Atlanta Motor Speedway (1,54 Meilen, Intermediate, Quadoval) in Hampton, Georgia

1960 wurde die Strecke in Hampton, Georgia eröffnet und liegt 30km südlich der Hauptstadt Atlanta. Die Baukosten beliefen sich damals auf 1,8 Mio. US-$, durch die Inflation ist eine solche Summe heutzutage ein Schnäppchen. Zu Beginn war die Strecke exakt 1,5 Meilen lang und glich mehr einem D-shaped-Oval, was sich dann 1997 änderte. Speedway Motorsports Inc nahm größere Umbauarbeiten vor, um Atlanta an ihre Strecken in Charlotte und Texas anzupassen. Seitdem ist das Oval 1,54 Meilen lang, besitzt mit 24° exakt das gleiche Banking wie die Schwesterstrecken und verfügt nun ebenfalls über die charakteristischen Linksknicks auf der Start-Ziel-Geraden. Gemeinsam mit Texas und Charlotte ist Atlanta auch eine der schnellsten Nicht-restrictor-plate-Strecken, was der Rundendurchschnitt im Qualifying beweist: Mark Martin holte im März [2009] die Pole mit einem Speed von 187.044mph, was im Schnitt 299,270km/h bedeutet. Die Einfahrtsgeschwindigkeit in die beiden Kurven liegt bei über 200mph!

Die 2009er Ausgabe war übrigens auch das erste geplante Nachtrennen in Atlanta, nachdem 1998 schon ein Rennen auf den Abend verlegt wurde, allerdings hatte man damals wegen anhaltenden Regens keine andere Wahl. Das Qualifying findet bereits seit 2003 unter Flutlicht statt. Bis 2008 war das zweite der beiden Saisonrennen noch ein Teil des „Chase for the Sprint Cup“, was sich im folgenden Jahr durch eine Umstrukturierung seitens NASCAR geändert hat: Talladega erhielt den Spot von Atlanta und das Talladega-Datum fiel wiederum an Fontana, was uns tatsächlich für zwei Jahre ein Chase-Rennen auf dem Autoclub Speedway bescherte… was für ein Spaß! Im Zuge eines weiteren “realignments” verlor der Atlanta Motor Speedway dann sein Frühjahrsrennen an den Kentucky Speedway, der damit 2011 nach langen Streitigkeiten sein erstes Datum im Cup erhielt. Das alles führt dazu, dass nun nur noch ein Atlanta-Rennen stattfindet, und zwar exklusiv am Labor-Day-Wochenende (erster Montag im September). Da die Amis am Montag einen Tag frei haben bedeutet dass für die europäischen Fans also letztlich ein sehr ungewöhnliches Nachtrennen von Sonntag auf Montag.

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