyse Bristol März 2011

Es war mal wieder das Wochenende von Kyle Busch, der beide Rennen der NASCAR am Wochenende gewinnen konnte. Aber auch für andere Fahrer lief das Wochenende nicht schlecht.

Bristol entwickelt sich zum “Wohnzimmer” von Kyle Busch. Gleich fünf der letzten acht Rennen konnte der jüngere Busch gewinnen, was nicht nur seine, sondern auch die Stärke von Joe Gibbs Racing auf den Short Tracks zeigt. Dabei sah es zunächst aber nicht nach einem Sieg von ihm aus, denn zu Beginn bestimmte der erstaunlich gut aufgelegte Paul Menard das Tempo, bevor er von dem normalerweise in Bristol ebenfalls starken Martin Truex abgelöst wurde. Aber das Rennen selber war dieses Mal eher eins von der schlechteren Sorte. Seit dem Bristol vor ein paar Jahren eine neue Asphaltdecke bekommen hat und man ein progressives Banking Einzug hielt, habe die Rennen sehr an Biss verloren. Das alte “beatin’ and bangin’” gibt es kaum noch, lange Phasen unter Grün sind mittlerweile völlig normal. Die Langeweile der letzten Jahre schlägt sich auch auf die Anzahl der Besucher nieder.

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NASCAR: Analyse Homestead Saisonfinale 2010

Jimmie Johnson holte in Homestead seine fünfte Meisterschaft in Folge und reiht sich damit hinter den absoluten Größen Richard Petty und Dale Earnhardt Sr. ein, die jeweils noch zwei Titel mehr errungen haben. Johnson profitierte dabei vom Pech Denny Hamlins während seiner Aufholjagd von Platz 38. Carl Edwards gewann unterdessen in dominanter Manier das Rennen

Am Ende war es im Sprint Cup wieder einmal Jimmie Johnson, der sich nun schon zum fünften Mal in Folge die Meisterschaft sicherte. Dabei war es eine Chase-Premiere, dass der Tabellenführer vor dem letzten Rennen (Hamlin) schlussendlich leer ausging. Johnson war zudem der einzige der drei verbliebenen Playoff-Piloten, welcher sich in Homestead keinen einzigen Fehler erlaubte. Außerdem brachte er mit seinem zweiten Platz hinter Carl Edwards ein ausreichend gutes Ergebnis nach Hause und hat damit seine Schuldigkeit getan, um den Titel aus eigener Kraft und verdient geholt zu haben.

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NASCAR: Vorschau Homestead Saisonfinale 2010

In Homestead findet der bisher engste Chase der NASCAR-Geschichte sein Ende, wenn Denny Hamlin, Jimmie Johnson und Kevin Harvick unter sich den neuen Sprint-Cup-Champion ausmachen. Dabei stellt das Erfolgsteam Hendrick Motorsports auf dem Intermediate-Oval am Wochenende ausnahmsweise nicht den Favoriten für einen Rennsieg.

Seit 2002 findet das jährliche Championship-Weekend auf dem Homestead-Miami Speedway in Florida statt, gefahren wird auf dem 1,5-Meilen-Oval im Cup schon seit 1999. Ein Rückblick auf die bisher elf Ausgaben verspricht am Sonntag einen wahren Meisterschaftsknüller, denn bisher konnte kein Fahrer von Hendrick Motorsports in Homestead in die Victory-Lane fahren. Vielmehr ist die Strecke seit acht Jahren fast reines Ford-Territorium, wenn man die beiden Siege von Chevrolet (2003) und Toyota (2009) mal abzieht. Der Toyota-Erfolg im letzten Jahr gelang dabei ausgerechnet Denny Hamlin, der damit als einziger verbliebener Meisterschaftskandidat überhaupt schon in Homestead gewinnen konnte.

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NASCAR: Analyse Phoenix November 2010

Das vorletzte Chase-Rennen in Phoenix entwickelte sich nach der gewöhnlichen Phase des Überlebenskampfes zu einem Benzinpoker, der am Ende gleich einige Opfer forderte. Für das letzte Saisonrennen in Homestead bedeutet dieses Ergebnis jedoch den engsten Punktabstand der ersten drei Piloten seit Einführung der Playoffs zum Finale.

Als Favorit des Rennens am Wochenende wurde im Vorfeld eindeutig Jimmie Johnson gehandelt, immerhin gewann er die letzten drei Phoenix-Ausgaben. Doch was dann letztendlich von Johnson folgte, war nicht die gewohnte Dominanz der vergangenen Jahre, was zeigt, dass der viermalige Meister in diesem Jahr definitiv härter um die Krone kämpfen muss. Zum ersten Mal liegt er nun außerdem vor dem Saisonfinale in Homestead nicht an der Spitze der Meisterschaftstabelle, sondern befindet sich in der ungewohnten Verfolger-Position hinter Denny Hamlin. Hamlin dominierte Phoenix in diesem Chase, musste sich letztendlich aber wegen Benzinmangels einem anderen Piloten geschlagen geben, der schon länger nicht mehr in der Victory Lane gesichtet wurde:

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NASCAR: Vorschau Phoenix November 2010

2 to go heißt es an diesem Wochenende in Phoenix, wenn Denny Hamlin, Jimmie Johnson und Kevin Harvick den Grundstein für das große Saisonfinale in Homestead legen. Zwar könnte Hamlin auch schon am Sonntag alles klar machen, doch dazu müsste Johnson jenseits der Top30 ankommen, was gerade in Phoenix ziemlich unwahrscheinlich ist.

In Texas übernahm Denny Hamlin durch seinen Sieg die Tabellenführung von Jimmie Johnson, der „nur“ ein Top10-Resultat einfahren konnte. Der viermalige Meister liegt nun zwei Rennen vor Schluss 33 Punkte hinter Hamlin. Kevin Harvick auf Platz 3 in der Meisterschaft hat mit 59 Zählern Rückstand ebenfalls noch eine realistische Chance auf den Titel. Falls die Top3 der Fahrerwertung auch in Phoenix und Homestead an den Start gehen, was natürlich mit nahezu 100%iger Wahrscheinlichkeit geschehen wird, haben alle Fahrer hinter dem viert platzierten Carl Edwards auch rechnerisch kein Wörtchen mehr um die Trophäe mitzureden. Im Folgenden liste ich kurz die Clinch-Szenarien auf, die an diesem Wochenende auf dem Phoenix International Raceway Denny Hamlin vorzeitig zum Meister machen könnten.

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NASCAR: Vorschau Texas November 2010

Three for three dürfte die Losung im Sprint Cup bis zum Saisonende lauten: Nach dem spannenden restrictor plate-Rennen von Talladega haben in den verbleibenden drei Meisterschaftsrennen nun noch drei Fahrer eine Chance auf den Titel. In Texas, Phoenix und Homestead streiten sich Jimmie Johnson, Denny Hamlin und Kevin Harvick um die Krone.

Der Schlusssprint über drei Rennen startet an diesem Wochenende auf dem Texas Motor Speedway in Fort Worth, einem Intermediate-Oval von 1,5 Meilen Länge mit 24° Banking. Im ersten Moment schießt einem natürlich bei dieser Streckencharakteristik der Name Jimmie Johnson durch den Kopf, doch auch Denny Hamlin konnte in den letzten beiden Texas-Rennen in die Top2 fahren. Lediglich Kevin Harvick dürfte am Wochenende „nur“ für eines seiner konstanten Top10-Ergebnisse zu haben sein. Der Stand in der Meisterschaft ist dabei durchaus eng, die drei Fahrer trennen nur 38 Punkte: hinter Johnson folgt Hamlin (-14) vor Harvick (38). Das ist gerade nach einem restrictor plate-Rennen ziemlich erstaunlich.

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NASCAR: Analyse Talladega Oktober 2010

Das restrictor plate-Rennen in Talladega bot bis auf eine vernünftige letzte Runde eigentlich alles, was ein Superspeedway so herzugeben hat: viele Führungswechsel, ein großes Fragezeichen am Ende und ordentlich Spannung! Die Chase-Tabelle schafft nach diesem Wochenende beste Voraussetzungen für einen engen Titelkampf in den verbleibenden drei Rennen.

In den knapp drei Stunden am Sonntagabend sorgte restrictor place racing für gehörige Action, auch wenn es leider nicht mehr zu einem Zieleinlauf unter grüner Flagge kam. Weil der Kampf um die Führung eingangs von Turn 1 im Moment des Auslösens der Gelbphase noch in vollem Gange war, mussten die NASCAR-Offiziellen zunächst die Videobänder befragen, um einen Sieger zu ermitteln. Zu diesem Zeitpunkt waren zwei two car trains auf dem Weg zur Ziellinie: Clint Bowyer wurde von Juan Pablo Montoya angeschoben und Kevin Harvick bekam einen Push von David Reutimann. Ich werde etwas anders als sonst üblich versuchen, den Weg hin zu diesem Szenario zu beschreiben.

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NASCAR: Vorschau Talladega Oktober 2010

An diesem Wochenende steht Chase-Rennen Nummer 7 in Talladega auf dem Plan. Der Superspeedway wird vermutlich die Vorentscheidung für den Endspurt über die drei Rennen in Texas, Phoenix und Homestead liefern. ACHTUNG: Start schon um ca. 18:15 Uhr.

Die sehr beliebten „restrictor plate“-Rennen auf den Superspeedways von Daytona und Talladega zählen jährlich zu den absoluten Highlights des NASCAR-Kalenders. Der Talladega Superspeedway ist mit 2,66 Meilen Länge und einem extremen Banking von 33° ein wahres Monster in der Landschaft. Diese Daten machen enorme Geschwindigkeiten möglich, die mit den erwähnten „restrictor plates“ eingebremst werden müssen. Im verlinkten Artikel zur Strecke selbst ist neben einer kleinen Beschreibung des Ovals auch zu finden, warum NASCAR seinerzeit diese Begrenzung einführte. Diese Art von Rennfahren zeichnet sich durch eine Besonderheit aus, das sogenannte „bump drafting“. Der folgende Abschnitt, in welchem diese Fahrtechnik erklärt wird, entstammt der Talladega-Vorschau vom Frühjahr – schließlich muss ich die Welt ja nicht neu erfinden:

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NASCAR: Analyse Martinsville Oktober 2010

Denny Hamlin verlängerte die unheimliche Martinsville-Serie, welche er gemeinsam mit Jimmie Johnson Ende 2006 begann, um ein weiteres Rennen. Mit nur insgesamt 40 Führungsrunden konnte er sich seinen ersten Chase-Erfolg holen und den Rückstand in der Meisterschaft signifikant verkürzen. Kevin Harvick bleibt derweil dran, während der Rest so gut wie draußen ist.

Das Martinsville-Rennen am Sonntag war recht spannend, denn über den Verlauf der 500 Runden setzten sich insgesamt sieben verschiedene Fahrer für mehr als 30 Umläufe in Führung. Denny Hamlin begann den Tag in Front des Feldes und beendete ihn auch dort, zwischendrin tauschte das Feld auf dem kürzesten Shorttrack der Saison mitunter gehörig die Positionen. Zudem wurde während 15 Cautions eine Menge Schrott produziert und für ca. ein Fünftel des Rennens unter gelber Flagge gefahren. Am Ende blieben die Gelbphasen aber aus, was gerade Hamlin nützte. Denn während er vorne einsam seine Runden abspulte, drehte hinter ihm jemand noch einmal richtig auf, mit dem man schon nicht mehr gerechnet hatte:

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