Home Motorsport FIA WTCC: Vorschau Autódromo Termas de Río Hondo 2014 – Das Rennen in der Sommerpause

FIA WTCC: Vorschau Autódromo Termas de Río Hondo 2014 – Das Rennen in der Sommerpause

von Max Albrecht
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Nach etwas mehr als einem Monat Sommerpause fährt die FIA WTCC wieder. Allerdings wird man nach dem Rennen schon wieder zwei Monate pausieren.
WTCC-Spa-Analyse-2014 Eigentlich sollte das Rennen in Argentinien der Auftakt zur Amerikareise sein, jedoch hat man Sonoma gestrichen und dafür den Goldenport Park Circuit in den Kalender aufgenommen. Die Entscheidung fiel aus logistischen Gründen, da es keine passende Transportmöglichkeit von San Francisco nach Shanghai zum nächsten Saisonrennen der FIA WTCC gab. Bei den Herstellern ist man nicht unglücklich darüber, da man in Sonoma eh nie viele Zuschauer hatte und der chinesische Markt als wichtiger angesehen wird. Mit 2,4 Kilometern ist der Goldenport Park Circuit die kürzeste Strecke der Saison und man wird 26 Runden fahren. Doch mehr zu diesem Rennen dann Anfang Oktober.

Der absolute Topfavorit am Wochenende ist Jose Maria Lopez, der auch schon letztes Jahr in Rio Hondo bei seinem einzigen WTCC-Auftritt gewonnen hat. Jose Maria Lopez hatte 2013 einen Einsatz beim Wiechers-Team in Argentinien bekommen und dann sein zweites WTCC-Rennen dominiert. Wenn man die Konkurrenzfähigkeit des damaligen BMW und des heutigen Citroens vergleicht, müsste Lopez eigentlich das komplette Wochenende dominieren. Auch hat er schon 39 Punkte Vorsprung vor Yvan Muller und könnte mit zwei Siegen für eine Vorentscheidung in der Weltmeisterschaft sorgen.

Das könnte jedoch Ansporn für Yvan Muller sein, da er sich sicherlich nicht einem Rookie geschlagen geben will. Nochmal 26 Punkte hinter Muller liegt Sebastian Loeb, den ich schon außerhalb des Meisterschaftskampfes sehe. In Argentinien wird am Ende wahrscheinlich wieder Lopez siegen.

Auch bei der Konkurrenz von Honda hat man es über die Sommerpause geschafft, sich ein Testteam aufzubauen, welches letzte Woche vier Tage in Valencia getestet hat. Dabei soll man wohl kleine Verbesserung am Motor gefunden haben und insgesamt ist man jetzt konkurrenzfähiger. Ich glaube jedoch nicht, dass man schon auf der Höhe von Citroen ist, jedoch könnte man im zweiten Rennen durch einen guten Startplatz Siegchancen haben.

Auch im Honda-Werksteam gibt es langsam einen Kampf zwischen Tiago Monteiro und Gabriele Tarquini in der Gesamtwertung. Tiago Monteiro liegt noch 20 Punkte vorne, aber ich sehe momentan Gabriele Tarquini als erfolgsversprechenderen Fahrer.

Bei den RML-Teams geht man wohl eher etwas verstimmt ins Wochenende, nachdem man nach den letzten beiden Läufen 20kg extra bekommen hat. Aus meiner Sicht ist das nicht gerechtfertigt, aber die FIA wird sich schon was dabei gedacht haben.

Bei LADA hat man wahrscheinlich schon die Saison abgehakt und baut bereits am Nachfolger des Granata. Der wird LADA Vesta heißen und auf einem neuen Serienmodell basieren. Ich hoffe, dass man endlich den Kampf gegen das Mindestgewicht gewinnt und man eventuell nächstes Jahr auch mal aufs Podium fährt und nicht nur auf ein Top-10-Ergebnis hoffen muss. Das Einführen eines neuen Fahrzeuges könnte jedoch auch darauf hindeuten, dass die FIA damals LADA mit einem neuen Reglement für 2014 stark überrascht hat und man so die Kapazitäten nicht ganz optimal nutzen kann.

In der TC2 wird Camilo Echevarria den BMW von Pasquale Di Sabatino steuern. Man wird das ganze wohl aus finanziellen Gründen machen, da Franz Engstler eh der Topfahrer ist und Di Sabatino noch keine richtigen Topergebnisse eingefahren hat. In Asien wird das Engstler-Team zudem noch ein drittes Fahrzeug an den Start bringen.

Sowohl das Qualifying als auch die beiden Rennen zeigt Eurosport live. Sowohl am Samstag als auch am Sonntag darf man sich dank Zeitverschiebung den Abend freihalten. Das Qualifying fängt um 20 Uhr an und am Sonntag beginnt die zweistündige Übertragung um 19 Uhr.

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