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NASCAR: Analyse Indianapolis Juli 2010 / News

Juan Pablo Montoya hatte nach dem Boxengassen-Desaster 2009 in diesem Jahr wieder Pech und konnte einmal mehr nicht seinen ersten Oval-Sieg einfahren. Allerdings brachte 2010 eine taktische Fehlentscheidung den Kolumbianer um den Erfolg, den sein Teamkollege dann einfuhr.

Es ist echt ein Wahnsinn, wie wenig Juan Pablo Montoya in diesem Jahr vom Glück verfolgt wird. Wieder führte er auf dem Indianapolis Motor Speedway in überlegener Manier die meisten Runden, nur um bei den letzten Boxenstopps den Sieg wegzuschmeißen. Crew Chief Brian Pattie entschied sich dazu, die 21-Runden-alten Reifen komplett zu wechseln, während viele andere Teams überraschenderweise nur zwei Reifen austauschten. Der große weitere Siegkandidat zu diesem Zeitpunkt, Greg Biffle, nahm ebenfalls vier neue Pneus und konnte danach nur den dritten Platz ins Ziel bringen. Goldrichtig lagen außer dem späteren Sieger Jamie McMurray unter anderem noch Kevin Harvick (2.), sowie Tony Stewart (5.); Clint Bowyer (4.) wechselte ebenfalls alle Reifen. Der Crew Chief von McMurrays #1, Kevin „Bono“ Manion, sicherte Chip Ganassi damit nach dem Daytona 500 und dem Indy 500 einen Sieg im drittwichtigsten US-Rennen des Jahres.

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NASCAR: Analyse Charlotte Mai 2010

Beim Coca-Cola 600 sicherte sich Kurt Busch in dominanter Manier seinen zweiten Saisonsieg und festigte damit seine Chase-Platzierung. In 4h:08min:20sek war diese Ausgabe des längsten NASCAR-Saisonrennens mit nur acht Cautions während der 400 Runden schnell absolviert.

Kurt Busch hatte in diesem Rennen, welches sich durch viele „green flag runs“ auszeichnete, eigentlich zu jeder Zeit das perfekte Auto. Die Gelbphasen lagen für den Fahrer der blauen #2 so günstig, dass er während 252 der 400 Runden in Führung lang. Zwar führten noch 16 andere Fahrer bei insgesamt 33 Führungswechseln das Feld an, doch das sind bis auf wenige Ausnahmen die normalen Verschiebungen bei den Boxenstopps unter grüner Flagge gewesen. Eigentlich hatten außer Kurt Busch nur vier andere Piloten eine ernsthafte Chance auf den Rennsieg: Jamie McMurray, Jimmie Johnson, Kyle Busch und David Reutimann.

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NASCAR: Analyse Talladega April 2010

Das Talladega-Rennen am Wochenende hatte einiges zu bieten: Rekorde, Unerwartetes und eine Menge Spannung gegen Rennende. Jimmie Johnsons DNF kostete ihn einige Punkte in der Meisterschaft und führte die Spitzengruppe wieder enger zusammen.

Obwohl bis zur unglaublich spannenden Schlussphase kaum etwas passierte das für den Ausgang des Rennens relevant war, ist es dennoch ziemlich interessant gewesen – es war etwas Neues in die Windschattengleichung eingeflossen. In Daytona war es schon zu erahnen und auch im letzten Talladega-April-Rennen konnte man es in der letzten Runde beobachten: die „two car trains“ oder wie die FOX-Kommentatoren es bezeichneten, der „two car tango“. Diese Namen beschreiben das Phänomen, dass zwei Wagen die exakt Stoßstange an Stoßstange fahren, einfach mal bis zu 10mph schneller unterwegs sein können als der Pulk mit weit mehr als 20 Autos. Am besten ging das Ganze anscheinend auf der äußeren Linie, doch extrem gute Koordination ist dazu erforderlich.

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