Tag Archives | Andretti Autosport

IRL: Vorschau Honda Indy 200 Mid-Ohio

Nach dem Eklat von Edmonton geht die IRL in Mid Ohio in die nächste Runde. Der Kurs hat in den vergangenen Jahren nicht wirklich für Spannung gesorgt, diesmal gibt es zumnidest ein paar positive Vorzeichen.

Nicht ganz umsonst heißt die Strecke, auf der die Indycars am Wochenende Station machen “Mid Ohio Sports Car Course“. Die Bahn ist zwar technisch herausfordernd, interessant zu fahren, und macht auch Spaß beim Zusehen. Aber für Rennaction mit Single-Seatern ist sie einfach nicht geschaffen. Die Überholmöglichkeiten sind rar – und das konnte man den meisten Rennen dort auch anmerken. Das ist auch in diesem Jahr zu befürchten. Allerdings gibt es auch einige Faktoren, die diesmal etwas mehr Spannung versprechen könnten. Denn zumindest die Anzahl derer, die für Action sorgen könnten, ist so groß, wie außerhalb des Indy 500 schon lange nicht mehr. 27 Fahrer werden am Wochenende an den Start gehen, darunter auch zwei neue Gesichter. Nur einer der beiden Piloten dürfte allerdings auch das Zeug zum Erfolg haben. Weiter Gas geben →

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Indycar: Edmonton und der regelkonforme Skandal

Die IRL hatte richtig Glück, dass am Wochenende schon die Ferrari-Teamorder aus Hockenheim die Skandalspalten einnahm. Denn sonst wäre man selbst dort gelandet. Und das, obwohl man eigentlich alles richtig gemacht hat.

Dabei hätte alles so gut ausgehen können: Nach einer eher drögen ersten Rennhälfte schaukelte sich das Rennen in Folge einiger Gelbphasen am Ende zu einer richtig spannenden Angelegenheit auf: Schöne Zweikämpfe, ein paar sogar an der Spitze und “local hero” Paul Tracy direkt hinter den Ganassi und Penske-Autos als “best of the rest” auf Rang 6. Als die letzte Caution ein paar Runden vor Schluss zu Ende geht, greift Power Castroneves an. Der fährt innen und verteidigt in einem sehenswerten aber fairen Manöver seine Position – und Power wird von Dixon überholt. Und dann die verblüffende Meldung: Durchfahrtsstrafe wegen Blockierens für Castroneves. Die tritt er zwar nicht an, und fährt als erster durchs Ziel – zum Sieger wird aber Dixon erklärt. Es folgen wütende Proteste von Castroneves und Buhrufe der Zuseher. Mittlerweile hat die IRL ein Video veröffentlicht (nach dem Jump), das die Entscheidung erklärt. Sie war wohl regelkonform. Was nicht heißt, dass man die Sache darauf beruhen lassen sollte.

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Indycar: Der “GP at the Glen” und die Saisonhalbzeit

Ein großer Knaller war es nicht gerade, was die IRL am Sonntagabend in Watkins Glen präsentiert hat. Insgesamt kann die Serie zur Saisonhalbzeit aber ganz zufrieden sein – wenn es auch ein paar Schönheitsfehler gibt.

Der Kurs von Watkins Glen bevorzuge Underdogs, habe ich vergangene Woche hier geschrieben. Daher solle man am Renntag ganz besonders auf Paul Tracy, Justin Wilson und Takuma Sato achten. Nunja. Am Ende stand doch wieder Meisterschaftsleader Will Power in der Victory Lane, gefolgt von einem weiteren Penske und einem Ganassi. Bester aus dem Geheimtipp-Trio: Justin Wilson auf Rang 10. Auch in einer anderen Sache könnte ich daneben gelegen sein: Das Rennen am vergangenen Sonntag war vielleicht doch nicht der letzte IRL-Lauf auf dem Kurs in Upstate New York. Zumindest haben sich Veranstalter Michael Printup und Indycar-CEO Randy Bernard am Wochenende recht positiv zur Veranstaltung geäußert. Und das ist auch gut so. Denn auch, wenn “The Glen” nicht die spannendsten Rennen produziert – es gibt dort etwas, was die IRL abseits des Indy 500 dringend braucht: einen Hauch von Tradition.
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IRL Vorschau: Grand Prix at The Glen

Nach den ersten vier Ovalrennen kehrt die Indycar Series über den Sommer wieder auf die Road Courses zurück. Los geht es am kommenden Sonntag mit dem Lauf am historischen Boden von Watkins Glen.

Fans der alterhwürdigen Strecke in Upstate New York sollten am Sonntag unbedingt zusehen – es könnte nämlich gut sein, dass es sich um das vorläufig letzte Rennen der Indycar Series in Watkings Glen handelt. Ob die Serie ab kommender Saison wieder dort Halt macht ist derzeit zwar noch unklar – man hört aber immer wieder davon, dass der Lauf wohl ziemlich gefährdet sei. Das wird vor allem die Underdogs in der IRL nicht freuen. Denn kleinere Teams waren in der vergangenen paar Jahren dort oft erfolgreich. 2008 konnte hier Ryan Hunter-Reay im Rahal-Letterman Wagen gewinnen, im vergangenen Jahr schenkte Justin Wilson dem Team von Dale Coyne den allerersten Sieg im Rahmen einer größeren Meisterschaft. Man darf gespannt sein, ob sich die Serie auch in diesem Jahr fortsetzt.
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Iowa Corn Indy 250: Der “Todesstern” ist geschlagen

Endlich mal wieder jemand anderer: Zum ersten Mal seit Nachville 2008 hat beim einem Ovalrennen ein Auto gewonnen, das nicht aus den Teams von Penske oder Ganassi kommt. Und auch sonst war der Lauf mehr als sehenswert.

Was will man eigentlich mehr? Spannende Duelle das ganze Rennen hindurch, vorne ein paar Fahrer, die dort nicht immer anzutreffen sind und endlich mal kein Rennfinish im Spritspar-Modus. Der Lauf in Iowa bot endlich wieder mal das, was viele Indycar-Puristen ganz besonders schätzen: Eineinhalb Stunden lang enge Duelle zwischen den besten Fahrern. Und – bei aller Begeisterung für Texas – endlich mal so, dass auch das fahrerische Talent wieder etwas mehr zählt. In Iowa hat die IRL bewiesen, dass sie auch dann auf Ovalen für Thrill sorgen kann, wenn man nicht in jeder Runde befürchten muss, dass jemand im Fangzaun landet. Und mit Tony Kanaan hat endlich mal wieder ein richtiger Sympathieträger gewonnen.
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Indy 500: Knapp an der Katastrophe vorbei

Ein dominanter Dario Franchitti hätte dem Rennen fast die Spannung genommen – die starken Andretti-Autos und der Benzinpoker sorgten dann doch nochmal für Unterhaltung. Und Mike Conways Crash zeigte deutlich, wie gefährlich Open-Wheel Ovalrennen immer noch sind.

Am Ende wurde es doch nochmal knapp: Nachdem Dario Franchitti den Großteil des Rennens nach Belieben dominierte, hätte ihm der Spritpoker am Ende fast noch den Sieg gekostet. Das sorgte immerhin für ein wenig Spannung in einem sonst eher taktisch geprägten Ovalrennen. Immerhin:  Auf den Plätzen hinter dem Schotten tummelten sich Fahrer, mit denen man nicht wirklich rechnen durfte. Vor allem Andretti Autosport überraschte mit einer starken Performance. Wenig Grund zur Zufriedenheit hat dagegen Roger Penske: Fehler von Team und Fahrern kosteten allen drei Wagen eine Spitzenplatzierung. Dass man sich bei aller Spannung vielleicht etwas überlegen sollte, um den Spritpoker auf Ovalen einzudämmen zeigte dann der Crash von Mike Conway. Der Brite hatte noch viel Glück im Unglück. Ein etwas anderer Einschlagswinkel hätte für die große Katastrophe gesorgt.
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Indy 500 Qualifikation: Die Analyse

Das Qualifying für das Saisonhighlight der IRL ist gelaufen, das Zusehen hat sich gelohnt. Denn während der Pole Day noch einigermaßen unspektakulär verlief, gab es zum Ende des Bump Day dann doch noch jede Menge Spannung.

Tony Kanaan muss am Bump Day um seinen Startplatz bangen. Paul Tracy scheitert an der Qualifikation. Sebastian Saavedra zerstört erst sein Auto – und ist am Ende doch beim Rennen dabei. Und Danica Patrick wird von der Tribüne ausgebuht. Die IRL wollte das Qualifying entstauben und wieder spannender machen – die Bemühungen wurden belohnt, vor allem die letzte Stunde des Bump Day wird man wohl so schnell nicht wieder vergessen. Der Pole Day war im Vergleich etwas weniger spektakulär. Aber auch vorne sind ein paar Autos aufgetaucht, die man nicht unbedingt dort erwartet hätte.
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IRL: Vorschau Kansas

Nach vier Rund- und Straßenkursen in Folge beginnt bei der IRL langsam die Vorbereitung für das Indy 500. Am Wochenende steigt in Kansas das erste Ovalrennen der Saison.

Mitten im Herzen der USA besucht die Indycar Series bereits ihre fünfte Station in diesem Jahr. Spannend wird es Samstagnachmittag (!) in Kansas beim ersten Ovalrennen der Saison allemal – denn schon hier werden die ersten Karten für das Indy 500 auf den Tisch gelegt: Schon am Samstag wird man abschätzen können, ob sich auf den Ovalen die Dominanz von Penske und Ganassi aus dem vergangenen Jahr fortsetzt, oder ob andere Teams es geschafft haben, über den Winter zur Spitze aufzuschließen. Für zusätzliche Würze sorgt eine ab sofort gültige Regeländerung der IRL: Bereits in diesem Jahr werden nämlich zwei zusätzliche Meistertitel verliehen.
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IRL: Analyse Long Beach

Spannend war das, was die IRL am Wochenende in Long Beach geboten hat ja nicht gerade. Am Ende durfte sich die Serie aber trotzdem über einen Erfolg freuen.

Ein Viertel der Saison ist bei den Indycars jetzt schon wieder vorbei, und bisher fällt die Bilanz für die strauchelnde Rennserie eher gemischt aus: Schwere Organisationsprobleme aber ein tolles Rennen in Brasilien; Regenverschiebung in St. Petersburg – aber dann wiederum ein Rennen mit schönen Duellen und vielen Überholmanövern. Am Barber Motorsports Park in Alabama gab’s dann das andere Extrem: Tolle Organisation und viele Fans vor Ort – aber das Rennen war ziemlich dröge. Und so ähnlich war es am vergangenen Wochenende dann auch beim Klassiker von Long Beach. Dass die Indycar am Ende mit dem Rennen trotzdem zufrieden sein konnte, lag vor allem daran, dass mit Ryan Hunter-Reay endlich mal “der richtige” gewonnen hat.
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