Tag Archives | Dale Earnhardt Jr

NASCAR: Analyse Talladega April 2011

Wie erwartet wurde die Restrictor-Plate-Schlacht von Talladega eine mordsmäßige Lotterie, welche eigentlich jeder der 43 Starter hätte gewinnen können. Dabei wurde es jedoch keinesfalls langweilig, zumal das wahnsinnige Finish den engsten Zieleinlauf in der Geschichte der elektronischen Zeitmessung egalisierte, den Jimmie Johnson knapp für sich entschied.

Kurzfristige Four-Wides hatte man auf dem Talladega Superspeedway ja schon des Öfteren gesehen, doch noch nie im Endspurt um den Sieg. Acht Wagen, von denen sechs innerhalb von einer Zehntelsekunde einliefen, prügelten sich ohne Crash und jederzeit fair um den Einzug in die Victory-Lane. Dass es dabei nicht gekracht hat, war eigentlich ein Wunder. Zusammenhängen könnte es mit der neuen Praxis der Two-Car-Trains, die sich nun auch auf dem anderen Restrictor-Plate-Oval endgültig durchgesetzt hat. Denn zwar fahren die Wagen nun insgesamt enger zusammen, aber eben immer nur paarweise, was die Lücke im Feld für querschießende Wagen deutlich größer macht. Der gefürchtete Big-One blieb am Ende aus, doch trotzdem mussten einige Piloten verfrüht den Heimweg antreten. Nicht so Jimmie Johnson, der in Talladega sein erstes Saisonrennen 2011 gewann.

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NASCAR: Analyse Martinsville April 2011

Die Martinsville-Serie ist gebrochen! Am Ende waren es weder Jimmie Johnson noch Denny Hamlin, die in die Victory Lane einbiegen konnten. Auch die Lap-Leader Kyle Busch, Clint Bowyer und Jeff Gordon mussten passen, denn Kevin Harvick kam sechs Runden vor Schluss, ähnlich wie in Fontana, mal wieder aus dem Nirgendwo und stahl Dale Earnhardt Jr den Sieg.

Am Sonntag dominierten vorerst ganz andere Fahrer die 500 Runden von Martinsville und auch Denny Hamlin und Jimmie Johnson waren nicht gänzlich ohne Siegchance. Doch nach dreieinhalb Stunden voller Blechschäden resultierend in elf Cautions und einer roten Flagge war am Ende plötzlich Kevin Harvick zur Stelle und holte sich den Erfolg von einem zunächst überragenden Kyle Busch sowie Dale Earnhardt Jr, der fast seine sieglose Periode durchbrechen konnte. Weil die Gelbphasen das Rennen doch arg zerpflückt haben und dazwischen in ein paar längeren green-flag-runs eher Überleben angesagt war, lässt sich der Tag nicht ganz so einfach zusammenfassen. Statt einer linearen Übersicht, werde ich mich dieses Mal daher eher auf die einzelnen Fahrer konzentrieren.

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NASCAR: Daytona Speedweeks Update I

Wir befinden uns mitten in den Speedweeks und können bereits auf ein interessantes Budweiser Shootout sowie die ersten Qualifikationsergebnisse für das Daytona 500 zurückblicken. Dabei wird vor allem immer klarer, dass NASCAR sich hinter den Kulissen ausführlich mit der extremen Häufung der two-car breakaways beschäftigt und diese gerne zurückfahren würde.

Während der Reifentests im Januar und der beiden Trainingssessions für das Budweiser Shootout am Freitagabend kündigte sich der massive Gebrauch der two-car breakaways schon an. Mit der neuen Silhouette des CoT, welches 2007 eingeführt wurde, lassen sich die Stoßstangen der Fahrzeuge beim bump drafting wesentlich besser verbinden als dies beim alten Auto der Fall war. Sehen konnte man dies im direkten Vergleich zwischen Budweiser Shootout und dem ARCA-Rennen in dessen Vorfeld. Die ARCA nutzt weiterhin alte Cup-Chassis, die damals nach der Ausmusterung billig zu erwerben waren. Im Rennen am Samstagabend sah man dann auch das eigentlich übliche, große Drafting-Paket, sofern es denn das Talent des Starterfeldes zuließ, seinen Vordermann auch mal kräftig anzuschieben.

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NASCAR: Hendrick stellt sich neu auf

Wer rastet, der rostet. Das hat sich offenbar Rick Hendrick nach dem Gewinn des fünften Fahrertitels in Folge gedacht und krempelt seinen ganzen Laden um.

Die Meldung schlug gestern Abend im NASCAR-Land wie eine Bombe ein. Rick Hendrick schüttelt seine vier Teams einmal komplett durch und stellt sie neu auf. Die Teams von Mark Martin, Jeff Gordon und Dale Earnhardt jr. werden getauscht, die Crew Chiefs ausgewechselt. Die Aufstellung des Teams sieht jetzt so aus:

#5 Mark Martin bekommt den nun ehemaligen Crew Chief von Junior, Lance McGrew, zu geteilt
#24 Jeff Gordon darf dafür im nächsten Jahr mit Alan Gustafson, der zu vor bei Martin war, arbeiten.
#88 Junior bekommt Steve Letarte und, was vielleicht viel wichtiger ist, er zieht in den Shop von Jimmie Johnson, bekommt also jenen Garagenplatz, den bisher Jeff Gordon hat, während Gordon zu Martin zieht.

Nur bei Jimmie Johnson bleibt alles unberührt, was aber nicht weiter überrascht. Aber die Veränderungen, die Hendrick seinen Teams verordnet, sind schon sehr tiefgreifend. Und einen Verlierer gibt es auch.

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Ferner liefen: Die Newshappen

# Mal wieder Chaos bei HRT. Seit Monaten wurde gemunkelt, dass das Deutsch-Spanische Team einen Deal mit Toyota abschließt. Die sitzen immer noch auf zwei fahrbereiten Chassis, die man angeblich über das Jahr auch weiter entwickelt hat. Diese Chassis sollten die Basis für das nächstjährige Auto von HRT werden. Leicht verschnupft hat Toyota den Deal aber am Montag aufgekündigt. Grund: HRT ist wohl seinen finanziellen Pflichten nicht nach gekommen. Für das Team ist das ein schwerer Schlag, denn man besitzt weder einen eigenen Fertigung, noch einen Designabteilung. Geoff Willis fungiert nur als Berater, die technische Unterstützung kommt aus der Werkstatt von Colin Kolles in Deutschland. Aus der hohlen Hand wird man kein Chassis zaubern können, um noch jetzt rechtzeitig einen Wagen für 2011 fertig zu bekommen, ist es eigentlich schon zu spät. Auf Twitter kursierte das Gerücht, dass die Chancen für einen Einsatz der HRT in 2011 50:50 stünden. Eine Lösung für HRT wäre wohl nur Lola, die angeblich zumindest Entwürfe haben, mit denen man ein Chassis bauen könnte. Karun Chandock schaut sich, nach eigenem Bekunden, nach einem anderen Team um. Don

# Sebastian Vettel befindet sich immer noch auf einer ausgedehnten Feiertour, die aber Freitag schon wieder zu Ende ist, denn dann gehen die Pirelli-Tests in Abu Dhabi los. Am Montag war er im Red Bull Sender “Servus TV” zusammen mit Christian Horner, Adrian Newey und Mark Webber zu Gast. Letzter sah immer noch nicht wirklich glücklich aus, erwähnte aber, dass es noch am Sonntag zwischen ihm und Vettel ein klärendes Gespräch gegeben habe. Auffallend war auch, wie oft Newey und Horner erwähnten, wie wichtig die Leistung von Webber in diesem Jahr gewesen sei. Nach dem Pirelli Test ist im übrigen für dieses Jahr wirklich Schluss mit dem Fahrbetrieb. Die nächsten Tests gibt es erst wieder im Februar. Don

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NASCAR: Analyse Talladega Oktober 2010

Das restrictor plate-Rennen in Talladega bot bis auf eine vernünftige letzte Runde eigentlich alles, was ein Superspeedway so herzugeben hat: viele Führungswechsel, ein großes Fragezeichen am Ende und ordentlich Spannung! Die Chase-Tabelle schafft nach diesem Wochenende beste Voraussetzungen für einen engen Titelkampf in den verbleibenden drei Rennen.

In den knapp drei Stunden am Sonntagabend sorgte restrictor place racing für gehörige Action, auch wenn es leider nicht mehr zu einem Zieleinlauf unter grüner Flagge kam. Weil der Kampf um die Führung eingangs von Turn 1 im Moment des Auslösens der Gelbphase noch in vollem Gange war, mussten die NASCAR-Offiziellen zunächst die Videobänder befragen, um einen Sieger zu ermitteln. Zu diesem Zeitpunkt waren zwei two car trains auf dem Weg zur Ziellinie: Clint Bowyer wurde von Juan Pablo Montoya angeschoben und Kevin Harvick bekam einen Push von David Reutimann. Ich werde etwas anders als sonst üblich versuchen, den Weg hin zu diesem Szenario zu beschreiben.

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NASCAR: Vorschau Talladega Oktober 2010

An diesem Wochenende steht Chase-Rennen Nummer 7 in Talladega auf dem Plan. Der Superspeedway wird vermutlich die Vorentscheidung für den Endspurt über die drei Rennen in Texas, Phoenix und Homestead liefern. ACHTUNG: Start schon um ca. 18:15 Uhr.

Die sehr beliebten „restrictor plate“-Rennen auf den Superspeedways von Daytona und Talladega zählen jährlich zu den absoluten Highlights des NASCAR-Kalenders. Der Talladega Superspeedway ist mit 2,66 Meilen Länge und einem extremen Banking von 33° ein wahres Monster in der Landschaft. Diese Daten machen enorme Geschwindigkeiten möglich, die mit den erwähnten „restrictor plates“ eingebremst werden müssen. Im verlinkten Artikel zur Strecke selbst ist neben einer kleinen Beschreibung des Ovals auch zu finden, warum NASCAR seinerzeit diese Begrenzung einführte. Diese Art von Rennfahren zeichnet sich durch eine Besonderheit aus, das sogenannte „bump drafting“. Der folgende Abschnitt, in welchem diese Fahrtechnik erklärt wird, entstammt der Talladega-Vorschau vom Frühjahr – schließlich muss ich die Welt ja nicht neu erfinden:

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NASCAR: Analyse Martinsville Oktober 2010

Denny Hamlin verlängerte die unheimliche Martinsville-Serie, welche er gemeinsam mit Jimmie Johnson Ende 2006 begann, um ein weiteres Rennen. Mit nur insgesamt 40 Führungsrunden konnte er sich seinen ersten Chase-Erfolg holen und den Rückstand in der Meisterschaft signifikant verkürzen. Kevin Harvick bleibt derweil dran, während der Rest so gut wie draußen ist.

Das Martinsville-Rennen am Sonntag war recht spannend, denn über den Verlauf der 500 Runden setzten sich insgesamt sieben verschiedene Fahrer für mehr als 30 Umläufe in Führung. Denny Hamlin begann den Tag in Front des Feldes und beendete ihn auch dort, zwischendrin tauschte das Feld auf dem kürzesten Shorttrack der Saison mitunter gehörig die Positionen. Zudem wurde während 15 Cautions eine Menge Schrott produziert und für ca. ein Fünftel des Rennens unter gelber Flagge gefahren. Am Ende blieben die Gelbphasen aber aus, was gerade Hamlin nützte. Denn während er vorne einsam seine Runden abspulte, drehte hinter ihm jemand noch einmal richtig auf, mit dem man schon nicht mehr gerechnet hatte:

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Ferner liefen: Die Newshappen

Bevor es nun vermutlich doch nach Korea geht, wurden in der vergangenen Woche zwei weitere potentielle Grand Prix-Austragungsorte bekannt. Einerseits ist in Südafrika mal wieder eine Investorengruppe auf den Plan getreten, die gerne ein Rennen der Königsklasse ausrichten möchte. Diesmal liegt der geplante Kurs in der Nähe der Stadt Durban, und man sieht ersten Skizzen recht deutlich an, dass wohl kein besonders umfrangreiches Grundstück dafür zur Verfügung steht. Unterstützt werden die Planer von einer Finanzgruppe aus Abu Dhabi. Ob aus dem Projekt wirklich eine Strecke entsteht ist allerdings noch unklar – die Regierung der Provinz KwaZulu-Natal müsste für die Pläne nämlich Geld zuschießen, ist aber noch unentschieden, ob sie dies wirklich tun will. (Vorsicht)

Außerdem will die russische Tageszeitung Kommersant von Plänen über die Austragung eines russischen Grand Prix in der Stadt Sotchi erfahren haben (via Eurosport). Dem gemäß wäre als Starttermin das Jahr 2014 geplant, in dem in der Stadt im Kaukasusvorland auch die olympischen Winterspiele stattfinden werden. Angeblich soll Bernie Ecclestone einen unterschriftsreifen Vertrag vorgelegt haben – die russischen Behörden scheinen aber mit den finanziellen Bedingungen derzeit noch unzufrieden zu sein. (Vorsicht)

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NASCAR: Analyse Loundon I 2010

Am liebsten würde ich ja hier hin schreiben: öööööööööde. Das es meine Seite ist, mach ich es auch.

Es gibt Strecken in der NASCAR Saison, die sind wie Flugreisen. 99% völlig Langeweile, wenn was passiert kommt dann 1% totaler Terror hinzu. So was das gestern auch in Loundon. Bis Runde 280 plätscherte das Rennen in verschiedenen Zuständen so vor sich hin, danach wurde es dann dank zwei Gelbphasen wie immer noch mal interessant. Es muss so Rennen geben, nicht jedes Wochenende kann die NASCAR die Fetzen fliegen lassen. Hilfreich wäre es allerdings, wenn der übertragende Sender dann nicht auch noch zwischen totaler Werbeunterbrechungshysterie und unfähigen Kommentatoren hin und her schwenken würde.

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