Tag Archives | Jeff Gordon

NASCAR: Analyse Indianapolis 2011

Auf dem Indianapolis Motor Speedway gab es eine faustdicke Überraschung, als sich der Nebel der Strategien lichtete und im Endspurt plötzlich Paul Menard an der Spitze zu finden war. Ihm gelang es als einziger Fahrer ohne finalen Boxenstopp, genügend Sprit für ein Duell mit dem heranstürmenden Favoriten Jeff Gordon zu sparen und seinen ersten Sieg im Sprint Cup zu holen.

Wer hätte gedacht, dass am Ende des Nachmittags auf einmal Paul Menard in der Victory Lane steht? Na klar, der Name der Menard-Familie ist untrennbar mit dem Indianapolis Motor Speedway verbunden und jahrelang musste man auf den ersten Sieg auf dieser so legendären Strecke warten. Doch dass dies ausgerechnet dem als Paydriver verschrieenen Sprössling des Baumarktmagnaten John Menard gelingen würde, kam dann doch schon etwas überraschend. Immerhin hatte Team Menard in der IndyCar-Series einige Hochkaräter im Einsatz, um das große Indy 500 zu gewinnen, doch die beste Platzierung bei den Open-Wheelern blieb 1992 ein dritter Rang des großen Al Unser Sr. Fast zehn Jahre später toppte man diesen Rekord nun familienintern und der Erfolg im Benzinkrimi war durchaus gerechtfertigt!

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NASCAR: Vorschau New Hampshire Juli 2011

Im letzten Jahr war New Hampshire noch der Startschuss für das Race to the Chase, doch mit dem überarbeiteten 2011er-Kalender sind wir um die gleiche Zeit schon weiter im Rennen um die besten Plätze in den Playoffs. Acht Rennen verbleiben den Piloten ab diesem Wochenende noch, um die Teilnehmer der Titeljagd auszufahren.

Am Wochenende besuchen die beiden höchsten Rennklassen der NASCAR zum ersten Mal in diesem Jahr den New Hampshire Motor Speedway. Ich persönlich bin nicht so der Fan dieses recht langweiligen 1-Meilen-Ovals in Neuengland, welches eher den IndyCars in ein paar Wochen besser bekommen sollte. Die Cup-Wagen haben sowieso schon kaum Abtrieb, aber sie dann auch noch auf eine so gering überhöhte Bahn mit echt engen 180° Kurven zu schicken, na ich weiß ja nicht. Im Grunde genommen ist die Strecke in Loudon ja kein echter Shorttrack, zumindest nach Definition über die Länge des Ovals. Doch eigentlich lässt sich New Hampshire viel besser mit dem Paperclip in Martinsville vergleichen, als dessen großer Bruder der Speedway gerne bezeichnet wird – und der Shorttrack in Virginia hat immerhin noch ein paar Grad Kurvenüberhöhung mehr!

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NASCAR: Analyse Sonoma & Road America 2011

Am Wochenende boten die beiden Rundkursauftritte von Nationwide Series und Sprint Cup ordentlich Action. Dabei lohnte sich das Rennen der zweiten Liga aber eindeutig mehr, denn am Sonntag führte Kurt Busch die gesamte Oberliga im Alleingang vor, während einen Tag zuvor nicht mal beim Überfahren der Ziellinie klar war, wer denn nun eigentlich der Sieger war!

Das Sprint Cup Rennen hatte an Spannung nicht sonderlich viel zu bieten, denn nachdem Kurt Busch in Runde 13 die Spitze des Feldes erreicht hatte, gab er diese Boxenstopp-bereinigt nie wieder aus der Hand! 76 von 110 Runden lag der Penske-Pilot, den ich in der Vorschau noch „eher nicht so als Rundkurs-Fahrer“ bezeichnete, in Front. Das spricht schon eine deutliche Sprache, denn die zweitmeisten Führungsrunden holte sich Denny Hamlin mit nur 12 Umläufen zu Beginn des Rennens ab. Die Road-Warriors vom Schlage eines Marcos Ambrose oder Juan Pablo Montoya zeigten – zumindest auf Materialseite – recht eindeutig, dass sie dem Dodge nicht gewachsen waren und gingen teilweise gnadenlos unter.

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NASCAR: Analyse Michigan 2011

Ein echter “Burner” war das Rennen in Michigan ja nicht gerade, was Denny Hamlin aber am Ende vermutlich am allerwenigsten störte.

Es ist immer so eine Sache mit den ultrabreiten 1.5 Meilen Ovalen. In Las Vegas sind die Rennen durchaus brauchbar, in Michigan eher nicht. Und dabei sind beide Ovale fast baugleich, lediglich 2 Grad Banking gibt es in Las Vegas, was ja nun nicht den großen Unterschied machen sollte. Michigan steht meist für Verbrauchsrennen mit wenig Gelbphasen, was dann, ähnlich wie in Pocono dann immerhin den Vorteil hat, dass die Rennen auch schneller vorbei sind. In der Riesenschüssel von Michigan gab es leider auch wenig Abwechslung an der Spitze. Das Rennen teilten sich mehr oder weniger die Gibbs- und die Roushtruppe unter sich auf. Vor allem Roush ist rechtzeitig zum Sommer in guter Form und bringt seine Fahrer wieder in aussichtsreiche Position. Edwards führt die Meisterschaft an, Kenseth lauert auf P6, nur Biffle ist noch nicht im Chase. Größere Sorgenfalten gibt es derweil im Hendrick Lager.

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NASCAR: Analyse Kansas Juni 2011

Das zweite Saisondrittel startete, wie das erste aufgehört hatte: mit einem ausgewachsenen Benzinkrimi! In Kansas spielte Dale Earnhardt Jr wieder eine der Hauptrollen und beendete das Rennen erneut nur auf dem zweiten Platz, während dieses Mal Brad Keselowski als Sparfuchs in die Victory Lane fuhr. Die favorisierten Fords spielten dabei übrigens nur als Statisten mit.

Am Sonntag begann auf dem Kansas Speedway das zweite Drittel der Sprint-Cup-Saison. Zunächst deutete allerdings nichts auf dieses spannende Finale hin, denn ein Großteil des Rennens wurde unter grüner Flagge absolviert. Drei der fünf Cautions wurden zudem wegen Debris ausgerufen, während Landon Cassill und Dale Earnhardt Jr jeweils ein Mal Interaktion mit der Außenmauer zeigten. Der Quersteher von Earnhardt brachte ihn zwar durch den erwägten Spritpoker in die Nähe eines Sieges, kostete ihn gleichzeitig aber auch eine Menge Positionen und womöglich den Erfolg, als Junior seinen Wagen driftend wieder einfangen musste. Am Ende lagen nämlich nur noch der spätere Rennsieger Brad Keselowski und Verfolger Denny Hamlin mit Earnhardt im spekulativen Spritfenster. Wäre er seine Taktik mit besserer Track-Position angegangen, hätte er seinen ersten Sieg seit Michigan 2008 feiern können.

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NASCAR: Analyse Darlington 2011

In welcher Rennserie kann ein Underdog aus einem leicht unterfinanziertem Team noch gewinnen? In der NASCAR, wie Regan Smith am Wochenende gezeigt hat.

Ein bisschen sensationell ist die Sache schon. Furniture-Row-Racing gehört jetzt nicht zwingend zu den Team, die man oft vorne sieht. Aber der Kurs in Darlington, der unter dem Beinamen “to tough to tame” läuft, machte diesem Zusatznamen mal wieder alle Ehre. Es flogen die Fetzen, und das nicht nur, weil Brian Vickers einen der kuriosesten Unfälle seit Ewigkeiten hatten, sondern auch weil nach dem Rennen fast zu viel los war, wie auf der Strecke. Denn die beiden durchaus als Heißsporne bekannten Kyle Busch und Kevin Harvick gerieten ebenso aneinander, wie vor dem Rennen Ryan Newman und Juan Pablo Montoya, die sich angeblich bei einer “Aussprache” am Freitag wortwörtlich in den Haaren gelegen haben sollen. Die NASCAR bezeichnete das Ergebnis der Aussprache als “unglücklich”, beide Fahrer wollten sich nicht so recht äußern. Offenbar sind bei einigen Fahrern die Nerven etwas angespannt.

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NASCAR: Analyse Talladega April 2011

Wie erwartet wurde die Restrictor-Plate-Schlacht von Talladega eine mordsmäßige Lotterie, welche eigentlich jeder der 43 Starter hätte gewinnen können. Dabei wurde es jedoch keinesfalls langweilig, zumal das wahnsinnige Finish den engsten Zieleinlauf in der Geschichte der elektronischen Zeitmessung egalisierte, den Jimmie Johnson knapp für sich entschied.

Kurzfristige Four-Wides hatte man auf dem Talladega Superspeedway ja schon des Öfteren gesehen, doch noch nie im Endspurt um den Sieg. Acht Wagen, von denen sechs innerhalb von einer Zehntelsekunde einliefen, prügelten sich ohne Crash und jederzeit fair um den Einzug in die Victory-Lane. Dass es dabei nicht gekracht hat, war eigentlich ein Wunder. Zusammenhängen könnte es mit der neuen Praxis der Two-Car-Trains, die sich nun auch auf dem anderen Restrictor-Plate-Oval endgültig durchgesetzt hat. Denn zwar fahren die Wagen nun insgesamt enger zusammen, aber eben immer nur paarweise, was die Lücke im Feld für querschießende Wagen deutlich größer macht. Der gefürchtete Big-One blieb am Ende aus, doch trotzdem mussten einige Piloten verfrüht den Heimweg antreten. Nicht so Jimmie Johnson, der in Talladega sein erstes Saisonrennen 2011 gewann.

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NASCAR: Analyse Martinsville April 2011

Die Martinsville-Serie ist gebrochen! Am Ende waren es weder Jimmie Johnson noch Denny Hamlin, die in die Victory Lane einbiegen konnten. Auch die Lap-Leader Kyle Busch, Clint Bowyer und Jeff Gordon mussten passen, denn Kevin Harvick kam sechs Runden vor Schluss, ähnlich wie in Fontana, mal wieder aus dem Nirgendwo und stahl Dale Earnhardt Jr den Sieg.

Am Sonntag dominierten vorerst ganz andere Fahrer die 500 Runden von Martinsville und auch Denny Hamlin und Jimmie Johnson waren nicht gänzlich ohne Siegchance. Doch nach dreieinhalb Stunden voller Blechschäden resultierend in elf Cautions und einer roten Flagge war am Ende plötzlich Kevin Harvick zur Stelle und holte sich den Erfolg von einem zunächst überragenden Kyle Busch sowie Dale Earnhardt Jr, der fast seine sieglose Periode durchbrechen konnte. Weil die Gelbphasen das Rennen doch arg zerpflückt haben und dazwischen in ein paar längeren green-flag-runs eher Überleben angesagt war, lässt sich der Tag nicht ganz so einfach zusammenfassen. Statt einer linearen Übersicht, werde ich mich dieses Mal daher eher auf die einzelnen Fahrer konzentrieren.

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NASCAR: Analyse Bristol März 2011

Es war mal wieder das Wochenende von Kyle Busch, der beide Rennen der NASCAR am Wochenende gewinnen konnte. Aber auch für andere Fahrer lief das Wochenende nicht schlecht.

Bristol entwickelt sich zum “Wohnzimmer” von Kyle Busch. Gleich fünf der letzten acht Rennen konnte der jüngere Busch gewinnen, was nicht nur seine, sondern auch die Stärke von Joe Gibbs Racing auf den Short Tracks zeigt. Dabei sah es zunächst aber nicht nach einem Sieg von ihm aus, denn zu Beginn bestimmte der erstaunlich gut aufgelegte Paul Menard das Tempo, bevor er von dem normalerweise in Bristol ebenfalls starken Martin Truex abgelöst wurde. Aber das Rennen selber war dieses Mal eher eins von der schlechteren Sorte. Seit dem Bristol vor ein paar Jahren eine neue Asphaltdecke bekommen hat und man ein progressives Banking Einzug hielt, habe die Rennen sehr an Biss verloren. Das alte “beatin’ and bangin’” gibt es kaum noch, lange Phasen unter Grün sind mittlerweile völlig normal. Die Langeweile der letzten Jahre schlägt sich auch auf die Anzahl der Besucher nieder.

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NASCAR: Vorschau Las Vegas 2011

Das dritte Saisonrennen der NASCAR Sprint Cup Series findet wie üblich in der Spielermetropole Las Vegas statt, wo nur einmal im Jahr gefahren wird. Die Lokalmatadoren Kyle und Kurt Busch treten dabei als Tabellenführer in der Fahrerwertung bei ihrem Heimrennen an.

Lange habe ich überlegt, wie ich diese Vorschau gestalten soll: Ja sicher, das dritte Saisonrennen auf dem Las Vegas Motor Speedway ist das erste in diesem Jahr, welches auf einem 1,5-Meilen-Oval ausgetragen wird – bekanntermaßen eine ganz wichtige Disziplin in der NASCAR, da zu mehr als 50% pro Saison auf diesem Streckentyp gefahren wird. Nach Phoenix folgt am Wochenende also eine weitere große Standortbestimmung 2011 für die Teams. Doch: Das einzig besondere, was mir spontan zu Las Vegas einfällt, ist eben „Las Vegas“. Da auf dem Intermediate-Oval erst seit 1998 gefahren wird, und dass auch nur einmal im Jahr, lässt sich auch nicht so viel Geschichte zusätzlich ausbreiten. Deshalb möchte ich mich in dieser Woche mal wieder an einer Statistik-Orgie versuchen, speziell zu den – meiner Meinung nach – starken Fahrern in Las Vegas inkl. eines Trends über die ersten beiden Saisonrennen.

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