Posts Tagged ‘Barcelona’

Formel Eins: Analyse Freies Training GP Spanien 2010

Posted 07 Mai 2010 — by DonDahlmann
Category F1

Wie üblich kann man am Freitag nur raten, wer morgen die Nase vorn haben wird. An die wundersame Auferstehung von Mercedes und Schumacher glaube ich indes nicht.

Alle Teams haben in Spanien Updates mit dabei, aber den radikalsten Umbau hat sich wohl Mercedes geleistet. Über die Verlängerung des Radstands ist ja schon viel geschrieben worden, dazu kam aber auch ein neuer Frontflügel und ein komplett neue Heckabdeckung. Das ist aber nur das, was man sehen konnte. Klar ist: Man versucht den Heckflügel besser anströmen zu können, damit man den mangelnden Abtrieb hinten in den Griff bekommt. Logischerweise bringt es da wenig, wenn man unter dem Auto etwas verändert. Der Wagen ist derartig flach geworden, dass man sogar oben etwas anbauen musste, damit man die FIA Richtlinien einhalten kann. Scheinbar hat es etwas gebracht.

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Formel Eins: Vorschau GP Spanien 2010

Posted 06 Mai 2010 — by DonDahlmann
Category F1

Nach drei Wochen Frühjahrsschlaf geht es in der Formel Eins mit dem Start der Europasaison endlich weiter. Fast alle Teams werden in Spanien große Updates mitbringen.

Der Grand Prix in Barcelona stand in den letzten Jahres vor allem für eins: gnadenlose Langeweile. Schon nach nur einer Runde zieht sich das Feld meist auseinander und man kann getrost bis zum Zieleinlauf weg dösen um sich dann zu beglückwünschen, dass man eh nichts verpasst hat. Das wird in diesem Jahr vermutlich auch nicht anders sein, es denn, es regnet weiter so wie in den letzten drei Tagen. Die Wettervorhersage ist allerdings noch unentschlossen. Samstag soll es regnen, Sonntag eher nicht. Wenn es trocken bleibt, wird man aber zumindest schauen können, wer in den letzten Wochen am besten am Wagen gearbeitet hat.

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Formel Eins: Analyse Wintertests 2010

Posted 03 Mrz 2010 — by DonDahlmann
Category F1

Seit Jahren testet die Formel Eins im Winter fleißig die neuen Autos und seit Jahren haben die Tests auch etwas von Kremlastrologie.

Denn in die Karten schauen lassen sich die meisten Teams nicht. Man darf nicht vergessen, dass die Tests nicht unter die FIA-Hoheit fallen und dementsprechend können die Teams machen was sie wollen. Es gibt keine Gewichtsbeschränkung, man kann also den Wagen auch etwas leichter machen, wenn man das möchte. Was einige Teams in der Vergangenheit schon mal gerne gemacht haben. Es bringt natürlich nichts, wenn man 50 Kilo aus dem Auto raus nimmt, aber manch klammes Team hat auf diesem schon den ein oder anderen Sponsor ran gezogen. In diesem Jahr scheint das nicht der Fall zu sein. Im Gegenteil – die Testzeiten waren viel zu langsam.

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Formel Eins: Testfahrten II / LMS: Audi R15 und Aston Martin

Posted 11 Mrz 2009 — by DonDahlmann
Category F1, LMS

Erstaunliches gibt es heute von den Zeiten aus Barcelona zu berichten. BrawnGP zeigt weiter extrem gute Zeiten, der Rest ist allerdings nicht weit weg.

bgp001-32Ich wiederhole mich da gern und oft, aber die Regel ist halt: Wenn ein Auto schnell ist, dann ist es halt schnell. Da kann man nichts Kaschieren, denn irgendwann muss man schon zeigten was geht. Was soll man auch so tun, als ob langsam unterwegs ist. Bei BrawnGP scheint es richtig gut zu laufen. Der BGP001 war von der ersten Runde an nicht nur schnell, sondern auch konstant immer wieder vorne. Heute knallte Button eine 1:19.127 min hin, die schnellste Zeit, die jemals ein F1 nach dem Umbau in Barcelona gefahren ist. Und als ob das nicht genug wäre, man konnte mit 124 Runden auch noch einen echten Longrun hinlegen. So sehr man natürlich immer noch im Hinterkopf behalten muss, dass BrawnGP nur auf eine Runde so schnell ist – das muss man auch erst mal schaffen.

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Formel Eins: Testfahrten Barcelona / Neuer Toro Rosso STR4

Posted 09 Mrz 2009 — by DonDahlmann
Category F1

Zum ersten und einzigen Mal in diesem Jahr, sind bei den Tests alle Teams anwesend. Auch wenn die Zeiten mit Vorsicht zu geniessen sind, gibt es doch eine erstaunliche Beobachtung.

tororosso_str4_2009_f1_car-2Und das sind die Zeiten aller Teams, besonders derjenigen, die heute schnell waren. Denn die Zeit von Nick Heidfeld mit 1:20.338 min ist schneller, als die von Felippe Massa in der zweiten Quali-Session im letzten Jahr (1:20.584 min). Mit anderen Worten: die Wagen sind jetzt schon schneller, als im letzten Jahr und es ist noch nicht mal klar, ob BMW mit leeren Tanks unterwegs war. Normal lassen gerade die sich ja immer etwas Luft nach oben. Zwei Dinge darf man aber nicht vergessen: es ist im März in Barcelona etwas kühler, was mehr Leistung für die Motoren bedeutet und man weiß nicht, ob Heidfeld KERS an Bord gehabt hat. Zieht man diese Variablen vorsichtig ab, ergibt sich ein Zeit, die rund sechs bis sieben Zehntel tiefer liegen sollte. Auf der anderen Seite ist BMW auch nicht das letzte Aeropaket gefahren.

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FIA GT / LMS: Termine 2009

Posted 19 Nov 2008 — by DonDahlmann
Category FIA GT, NASCAR

Nur kurz die Termine für die FIA GT und die LMS im nächsten Jahr zum notieren. Ich mache aber für 2009 gegen Ende des Jahres wieder eine komplette Übersicht mit allen Terminen der wichtigsten Serien. Ich würde es gerne jetzt schon machen, aber bekanntermaßen ändern sich die Termine der meisten Rennserien noch bis zum Januar gerne mal. Obwohl der Kalender 2009 nicht so schwer zusammen zu dengeln ist, da es weder Olympische Spiele noch irgendeine Fußball EM/WM gibt. Man kann also ohne Rücksicht planen. Interessant bei beiden Kalendern ist, dass eine neue Strecke auftaucht.
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BTCC, WTCC, DTM vom Wochenende

Posted 22 Sep 2008 — by DonDahlmann
Category BTCC, DTM, WTCC

Ein kurzer Blick noch auf die Rennen vom Wochenende. Viel umwerfendes gab es nicht zu sehen. Das DTM Rennen war nicht schlecht, hat mich aber auch nicht vom Hocker gerissen. Ein eher “normales” Rennen, oder große Zwischenfälle, sieht man davon ab, dass sich in der letzten Runde Ekstörm und Green ineinander verzahnt waren und sich gegenseitig über den Kurs schubsten. Fair war das jetzt nicht, aber ob die Strafen, die nach dem Rennen ausgesprochen wurden, nicht etwas zu hart waren, ist eine andere Frage. Dafür ist die Meisterschaft für die letzten zwei Rennen richtig spannend.

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F1 – Barcelona / NASCAR – Talladega / LMS – Monza / GP2 Barcelona

Posted 28 Apr 2008 — by DonDahlmann
Category Audi, F1, GP2, Mercedes, Motorsport, NASCAR, TV Programm, Toyota

Bevor es los geht, erst mal die letzten Updates aus dem Krankenlager:

1. Dario Franchittis Knöchelbruch könnte komplizierter sein, als gedacht. Er war zwar gestern an der Strecke in Talladega, muss aber heute wieder ins Krankenhaus. Sprach man am Samstag noch von rund drei Wochen, in denen der Schotte ausfallen wird, legt man sich jetzt nicht mehr so fest. Wenn es schlecht läuft, sitzt Franchitti erst wieder Mitte Juni im Auto. Kritik gab es in Richtung Johnny Sauter Larry Gunselman, der geschlagene acht Sekunden nach dem Unfall mit hoher Geschwindigkeit in Darios Wagen einschlug. Da wäre genug Zeit gewesen, den Wagen zu verlangsamen, da eh Gelb war. Seitens der NASCAR überlegt man wohl jetzt schon, ob man ein solches Verhalten in Zukunft nicht bestraft. Besser wärs.

2. Heikki Kovalainen geht es laut McLaren bestens, aber er muss eine weitere Nacht im Krankenhaus bleiben. (Muss er doch nicht, laut diverser Meldungen.) Er hat wohl einen ziemlichen Brummschädel, was angesichts der 26G die sein Nacken beim Aufprall aushalten musste, wohl nicht verwunderlich ist. Der Reifenstabel hat auch seinen Dienst erfüllt, denn er hat die Aufprallgeschwindigkeit massiv verringert. Eine Überlegung wäre es aber, an der schnellen Stelle auch Asphalt hinzulegen, denn Kovalainen war auf dem Kiesbett nur noch Passagier. Auf Asphalt hätte er den Wagen eventuell noch in einen Dreher zwingen können. Ob der Finne in der Türkei wird fahren können hängt aber vom FIA Check ab. Die Ursache des Unfalls ist allerdings weiterhin ein Rätsel. Klar ist, dass die Felge brach. Warum sie das tat, ist nicht bekannt.

3. Stephane Ortelli geht es nach seinem Monster-Abflug den Umständen entsprechend gut. Er hat einen gebrochenen Knöchel und viele Prellungen. Dazu wohl doch auch eine leichte Gehirnerschütterung, was angesichts der massiven Aufprallenergie bei seinen Überschlägen auch nicht weiter verwunderlich. Er wird wohl erst Mitte der Woche aus dem Krankenhaus entlassen werden. Bei der Rettung von Ortelli fiel mir auf, dass die Sache einigermaßen schnell ging. Eine Krankenschwester war sofort da, ebenso eine weitere medizinische Person. Der Krankenwagen tauchte ebenfalls relativ flott auf, auch wenn das Ding eher wie ein Lastwagen aussah. Bergung und Abtransport waren schnell und gut, ebenso die Informationspolitik. Was den schweren Unfall verursacht haben könnte, ist noch nicht bekannt. Wird auch schwer werden rauszufinden, denn der Wagen ist vollkommen zerstört.

Der Motorsport hat an diesem Wochenende dreimal sehr viel Glück gehabt.

F1 – GP Barcelona
Das Rennen war dann doch besser, als man es erwarten konnte. Was vor allem mit den vielen Ausfällen zu tun hatte, die aber eigentlich nur das Hinterfeld betraffen. Vorne war die Sache von Start an klar. Alonso hatte auf der schmutzigen Seite des Grids keine Chance, obwohl er sogar einen Tick besser loskam als Raikkönen. Aber sowohl der Finne als auch Massa beschleunigten den Spanier einfach aus, der dann auch noch etwas weiter innen anbremsen musste und zudem Hamilton im Genick hatte. Die Ferrari zeigten vor allem im ersten Stint, was sie drauf hatten. Raikkönen baute schnell eine bequeme Führung aus, die er aber nach der Safety Car Phase nicht mehr aufbauen konnte. Der Grund – Ferrari nahm das Gas raus. Nachdem Hamilton auf die harten Reifen wechselte, kam er auch nicht mehr auf Spitzenzeiten. Fuhr Raikkönen im ersten Stint um 1.21.9 min, nahm er später eine ganze Sekunde raus und hielt Massa und Hamilton nur noch auf Abstand. Hätte der Finne ernst gemacht, wäre er dem Feld enteilt. So richtig ist immer noch nicht klar, wie gut der Ferrari eigentlich ist. Man hat im Moment den Eindruck, dass die Italiener nicht das Letzte aus dem Wagen rausholen.

Ein gutes Rennen legte Lewis Hamilton hin. Nach der Kritik aus den letzten Rennen, zeigte er, was in dem McLaren steckt und das er auch ein beständiges Rennen hinlegen kann. Mehr geht bei den Briten im Moment offenbar nicht und das wird sich in den nächsten 14 Tagen wohl auch nicht ändern. Man hat einfach nicht den Speed der Ferrari und muss aufpassen, dass man von BMW nicht überholt wird. Denn hätte Kubica nach dem Start vor Hamilton gelegen, wäre der wohl kaum am Polen vorbeigekommen, denn die Rundenzeiten waren ziemlich identisch. Für McLaren ist es im Moment ein wenig verhext. Jeden Schritt, den man macht, beantwortet BMW und seit diesem Wochenende wohl auch Renault.

Die Franzosen haben den wohl größten Schritt gemacht. Und vermutlich hat das was mit dem leidigen Massedämpferproblem zu tun, mit dem Renault seit der Saison 2006 rumkämpft. Es geht wohl darum, dass man vor allem die Vorderachse ruhig bekommt, um besser und vor allem ruhiger einlenken zu können. Ferrari versucht die Vorderachse offenbar erfolgreich mit dem Loch in der Schnauze zu stabilisieren, BMW und Honda haben das bekannte Flügelwerk. Es geht aber auch wohl mit der Variante, dass man die Flügel abdämpft. Beweglich dürfen diese ja nicht sein, aber keiner hat was davon gesagt, dass man die Aufhängungspunkte nicht mit kleinen Dämpfer versehen darf. Diese Dinger heißen “J-Damper” und werden von McLaren eingesetzt. Kleine Sache, große Wirkung.

Neben Renault hat mich auch mal wieder Honda beeindruckt. Platz sechs ist eine saubere Leistung, die man zwar mit Hilfe der Ausfälle von Alonso, Kovalainen, Rosberg und Piquet bewerkstelligt hat, aber immerhin war man zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Die Japaner sind kurz davor, den Sprung ins Mittelfeld zu schaffen. Wem man eindeutig die Leviten lesen sollte: Adrian Sutil. Da wo er der Deutsche in der ersten Runde überholen wollte, gab es nicht mal eine Lücke. Sutil steht unter Druck, keine Frage. Das Team konzentriert sich zunehmend auf Fisichella, der zudem auch noch keine Fehler macht und sich PR-trächtige Kämpfe mit Heidfeld und den Red Bull geliefert hat. Ich war noch nie ein Fan von Sutil, und nach der gestrigen Aktion werde ich wohl so schnell auch keiner mehr werden. Und sein Team wohl auch nicht. Ich bin weiterhin der Meinung, dass man mit Robert Dornboos besser dran wäre.

Wie man es besser macht, zeigte Nakajima im Williams. Von Platz 12 gestartet gelang ihm ein sauberes Rennen, in dem er sogar den auf Platz acht gestarteten Trulli hinter sich lassen konnte. Er fuhr unspektakulär aber konstant schnell und holte aus dem Williams das raus, was möglich war. Auch er profitierte von den Ausfällen, aber am Ende gewinnt halt auch der, der sein Material schont.

In 14 Tagen gehts auf die wunderschöne Strecke von Istambul, die zwar auch nicht gerade vor Überholmöglichkeiten strotzt, aber immerhin schön anzusehen ist.

NASCAR – Talladega
Das Talladega immer für ein spektakuläres Rennen gut ist, weiß man. Aber gestern legte der Sprint Cup das wohl beste Rennen der laufenden Saison hin. Genauso will man ein NASCAR Rennen haben. Eng, sauber extrem spannend und man weiß bis zur letzten Runde nicht, wer am Ende vorne stehen wird. Es hätte wirklich jede gewinnen können, auch wenn es lange so aussah, dass Tony Stewart und Dale Earnhardt jr. das Rennen unter sich ausmachen würden. Die beiden gelten als die besten Bump Drafter in der Szene und sie stellten dies auch bis zum Schluss unter Beweis. Die Probleme für beide kamen dann aber am Ende. Stewart hatte einen Reifenschaden, der ihn ans Ende des Feldes zurück warf, Junior hatte sich in den letzten Runden einmal beim Drafting verzockt, als er auf die äußere Linie ging, und dort von allen alleine gelassen wurde. Keiner hatte Lust Junior anzuschieben, da man wusste, dass sein Wagen gestern unschlagbar erschien. Da ließ man ihn auf Platz 20 zurückfallen, wo er dann in den Unfall mit Stewart und Labonte verwickelt war. Danach war sein Rennen leider gelaufen.

Deutlich besser war Montoya unterwegs. Die Dodge sind irgendwie komisch. Auf den 1.5 Ovalen sind sie lahm, aber sobald die Luftmengenbegrenzer drauf geschraubt werden, gehen sie ab wie sonst was. Kurt Busch, Kasey Kahne, Stremme und Montoya waren abwechselnd immer vorne zu finden, und vor allem Montoya hatte in der letzten Runde die beste Position für einen möglichen Sieg, als er in einer sensationellen Aktion Jeff Gordon vom zweiten Platz verdrängte. Alles sprach für ihn, doch dann brach im hinteren Mittelfeld die Hölle los und Augangs Turn Zwei gab es in der letzten Runde den “big one”. Da die NASCAR für den Fall kein “Green/White/Checkered” mehr vorsieht, war Kyle Busch der Sieger. Ob er Montoya hätte halten können?

Das Rennen zeigte auch, dass man mit dem CoT ganz wunderbar überholen kann. Man muss nur tricksen. Junior probierte es während des Rennens gleich mehrfach kurz vor der Ziellinie an Stewart vorbei zu gehen. Das machte er, in dem er aus dem Windschatten rausging und sich kurz in Richtung rechten Kotflügel von Stewart fallen. Dort kann sich offenbar noch einmal ansaugen lassen, gleichzeitig nimmt man dem Gegner etwas Anpressdruck. Junior schoss jedesmal an Stewart vorbei. Was ähnliches machte auch Montoya mit Jeff Gordon in der vorletzten Runde und vermutlich hatte selbiges mit Kyle Busch auf der Zielgeraden vor. Schade, dass er das nicht mehr machen konnte, ich hätte das Finish gerne gesehen.

Große Enttäuschungen gab es während des Rennens nicht. RCR kämpft weiter mit einer gewissen Schwäche, die Toyota sind nur bei Gibbs richtig gut und Hendrick Motorsport würde in einem massiven Loch hängen, wenn sie nicht Junior hätten. Es ist nicht mir schleierhaft, warum Johnson und Gordon dieses Jahr soviele Probleme haben, während Junior mit seinem neuen Team so erfolgreich ist. Ich bin mir sicher, dass die beiden noch ein Mini-Comeback werden feiern können und es tut der Serie auch gut, wenn die Seriensieger der letzten beiden Jahre mal nicht so gut unterwegs sind.

Neben dem guten Rennen gab es auch jede Menge Gerüchte. Es dreht sich, wie schon mal erwähnt, um Tony Stewart, der eine Bewegung in die Szene bringt. Mittlerweile gibt es drei Gerüchte, die sich hartnäckig halten:
1. Stewart geht zu Haas/CNC um dort Teambesitzer zu werden
2. Stewart geht zu RCR, um wieder bei Chevy andocken zu können
3. Stewart bleibt bei Gibbs, bekommt aber, ähnlich wie Gordon bei Hendrick, sein eigenes Team

Es wird viel über die engen Geschäftsbeziehungen zwischen Stewart und Chevy geredet, der zu dem gerade in den USA in einem Werbespot zu sehen ist, wo er staunend vor einer Corvette steht. Mit Toyota verbindet ihn wohl nicht sehr viel. Auf der anderen Seite wird Stewart nicht so blöd sein, zu einem Mittelfeld Team zu gehen, um dort erst einmal hinterher zu fahren. Ähnlich die Fernando Alonso motiviert sich Stewart über Siege, nicht über Top 20 Platzierungen. Ich halte die Variante mit RCR durchaus für möglich. Noch gar nicht besprochen wurde die Möglichkeit, dass sich Hendrick Stewart schnappt und den etwas glücklos agierenden Casey Mears ersetzt. Stewart und Junior sind dicke Freunde, womit Hendrick ein Gegengewicht zu der Achse Gordon/Johnson hätte.
Die Frage ist auch, wer Stewarts Platz einnehmen könnte, wenn dieser Gibbs verlässt. Die beiden heissesten Kandidaten sind im Moment: Carl Edwards und Juan Pablo Montoya. Edwards gilt als Ford/Roush-Mann, will aber auch in einem Wagen sitzen, mit dem er gewinnen kann. Bei Montoya wäre ein Wechsel wohl theoretisch möglich, aber kaum wahrscheinlich. Er ist im Moment das Zugpferd von Ganassi und zudem eng mit dem Teambesitzer befreundet.

Stewart hat zumindest das Tor für wochenlange Spekulationen weit aufgestossen.

LMS – Monza
Monza gehört zu meinen Lieblingsstrecken, zeigte aber leider gestern auch zweimal, warum sie so gefährlich ist. Erst flog Dindo Capello ab, weil er auf der Geraden zur Parabolica abgeschossen wurde. Sein Wagen stieg auf und schlug in die Leitplanken ein. Erstaunlicherweise gelang es ihm, den zerfledderten Audi zur Box zu schleppen, wo man ihn trotz abgerissener Aufhängung in knapp acht Runden in Stand setzen konnte. Den zweiten Unfall von Ortelli hab ich schon zur genüge besprochen. Auffällig ist allerdings, dass beide Wagen bei schon geringer Unterluft abhoben. Die Aerodynamik der LMP1 ist so sensibel geworden, dass die Dinger sofort in die Luft gehen, wenn mal was passiert. Wie soll das in Le Mans sein, wenn man über die Kuppen geht? Sehen wir wieder fliegende Wagen, wie damals, als die Mercedes durch die Gegend segelten und Peter Dumbreck nur mit viel Glück einen schweren Unfall kaum verletzt überstand? Der ACO, die für das Regelement verantwortlich sind, müssen dringend etwas unternehmen. Eine Variante wären vielleicht die Flaps, die die NASCAR auf den Autos hat, und die die Wagen einigermaßen auf den Boden halten. Die sind aber nur anwendbar, wenn die LMP1 mit Dach unterwegs sind, bei den offenen Prototypen machen sie keinen Sinn. Die Gefahr, dass bei so einem Unfall ein Wagen aber auch mal über die Streckenbegrenzung segelt, ist auf jeden Fall gegeben. Da muss wirklich was passieren.

Das Rennen war, wie soll es bei einem 1000KM Rennen auch anders sein, ein etwas zäher Brocken. Die Peugeot sind den Audi in Sachen Speed deutlich überlegen. Der R10, vom Konzept her ja auch schon nicht mehr taufrisch, zeigt seine Defizite vor allem in der Gewichtsverteilung. Der TDI ist zu schwer, damit liegt zuviel Gewicht auf der Hinterachse, was das Einlenken in die schnellen Kurven verschlechtert. Gleichzeitig scheint mir der Peugeot Motor auch einen Tick kräftiger zu sein, denn die Audi kommen auch auf den Geraden nicht hinterher. Zudem scheint der Fahrplan der Franzosen zu stimmen. Dass ein Wagen im Rennen Probleme hatte war durchaus einkalkuliert, denn Peugeot setzt teilweise Bauteile ein, die schon seit Sebring im Auto stecken. Man will halt sehen, wie lang die Sachen halten und was dann kaputt geht.

Dass das Rennen in Monza am Ende spannender war, als gedacht, lag an den vielen Safety Car Phasen, die den R10 immer wieder erlaubten, an den Peugeot ranzukommen. Die setzten sich am Ende zwar mit einer etwas fragwürdigen und sehr ruppigen Aktion gegenüber den R10 von Rockenfeller durch, aber im Grunde haben sie verdient gewonnen. Bei Audi werden knapp sechs Wochen vor den 24 Stunden von Le Mans die Alarmglocken klingeln. In Le Mans gibt es zwar auch hier und da Safety Car Phasen, aber die seit wegen der Länge der Strecke nicht so häufig, wie auf anderen Strecken. Und bei dem Speed die die Peugeots haben, ist in Le Mans eine Runde schnell verloren.

Glückwunsch an die Freunde vom Horag Team, die in der LMP2 einen dritten Platz einfahren konnten.

GP2 – Barcelona
Nur kurz – beide Rennen waren durchaus sehenswert, wenn auch auf Grund der Strecke für ein GP2 Rennen eher ruhig. Bruno Senna machte das Beste aus seinen eher mauen Startplätzen und übernahm die Führung in der Meisterschaft. Der eigentliche Meisterschaftsfavorit, Romain Grosjan, hatte ein schlechtes Wochenende, weil er im Training gepatzt hatte und er sich im zweiten Rennen, dass er locker hätte gewinnen können, ein zu hartes Manöver gegen Kobayashi erlaubte, das die Rennleitung mit einer Durchfahrtsstrafe belegte. Ich bin mir aber sicher, dass Grosjan weiter der Mann ist, den es zu schlagen gilt.

Und sonst?
Die beiden anderen Rahmenrennen der F1 waren auch eher mau. Die neue Formel BWM Meisterschaft (die deutsche und britische Meisterschaft wurden zusammen gelegt) war nett, aber mehr auch nicht. Selbiges galt für den Porsche Cup.

28.04.2008

Aufz. 16:00 Uhr Porsche Supercup Spanien Premiere
Aufz. 17:55 Uhr Belcar Zolder MotorsTV
Aufz. 18:20 Uhr FIA GT3 Silverstone MotorsTV
Aufz. 18:45 Uhr FIA GT4 Silverstone MotorsTV
Aufz. 19:10 Uhr LMS Monza MotorsTV
Aufz. 19:15 Uhr NASCAR SC Talladega Premiere
Aufz. 20:15 Uhr Formel Eins Spanien Premiere
Aufz. 22:15 Uhr IRL Kansas Premiere
Aufz. 23:35 Uhr British GT Kockhill MotorsTV

29.04.2008

Aufz. 11:55 Uhr GP2 Spanien Premiere
Aufz. 13:05 Uhr British GT Kockhill MotorsTV
Aufz. 13:55 Uhr Porsche Supercup Spanien Premiere
Aufz. 14:00 Uhr ALMS Long Beach MotorsTV
Aufz. 15:20 Uhr LMS Monza MotorsTV
Aufz. 18:00 Uhr Formel Eins Spanien Premiere
Aufz. 20:00 Uhr IRL Kansas Premiere
Aufz. 22:45 Uhr LMS Monza MotorsTV

F1 Quali Spanien

Posted 26 Apr 2008 — by DonDahlmann
Category Motorsport

Das war dann schon eine faustdicke Überraschung, die Renault heute in der Quali geboten hat. Ich hatte in der Bilanz der ersten drei Rennen zwar schon mal angedeutet, das man die Franzosen nie unterschätzen sollte, aber das sie so schnell wieder vorne dabei sind, war nicht direkt zu erwarten. Das zweite Platz von Alonso ist sicher mit einem leichteren Auto zustande gekommen, aber das Piquet jr. ebenfalls den Sprung in die Top 10 geschafft hat und auch während des gesamten Wochenendes immer in der Nähe seines Teamkollegen war, spricht dafür, dass man bei Renault einen Teil der Probleme im Griff hat. Der Abstand in Q3 betrug zwischen Piquet und Alonso gerade mal sieben Zehntel. Wenn Alonso leicht und Piquet schwer ist, dann dürfte Renault zumindest auf Augenhöhe mit McLaren und BMW sein. Etwas deutlicher wird das Bild, wenn man sich die Zeiten aus dem 2. Freien Training anschaut, wo man wohl im Renntrimm unterwegs war. Da lagen beide Renault nur knapp hinter Raikkönen. Die Zeit von Alonso ist also nicht nur deswegen zustande gekommen, weil der mit Luft im Tank unterwegs war. Das Erstarken von Renault könnte dem Rennen morgen auch die nötige Würze geben.

Etwas enttäuscht ist man wohl bei McLaren. Hamilton und Kovalainen fuhren sich die Seele aus dem Leib, aber mehr als Platz fünf und sechs waren einfach nicht drin. Die rund drei bis vier Zehntel Rückstand auf Ferrari halten sich seit dem Winter konstant und es gelingt den Briten nicht aufzuholen. Das ist dann schon etwas alarmierend, zumal mit der Strecke in der Türkei ein Kurs folgt, der ebenfalls mit vielen schnellen Kurven gesegnet ist. Dazu kommt, dass BMW mittlerweile offenbar schneller unterwegs ist. Das gilt zumindest für Kubica. Heidfeld ist weiter etwas von der Rolle und die Gründe dafür sind mir schleierhaft. Es mag daran liegen, dass Kubica mit den neuen Bridgestone Reifen besser klar kommt, oder der Wagen mehr seinem Fahrstil entspricht. Der Abstand in den letzten Qualis war jedoch schon fast eklatant, auch wenn BMW Heidfeld heute mit viel Sprit im Tank auf die Reise schickt.

Ebenfalls enttäuschend: Williams. Hier liegt es, laut Rosberg, ebenfalls an der härteren Mischung die Bridgestone mitgebracht hat. Man hat in Spanien ähnliche Probleme wie in Malaysia, wo man die Reifen nicht richtig auf Temperatur bringen kann. Da müssen die Briten schnell was ändern, aber meist hat das, so hat man mir das mal erklärt, mit einer grundsätzlichen Geometrie der Hinterachse zu tun, die man nicht einfach mal so ändern kann, weil man dafür fast den gesamten Wagen umbauen muss, bzw. ein B-Modell braucht.

Der Rest ist dann in der üblichen Reihenfolge. Red Bull gefällt mir weiter überhaupt nicht, vor allem Coulthard, der es zum zweiten Mal in diesem Jahr nicht in Q2 geschafft hat. Honda kam zwar auch nicht in Q3, aber man steigert sich konsequent und ist nicht mehr so weit von Toyota entfernt.

Das Alonso zumindest in den ersten 10 Runden morgen vorne mitmischen will, gibt dem Rennen etwas Würze, nach dem sich die Aussicht auf Regen komplett zerschlagen hat.