Chicagoland Speedway (1,5 Meilen, Intermediate, Trioval) in Joliet, Illinois

Die Strecke in Joliet, Illinois im Südwesten von Chicago ist eine der für die NASCAR so typischen „cookie cutter tracks“, also ein 1,5-Meilen-Oval mit dem gewohnten D-förmigen Layout. Eine Besonderheit weist die Rennstrecke allerdings auf, denn im Grunde genommen ist der Chicagoland Speedway eine einzige große Kurve, da die Gegengerade wie das „trioval“ der Zielgeraden ebenfalls gebogen ist. Das Banking in den Kurven ist mit 18° nicht gerade steil und belegt einen Platz hinter den schnelleren Strecken von Atlanta, Texas und dem Lowe’s Motor Speedway. Die Start-Ziel-Gerade kann immerhin 11° bieten, während die „Gegenkurve“ noch 5° aufweist.

Der Komplex wurde zwischen 1999 und 2001 für 130 Millionen US-Dollar aus dem Boden gestampft und ist dementsprechend noch vergleichsweise jung. Die Anlage, welche 75.000 Zuschauern Platz bietet, wird von der NASCAR-eigenen International Speedway Corporation geleitet und außer der NASCAR fahren hier seit 2001 auch die IndyCars. Das 400-Meilen-Rennen des Sprint Cups wird bereits ebenso lang ausgetragen, was das Oval zu einem der jüngeren im NASCAR-Kalender macht. Zur Zeit wird in Chicago nur ein Rennen pro Saison gefahren. Zwischen 2007 und 2008 wurde am Speedway eine Flutlichtanlage installiert, die für uns europäische Fans wieder einmal NASCAR-Racing zur Schlafenszeit bedeutet. Das erste Nachtrennen konnte Kyle Busch gewinnen und das Nationwide-Rennen nahm er auch gleich mit. Kevin Harvick gelang in Joliet das Kunststück, dort die ersten beiden Cup-Rennen überhaupt zu gewinnen.

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