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WTCC: Analyse Porto 2011

Das befürchtete Schlachtfest auf den Strassen von Porto blieb aus, dafür lieferte die WTCC einen spannenden Kampf an der Spitze ab. Doch leider bestand der nur aus drei blauen Chevrolet.

Die FIA hat in diesem Jahr ein echtes Problem mit der WTCC. Das Chevrolet noch mitmacht ist der einzige Grund, warum die Serie nicht komplett von den Independents beherrscht wird. Was sicher den Sport nicht schlechter machen würde, aber das Prädikat “Weltmeisterschaft” ist halt eigentlich für etwas anderes gedacht, wenn es nach der FIA geht. So kann Chevrolet seine drei Fahrer quasi nach Belieben siegen lassen. In diesem Jahr hat es erst einen Sieg eines Piloten gegeben, der nicht in einem Cruze gesessen hat: Tarquini in Zolder. In der Serie mehren sich die Stimmen, dass man die Chevrolets ein wenig einbremsen sollte, doch warum sollte man das machen? RML kann schließlich auch nichts dafür, dass BMW und Seat der Serie den Rücken gekehrt haben. Und so kann sich Chevrolet auch erlauben, seine drei Piloten von der Leine zu lassen, was immerhin zu spannenden Rennen führt.

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Newshappen-Sammlung für 29.06.

// Ein geradezu bizarr kompliziertes Puzzle über die Hintergründe und den momentanen Stand der Übernahmeschlacht in der Formel Eins liefert Joe Saward. In einen ziemlich langen und verworrenen Artikel versucht er die Frontlinien zu zeichnen, die bis weit in die Politik reichen. Im Grunde beschreibt er, dass Bernie Ecclestone gerade an allen Fronten sein Netzwerk aktiviert und diverse Leute in diverse, wichtige Positionen bringt. Zum einen wäre da Max Mosley, bekanntermaßen ein alter Kampfgefährte von Ecclestone, der sich in den letzten Wochen mal wieder häufiger in die aktuelle F1-Politik eingemischt hat. Saward spekuliert, dass Mosley eventuell wieder als FIA-Präsident kandieren könnte, da Jean Todt gerade an den meisten Fronten eine schlechte Figur macht und die FIA mit seinen Entscheidungen für Bahrain und den Weltmotor in Bedrängnis gebracht hat. Die zweite Eben betrifft Ferrari und vor allem Luca di Montezemolo, der im Moment der Hauptgegenspieler von Ecclestone zu sein scheint. Saward gräbt das seit Wochen kursierende Gerücht aus, dass Flavio Briatore die sportliche Leitung von Ferrari übernehmen könnte, sollte Montezemolo tatsächlich den Versuch starten in die Politik zu gehen. Offenbar gibt es tatsächlich im Moment viel Bewegung im Hause Ferrari, dazu kommt, dass der sportliche Erfolg ja auch nicht vorhanden ist. Vieles, was Saward schreibt, ist pure Spekulation und teilweise undenkbar. Mosley ist nach seiner Nummer mit den Damen politisch verbrannt, für Briatore gilt das ebenso. Hintergrund des langen Textes ist, dass es das Gerücht gibt, etliche Streckenbetreiber zur – Achtung – IRL überlaufen wollen. Das ist, gelinde gesagt Quatsch, interessant ist es aber doch, weil die Karte mit den Strecken nur von Ecclestone gespielt werden kann. Ein weiteres besagt nämlich, dass die Strecken Verträge über eine Firma mit Ecclestone haben, die nicht zur CVC gehört. Mit anderen Worten: a) Die Vermutung vieler, dass Eccelstone die Grundpfeiler der F1 an sich und nicht an die CVC gebunden hat, schält sich zumindest ein wenig heraus und b) Sommerloch. (Don)

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Formel Eins: Vorschau Valencia 2011

Die Formel Eins macht zum zweiten Mal Halt in Spanien, dieses Mal in Valencia. Das Rennen dürfte dank der Pirelli auch etwas besser als sonst werden. Außerdem hat sich in den letzten Tag viel hinter den Kulissen getan.

Die FIA hatte es angedroht, nun hat sie es auch umgesetzt. Das “Engine Mapping” in der ECU ist verboten. Was genau hatten die Team gemacht? Die Standardelektronik (ECU) bietet allen Hersteller einen gewissen Spielraum für ihre Programmierung. Das muss ja auch so sein, da die Motoren unterschiedliche “Mapping” fahren. Das sind die Programme, mit denen man zum Beispiel den Verbrauch oder den Zündzeitpunkt verändern kann. Innerhalb dieses Mappings kann man auch mit dem elektronischen Gaspedal spielen. Renault und Red Bull waren die ersten, die die bei hohen Drehzahlen mit einigem Wumms ausgestoßenen Abgase nutzten, um den Diffusor auch dann anzublasen, wenn der Fahrer in einer Kurve vom Gas gehen muss. Der Fahrer bremst vielleicht, die Motordrehzahl bleibt aber oben und so bekommt man mehr Abtrieb. Und genau das ist schon ab Valencia verboten.

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Formel Eins: Der James Allen Strategiereport Kanada

Ohne jede Zweifel war das GP von Kanada ein absoluter Klassiker. Alles war dabei: klasse Racing, Safety Cars, Regen, Kollisionen und einige sehr enge strategische Entscheidungen, die man oft mit wenig Daten im Rücken treffen musste.

Die Strategen hatten im letzten Rennen alle Hände voll zu tun und daraus wurde dann ein faszinierendes Rennen. Jenson Button gewann das Rennen, obwohl er eine Durchfahrtsstrafe bekam, 5 Boxenstopps plus zwei Kollisionen hatte und fast eine komplette Runde mit einem platten Reifen absolvierte. Die Leistung wird noch erstaunlicher, wenn man sich das Rennen so ansieht: Von den geplanten 70 Runden wurden nur 38 wirklich ein Rennen gefahren. Die anderen 32 Runden fanden hinter dem Safety Car statt. Und in Runde 40 war Button auf dem letzten Platz. Wie hat er das geschafft?
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Formel Eins: Vorschau GP Kanada 2011

Die Rennen in Kanada gehörten in den letzten Jahren schon immer zu den Besten im Kalender. Mit zwei DRS-Zonen und den Pirelli Reifen wird das in diesem Jahr nicht anders sein.

Neben dem kleinen Rennen in Le Mans, gibt es auch noch ein Formel Eins Rennen in Kanada. Die Strecke in Montreal ist bekannt. Sie besteht mehr oder weniger aus langen Geraden und einigen Schikanen, die allerdings sehr eng sind. Dazu kommt, dass bei der Planung der Strecke das Wort “Auslaufzone” irgendwie vergessen hat. Die Wagen erreichen zwar mehrfach die 300 km/h Grenze, müssen dabei aber zwischen zwei Mauern durchpfeilen. Dass das schon mal schlecht ausgehen kann, hat man 2007 gesehen, als Robert Kubica seinen BMW an einer, mittlerweile entfernten, Mauer in seine Kohlefaserbestandteile zerlegt. Mit einer überholfreudigeren Formel Eins in diesem Jahr, wird die Sache nicht leichter. Dazu kommt, dass es an der Spitze in diesem Jahr wieder eng werden könnte.

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Ferner liefen: Die Newshappen

# Findet er nun statt, oder doch nicht? Der Grand Prix von Bahrain steht weiter im Fokus der Aufmerksamkeit. Nachdem die FIA Freitag nach dem Meeting des World Council verkündete, dass das Rennen stattfindet, rudert man jetzt offenbar an allen Fronten wieder zurück. Bernie Ecclestone wird in verschiedenen Medien mit der Aussage zitiert, dass man das Rennen in Bahrain lieber als letzten Lauf planen sollte und schafft sich und der FIA damit eine sperrangelweit offene Hintertür. Dabei war es Ecclestone selber, der in der Woche vor dem Meeting angedeutet hatte, dass man indischen Grand Prix verschieben wolle, um Platz für Bahrain zu schaffen. Doch hinter den Kulissen gärt es offenbar. Max Mosley, zwar nicht mehr FIA-Chef, aber immer noch ein wichtige Persönlichkeit innerhalb der FIA, meinte in der BBC, dass man in Bahrain auf gar keinen Fall starten dürfe und plauderte aus, dass die Zustimmung für einen möglichen Start sowieso nur über die Teams zu haben sein. Doch die FOTA ließ sich sage und schreibe vier Tage Zeit, eine Position zu finden, und verkündete recht schmallippig, dass man zwar gerne fahren würde, aber nicht am 30.10. Gleichzeitig gibt es Gerüchte, dass etliche Sponsoren angekündigt haben, dass man seine Logos nicht gerne auf den Wagen und an der Strecke sehen möchte, sollte sich die Lage in Bahrain nicht grundsätzlich ändern. Wie man sieht – da ist das letzte Wort noch lange nicht gesprochen und es sieht so aus, als würde die FIA und Ecclestone nach einer Möglichkeit suchen, den GP von Bahrain absagen zu können. Das hätte man wirklich einfacher haben können, in dem man das Rennen sofort auf den Dezembertermin geschoben hätte. (Don)

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Formel Eins: Verkauft die CVC an News Corp.?

Seit einigen Monaten gibt es Gerüchte, dass die CVC ihre Anteile an der Formel Eins abstoßen möchte. Nun gibt es ein konkretes Angebot eines Konsortiums, doch das wirft nur mehr Fragen auf.

Verliert Bernie Ecclestone die Kontrolle über die Formel Eins? Und warum ist die News Corp. so scharf darauf, die Rechte an der Formel Eins zu erwerben? Es gibt viele Fragen die seit gestern aufgetaucht sind, als bekannt wurde, dass die News Corp. zusammen mit einem Investmentunternehmen namens Exor an die CVC heran getreten ist. Man hat kein konkretes Angebot vorgelegt, aber offenbar der CVC zu verstehen gegeben, dass man eine “freundliche” Übernahme der Rechte im Sinn habe. Daher würde man die bisherigen Teilhaber ansprechen. Die CVC nahm das zur Kenntnis und dementierte halbherzig, dass man die Formel Eins verkaufen wollen würde. Doch was steckt eigentlich hinter der Sache? Wie üblich sind die Dinge kompliziert.

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Ferner liefen: Die Newshappen

// Bis zum 1.Mai sollte sich eigentlich entscheiden, ob das Bahrain GP nun abgesagt wird, oder doch nur auf das Saisonende verschoben wird. Doch in Bahrain hat sich die Lage weiterhin nicht wirklich beruhigt. Zwar gibt es kaum noch gewalttätige Demonstrationen, aber es scheint nicht so, dass die regierende Königsfamilie die Sache im Griff hat. Kronprinz Salman bin Hamad Al-Khailfa hat auch seine Teilnahme an der Hochzeit von Prince William am Wochenende abgesagt, was nicht dafür spricht, dass die Lage entspannt ist. Eine komplette Absage wäre möglich und ich halte sie für sehr wahrscheinlich. Das gilt auch für einen GP in Bahrain in 2012. Gleichzeitig macht sich Bernie Ecclestone auch Sorgen um das Rennen in Japan. Auch dort hat sich die Lage nicht entspannt, das Land kämpft mit den Folgen des Erdbebens. Es gilt im Moment noch als sicher, dass der GP von Japan stattfinden wird, allerdings wird man vermutlich vor ziemlich leeren Rängen fahren müssen. (Don)

// In Indien geht der Bau der Rennstrecke dafür gut voran. Man ist wohl ziemlich weit fortgeschritten, eine Drama wie in Süd-Korea wird es nicht geben. Mittlerweile hat man auch schon einen Namen für die Strecke gefunden: “Buddh International Circuit“. Trotz des fehlenden “a”: Der Name orientiert sich an “Buddha” und soll “innere Ruhe” und “Frieden” symbolisieren. In den englischen Foren gibt es selbstverständlich schon die ersten “butt / buddh” Witze. (Don)

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Formel Eins: Vorschau GP China 2011

Zwei Läufe innerhalb von einer Woche bedeutet für die Teams einen enormen Stress und normalerweise sieht man dann an den Wagen kaum Veränderungen. Das ist in diesem Jahr anders.

Der GP von Malaysia ist noch nicht ganz verarbeitet, da steht schon der Lauf in China auf dem Programm, der in diesem Jahr in das Frühjahr gerutscht ist. Die meisten Mitarbeiter sind in Malaysia geblieben oder schon in China, ein Rückflug macht da wenig Sinn und belastet vor allem die Fahrer zu stark. Einige machen sich aber die Mühe, vor allem von McLaren und Ferrari hört man, dass etliche Techniker nach Europa geflogen sind, die Taschen voller Daten. Grund für die Reisefreudigkeit: McLaren will wohl in China einen komplett neuen Unterboden einsetzen, der auch einen noch mal veränderte Auspuffluftführung hat. Bei Ferrari gibt es allerdinds wohl handfestere Probleme. Offenbar gibt stimmen die Messdaten nicht, die der Windkanal ausgeworfen hat, nicht mit jenen, die man auf der Strecke hat. Wenn das stimmen sollte, dann hat Ferrari ein riesen Problem.

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GT1-WM: Vorschau Zolder

Zolder ist an diesem Wochenende der Schauplatz für die zweite Runde der Sportwagen-Weltmeisterschaft und dort stehen die belgischen Ford GT-Teams sowie GT1-Debütantin Vanina Ickx im Rampenlicht.

Die GT1-WM soll nicht die zweite Geige spielen, hat sich Stephane Ratel gedacht, und den belgischen Lauf seiner Königsklasse aus dem Rahmenprogramm der 24h von Spa in den April und ins flämische Zolder verlegt. Ein Blick auf die Zuschauerzahlen am Wochenende sollte zeigen, ob diese Idee Sinn macht oder nicht. Zwar sind die Belgier begeisterungsfähig für Motorsport, doch dürfte es schwer werden, mehr Aufmerksamkeit auf die Serie zu lenken als beim gut besuchten 24h-Rennen im letzten Sommer. Davon abgesehen ist der Circuit Zolder natürlich allein schon als Rennstrecke kein Ersatz für die allseits beliebte Ardennen-Achterbahn. Weiter Gas geben →

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