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NASCAR: Analyse Martinsville Oktober 2010

Denny Hamlin verlängerte die unheimliche Martinsville-Serie, welche er gemeinsam mit Jimmie Johnson Ende 2006 begann, um ein weiteres Rennen. Mit nur insgesamt 40 Führungsrunden konnte er sich seinen ersten Chase-Erfolg holen und den Rückstand in der Meisterschaft signifikant verkürzen. Kevin Harvick bleibt derweil dran, während der Rest so gut wie draußen ist.

Das Martinsville-Rennen am Sonntag war recht spannend, denn über den Verlauf der 500 Runden setzten sich insgesamt sieben verschiedene Fahrer für mehr als 30 Umläufe in Führung. Denny Hamlin begann den Tag in Front des Feldes und beendete ihn auch dort, zwischendrin tauschte das Feld auf dem kürzesten Shorttrack der Saison mitunter gehörig die Positionen. Zudem wurde während 15 Cautions eine Menge Schrott produziert und für ca. ein Fünftel des Rennens unter gelber Flagge gefahren. Am Ende blieben die Gelbphasen aber aus, was gerade Hamlin nützte. Denn während er vorne einsam seine Runden abspulte, drehte hinter ihm jemand noch einmal richtig auf, mit dem man schon nicht mehr gerechnet hatte:

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NASCAR: Vorschau Martinsville Oktober 2010

In Martinsville startet die zweite Chase-Hälfte und nur noch drei Piloten kämpfen innerhalb von 100 Punkten um die Meisterschaft. Die Verfolger Jeff Gordon, Kyle Busch und Tony Stewart benötigen dringend möglichst einen Sieg, um weiterhin dabei zu sein. Da trifft es sich schlecht, dass der Shorttrack ausgerechnet die stärkste Strecke der Top2 ist.

An diesem Wochenende beginnt der Endspurt zur Playoff-Trophäe und ausgerechnet die beiden bestplatzierten Piloten haben die Chance, auf dem Martinsville Speedway davonzuziehen. Tabellenführer Jimmie Johnson und sein Verfolger Denny Hamlin haben sich auf dem Shorttrack in Virginia praktisch in die „victory lane“ eingemietet: Seit Ende 2006 hat in Martinsville kein anderer Fahrer außer den beiden ein Rennen gewonnen. So eine Statistik wird den Verfolgern gar nicht passen, wobei aber zumindest Jeff Gordon ähnlich starke Resultate vorweisen kann. Kevin Harvick wird versuchen müssen, sich mit einem Top10-Ergebnis nach Talladega zu retten. Die anderen Chase-Piloten könnten nach einem schlechten Martinsville-Wochenende zumindest realistisch gesehen aus der Entscheidung draußen sein. Zu Beginn des Artikels möchte ich aber kurz auf die Hammermeldung der Woche eingehen, die gestern über die US-Seiten schwappte:

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NASCAR: Vorschau Charlotte Oktober 2010

Das letzte Nachtrennen der Saison in Charlotte beschließt gleichzeitig auch die erste Hälfte des Chase. Am vergangenen Wochenende sorgte das turbulente Rennen in Fontana für die erste große Zäsur in den Playoffs, nachdem zuvor eigentlich fast alle zwölf Fahrer Chancen auf die Meisterschaft besaßen. Jetzt sind nur noch vier Piloten innerhalb von 100 Punkten.

Zum letzten Mal in diesem Jahr heißt es im Sprint Cup „night racing“, denn das „Bank of America 500“ beschließt die Serie der Samstagnachtrennen für 2010. Gefahren wird auf dem Charlotte Motor Speedway, bis vor kurzem noch bekannt als „Lowe’s Motor Speedway“. Die US-Baumarktkette, welche noch regelmäßig auf dem Auto von Jimmie Johnson vertreten ist, verlängerte einen 10-Jahres-Vertrag mit dem Speedway nicht weiter. Charlotte ist ein 1,5-Meilen-Oval und ähnlich aufgebaut wie seine Schwestern in Atlanta und Texas. Mehr zur Strecke selbst und ihrer Geschichte im hier verlinkten Extra-Artikel. Bekannt ist der Speedway für das längste Rennen des Jahres, das Coca-Cola 600 Ende Mai. Doch auch in Charlotte wird zweimal pro Saison gefahren, stellt die Stadt doch die Heimat der meisten NASCAR-Teams dar.

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NASCAR: Vorschau Richmond September 2010

Am Wochenende gastiert der Sprint Cup auf dem Richmond International Raceway, um die letzten beiden Chase-Plätze zu vergeben. Das letzte Rennen vor den Playoffs ist zum Glück auch das vorletzte Nachtrennen des Jahres. Außerdem ist mit Mattias Ekström ein Europäer am Start.

Der Richmond International Raceway steht für Short-Track-Action auf einem kurzen Oval, welches allgemein gutes Racing bietet. Ähnlich wie in Bristol oder Martinsville geht es eng zur Sache, doch in Richmond ist noch ein wenig mehr Platz. Die Strecke lässt sich aufgrund der geschwungenen Start/Ziel-Geraden wunderbar rund fahren, nur beim Einfahren in die Gegengerade muss man auf die Mauer achten, die sehr schnell von rechts auf das Auto zusteuert. Weil besagte Gegengerade nicht gebogen ist, gestaltet sich das Anbremsen und Einlenken in Turn 3 ebenfalls etwas abrupter. Wer sich während der 400 Runden in der Nacht von Samstag auf Sonntag nicht aus der Ruhe bringen lässt, der hat am Ende nach erfolgreicher Setup-Arbeit am Auto eine Chance auf die Fahrt in die „victory lane“. Das Nachtrennen zeigt also wieder einmal, welche Teams mit den sich verändernden Bedingungen am besten zurechtkommen.

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NASCAR: Analyse Bristol August 2010

Bristol hatte an diesem Wochenende vieles zu bieten: Ein Jubiläum, packende Rennaction auf der sehr kurzen, aber stark überhöhten Betonbahn inklusive einiger Kaltverformungen und am Ende sogar einen Rekord. Vermisst habe ich aber so ein wenig die Spannung, denn Kyle Busch dominierte das Cup-Rennen, indem er über die Hälfte der Renndistanz in Führung lag.

Es war das hundertste Cup-Rennen auf dem Bristol Motor Speedway, welches Kyle Busch einen bisher einzigartigen Rekord ermöglichte: Als erster NASCAR-Pilot gelang ihm das Triple, denn er konnte in Bristol sowohl das Truck-Rennen, als auch den Nationwide-Series-Lauf sowie das „Irwin Tools Night Race“ der Sprint Sup Series innerhalb einer Woche für sich entscheiden. Damit setzte er eine Marke, die vermutlich außer von ihm selbst nicht so schnell egalisiert werden wird. Neben Kyle Busch startet nämlich nur Kevin Harvick ähnlich regelmäßig bei allen drei nationalen Rennserien am selben Wochenende auf derselben Strecke. Im Cup lag er dabei sagenhafte 282 von 500 Runden in Führung.

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NASCAR: Vorschau Bristol August 2010

Am Wochenende ist Short-Track-Action in Bristol angesagt, wo die Strecke ihr hundertstes Cup-Rennen feiern darf. Bei noch drei Rennen bis zum Chase ist der Kampf um die Top12 in diesem Jahr zwar bereits größtenteils gelaufen, doch Bristol ist auch mal für einen „big one“ gut.

99 Cup-Rennen wurden auf dem Bristol Motor Speedway seit 1961 ausgetragen, was bedeutet, dass beim diesjährigen August-Rennen auf der Traditionsstrecke ein Jubiläum ansteht. Der extrem beliebte Short-Track hat auch 2011 zwei Termine im Kalender bekommen – kein Wunder, wenn man bedenkt, dass von Beginn an bis ca. 2008 bei jedem Rennen alle Tickets ausverkauft waren. Die Rennen sind für gewöhnlich immer ziemlich actionreich, oft kommt es sogar wie auf den großen Superspeedways zu „big ones“, die mitunter eine Rennunterbrechung zwecks Aufräumarbeiten nach sich ziehen. Sehr wenig Platz bietet die Strecke für die 43 Autos, da wird sich schon mal ordentlich angelehnt und rumgeschubst. Bristol ist damit eigentlich der letzte „game changer“ vor dem Chase, denn mit Atlanta (Intermediate-Oval) und Richmond (Dreiviertelmeile) folgen nur noch halbwegs vorhersehbare Strecken in „normaler Größe“.

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NASCAR: Vorschau Pocono August 2010 / News

Nach dem Knüller von Indianapolis und vor dem zweiten Rundkursrennen in Watkins Glen ist es nun Zeit für das Spätsommerrennen in Pocono. Der erste Meisterschaftslauf im Juni sah einen dominanten Denny Hamlin, der seine Siegesstatistik weiter aufpolieren konnte.

Zum zweiten Mal in diesem Jahr gastiert der Sprint Cup nun auf dem Pocono Raceway, dieses Mal gibt es allerdings eine Neuerung: Anstatt sich endlich mal von der langweiligen und in puncto Sicherheit überholten Rennstrecke zu verabschieden, lädt man mit den Trucks eine weitere der drei nationalen Rennserien auf das Tri-Oval ein. Während im Juni traditionsgemäß die ARCA-Serie den Cup unterstützt, feiert jetzt Anfang August die Truck-Serie ihr Debüt in Pennsylvania. Was soll man groß zu Pocono sagen? Die Debatte ist bekannt und wird schon länger geführt: Langweilige Rennen, da meist ein Fahrer in dominanter Manier dem Rest des Feldes enteilt und alleine in den Sonnenuntergang fährt. Größere Veränderungen bringen meist nur die Cautions, während denen die Teams ihre Abstimmung verkorksen/verbessern oder die hier so wichtige „track position“ verlieren/gewinnen können. Auf der Strecke geht meist nichts, leider muss man sagen, denn die drei unterschiedlichen Turns und die daher erforderliche Kompromissabstimmung lassen eigentlich besseres Racing vermuten.

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NASCAR: Vorschau Chicagoland Juli 2010

An diesem Wochenende beginnt im Sprint Cup die zweite Saisonhälfte, TNT überträgt zum Glück das letzte ihrer sechs Rennen. Der von mir oft totgeredete Kevin Harvick führt weiterhin die Meisterschaftstabelle an und das nach seinem Sieg in Daytona sogar mit über 200 Punkten.

Das Daytona-Rennen konnte ich in der letzten Woche leider nicht verfolgen, weil die Arbeit rief und außer meinem Gehalt habe ich sogar einen wunderschönen Sonnenbrand mitgenommen. Dankenswerterweise hat mich aber Kollege Stefan Tegethoff vertreten, welcher dann vom Superspeedway-üblichen Favoritensterben im Zuge des großen „big ones“ berichtete. Am Ende gewann wie in Talladega erneut Kevin Harvick, der nun mit zwei Siegen weiterhin an der Tabellenspitze rangiert und kurz vor dem Beginn des Chase sogar schon über 200 Punkte Vorsprung angehäuft hat.

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NASCAR: Vorschau New Hampshire Juni 2010

In New Hampshire finden traditionell die rechnerischen Startschüsse für alles, was den Chase betrifft, statt: Im Juni beginnt dort das „race to the chase“, also die letzten zehn Rennen bis zu den eigentlichen Playoffs. Diese starten dann im September – ebenfalls in New Hampshire.

Am Samstag jährt sich meine Mitarbeit beim RacingBlog zum ersten Mal, deswegen möchte ich hier kurz die Chance nutzen und Euch allen für die Unterstützung danken: In erster Linie natürlich Don Dahlmann für sein Vertrauen und die Möglichkeit, welche er mir hier gegeben hat – aber auch der mittlerweile sehr stark besetzten „Redaktion“, die sich durch großartiges Teamwork auszeichnet. Mein Dank gilt selbstverständlich ebenfalls allen Lesern der Seite, welche regelmäßig solche Machwerke wie meinen 2.500-Wörter-Artikel zu Sonoma gerne lesen und mich mit Anregungen, Lob und Kritik versorgen. Dazu kommen die unzähligen wunderbaren, lustigen und informativen Unterhaltungen während und abseits aller möglichen Rennen in unserem Chat. Noch einmal: Vielen Dank und bleibt dabei! Wir haben hier eine der wenigen Communities aufgebaut, wo noch ein freundschaftliches Miteinander herrscht und Trolle bisher keine Chance haben! *auf-Holz-klopf* ;o)

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NASCAR: Analyse Michigan Juni 2010

Wer am Sonntag zugunsten des Spiels der Deutschen Nationalmannschaft bei der WM in Südafrika auf das Cup-Rennen der NASCAR in Michigan verzichtet hatte, machte damit im Grunde genommen nichts falsch. Vier Tore waren vermutlich ansehnlicher als die Denny-Hamlin-Show.

Das Rennen auf dem Michigan International Speedway bot exakt zwei Phasen: Den Teil, in welchem Denny Hamlin noch nicht in Schwung gekommen war und den Teil, welchen Denny Hamlin dominierte. Bis Runde 50 brauchte Crew Chief Mike Ford, um Hamlins Wagen in eine Rakete zu verwandeln. Allerdings war die #11 im ersten Rennviertel ohnehin schon konstant in den Top5 unterwegs. Bis dahin führte der Polesitter Kurt Busch das Feld an und konnte seine Führung durch zwei Gelbphasen (Dreher von Marcos Ambrose und „debris caution“) retten. Zu diesem Zeitpunkt sah es so aus, als sei der ältere Busch-Bruder derjenige, den es zu schlagen gilt. In Runde 52 ging dann aber Denny Hamlin nur einen Umlauf nach dem Schwenken der grünen Flagge in Führung und läutete die zweite Phase des Rennens ein.

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