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Europ. Sportwagen-Serien: Saisonauftakte LMS & GT Masters

Zwei ganz unterschiedliche Sportwagenserien starten an diesem Wochenende in ihre 2010er Saison: die Le Mans-Serie, in der es einige spannende Comebacks zu bestaunen gibt, sowie die ADAC GT Masters, die Teil der neuen Deutschen Meisterschaft in der GT3-Kategorie ist. Die GT Masters-Rennen werden in diesem Jahr außerdem erstmals live im Fernsehen übertragen.

Update: Korrektur und nachgetragener Mansell-Link im Abschnitt LMS/LMP1-Klasse

Und eben wegen dieser Besonderheit nun zunächst zur „kleineren“ dieser beiden Rennserien, die ich etwas genauer vorstellen will, da sie noch jung ist und hier im Blog (sicher auch mangels TV-Präsenz) bisher nicht so viel darüber berichtet wurde. Nachdem 2006 von der FIA ein einheitliches Reglement für eine GT3-Klasse geschaffen wurde, riefen Stephane Ratels SRO und der ADAC die GT Masters als einen von vielen nationalen Wettbewerben in Europa und neben der FIA GT3-Europameisterschaft ins Leben. Das GT3-Reglement kann als Erfolg der FIA gewertet werden, man hat eine Lücke gefüllt und so eine lebendige Klasse geschaffen: die Fahrzeughersteller können für Kundenteams in aller Welt Autos nach diesem reglement zur Verfügung stellen die Teams können ihre Fahrzeuge beispielsweise in der deutschen GT Masters und in der EM einsetzen. Genau aus diesem Grund gab es ja im Winter auch mal die Diskussion, ob man die DTM zu einer Serie nach GT2-Reglement machen sollte. Dem ist aber nicht so, die DTM fährt weiter ihre eigenbrötlerische Strategie. Weiter Gas geben →

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Vorschau: AsianLMS, GP2 Asia & Formel 2

Neben F1 und NASCAR laufen auch an diesem Woche wieder ein paar andere Serien. Die WTCC reist nach Japan und fährt ihre Rennen in Okayama, zusammen mit der neuen Asian Le Mans Series. Die Formel 2 bleibt stattdessen in Europa und trägt ihr Saisonfinale im Rahmenprogramm der Internationalen GT Open in Barcelona aus.

Asian Le Mans Series – Okayama Int’l Circuit

LolaSchon die europäische Le Mans-Serie tut sich ja einigermaßen schwer. Man möchte den Privat- und Werksteams eine Möglichkeit bieten, ihre für die 24h von Le Mans konstruierten Autos mehr als nur einmal im Jahr zu nutzen und fährt deswegen um die fünf 1000km-Rennen in Europa. Vorbild war die 1999 in Nordamerika etablierte ALMS, aber so richtig kommt man da nicht ran. Die 1000km-Rennen sind für „große“ TV-Sender (wie Eurosport) zu unhandlich, für kleine (wie MotorsTV) zu teuer, deswegen mangelt es auch an der TV-Präsenz. Und dass nun Audi und Peugeot dank Wirtschaftskrise in diesem Jahr meistens gar nicht angetreten sind, führt dann auch noch den Grundgedanken der Serie ad absurdum. Keine einfache Situation also, auch wenn die Rennen meistens sehenswert sind und sich immer ein paar Zuschauer an der Strecke sehen lassen.

Weiter Gas geben →

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NASCAR – Chicagoland / DTM – Zandvoort / ALMS – Lime Rock / IRL – Nashville / WTCC – Estoril / BTCC – Snetterton

Update 18:30 Uhr: Nico Hülkenberg hat die Pole in Zandvoort vor Mika Mäki erreicht. Vietoris 10., Mortara nur 15. Nur nebenbei bemerkt: die ersten 18 Piloten trennten eine Sekunde.

Update 17:57 h, 11.07.08: Ich hatte die DTM Zeiten falsch! Training am Samstag erst um 17:46 Uhr, Rennen am Sonntag schon um 13:00 Uhr! Danke an Tim für den Hinweis.

—schnipp—

Selten hat ein Rennen so sehr im Hintergrund der Ereignisse gestanden, wie das an diesem Wochenende. Obwohl Tony Stewart die Gerüchte selber in den letzten Wochen immer wieder angeheizt hatte, konnten sich einige wohl nicht vorstellen, dass er ernsthaft in Erwägung zieht, in ein drittklassiges Team einzusteigen. Und das ist Haas/CNC, bzw. Stewart/Haas nun mal. Allerdings – Stewart hat wohl kein eigenes Geld hingelegt, um an die 50% des Rennstalls zu kommen. Der Deal ist: Stewart bringt sich und noch einen weiteren Top-Fahrer, die Sponsoren und die Kontakte zu Chevrolet mit und bekommt dafür die Anteile. Bedeutet aber auch: in Zukunft trägt er einen Teil des geschäftlichen Risikos und muss sehen, dass die Sponsoren dabei bleiben. Office Depot ist bestätigt, Jack Daniels nicht. RCR hat dementiert, dass man den Whiskybrauer verliert. Da Home Depot auch nicht mitkommt, wird man gespannt sein dürfen, wer da noch mit einsteigt.

Aber zum Rennen. Chicagoland (liegt in Joliet, etwas ausserhalb von Chicago) ist mal wieder eines der klassischen, sehr schnellen 1.5 Meilen Ovale. Mit 24° Grad Banking ist es ordentlich überhöht, die Strecke ist zu dem recht breit, so dass man relativ flott voran kommt. Man kann mehrere Linien fahren, selbst die hohe Linie an der Mauer mit der man viel Schwung auf die Geraden mitnimmt. Bremsen sind nicht so wichtig, eher ein schmaler Spritverbrauch, um am Ende eine eigene Strategie entwickeln zu können. Und die dürfte in diesem Jahr besonders wichtig sein, denn das Wetter in der Gegend ist mehr als schlecht. Die Quali ist komplett ausgefallen, und auch das Rennen morgen ist in Gefahr. Im Moment sagen die Wettervorhersagen eine 80%ige Regenwahrscheinlichkeit voraus, also kann es gut sein, dass das Rennen auf Sonntag verschoben wird. Dann wird man das Rennen aber vermutlich gegen Mittag starten. Ich bin am Samstagabend leider unterwegs, bitte also immer mal wieder in den Chat schauen!

Sonstige News

- Richard Childress hat bekannt gegeben, dass er das vierte Team aufmacht und einen Fahrer vermutlich am 15. August bekannt geben wird. Gute Chancen werden Martin Truex jr und Casey Mears eingeräumt. Bei den Sponsoren gibt es noch nichts konkretes, außer, dass sich US Army und UPS gerade auf dem Markt umschauen. Die meisten Spekulationen gehen in Richtung UPS, die eh nur wegen Dale Jarrett zu Michael Waltrip Racing gegangen sind, und nun wohl wegwollen. MWR wird mit der US Army in Verbindung gebracht.

- Ebefalls RCR: Jeff Burton, dessen AT&T Sponsorship ausläuft, bekommt ab 2009 ein gelbes Auto, da CAT sein Hauptsponsor wird,

DTM – Zandvoort
Die vermutlich schönste Strecke im Kalender der DTM ist Zandvoort. Der Kurs, mitten in den Dünen am Meer, ist eine sehr abwechslungsreiche, schnelle und schöne Strecke, die von den Fahrern einiges abverlangt. Überholen ist hier aber auch immer so eine Sache, und dank der vielen schnellen Kurven und der heiklen Aerodynamik der modernen DTM Wagen wird das auch in diesem Jahr nicht einfacher. Eigentlich gibt es nur zwei richtige Stellen. Am Ende von Start/Ziel und beim Anbremsen auf die Schikane (Audi-S). Alles dazwischen ist zu eng und geht nur, wenn der Konkurrent mitmacht.
Schwer zu sagen, wer in den Niederlanden die Nase vorne haben wird. Letztes Jahr war eine Audi-Angelegenheit, die dann unschön damit endete, dass man Timo Scheider kurz vor der Ziellinie zurückpfiff. Seit dem ist das mit der Teamorder auch nicht mehr ganz so einfach. Im ersten Training heute lage auch gleich wieder vier Audi vorne. Das Rennen könnte aber durchaus interessant werden, wenn es nass ist. Das Wochenende soll einigermaßen verregnet sein.

Nebenbei angemerkt: in seiner Kolumne auf seiner Webseite hat Mattias Ekström deutlich geschrieben, dass er einen Einstieg von Citroen in die DTM sehr begrüßen würde. Das ist der erste Hinweis von einem Fahrer. Hat vermutlich nicht allzuviel zu bedeuten, aber wenn die Fahrer schon spekulieren…

Kurz zur Formel Drei Euro: hier muss Nico Hülkenberg langsam mal zu Potte kommen. Volkswagen Pilot Mortara sammelt fleissig bei jedem Rennen Punkte und liegt mit 40 Punkten an der Spitze der Meisterschaft. Hülkenberg ist mittlerweile immerhin zweiter, hat aber 15 Punkte Rückstand. Er hat im ersten Halbjahr einfach viel Pech gehabt, aber daran erinnert sich in einem Jahr keiner mehr. Hülkenberg muss den Abstand verkürzen und vor allem mal ein paar konstante Rennen in den Top5 hinlegen. Siegen und danach ausfallen bringt halt nicht. Gut in Schwung ist mittlerweile auch Christian Vietoris, der nur fünf Punkte hinter Hülkenberg liegt. Den sollte man auch im Auge haben. Nicht mehr dabei ist ab sofort Maximillian Götz. Der hat sich von seinem Rennstall (RC Motorsport) getrennt und steht auf der Strasse. Ein wenig schade – Götz gewann 2003 ziemlich deutlich die Formel BMW und galt als einer der besten Nachwuchsfahrer. In der F3 hatte er aber viel Pech und nie ein Topteam an der Hand.

ALMS – Lime Rock
Die ALMS erwacht aus ihrer langen Sommerpause. Das letzte Rennen war vor zwei Monaten, es wird also auch mal wieder Zeit. Aber wegen der 24 H in Le Mans wollte man die Teams nicht noch mehr stressen. Lime Rock ist eine kurze (2.5 km) aber sehr schnelle Strecke, mitten im Grünen. Auslaufzonen sind kritisch, der Belag nicht gerade auf dem neuesten Stand. Wegen der kurzen Distanz, die man in einer Runde zurücklegen muss, gibt es elendig viele Überrundungen und damit auch schön viele Chancen abgeschossen zu werden. Wenn ich mich richtig ans letzte Jahr erinnere, dann hatten fast alle Unfälle etwas mit einer Überrundung zu tun. Die Peugeot sind in den USA bekanntermaßen nicht am Start, also werden die Audi sicher wieder mit den Porsche und den Acura rumschlagen müssen.

IRL – Nashville
Die IRL macht weiter mit ihrem “sechs Rennen in sechs Wochen” Programm und ist diese Woche in Nashville unterwegs. Ein Oval, dass man eher selten sieht, aber wirklich nicht schlecht ist. 1.3 Meilen, 14° Grad Überhöhung reichen für die IRL um ziemlich deftige Geschwindigkeiten zu erreichen. Der Asphalt hat aber nicht den besten Ruf. Er gilt eher als rutschig und im letzten Jahr bewies das die IRL mit etlichen Abflügen. Bei den letzten Oval Rennen konnten die Ex-CC-Teams ein wenig aufholen, sind aber noch nicht an den Top Teams dran. Ganassi, AGR und mittlerweile auch wieder Penske beherrschen die Szene ganz eindeutig. In der Meisterschaft ist noch alles offen, auch wenn Scott Dixon auf Castroneves mittlerweile gut 50 Punkte Vorsprung hat. Aber pro Rennen kann 50 Punkte für einen Sieg einsacken, also kann sich das schnell ändern. Ebenfalls noch Chancen haben Dan Wheldon und Toni Kanaan, der Rest ist abgeschlagen.

WTCC – Estoril
Eurosport gibt an diesem Wochenende trotz MotoGP und Tour de France richtig Gas in Sachen WTCC. Man schiebt zwar wie bisher die Rennen zwischen Euro und Euro 2 hin und her, dafür zeigt man aber auch fast alle Rahmenrennen live. Also die Formula Master, die GT Open und den Seat Leon Euro Cup. Nicht schlecht.
Estoril wird als BMW Strecke gehandelt. Einige enge Kurven, ein paar mittelschnelle – das sollte den BMW liegen. Seat hadert immer noch mit der Drehzahlbegrenzung, bei Chevy hängt man irgendwo dazwischen. Da man in Valencia, mit ein wenig Glück, beide Rennen gewinnen konnte, und Estoril ein wenig ähnlich ist, rechnet man sich gute Chancen aus. Das hilft der Meisterschaft aber wohl auch nicht mehr. Hier sieht es nach einem klaren Seat Durchmarsch aus. Vorne ist Tarquini mit 58 Punkten, dann folgen Muller (43) und Rydell (37). Bester BMW-Pilot ist Prilaux mit 34 Punkten. Gut – man kann theoretisch 20 Punkte an einem Wochenende einfahren, aber das ist in diesem Jahr noch keinem gelungen.

BTCC – Snetterton
Die Briten sind in Snetterton unterwegs, einem Kurs, der sich vor allem durch eine sehr lange Gerade und eine enge Schikane auszeichnet. Dazwischen gibt es wenig, außer der ersten Rechts. Die ist schnell, hat aber sehr, sehr viel Auslaufzone. Wenn der Grünstreifen zu Ende ist, geht es weiter in ein Maisfeld. Und in jedem Jahr verschwindet mindestens ein Wagen an der Stelle um Minuten später mit drei Kilo Mais im Kühler wieder aufzutauchen. Ärgerlich ist allerdings, dass ITV4 den halben Renntag nicht sendet, da man auch die Tour de Francce im Programm hat.

Und sonst?
Nix

12.07.2008

LIVE   02:00 Uhr   NASCAR NW   Chicago   ESPN 2
LIVE   12:25 Uhr   F3 Euro   Zandvoort 1   Premiere 19:45, 00:00 h
LIVE   13:00 Uhr   Formula Master   Estoril 1   Euro
LIVE   16:00 Uhr   WTCC   Estoril Quali   Euro 2
Aufz. 17:30 Uhr   GT3/GT4   Oschersleben   MotorsTV
LIVE   17:46 Uhr   DTM   Zandvoort Quali   ARD
Aufz. 18:20 Uhr   British F3   Thruxton   MotorsTV
Aufz. 19:00 Uhr   F3 Euro   Zandvoort 1   DSF
Aufz. 19:10 Uhr   British GT   Thruxton   MotorsTV
LIVE   20:00 Uhr   ALMS   Lime Rock   MotorsTV
LIVE   20:30 Uhr   NASCAR SC   Chicago Raceday   SpeedTV

13.07.2008

LIVE   00:30 Uhr   NASCAR SC   Chicago Prerace   TNT
LIVE   02:00 Uhr   NASCAR SC   Chicago   TNT
LIVE   02:00 Uhr   IRL   Nashville   Premiere, ESPN
Aufz. 09:10 Uhr   Seat Leon   Zandvoort 1   Premiere
LIVE   09:45 Uhr   F3 Euro   Zandvoort 2   Premiere 14:00, 18:30, 00:00 h
LIVE   10:00 Uhr   Seat Leon EURO   Estoril 1   Euro 2
LIVE   10:30 Uhr   WTCC   Estoril Warmup   Euro 2
Aufz. 11:25 Uhr   IRL   Nashville   Premiere
Aufz. 12:00 Uhr   BTCC   Snetterton   ITV 4 bis 13:30 h
LIVE   13:00 Uhr   DTM   Zandvoort   ARD
LIVE   13:00 Uhr   GT Open   Estoril   Euro 2
Aufz. 13:25 Uhr   Seat Leon   Zandvoort 2   Premiere
LIVE   14:00 Uhr   WTCC   Estoril   Euro 2
LIVE   15:15 Uhr   Seat Leon EURO   Estoril 2   Euro 2
LIVE   16:30 Uhr   Formula Master   Estoril 2   Euro 2
LIVE   17:30 Uhr   WTCC   Estoril 2   Euro
Aufz. 17:30 Uhr   BTCC   Snetterton   ITV 4 bis 19:30 h
Aufz. 18:00 Uhr   DTM   Zandvoort   DSF
Aufz. 19:30 Uhr   IRL   Nashville   Premiere

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Le Mans – Analyse / NASCAR – Junior Nation / WTCC – Schlacht

24 H Le Mans
Man neigt ja gerne bei ausufernden Auseinandersetzungen zweier Gegner im Sport zu martialischen Vokabeln, aber dieses Mal kann ich mir auch nicht anders helfen: Das 24 H Rennen in Le Mans der Ausgabe 2008 war eine Schlacht von epischen Ausmaßen. Unfaßbar, was Peugeot und Audi da abgezogen haben. Mit jeweils drei Wagen, einem Star-Aufgebot der besten, verfügbaren Piloten die man weltweit finden kann und nur einer Devise: Gib’ alles.

Ich hab schon so einige Le Mans Rennen gesehen. Ich kann mich an die Auseinandersetzungen zwischen Porsche und Jaguar in den 80er Jahren erinnern. An die Kämpfe zwischen Peugeot, Toyota, Porsche und BMW in den 90ern. Aber vermutlich wird man bis in die 60er Jahre zurück gehen müssen, um zwei Werke zu finden, die derartig ineinander verzahnt waren, wie Peugeot und Audi in diesem Jahr. Damals war es Ford, die es, nach gescheiterten Übernahmeverhandlungen, Ferrari zeigen wollten. Man entwickelte den Ford GT 40, der dann, nach einigen Anläufen die übermächtigen Ferraris bügelte. Auch damals karrte man alles an die Rennstrecke, was populär und gut war.

Das Rennen in diesem Jahr legte noch mal einen drauf. Konnte man vor Jahren noch nach der Devise unterwegs sein, dass man erst einmal seine Geschwindigkeit fährt und dann in den letzten Stunden mal schaut, wo der Gegner so steckt, war das 2008 völlig unmöglich. Peugeot schickte alle drei Wagen mit maximal Geschwindigkeit auf die Strecke, Audi jagte den Wagen mit McNish, Capello und Kristensen hinterher, während man die beiden anderen Wagen gestaffelt etwas langsamer fahren ließ. Doch schnell stellte man fest, dass man damit nicht weit kommen würde, also drehten auch die beiden anderen Audi auf. Und es wurde nie nachgelassen. Wenn es trocken war, waren beide Teams mit der maximalen Geschwindkeit unterwegs. Die Peugeot fuhren um 3.20 min, die Audi um 3.24 min.

Zu Beginn sah es nach einer deutlichen Sache aus. Die Franzosen waren bis vier Sekunden pro Runde schneller und enteilten dem Feld. Aber nach rund drei Stunden zeigte sich auch, dass sie zwei Probleme hatten. Zum einen war der Verbrauch der Peugeot höher, so dass man öfter an die Box kommen musste, zum anderen dauerten die Fahrerwechsel wegen des geschlossenen Dachs einfach zu lange. Rund 10 Sekunden verlor man allein bei jeden Fahrerwechsel. Bei knapp 15 Wechseln macht das dann schon eine Menge aus. Und in diesem Jahr ging es um jede einzelne Sekunde.

Die langsameren Mehr-Stopps hatte man eingeplant, weil sie vorher bekannt waren. Wo hat man plötzlich die drei Minuten verloren, die man am Ende nicht mehr aufholen konnte? Die Antwort liegt im Regen. Audi war volles Risiko gegangen, und hatte den R10 mit der Nummer Zwei auf eine Abstimmung gestellt, die eine nasse Fahrbahn mit einschloss. Eine Regenabstimmung bedeutet immer, dass man mehr Abtrieb fährt und den Wagen weicher abstimmt, so dass man auf den Geraden langsamer ist und nicht so richtig gut aus den Ecken im Trockenen rauskommt. Als dann der Regen einsetzte, war man dem Peugeot weit überlegen. Villeneuve rutschte auf dem, wie er sagt, sehr spitz zu fahrenden 908, relativ hilflos rum, während Tom Kristensen, zu dem auch noch Regenspezialist, richtig aufdrehte. In den den Stunden am frühen Morgen, zwischen vier und acht Uhr, entschied sich das gesamte Rennen. Kristensen, McNish und Capello hatten schon zuvor großartige Arbeit geleistet, als es gelang immerhin mit Abstand von etwa einer Runde am führenden 908 mit der Startnummer 7 dran zu bleiben. Man fuhr über Stunden Zeiten wie in der Qualifikation (die Peugeot allerdings auch), doch als dann der Regen kam, war man dicht genug dran. In nur einer halben Stunde holte man den 908 ein und überholte ihn an der Box. Aber warum konnten die Franzosen nicht kontern?

Zum einen blieb es den gesamten Vormittag feucht. Audi gelang es den Vorsprung von einer halben Runde zu konservieren. Mehr aber auch nicht. Als es gegen Mittag kurz abtrocknete, war der Peugeot sofort wieder mit schnellen Zeiten da und glänzte mit Runden um die 3:20min, während der Audi so um die 3:24 fuhr. Gegen 12.00 Uhr wurde die Luft für die Peugeot langsam dünn, aber noch war es durchaus möglich, den Audi zu holen – doch dann wurde es wieder feucht und die Sache war eigentlich gegessen.

Es sind am Ende ein paar Kleinigkeiten, die Peugeot das Rennen gekostet haben.

1. Die Ausrichtung der Abstimmung auf trockene Verhältnisse. Man ist davon ausgegangen, dass man so schnell unterwegs ist, dass Audi auch nichts anderes übrig bleiben würde, als mit einer reinen Trockenabstimmung zu fahren. Zu groß war der Speed des 908 gegenüber dem R10, als das die Deutschen sich ein Risiko bei der Abstimmung erlauben könnten. Dachte man. Da dachte man aber falsch, denn bei Audi wiederum war man sich sicher, dass man gegen Speed des 908 im Trockenen eh nichts würde ausrichten können. Weniger, und schnellere Stops hin oder her, das würde nicht reichen. Bis vier Uhr morgens war das ja auch so. Wenn man aber im Regen genau die fünf Sekunden, die man hintendran war, wieder holen würde, dann sieht die Rechnung eben anders aus.

2. Die Konstruktion des 908. Peugeot hat in den letzten zwei Jahren eine Menge Fahrer ausprobiert, nur um festzustellen, dass es ehemalige Formel Eins Fahrer sind, die mit dem Wagen am besten klar kommen. Im Prinzip ist der 908 ein verkappter Formel Eins. Während der R10 davon ein Stück entfernt ist. Das bedeutet aber auch, dass der 908 in Sachen Abstimmung komplexer, und, um noch mal Villeneuve zu zitieren, schwieriger zu fahren ist. Der 908 mag insgesamt das schnellere Fahrzeug sein, wie er bei den “Kurzstrecken” über 1000 KM ja immer wieder beweist, aber man kann wohl nicht mit derartigen Mischabstimmungen fahren, wie Audi das gemacht hat.

3. Die Erfahrung. Audi fährt seit 1999 in Le Mans, Peugeot seit 2007. Man hat zwar in den 90er Jahren hier schon mal gewonnen, aber das ist lange her. Die frische Erfahrung der Audi Mannschaft, nebst den Leuten von Joest, die seit Ende der 70er in Le Mans unterwegs sind, hat am Wochenende dazu beigetragen, dass man genau den Tick besser war.

Auf jeden Fall haben beide Teams ein tolles Rennen abgeliefert. Immerhin: alle eingesetzten Fahrzeuge sind auch ins Ziel gekommen, das heißt schon was. Es war über 24 Stunden so spannend, dass man kaum ins Bett gehen wollte, weil sich dauernd etwas tat. Ein großes Kompliment an beide Teams, die uns das beste Rennen seit Jahrzehnten geliefert haben. Vom diesjährigen Rennen wird man noch in Jahren sprechen.

Wie geht es weiter? Audi wird wohl auch 2009 antreten, das hat man während des Rennens angedeutet. Mit dem R10 wird das aber nicht mehr gehen. Der Wagen ist vier Jahre alt und im nächsten Jahr werden die Franzosen den 908 so weit verbessert haben (vor allem im Verbrauch), dass man keine Chance haben wird. Intern hat man schon längst begonnen, einen Nachfolger auf Kiel zu legen, der aber noch nicht offiziell genehmigt ist. Nach dem grandiosen Sieg in Le Mans, wird man aber wohl kaum einen Rückzieher machen wollen.

Der Kampf in der LMP1 hat das Rennen völlig überschattet. In den anderen Klassen ging es allerdingas auch gut zur Sache. In der LMP2 gaben es sich die beiden Kunden Porsche RS Spyder von holländischen Van Merksteijn und dem dänischen Essex Team stundenlang so richtig. Erst als der Essex Wagen einen geplatzten Hinterreifen erlitt, konnten sich die Holländer absetzen. In der Nacht kamen weitere Probleme beim Essex Team hinzu, so dass das Van Merksteijn Team am Ende relativ gemütlich gewann.
In der GT1 war es ähnlich spannend wie in der LMP1 stundenlang wechselten sich der Aston Martin mit der 009 und die Corvette mit der 63 in der Führung ab. Es ging, wie Aston Martin in einer Presseerklärung schrieb, 24 Stunden lang Vollgas und ans absolute Limit. Wegen der Dramtik in der LMP1 bekam man vom Rennen der GT1 leider nur wenig mit. Am Ende setzte sich der Aston Martin mit knapp einer Runde Vorsprung durch.
In der GT2 war die Sache nach dem Doppelausfall der beiden schnellsten Porsche RS GT3 schnell durch. Die beiden schossen sich in der Indianapoliskurve unglücklich ab, als einer der beiden einen Hinterreifen verlor und den anderen in sein Unglück mitriss. Den Rest machten die Ferrari unter sich aus. Zwischen den Teams war es aber zu keiner Zeit richtig eng.

Ein großes Kompliment an Eurosport. Man hat einfach die bewährte Crew von MotorsTV übernommen, die schon in den letzten beiden Jahren für viel Spaß gesorgt haben. Stefan Heinrich, Stefan Moser, Gustav Büsing, Armin Hahne, Norbert Ockenga und Rainer Braun machten einen seht guten Job, vor allem in der Nacht, als sie sich mit Peter Mücke auch jemanden in die Kommentatorenbox holten, der ein geborener Moderator zu sein scheint. Es wurde viel geflachst, wie üblich auch gerne mal mit Witzen der Kategorie “Aua, aua, aua”, aber auch sehr viel Fachwissen weitergegeben. Das man dauernd zwischen Euro und Euro2 hin und her schalten musste – geschenkt. Auch dem ACO muss man ein großes Kompliment machen. Während man früher ab Mitternacht nur noch Bilder von der Start/Zielgeraden und den Boxen sah, gab es dieses Jahr rund um die Uhr Bilder von der ganzen Strecke. Sogar Onboard Bilder, was daran lag, dass der ACO Glasfaserkabel und Relaistationen rund um die Strecke verlegt hat, die die Bildsignale weitergeben. Bei Unfällen schaltete man sofort auf die festinstallierten Kameras der Racecontrol. Mehr und bessere Bilder hat es bei einem 24 H Rennen in Le Mans noch nie gegeben.

Zum Schluss noch zwei Links:
Die Kollegen von “autosport.com” haben Audi Piloten Alan McNish eine Kamera in die Hand gedrückt. Das Ergebnis kann man hier sehen. Rechts in der Navigation gibt es Links zu weiteren Bildern.

Rainer Braun über den Moderatoren-Alltag in Le Mans.

NASCAR – Endlich!
Man konnte es hören. Nicht nur weil die Fans völlig aus dem Häuschen waren. Aber das Geschrei konnte nicht das Gebirge übertönen, das Dale Earnhardt jr. gestern Nachmittag nach dem Überfahren der Ziellinie in Michigan vom Herzen gefallen ist. Endlich – nach 77 Rennen, einem Teamwechsel, viel Kritik und jede Menge Tiefschläge durch Kyle Busch war er da – der erste, richtige Sieg des Jahres. Sicher – die Saison lief bisher schon nicht so schlecht für Junior. Ein Sieg beim Budweiser Shootout, einer bei Gatorade Duel. Aber das sind keine Cup-Rennen. Das ist was für die Galerie und gut fürs Konto, aber Respekt bringt es einem nicht viel. Und schon gar keine Punkte. Aber jetzt ist es vollbracht – der Sieg im neuen Team in einem Cup Rennen.

Dabei sah es von außen betrachtet lange gar nicht gut für Junior aus. Wie üblich in den Top Ten gelegen, kam er an das Führungstrio nur selten ran. In einem eher zähen Rennen gaben Jimmie Johnson Matt Kenseth und der erstaunlich schnelle Brian Vickers den Ton im Rennen an. Junior blieb in den Top Ten, schien aber, wie in diesem Jahr bei Hendrick üblich, nicht den Speed zu haben, um ganz vorne mitmischen zu können. Aber die 400 Meilen in Michigan sind schon immer Rennen gewesen, die nicht allein über den Speed entschieden wurden. Gerade mal sechs Caution gab es im Rennen, dazu die eine, die Earnhardt den Sieg brachte.

Wie in der NASCAR meist üblich waren es die letzten 50 Runden, die das Rennen entschieden haben. Und die Benzinstrategie. Während des Rennens gab es eine Phase, in der es einige Unterbrechnungen gab und die Teams entschieden sich für unterschiedliche Strategien. Einige blieben draussen, einige kamen rein. Einige wechselten alle Reifen, andere nur die beiden rechten. Das Feld wurde mehrfach durcheinander gewürfelt und bis in die letzten 20 Runden wusste man überhaupt nicht, wer eigentlich wie unterwegs war. Doch dann lichtete sich so so langsam der Nebel. Einer nach dem anderen musste an die Box. Bis auf Kasey Kahne, Jamie McMurray und Dale Earnhardt jr. Dabei war es Junior, dessen Tank noch am leersten war. Kahne und McMurray lagen gut im Verbrauch, der Rest, vor allem Stewart und Johnson stürmte von hinten mit frischen Reifen ran. Am schnellsten war aber Vickers unterwegs, den man auf vier neue Reifen gesetzt hat, was pro Runde ungefähr zwei Sekunden ausmachte.

Die Fans hielten den Atem an, als Junior vorne versuchte so schnell und so spritsparend wie möglich zu fahren. Zwischendurch war Junior irritiert, denn McMurray überholte ihn. Junior ging davon aus, dass McMurry noch an die Box musste, was aber nicht stimmte. Sein Crewchief machte ihn darauf aufmerksam und er ging wieder an die erste Stelle. Hinter ihm drängelte Kahne, der aber für einen Moment nicht an McMurry vorbei kam. Als noch drei Runden zu fahren waren, gab es plötzlich eine Caution (ich hab echt vergessen weswegen) und die Sache schien gelaufen. Junior auf alten Reifen mit Luft im Tank beim Restart, dahinter die Jungs mit den frischen Reifen und genug Sprit an Bord. Das konnte nicht gut gehen. Das Benzin in Juniors Wagen war so knapp, dass er in den Runden während der Caution den Motor immer nur sekundeweise anmachte um dann um die Strecke zu rollen. Das konnte einfach nicht gut gehen beim Green/White/Checkered

Beim Restart kam Junior gut weg und weil man sich hinter ihm nicht einig war, konnte er ein paar Längen Vorsprung rausfahren. Die Leute tobten auf der Tribüne, aber dann kam Kahne von hinten angestürmt. Es ging in die letzte Runde, da schmiss Patrick Carpentier den Wagen im Getümmel auf der Zielgeraden weg und die Caution kam raus. Das bedeutete, dass das Rennen neutralisiert war und unter Gelb zu Ende gehen würde, aber nicht, das Junior auch gewinnen würde. Er musste noch eine komplette Runde in einer annehmbaren Geschwindigkeit hinter sich bringen. Auf der Gegengerade machte er den Motor aus, rollte durch die Kurve machte ihn nochmal an, bevor der Sprit ausging. So rollte er über die Ziellinie, hinter ihm Kasey Kahne, der sich an seine Stoßstange geklemmt hatte. Fast sah es für einen Moment so aus, als wolle er Junior noch einen Schubs geben, damit der über die Linie kommt, aber das war nicht nötig.

Was danach los war, kann man kaum beschreiben. Die Fans drehten durch, Junior vergass vor lauter Freude sogar noch den üblichen Burnout und als einer der ersten Gratulanten war Teambesitzer Rick Hendrick am Wagen. Es gab wohl kaum einen Fahrer und NASCAR Angehörigen, der Junior den Sieg nicht gegönnt hätte. Nur Brian Vickers war ein wenig angepisst, weil er das Rennen mit seinen neuen Reifen vermutlich gewonnen hätte, wenn die Caution nicht gekommen wäre.

Der NASCAR wird der Sieg von Junior gut tun. Nicht nur, weil der Absatzt von T-Shirts wieder nach oben schnellen wird, sondern auch, weil damit der Chase wieder spannender wird. Die 10 Extrapunkte werden Junior, der weiterhin auf Platz drei in der Meisterschaft liegt, im Chase gut tun.

Nächste Woche wird es allerdings schwierig, den Sieg zu wiederholen, da man auf dem Infinion Raceway das erste Rundstreckenrennen der Saison absolvieren wird.

WTCC – Schlachtfest
Na also, geht doch, möchte man angesichts des zweiten Laufs in Brünn sagen. Der ersten hab ich nicht gesehen, da Le Mans spannender war, aber da gewann der erstaunliche Alex Zanardi von der Pole. Im zweiten Rennen ging es richtig zur Sache. Für einen Moment dachte ich, die BTCC habe die Serie übernommen. Es wurde gerempelt, gehakt, geschubst, angelehnt, geschoben und etliche Kleinteile verteilten sich über die Strecke. Viele Aktionen waren hart an der Grenze, aber auf der anderen Seite hat die WTCC mehr Action geliefert, als in alle Rennen der letzten 12 Monate zusammen. Und das auf einer Strecke, die eigentlich etwas schwierig ist, in Sachen Überholvorgang. Das schien die Fahrer aber nicht zu stören, denn es wurde halt dann eben auch dann überholt, wenn man eigentlich nicht überholen konnte. Zeitweise ging es zu wie einem Onlinespiel in dem lauter “Wrecker” unterwegs sind. Allein die beiden Seat mit Muller und Tarquini vorne hielten sich aus allem raus, und irgendwie schlüpfte Alex Zanardi, immerhin nach der ersten Runde nur zehnter, durch das Chaos. Er kämpfte noch den erstaunlichen James Thompson im neuen Honda nieder und raste den beiden Seats hinterher. Muller schnappte er sich locker und in der letzten Runde war er an Tarquini dran, kam aber nicht vorbei, weil das Rennen mal wieder zu kurz war.

Aber das war doch mal ein Rennen mit richtig viel Biss. Kann man gerne wiederholen, aber so wie ich die Serie einschätze, wird es beim nächsten Mal wieder gesetzter zugehen.

Und sonst?
Jetlag fast weg. Bilder des Urlaubs gibt es hier.

Vorschau auf nächstes Wochenende: Die Untoten kehren zurück – F1 auf der öden Strecke von Magny Cours, die doch eigentlich schon längst begrünt sein sollte. Die FIA GT fährt ein Nachtrennen auf dem Micky Maus Kurs in Adria, was letztes Jahr allerdings erstaunlich amüsant war, die IRL ist in Iowa und der Sprint Cup fährt wie erwähnt ausnahmsweise auch mal ein paar Rechtskurven auf dem Infinion Raceway.

16.06.2008

Aufz. 19:15 Uhr   NASCAR SC   Michigan   Premiere

17.06.2008

Aufz. 13:00 Uhr   ATS F3   Hockenheim   Premiere
Aufz. 13:30 Uhr   IRL   Texas   Premiere
Aufz. 15:45 Uhr   UK GT Cup   Anglesy   MotorsTV
Aufz. 16:10 Uhr   GT Open   Vallelunga   MotorsTV
Aufz. 17:00 Uhr   Belgian GT   Zolder   MotorsTV
Aufz. 17:30 Uhr   Indy Lights   Milwaukee   MotorsTV
Aufz. 21:00 Uhr   NASCAR SC   Michigan   Premiere

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24 H Le Mans / NASCAR – Michigan / WTCC – Brünn

So – wieder da. Jedenfalls zu 75%. Der Rest von mir hängt noch in Los Angeles und der Jetlag hat mich auch noch in seinen Klauen. Es war ein wundervoller Urlaub. Die Bilder bearbeite ich gerade noch, das dauert auch noch was, dass ich aus 1418 Stück erst einmal eine Auswahl treffen muss.

24 H Le Mans
Le Mans ist mit dem Daytona 500, dem Indy 500 und dem GP von Monaco sicher das Ereignis des Jahres. Mehr Geschichte und mehr Superlative gibt es kaum bei einem Rennen und dementsprechend gehören die 24 Stunden von Le Mans zu den Rennen, die man auf gar keinen Fall verpassen sollte. (Deswegen bin ich auch rechtzeitig wieder zurück geflogen :) )

In diesem Jahr stehen die 24 Stunden klar unter dem Kampf zwischen Audi und Peugeot, was nach den eher langweiligen letzten Jahren der totalen Audi-Dominanz eine wohltuende Abwechslung ist. Und beide Firmen haben alles aufgefahren, was man so in der Gerage hat. Beide Teams trete mit drei Wagen an, beide Teams haben erfahrene Langstrecken Piloten, Peugeot hat sich gleich sieben ehemalige Formel 1 Fahrer geangelt. Beide Teams testen seit Monaten wie die Verrückten und beide Teams wissen, dass man in diesem Jahr in diesem Jahr alles wird geben müssen, damit man am Ende ganz oben auf dem Treppchen steht. Die Aufrüstung der Top Teams ist so groß, dass man sich ernsthaft Sorgen machen muss. Nicht nur wegen des Horror-Unfalls von Marc Gene im Training, als er einen 908 zerlegte. Auch der Unfall von Ortelli in Monza und jeder von Audi bei den Tests in Sebring machen das diesjährige Rennen zu einem der gefährlichsten seit Jahrzehnten. Es ist nicht mal die Endgeschwindigkeit, die einem Sorgen macht. Da waren die Wagen in den 60ern schon nicht viel langsamer. Aber in diesem Jahr sind es die Kurvengeschwindigkeiten, die Bereiche erreicht haben, die nicht sonderlich angenehm sind. Die ausgefeilte Aerodynamik sorgt dafür. dass man in den engen, kurvenreichen Teil der Strecke einfach zu schnell ist. Das Geschlängel vor Start und Zeil war nie für diesen Speed gedacht und dementsprechend sind die Auslaufzonen ein Witz. Die eng an der Strecke stehenden Leitplanken gehen ja noch – viel schlimmer sind die Mauern, mit denen man die Strecke teilweise eingegrenzt hat. Das sind reine Betonmauern. Warum man nicht, wie in den USA, eine Safer Wall nutzt, ist mir ein Rätsel. Die Safer Wall hat in diesem Jahr schon mehrfach bewiesen, dass sie Einschläge jenseits der 280 km/h verkraftet und so den Fahrer vor Verletzungen schützt. Da hätte der ACO unbedingt nacharbeiten müssen, denn das Marc Gene nicht schwer verletzt wurde hatte mehr was mit Glück zu tun. Eine Feststellung, die ich in diesem Jahr schon häufiger bei der LMP1 machen musste.

In der Quali sah man das ganze Elend der hohen Geschwindigkeiten. Nur mal zum Vergleich: 2007 fuhr man, allerdings bei nicht optimalen Bedingungen, da es immer mal wieder leicht feucht war, eine Pole Zeit von 3:26.344 min (Peugeot). 2006 stand ein Audi mit einer Zeit von 3:30.466 min auf der Pole. In diesem Jahr fuhr der schnellste Peugeot mit Lamy/Sarrazin/Wurz sage und schreibe 3:18.513 min. Acht Sekunden. In einem Jahr. Gut – vermutlich haben die Franzosen gepokert und sind mit weichen Reifen und wenig Sprit unterwegs gewesen, während die Audi in Rennabstimmung fuhren. Aber trotzdem – acht Sekunden schneller. Der schnellste Audi konnte seine Zeit, im Vergleich zum letzten Jahr um immerhin drei Sekunden steigern, was aber hinten und vorne nicht reicht. Wenn die Peugeot nicht geblufft haben, dann wird das eine einseitige Sache. Und Audi wird sich nicht darauf verlassen können, dass man über die Zuverlässigkeit weiter kommt. Da hat Peugeot nach gelegt und die man selber hat in diesem Jahr ebenfalls Probleme gehabt. Nicht weiter verwunderlich, dass zum Rennen in Le Mans durch gesickert ist, dass Audi an einem Nachfolger des R10 arbeitet. Noch ist es nicht offiziell, aber sollte Audi eine Ohrfeige erhalten, wird man das Programm wohl mit Vollgas angehen.

Normalerweise würde ich sagen, dass der Sieg in diesem Jahr entweder an einen Peugeot oder einen Audi geht. Aber man soll sich nicht täuschen lassen. Die beiden Werke haben derartig aufgerüstet, dass man am Rande der technischen Belastungen steht. Und hinter den beiden lauert das in diesem Jahr erstaunliche Team von Charouz mit dem Lola/Aston Martin. Der Wagen ist zwar sehr neu, aber für eine Überraschung ist der allemal gut. Nicht vergessen sollte man auch den sturmerprobten Dome/Judd, dessen japanische Besatzung mit Ito/Tachikawa/Kataoka für mich sehr überraschend in der Quali auf Platz acht landete. Den Rest der LMP1 wird man wohl übersehen können.

Von der Taktik her wird es dieses Jahr auch etwas anders werden. Vermutlich werden Audi und Peugeot zwei Wagen vorne wegblasen lassen, und einen in Reserve weiter hinten positionieren. Während man aber früher mit vorab festgelegten Rundenzeiten arbeiten konnte, wird das dieses Jahr vor allem für die Audi nicht so gehen.

In der LMP2 geben die RS Spyder den Ton an. Aber – großes aber – hier gibt es auch die größte Ausfalldichte. Im letzten Jahr dezimierte sich die LMP2 derartig, dass man Ende befürchten musste, es würde gar keiner ins Ziel kommen. Klar – die Van Merksteijn/Verstappen/Bleekemolen Truppe hat schon in der LMS in diesem Jahr gezeigt, wie es geht, aber die Dichte an erfahrenen Teams in der LMP2 ist ziemlich hoch. Da kann sich während des Rennens sehr viel tun. Nicht aus den Augen lassen sollte man die Lola/MG Truppe mit Erdos/Newton/Wallace.

In der GT1 gibt es einen Neuauflage des Klassikers Aston Martin vs. Corvette. Da fährt zwar auch ein ziemlich schneller Saleen mit, aber der wird kaum eine Chance haben. In der Quali schockten die Amis mit mächtig schnellen Zeiten und angeblich ist man die auch in Rennabstimmung gefahren. Aston Martin, unter anderem mit der Besetzung Wendlinger/Piccini/Frentzen, schaute doof aus der Wäsche.

GT2 ist ein Kampf zwischen Porsche und Ferrari. Erstaundlicherweise sind die Porsche in diesem Jahr offenbar schneller als die 430er. Das wundert mich ein wenig, aber offenbar hat man in Weissach mal mit dem GT3 RSR eine Antwort auf den Angriff der Ferrari gefunden. Es würde mich wundern, wenn kein Porsche gewinnen würde. Allerdings – wir reden hier über Abstände im Zehntelsekundenbereich. Wie üblich sollte die GT2 das engste Rennen liefern.

Eine wichtige Frage für das Rennen: Wie wird das Wetter. Zur Freude aller wird es schon mal keine Hitzeschlacht. Mit vorhergesagten 20 Grad hat man wohl beste Renntemperaturen. Allerdings – ist durchaus Regen angesagt. Keine Sturzbächte, aber leichte Schauer können immer mal wieder vorkommen. Das dürfte das Rennen etwas spannender machen.

Übertragen wird das gesamte Rennen von Eurosport. Man zeigt die gesamten 24 Stunden, allerdings muss man zwischen durch zwischen Euro und Euro 2 hin und her zappen. Aber besser als nichts. Premiere zeigt gar nichts, was mich etwas enttäuscht. Aber das ist man in diesem Jahr vom Sender ja gewohnt. Wer nicht an Euro 2 rankommt – Speed zeigt ebenfalls Häppchenweise des Rennen zwischen den NASCAR Übertragungen. Wie es in Sachen Stream ausschaut ist mir nicht so ganz klar. Ich vermute mal, dass irgendwo noch ein Livestream von Eursport auftaucht. Immer mal in den Chat schauen :)

NASCAR – Michigan
Erster Auftritt der NASCAR Herren auf dem Oval in Michigan für dieses Jahr. Ein Zwei-Meilen Oval mit 18 Grad Banking. Der Kurs ist breit und auf der Zielgeraden geht es auch schon mal zu viert nebeneinander her. Weil die Strecke relativ breit und leicht zu fahren ist, sollte man mit längeren Grünphasen rechnen. Sprit kann ein Thema werden, wenn es gegen Ende öfter krachen sollte, aber das ist beim CoT ja eher selten.
Klingt mal wieder nach einem Auftritt der Gibbs Truppe, aber bei Evernham scheint man was gefunden zu haben. Die Art und Weise wie Kasey Kahne in Pocono und in Charlotte gewinnen konnte, war schon beeindruckend. Auch die Mannen von Roush/Fenway sollte man hier nicht unterschätzen. Wie es überhaupt in diesem Jahr auffällt, dass die Rennen mit dem CoT schwer vorher zu sagen sind. Ok – wenn man auf Kyle Busch tippt, liegt man vermutlich nie ganz falsch, aber insgesammt ist die Meisterschaft doch sehr ausgewogen. Das macht die Rennen spannender und hilft der Serie auch in den USA, wo die Rating weiter steigen. Nicht ganz schuldlos daran ist sicher das gute Abschneiden von Junior, der in der Meisterschaft auf Platz drei liegt und seinen Platz im Chase sicher haben sollte. Ein Sieg von Earnhardt. und die Quoten dürften noch einmal hoch gehen. Nicht unterschätzen würde ich aber auch den Einfluss von Kyle Busch. Klar, er ist bei den Fans noch unbeliebter als sein Bruder und der hatte schon alle Rekorde auf der Unbeliebtheitsskala gebrochen. Aber so ein “bad boy” hat ja immer etwas faszinierendes und die Leute schalten ein um sich über hin zu ärgern.

- Sonst gibt es wenig Neuigkeiten aus der NASCAR. Angeblich hat Tony Stewart entschieden, was er im nächsten Jahr machen wird. Da nichts von Gibbs zu hören ist, wird es wohl darauf hinaus laufen, dass er was eigenes auf die Beine stellt.

- Um das Team von Michael Waltrip ranken sich Gerüchte, dass Waltrip in Zahlungsschwierigkeiten steckt. Klar ist – er ist nicht so erfolgreich, wie er sich das vorgestellt hat. Klar ist auch – UPS wird 2009 nicht mehr bei MWR sein, nachdem Dale Jarrett seine Karriere beendet hat. Dazu kommen die nicht verstummenden Vorwürfe in Sachen Schummeln gegenüber Waltrip, die in diesem Jahr alleine dadurch aufgefallen sind, dass sie monatelang eine Trackbar von Ford im eigenen Shop “aus Versehen” rumliegen hatten. Auch NAPA, der Hauptsponsor von Waltrip selber, ist nicht so recht glücklich. MWR hat aber alle Gerüchte dementiert. Was sollen sie auch sonst machen.

- Bobby Labonte hat mit Petty Enterprises erneut einen Vertrag abgeschlossen. Die Ergebnisse der letzten Rennen war mehr als gut und offenbar wollte Richard Childress Racing zwar seinen Sponsor, aber nicht ihn als Fahrer.

- In den USA in einem Magazin gelesen: Im Februar, als Dale Earnhardt jr. seine neue Adidas Kollektion vorgestellt hat, war Junior für sage und schreibe 48% des gesamten Merchendising Umsatz der NASCAR zuständig. Soviel zu Thema, wen die Fans mögen.

- SC und CTS am Wochenende nebst ARCA in Michigan. NW in Kentucky.

WTCC – Brünn
Warum die WTCC ausgerechnet am Le Mans Wochenende und an dem Sonntag, an dem die Tschechen in der EM gegen die Türkei um den Einzug ins Viertelfinale kämpfen, ein Rennen in Brünn abhalten muss, ist mir ein Rätsel. War aber schon im letzen Jahr so. Einige Fahrer sind, wie ich hörte, über diese Terminlegung auch nicht so glücklich, da sie gerne einen Fahrerplatz in Le Mans gehabt hätten. Und immerhin sind ja einige dabei, die in der GT1 und GT2 Klasse gut dabei wären. WTCC, halt, was soll man noch sagen.

Der Kurs in Brünn ist wunderschön und man kann da ein gutes Rennen fahren, wenn es denn lang genug ginge. Aber die sieben oder acht Runden der WTCC pro Lauf lassen da einfach zu wenig zu. Ich hab keine Lust, mich da weiter drüber aus zu lassen. Auch nicht darüber, dass man das erste Rennen um 12.00 Uhr startet, also gerade dann, wenn es in Le Mans in die heiße Endphase geht. Auf der anderen Seite sind die Rennen ja so kurz, dass sie knapp in eine Werbepause von Eurosport passen sollten.

Und sonst?
Ist doch toll – Regen am Wochenende und 24 Stunden Motorsport am Stück. Was will man mehr. Ich hab die Daten von Euro, Euro 2 und Speed getrennt aufgeführt, damit man seinen VCR programmieren kann.

Ein paar Wiederholungen die in der TV-Vorschau auftauchen sind einfach Erinnerungen an mich, was ich noch sehen muss. Also nicht über die ollen Kamellen wundern.

13.06.2008

Aufz. 15:45 Uhr   V8 Supercars   Sandown   MotorsTV
LIVE 17:30 Uhr   NASCAR SC   Michigan Training   SpeedTV
Aufz. 17:55 Uhr   GT Cup UK   Anglesy   MotorsTV
Aufz. 19:00 Uhr   NASCAR SC   Pocono   Premiere
LIVE 19:30 Uhr   NASCAR CTS   Michigan Training   SpeedTV
LIVE 21:00 Uhr   NASCAR SC   Michigan Quali   SpeedTV
LIVE 23:00 Uhr   ARCA   Michigan   SpeedTV

14.06.2008

LIVE 01:00 Uhr   NASCAR NW   Kentucky Training   ESPN 2
Aufz. 08:30 Uhr   Le Mans   Le Mans Quali   Euro
LIVE 09:00 Uhr   Le Mans   Le Mans Warm Up   Euro
LIVE 10:00 Uhr   Le Mans   Le Mans Historic   Euro 2
LIVE 12:15 Uhr   Formula Master   Brünn 1   Euro
LIVE 14:30 Uhr   Le Mans   Le Mans   SpeedTV Bis 18.00 Uhr
LIVE 14:30 Uhr   Le Mans   Le Mans   Euro
LIVE 15:45 Uhr   Le Mans   Le Mans   Euro 2
LIVE 18:00 Uhr   NASCAR SC   Michigan Training   SpeedTV
LIVE 18:45 Uhr   Le Mans   Le Mans   Euro
LIVE 20:00 Uhr   Le Mans   Le Mans   Euro 2
LIVE 21:00 Uhr   NASCAR CTS   Michigan   SpeedTV Start ca. 21.15 Uhr
LIVE 22:00 Uhr   Le Mans   Le Mans   Euro
Aufz. 22:00 Uhr   WTCC Quali   Brünn   Euro 2
LIVE 22:30 Uhr   Le Mans   Le Mans   Euro 2
LIVE 23:00 Uhr   NASCAR NW   Kentucky Quali   ESPN 2

15.06.2008

LIVE 02:00 Uhr   Le Mans   Le Mans   Euro
LIVE 02:00 Uhr   NASCAR NW   Kentucky   NASN, ESPN 2
LIVE 03:00 Uhr   Le Mans   Le Mans   SpeedTV Bis 15.30 Uhr
LIVE 09:00 Uhr   Le Mans   Le Mans   Euro 2
LIVE 11:00 Uhr   Le Mans   Le Mans   Euro
LIVE 12:00 Uhr   Le Mans   Le Mans   Euro 2
LIVE 12:00 Uhr   WTCC   Brünn 1   Euro
LIVE 14:00 Uhr   Le Mans   Le Mans   Euro
LIVE 15:15 Uhr   WTCC   Brünn 2   Euro
LIVE 16:30 Uhr   NASCAR SC   Michigan Raceday   SpeedTV
LIVE 18:15 Uhr   Formula Master   Brünn 2   Euro 2
LIVE 18:30 Uhr   NASCAR SC   Michigan Prerace   TNT
LIVE 19:30 Uhr   NASCAR SC   Michigan   TNT

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F1 Bahrain / ALMS & IRL St. Petersburg / LMS Barcelona / NASCAR Texas

Update: 05.04., 17:53 Uhr: Uwe Alzen wurde der Sieg beim Speedcarrennen von heute morgen nachträglich aberkannt, da er während des Rennens sein HANS System nicht angelegt hatte.

Update 04.04., 23:25 Uhr: Schwerer Unfall von NASCAR Rookie Michael McDowell im während des Cup Qualis. McDowell verlor der Wagen am Eingang in Turn 1 bei Tempo 190 mph, weil dort noch eine dünne Schicht Ölbindemittel lag. Der Wagen drehte sich sofort in Richtung Safer Wall und schlug ungebremst ein. Danach drehte er sich, schlug noch einmal ein. Da dachte man schon, dass das schlimmste überstanden sei, aber der Wagen verlor einfach keine Geschwindigkeit und überschlug sich seitlich mehrfach in der Luft, knallte dabei aufs Dach, bis er nach einer gefühlten Ewigkeit endlich stehen blieb. Man musste wirklich das Schlimmste befürchten, zumal der Wagen vorne auch noch Feuer gefangen hatte. Die Speed-Kommentatoren waren völlig geschockt. Aber kaum 20 Sekunden nach dem Unfall stieg McDowell aus dem Wagen und gab Zeichen, dass er ok war. Kaum zu glauben, nach diesem Unfall und wenn man danach den total zerstörten Wagen gesehen hat, der man nicht mal mehr ansah, welcher Marke er gehört. Ich hab wirklich schon lange keinen solchen Unfall mehr gesehen. Tony Stewart meint gerade im Interview, dass dies der schlimmste Einschlag in einem NASCAR Rennen gewesen sein, den er jemals gesehen hat.

Quali ist im Moment unterbrochen, da der Aufprall die Safer Wall um einen halben Meter nach hinten geschoben hat und man nun erst einmal versucht die Sicherheitsbarriere zu reparieren.

McDowell ist mittlerweile aus dem Hospital an der Strecke entlassen worden und wird morgen mit dem Backup Wagen im Rennen starten.

Update 04.04., 22:05 Uhr:

Kyle Petty wird am Wochenende durch Chad McCumbee ersetzt. Petty ist nicht besonders erfreut über die Tatsache, zumindest zeitweise aus dem Team seines Vaters geworfen zu werden. Ob es Richard Petty selber war, der seinen Sohn freigestellt hat, ist nicht klar.

Update 04.04., 20:41 Uhr:

- Überraschung: Justin Wilson vom Newman/Haas/Lanigan Team war im freien Training der IRL in St. Peterburg schnellster vor allem etablierten IRL Teams.

- Peugeot hat die Fahrerpaarung für das 24 Stunden Rennen in Le Mans bekannt gegeben:

Wagen #7:  Marc Gene, Nicolas Minassian, Jacques Villeneuve

Wagen #8: Pedro Lamy, Stephane Sarrazin, Alexander Wurz

—schnipp—

Heute im Fast-Foward Modus, aber das ist hier ja auch ein “Racing” und kein “Langsam Schreiten” Blog. Außerdem möchte ich die Arbeitswoche beenden und Bier trinken.

F1 – Bahrain Freies Training
Das, was ich aufschnappen konnte, sieht offenbar nach einer vorbestimmten Ferrari Doppelsieg aus. In der zweiten Session fummelt man ja mit der Spritrennmenge rum, und da sah das Ergebnis schlimm aus. Vermutlich kann man sich darauf einstellen, dass die beiden Ferrari vorne weggondeln und dahinter eventuell ein Rennen los geht. Könnte. Williams sieht wieder besser aus, BMW knabbert am Vorsprung von McLaren. Auf Grund des Layout des Kurses wird es eng werden, aber vermutlich wird das Rennen dann eher an der Box entschieden. Aber ich lass mich gerne überraschen.

ALMS & IRL – St. Petersburg
Doppelheader in den USA. Wie schon im letzten Jahr fahren die ALMS und die IRL zusammen auf einen Kurs, was für den Zuschauer natürlich mal ein gute Sache ist, denn zweimal hochkrarätigen Motorsport an zwei Tagen für einen Eintrittspreis ist schon nicht schlecht. Obwohl es ein Stadtkurs ist, gestaltet sich St. Petersburg höllisch schnell. Die Kurve, auf die es am meisten ankommt, ist dann auch die erste Rechtskurve. Man kommt von einer Ultrabreiten Geraden (Flugplatz) und muss sich in den Stadtkurs einsortieren. Die meisten Fahrfehler sieht man hier. Sei es, weil man den Bremspunkt verpennt, sei es, weil man einfach die Linie falsch wählt, sei es, weil man eine Lücke sieht, die einfach nicht da ist.
In der ALMS wird Audi sich wieder alleine mit den Porsche und Acura rumschlagen müssen, da Peugeot nicht antritt.

Bei der IRL bin ich mal gespannt, wie die CC Teams auf den Stadtkurs klar kommen. Nach dem letzten Wochenende ist es offensichtlich, dass man noch Monate benötigen wird, bis man einigermaßen mithalten kann. Auf Stadtkursen könnte es anders aussehen. Hier geht es ein wenig mehr um den Fahrer und auch die aerodynamische Abstimmung spielt normalerweise nicht die gro0ße Rolle. Wie erwähnt ist St. Petersburg allerdings ein sehr flüssiger und schneller Kurs, so dass die CC Teams hier wohl nicht auftrumpfen werden.
Tony Kanaan wird für seine Aktion, auf nur drei Rädern ins Ziel humpeln zu wollen, bestraft: Er bekommt 30 Minuten Streckenzeit im freien Training abgezogen.

LMS – Barcelona
Volles Haus in der Le Mans Serie. Was letztes Jahr noch eine Serie war, die so nebenbei lief, startet man dieses Jahr wirklich richtig durch. Das liegt mit Sicherheit auch an der Entscheidung von Audi, sich dem Duell mit Peugeot zu stellen. Aber nicht die mur die beiden Diesel sollte man im Auge habe. Anders als in der ALMS starten in der LMS 17 wagen in der großen Prototypen Klasse. Aber auch in der LM P2 geht es eng zu, denn da tauchen die immer mehr Porsche RS Syder auf, die sich hart duellieren werden. Eine komplette Entry List gibt es hier. Das Rennen geht über 1000 KM und läuft leider parallel zu der F1, aber ein wenig hin und her zappen sollte sich lohnen.

NASCAR – Texas
Nach den langen und langsamen Rennen auf den Shortracks, geht es jetzt wieder mit 200 mph in ein Oval. Texas ist ein klassisches 1.5 Meilen Oval mit 24 Grad Banking. Das macht den Kurs irrsinnig schnell. Die schnellste Durchschnittsgeschwindigkeit liegt bei 196 mph, also knapp 320 km/h. Wie gesagt: im Durchschnitt. Eigentlich verfügt Texas über einen guten Asphalt, der jede Menge Grip bietet, doch nach den Problemen von Goodyear auf den anderen 1.5 Meilen Kursen in Las Vegas und Fontana, muss man mal abwarten, wie der Reifen ist, den man mitgebracht hat. Die Fahrer haben Goodyear nach dem Rennen in Atlanta noch einmal mächtig unter Druck gesetzt und noch so einen PR-Gau kann sich der US-Reifenhersteller nicht leisten.Wen kann man vorne erwarten? Offensichtlich sollte Joe Gibbs mit den Toyota eines der Teams sein, die es zu schlagen gilt. Auch Roush sollte nach seinem kleinen und überraschenden Einbruch auf den Shorttracks mit Carl Edwards wieder vorne dabei sein. Bei Hendrick bin ich mir nicht so sicher. Junior könnte ein Siegkanadidat sein, aber wann war er dass in diesem Jahr noch nicht? Gordon und Johnson würden sicher auch gerne gegen Gibbs kämpfen, aber bisher sahen beide auf den schnellen Ovalen nicht gut aus. RCR sehe ich nicht in den Top 5. Man hat selber schon zugegeben, dass einem noch der Speed fehlt. Gleiches gilt für die Dodge, zumindest die von Ganassi. Die Penske Fahrer sollte man in Texas weiter vorne sehen.

Wer sich fragt, wo die Übertragungen der NW Serie sind – das erste Trainung der NW war schon gestern Abend und wird dieses Wochenende von ESPN 2 übertragen – und die haben sich entschlossen am Freitag nichts zu übertragen. Cup läuft wie gewohnt auf Speed.

Und sonst?
WTCC startet in Puebla, da schreib ich morgen noch was zu.

Eurosport hat erkannt, dass die Speedcarseries ziemlich guten Motorsport bietet und überträgt die Serie ab sofort. (Sind ja leider nur noch zwei Veranstaltungen). Dieses Wochenende sieht man neben Johnny Herbert, Jean Alesi, Uwe Alzen und anderen Stars, auch Jacques Villeneuve und Heinz Harald Frentzen.

05.04.2008

LIVE 08:30 Uhr Speedcar Bahrain 1. Lauf Eurosport 2
LIVE 09:55 Uhr Formel Eins Bahrain 3. FT Premiere Wdh: 11:30 Uhr
LIVE 11:30 Uhr Porsche SC Bahrain 1. Lauf Eurosport
LIVE 12:45 Uhr Formel Eins Bahrain Quali Premiere, RTL Wdh: 23:00 Uhr
Aufz. 13:15 Uhr Porsche SC Bahrain 1. Lauf Eurosport 2
LIVE 14:45 Uhr GP2 Asia Bahrain 1. Lauf Euro 2
Aufz. 17:00 Uhr Formel Eins Bahrain Quali DSF
Aufz. 17:05 Uhr British F3 Oulton Park MotorsTV
Aufz. 17:55 Uhr British GT Oulton Park MotorsTV
LIVE 18:00 Uhr NASCAR SC Texas Training SpeedTV
LIVE 19:30 Uhr ALMS St.Petersburg ABC (!)
Aufz. 20:00 Uhr Formel Eins Bahrain Quali DSF
LIVE 21:00 Uhr NASCAR NW Texas ESPN 2 (!)
Aufz. 22:45 Uhr British F3 Oulton Park MotorsTV
LIVE 23:00 Uhr WTCC Puebla Quali Euro 2
Aufz. 23:35 Uhr British GT Oulton Park MotorsTV

06.04.2008

LIVE 08:30 Uhr Speedcar Bahrain 2. Lauf Eurosport 2
LIVE 10:30 Uhr Porsche SC Bahrain 1. Lauf Premiere, Euro 2
LIVE 11:15 Uhr LMS Barcelona Eurosport, MotorsTV
LIVE 12:00 Uhr GP2 Asia Bahrain 2. Lauf Euro 2
LIVE 12:45 Uhr Formel Eins Bahrain Premiere, RTL
LIVE 16:00 Uhr WTCC Puebla Warm Up Euro 2
LIVE 17:30 Uhr NASCAR SC Texas Raceday SpeedTV
Aufz. 17:45 Uhr ALMS St. Petersburg MotorsTV
Aufz. 18:00 Uhr Formel Eins Bahrain DSF
LIVE 19:00 Uhr WTCC Puebla 1. Lauf Eurosport
LIVE 19:30 Uhr NASCAR SC Texas Fox
Aufz. 19:45 Uhr British F3 Oulton Park MotorsTV
LIVE 20:30 Uhr IRL St. Petersburg Premiere, ESPN
LIVE 22:00 Uhr WTCC Puebla 2. Lauf Eurosport

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Updates die nächsten Tage / F1 News / NASCAR News

Ich bin ab morgen auf der re:publica 08. Da gibt es zwar WLAN, aber ich muss mal sehen, wie ich mit den Updates hier voran komme. Wegen der Konferenz fällt wohl auch die Analyse der Bahrain Quali weg.

F1 News
- Ferrari packt in Bahrain ein neues Aeropaket auf den Wagen. Vor allem wird wohl die Heckpartie weiter zerklüftet. Nicht dabei ist der mit Spannung erwartete neue Frontflügel, der besagtes 70er Jahre Loch haben soll. Offenbar ist der noch nicht so ganz ausgereift. Fotos davon sind leider noch nicht aufgetaucht.

- Felippe Massa ist nach seinen beiden Fahrfehlern in Italien derartig angeschlagen, dass Luca di Montezemolo persönlich dem Brasilianer den Rücken stärken muss. Klar ist: wenn sich Massa am Wochenende erneut von Raikkönen bügeln lässt, wird er wohl so lange die Nummer Zwei sein, bis er den Finnen punktemässig eingeholt hat. Was wohl nur passiert, wenn Räikkönen ein paar mal ausfällt. Noch so einen Ausrutscher, eine Kollision oder sonstiges kann sich Massa nicht leisten.

- Bei Renault hat Alonso wohl freiwillig angeboten, dass er seine Abstimmungsdaten mit Piquet jr. teilt. Offenbar ist die Stimmung besser als der Wagen.

NASCAR News
- Die Overnight Ratings für das Martinsville Rennen haben sich im Vergleich zum letzten Jahr nicht verändert. Damit hält die NASCAR in diesem Jahr noch Kurs. Nun ist ein Shorttrack Rennen auch in den USA nicht jedermanns Sache. Bin mal gespannt, wie die Rating in Texas sind.

- Die Angelegenheit zwischen Jack Roush und Michael Waltrip ist zumindest nach außen erledigt. Die NASCAR hat entschieden, dass der Diebstahl (Roush) bzw. die Verwechslung (Waltrip) Sache der Teams ist. Tatsächlich gibt es viele Stimmen aus dem Fahrerlager, die sagen, dass eine Verwechlsung von Einzelteilen schnell passieren kann. Die Teams sitzen ja nicht wie in der Formel Eins in abgeschotteten Boxen, sondern nebeneinander in teilweise großen Hallen zu denen fast jeder Zutritt hat. Was allerdings kritisch angemerkt wird, ist die Tatsache, dass das Teil vier Monate im Waltrip Shop rumlag. Michael Waltrip selber hat eh nicht den allerbesten Ruf in Sachen “Schummeln”.

- Hendrick Motorsport und insbesonderer Junior wollen endlich den ersten Sieg in der Saison. Earnhardt wird nächste Woche sogar am Nationwide Rennen teilnehmen um mehr Infos für das Cup Rennen zu haben.

- Meine Top Fahrer der Woche:
Jeff Burton – Zumindest auf den Shorttracks hat RCR was gefunden. Burton führt die Meisterschaft an.
Dale Earnhardt jr. – Reihenweise Top 5 Ergebnisse in diesem Jahr.
Danny Hamlin – Aus dem Nichts auf Platz Eins. Saubere Leistung

- Flop Fahrer der Woche:
Michael Waltrip – Falsche Sway bar eingebaut, oder warum geht es nicht so richtig nach vorne?
Matt Kenseth – Revanchefoul und schlechtes Rennen sind eine schlechte Kombi.
Kurt Busch – Was ist denn mit dem los?

- Team der Stunde
RCR – Nach dem schlechten Start nun ganz vorne in allen Wertungen

- Team mit Problemen
DEI – Die hoffen wohl darauf, dass die schnellen Ovale wiederkommen.

Und sonst?
- Die IRL hat Coca-Cola als Hauptsponsor der Serie für die nächsten Jahren gewinnen können. Das dürfte der Serie einiges an Popularität im Sinne von Markenbewußtsein bringen.

Der Vermarkter der MotoGP, die Dorna, macht ernst mit dem Versuch, Eurosport los zu werden. Mit der BBC hat man schon einen Vertrag bis 2013 geschlossen, also ist Eurosport aus einem Kernmarkt schon mal raus. In Deutschand halten sich die Gerüchte, dass ARD und/oder ZDF mit der Dorna verhandeln.

02.04.2008

Aufz. 11:20 Uhr   French GT   Nogaro   MotorsTV
Aufz. 12:10 Uhr   ARCA   Talladega 2007   MotorsTV
Aufz. 19:30 Uhr   NASCAR SC   Martinsville   Premiere

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Formel Eins Sepang 2008 / NASCAR NW Nashville

Das war mal wieder ein schönes Beispiel dafür, was in der Formel Eins alles schief laufen kann, denn ehrlicherweise muss man sagen, dass das Rennen kaum Höhepunkte bot und nur gemächlich vor sich hin plätscherte. Woran das liegt? Zum einen am Kurs. Eckige Kurse wie der in Melbourne, die wenig schnelle Kurven haben, haben den Vorteil, dass das Feld lange eng zu zusammenbleibt, weil die Aerodynamik nicht eine so große Rolle spielt. Die Tielke-Kurse sind fahrerisch schön, haben aber den Nachteil, dass in Kombination mit der Aerodynamik der Formel Eins einfach nichts geht. Die “dirty air”, die jeder Wagen hinter sich her schleppt, macht ein Überholen so gut wie unmöglich. Man kann natürlich sagen: Es ist nur der Kurs. Aber das stimmt nicht. Wie man im Rennen der “Speedcarserie” gesehen hat, kann man auch auf dieser Strecke packende Rennen liefern, die sich erst in den letzten Kurven entscheiden. Aber moderne F1 Wagen werden ebenso konstruiert, dass sie eben nach hinten die Luft möglichst so verwirbeln, dass der Gegner einfach nicht rankommt, bzw. in den Kurven abreißen lassen muss, weil ihm sein Anpressdruck flöten geht. Das Problem sind also eher die Wagen und nicht der Kurs, obwohl Sepang jetzt nicht zu den Glanzstücken von Tielke gehört. Die FIA hat das Problem schon länger erkannt und ab 2009 soll die Aerodynamik um 50 % beschnitten werden, damit man auch mal wieder vernüdnftig hintereinanderher fahren kann. Zum Rennen kann man also nichts sagen, außer, dass ich Mühe hatte, mich wach zu halten.

Zu dem Teams gibt es dann schon mehr zu sagen. Das Ferrari das Rennen dominieren würde, war von Anfang an klar. Es ging ja eher um die Frage, ob die Technik halten würde. Damit gab es keine Probleme, dafür machte Felippe Massa seinen zweiten schweren Fehler in dieser Saison. In der eher mittelschnellen Doppelrechts verlor er das Auto, weil zu weit auf den Randstein kam. Im der offiziellen Presseerklärung von Ferrari heißt es, dass man einen möglichen Bruch der hinteren Aufhängung noch untersucht. Aber auch wenn man da was findet – der Fehler lag so oder so beim Braslianer, der versuchte mit Kimi Raikkönen Schritt zu halten, was ihm offensichtlich nicht gelang. Ein wirklich böser Fehler, vor allem, weil er Ferrari nach dem Doppelausfall in Australien wichtige Punkte in der Konstrukteursmeisterschaft kostete. Es ist viel zu früh Massa abzuschreiben, aber bedenklich sind die beiden Fehler schon, zeigen sie doch auf, dass er sich sehr unter Druck setzt. Raikkönen selber zeigte seine Klasse. Wenn man die Rundenzeiten verfolgt hat, konnte man sehen, wie exakt er seine Runden abspulte. Das war schon eine Meisterleistung.

McLaren hatte halt die Probleme, die man hat, wenn man aus dem Mittelfeld raus startet. Dafür, dass Kovalainen nur als achter gestartet ist, ist sein dritter Platz allerdings schon eine hochgezogene Augenbraue wert. Er hatte ein wenig mehr Glück als Hamilton. Sowohl an der Box, als auch im Verkehr. Während Hamilton sich mit Mark Webber rumschlagen musste, fuhr der Finne davor seine Geschwindigkeit. Interessanterweise hatte Kovalainen seinen Teamkollegen gut im Griff. Da könnte sich noch was interessantes in diesem Jahr entwicklen, wenn man Kova nicht zurückpfeift. Wie erwartet war McLaren in Sepang ein Stück langsamer als in Melbourne. Offenbar trifft im Moment das zu, was ich mir an Hand der Testzeiten schon zusammengereimt hatte: Der McLaren ist auf den Tielke-Kursen nicht so gut aufgestellt. Ron Dennis selber meinte nach dem Rennen, dass man bis zum Rennen in Barcelona abwarten müsse wo man stehen würde.

BMW hatte Glück und Pech. Heidfeld war nach dem Start schon fast dritter, als er mit Trulli kämpfte, der ihn nicht sah und nach außen drängte. Dadurch fiel der Deutsche weit zurück, hatte dafür aber dann später das Highlight, als er einfach die in einen Zweikampf verzahnten Alonso und Coulthard auf der Gegengerade außen überholte. Das war zum einen eines der besten Überholmanöver der letzten Zeit, und leider auch das einzige Highlight des Rennens. Das Kubica seinen zweiten Platz brav nach Hause fuhr war eine schöne Leistung, interessanterweise war man allerdings auf Augenhöhe mit den McLaren. Ohne die Probleme beim Start, wäre für BMW mehr drin gewesen. Der Wagen scheint mit seinen dreißig Millionen Flügelchen gut zu funktionieren und ich bin mal gespannt, wann die anderen Teams das Gefügel auf der Vorderachse kopieren.

Toyota war dagegen eine Überraschung. Trulli fiel nach dem Start auf Platz sechs zurück, profitierte aber massiv von dem Zweikampf zwischen Hamilton und Webber, die sich gegenseitig aufhielten. Dazu kamen die Probleme von McLaren und Red Bull beim Boxenstopp und schon war Trulli auf Platz vier. Klar – die Zeiten der McLaren und BMW konnten sie nicht erreichen, aber immerhin war man schnell genug, um die letzten Runden den Abstand zu Hamilton zu kontrolliere. Wer auf diesem Kurs schnell ist, dürfte gute Karten in der Saison haben. Die Grundkonzeption des Wagen stimmt also, was bei Toyota ja nicht so oft vorgekommen ist in den letzten Jahren. Und irgendwann kommt Timo Glock dann auch mal ins Ziel. Der wurde von Nico Rosberg abgeschossen, allerdings war die Tür auch arg weit offen, als Glock sich entschloss doch noch nach innen zu fahren.

Katastrophal war das gesamte Wochenende von Williams. Dazu muss man nur wenig sagen. Aber vielleicht hilft so ein Wochenende, dass man die eigenen Ansprüche etwas gerade rückt. Man war eigentlich von allen Teams ziemlich weit entfernt, was bedauerlich war. Im letzten Jahr lag man bei der schnellsten Rennrunde rund eine Sekunde hinter McLaren, in diesem Jahr waren es 1.5 Sekunden. Man schiebt das auf den neuen Asphalt in Sepang – naja. Wenn der Wagen in Bahrain auch nicht funktioniert, hat man wohl ein größeres Problem.

Der Rest der Teams fuhr im Nirwana. Vor allem Renault ist komplett außer Form. Man kommt nicht mal ansatzweise in die Nähe der Top 5, was schon erstaunlich ist. Sprach Alonso nicht vor der Saison von Siegchancen? Da muss wohl noch einiges passieren. Die Formel Eins wäre auch nicht die Formel Eins, wenn nicht sofort nach zwei Rennen das große Stühlerücken losgehen würde. Oder besser gesagt: die Gerüchte darüber. Zwei Fehler von Massa, ein Renault Team, dass von der Rolle ist, und schon sieht man den Fahrertausch vor Augen. Alonso bei Ferrari gegen Raikkönen- das wäre in der Tat eine Sache, die auch einem langweiligen GP wie heute etwas Pfeffer geben würde. Immerhin: ab 2009 muss man nicht mehr am Sonntag um kurz vor acht aufstehen. Ecclestone hat den Veranstaltern die Zusage abgerungen, dass man ein Nachtrennen veranstaltet. Bedeutet, dass man erst um 12.00 Uhr MEZ startet.

NASCAR – NW Rennen Nashville
Es geht also doch. Wenn denn mal die meisten Cup Fahrer Urlaub machen, dann kann auch mal ein Fahrer gewinnen, der ausschließlich in der NW Serie startet. Scott Wimmer hat es gestern in einem Benzinkrimi hinbekommen, besser als Clint Bowyer zu sein. Glückwunsch, so etwas passiert ja nicht oft. Aber die Sache mit dem Benzin in den letzten Runden war dann auch alles, was an diesem Rennen spannend war. Drei Cuations. Mehr muss man dazu nicht sagen.

Dominiert wurde das Rennen zunächst mal wieder von Kyle Busch, der klar das beste und stärkste Auto hatte. Aber wieder reichte es nicht zum Sieg. Diesesmal war er aber selber schuld. Als von hinten Clint Bowyer auf ihn auflief, weil der zu diesem Zeitpunkt den besseren Wagen bzw. die besseren Reifen hatte, versuchte Busch jr. alles um Bowyer auf dem zweiten Platz zu halten. Das resultierte dann in einen Dreher übers Infield, der ihn am Ende zwei Runde kostete. Kyle Busch ist ein Ausnahmetalent – keine Frage, aber ein etwas erfahrener Pilot hätte zu diesem Zeitpunkt im Rennen Bowyer vielleicht ziehen lassen. Immerhin war man nicht in den letzten drei Runden, sondern hatte noch massig Zeit. So hat Busch nicht nur den Sieg weggeworfen, sondern hat auch die Chance verpasst, in der Tabelle ein gutes Stück nach vorne zu kommen.

Ansonsten breite ich dann auch über dieses Rennen lieber den Mantel des Schweigens.

Und sonst?
Ich hätte ja auch gerne was über die GP2 Asia Serie geschrieben, aber dooferweise hat Eurosport 2 mal wieder in allerletzter Sekunde das Programm umgeworfen und sämtliche Wiederholungen der Rennen für heute gestrichen. Der Sender geht mir auf die Nerven. Ist ja nicht das erste Mal, dass sie das machen.

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NASCAR Sprint Cup Las Vegas – Analyse / WTCC Curitiba – Rückblick / MotorsTV ohne ELMS Rechte

Wenn man jemanden vom Motorsport der NASCAR überzeugen wollte – das gestrige Rennen in Las Vegas wäre ein gutes Beispiel. Es hatte wirklich alles, was man sich wünschen kann. Deftige Zweikämpfe, verzweifelte Piloten, interessante Boxenstrategie, Dramatik und erschöpfte Fahrer. Über drei Stunden lang kämpften die NASCAR Teams um den Sieg und bis zur vorletzten Runde war es nie richtig klar, wer das Rennen gewinnen konnte. Mit anderen Worten: Das gestrige Rennen in Las Vegas war das beste Rennen der bisherigen Saison.

Schon das Rennen der Nationwide Serie am Samstag ließ erahnen, dass es auf der Strecke in diesem Jahr schwer zur Sache gehen würde. 13 Gelblichtphasen waren ein neuer Rekord und die Cup Fahrer stellten mit 11 Caution ebenfalls einen neuen Rekord auf. Dabei ist die Strecke eigentlich nicht viel anders, als andere 1.5 Meilen Ovalen, doch offenbar hat der Umbau vor zwei Jahren dem Kurs eine völlig andere Charakteristik gegeben. Die 20 Grad Banking sind es vermutlich, die den Rennen richtige Würze geben. Jedenfalls war es ein guter Kontrastpunkt zu dem lahmen Rennen in Fontana eine Woche zuvor. Von Anfang an ging es gut zur Sache. Es wurde um die Führung gekämpft, aber auch dahinter dauerte es lange, bis sich das Rennen einigermaßen gesetzt hatte. Durch die vielen Unfälle und Gelblichtphasen bekam das Rennen zu dem einen komplett anderen Dreh, weil plötzlich das halbe Feld, inkl. einiger Favoriten eine Runde zurück lag. Aus der Nummer kamen nur wenige raus, da es bei jeder Unterbrechung ja nur einen “Lucky Dog” gibt. Um diesen Platz wurde hart und sehenswert gekämpft. Vorne war lange Kyle Busch in guter Position, doch gegen Ende ging ihm die Luft aus. Ab Mitte des Rennens war klar, dass die Ford mal wieder sehr stark waren. Carl Edwards Crew machte einen Fehler, so dass er ans Ende der Führungsrunde musste, aber erkämpfte sich bald wieder in die Spitzengruppe. Wer gewinnen wollte, der musste Edwards schlagen. Die Crew von Junior probierte es mit einem mutigen Strategiespiel, in dem man Earnhardt einen Boxenstopp nicht machen ließ, so dass er in Führung lag. Vorher war um Platz 10 unterwegs gewesen und nicht wirklich nach vorne gekommen. Die Entscheidung ihn draussen zu lassen war mutig, denn er hatte gut 20 Runden auf seinen Reifen und der Tank war natürlich auch leerer als bei seinen Konkurrenten. Und dann blieb es sehr lange grün und Junior beklagte sich im Funk über ein immer schlechter werdendes Auto. Er wurde dann in letzter Sekunde durch eine “Debris” Caution erlöst. Am Ende hatte sich der Mut gelohnt, auch wenn er in den letzten Runden gegen Carl Edwards chancenlos war. Es war also ein sehr abwechslungsreiches Rennen und es brachte ein paar Erkenntnisse:

Toyota ist nicht schlecht unterwegs. Kyle Busch fuhr wie schon fast üblich am Anfang vorne weg und war lange in der Spitzengruppe. Auch Tony Stewart war mal kurz in Führung. Doch irgendwie verlieren die Toyotas wie im letzten Jahr schon gegen Rennende ihre Performance. Bei FOX rätselte man auch, woran das liegen könnte. Kyle Busch war klar auf den Shortruns gut, aber Stewart war besser bei den Longruns. Es kann also nicht daran liegen, dass man grundsätzlich zu “kurz” abstimmt. Trotzdem geht den Toyotas gegen Ende der Saft aus. Auch die Vermutung, dass die anderen Teams erst gegen Ende des Rennens ihr wahres Potential zeigen, kann nicht hinkommen, denn gestern wurde fast über das gesamte Rennen voll gefahren. Man darf gespannt auf das Rennen in Atlanta nächste Woche sein. Das ist ein Highspeed Oval das noch schneller als Fontana ist. Vielleicht komme die Toyota hier auf Touren.

Hendrick Motorsport hat einen schlechten Start in dieser Saison. Der zweite Platz von Junior kann nicht darüber wegtäuschen, denn in den letzten Runden hatte Earnhardt jr. nicht den Hauch einer Chance gegen den späteren Sieger Carl Edwards und musste sich zu dem auch noch des heranstürmenden Greg Biffle erwehren. Nach dem Rennen machte Earnhardt auch einen extrem frustrierten Eindruck, was mich schon ein wenig überrascht hat. Aber der Frust rührte wohl daher, dass er einfach so knapp vor seinem ersten Sieg seit zwei Jahren gestanden und dann keine Chance hatte. Dabei war er noch im Glück. Jeff Gordon fiel wegen seines Unfalls ganz aus (siehe weiter unten), und Jimmie Johnson hatte ein rabenschwarzes Wochenende. Der Doppel-Meister kam nie in Schwung, fuhr mit die langsamsten Zeiten und auch langwierige Umbauten an seinem Wagen änderten nichts. Ein Wochenende zu vergessen für Johnson, Gordon und Hendrick Motorsport.

Besser lief es für Dodge, auch wenn man dort nicht zufrieden sein konnte. Irgendwie rutschte Kasey Kahne gleich am Anfang in die große Gruppe derjenigen, die eine Runde zurück waren, und es dauerte sehr lange, bis er wieder vorne dran war. Dann allerdings lief es gut und er erreichte einen Platz in den Top Ten. Bei Ganassi sah es allerdings bei weitem nicht so gut aus. Montoya, Sorenson und Franchitti fielen während des gesamten Rennens kaum auf. Das galt auch für Ryan Newman. Nur Kurt Busch war vorne mal dran, konnte die Pace auf Dauer aber nicht halten.

Einen Lichtblick gab es von RCR. Harvick wurde vierter, was immerhin schon mal etwas ist. Allerdings gab man zu, dass zu jeder Zeit im Rennen der Wagen zu langsam war und man darf auch nicht vergessen, dass sehr viele der Favoriten ausfielen oder mit Problemen zu kämpfen hatten. Normalerweise findet man vorne noch Johnson, die Busch-Brüder, Stewart und Gordon. So gut sieht es also weiterhin nicht aus und man hofft vermutlich im RCR Lager auf die Short-Track Saison.

Eitel Sonnenschein dagegen bei Ford. Zwei Siege auf zwei sehr unterschiedlichen Strecken hintereinander und das in einer sehr dominierenden Art und Weise. Wäre Kenseth nicht rausgeflogen, ein Dreifach Sieg wäre drin gewesen. Nach dem schwachen Auftritt in Daytona, kommt die plötzliche Ford-Dominanz im CoT schon etwas überraschend. Man hatte die sicher für die Short-Tracks und Betonbahnen auf dem Schirm, aber nicht für die ultraschnellen 1.5 Meilen Ovale. Roush/Fenway hat ein super Paket hingestellt und Edwards ist einer, dem man durchaus auch einen Meistertitel zutrauen würde.

Es war also ein sehr gutes Rennen gestern, aber es gab leider auch ein paar Unfälle. Tony Stewart platzte ein Vorderreifen mitten in Turn 1 und er schoss fast ungebremst in die Mauer. Der Aufprall war sehr hart, auch wenn er seitlich erfolgte und Stewart brauchte ewig um aus dem Auto zu kommen. Wie heute bekannt wurde, hat er sich auch einen Knöchel verletzt. Ein paar Runden später hatte Kurt Busch einen identischen Unfall. Er blieb zwar unverletzt, war aber ziemlich wackelig auf den Beinen, als er aus dem Wagen stieg.Den schrecklichsten Unfall hatte Jeff Gordon. Er berührte beim Restart am Ausgang von Turn 2 Matt Kenseth, drehte sich nach innen, und schlug dort auf Höhe der Vorderachse links seitlich in die Mauer. Der Wagen löste sich in seine Bestandteile auf, der Kühler flog von der inneren Mauer bis mitten auf die Strecke und für einen Moment musste man befürchten, dass Gordon was abbekommen hatte. Aber konnte unverletzt aus dem Wagen steigen. Wäre er nur einen Meter weiter hinten eingeschlagen, die Sache hätte vermutlich anders ausgesehen. Gordon kritisierte sofort und vor allem zurecht, dass es auf der Innenseite der Strecke keine Safer Wall geben würde. Das ist bei vielen Strecken so und eigentlich ist das Unsinn, denn die Wagen drehen sich gerne mal nach innen, wenn sie aus den Steilkurven rauskommen. Die NASCAR hat gestern mal wieder richtig viel Glück gehabt.

Zwei Sachen noch: Carl Edwards Wagen hat die Inspektion nach dem Rennen nicht bestanden. Es fehlte ein Deckel beim einem Öl-Dings. Der Sieg bleibt ihm, allerdings wird man das Team vermutlich bestrafen. Wieso wegen eines blöden Deckels? Weil dadurch das Öl besser gekühlt wird und man einen Wettbewerbsvorteil hat.

A.J. Allmendinger wird bei Red Bull wohl für ein paar Rennen ersetzt. Man ist extrem unzufrieden mit ihm, da er sich nicht mehr qualifizieren kann. Im Gespräch als Ersatz: David Stremme und Sterling Marlin.

WTCC – Seat Meisterlich / Farfus disqualifiziert
Zwei gute Rennen lieferte die WTCC zum Saisonstart ab, wobei man auch sagen muss, dass die Strecke in Curitiba wirklich gute Rennen zuläßt. Die Mischung aus langen Geraden, engen und Kurven zeigt bei jedem Wagen seine Stärken und seine Schwächen. So waren die BMW im Infield deutlich besser als die Seat, aber sobald die auf den Geraden waren, kam der TDI Bumms und die BWM kamen im Windschatten nicht näher sondern verloren sogar an Boden. So war es kein Wunder, dass Seat im ersten Lauf das Rennen dominierte und mit Yvan Muller vor Rydell gewann. Nur der völlig entfesselt fahrende Augusto Farfus vereitelte einen Dreifach-Erflog der Spanier. Allerdings: Farfus wurde nach dem Rennen disqualifiziert, weil irgendwas an seiner Aufhängung nicht stimmte. Die Punkte aus dem ersten Lauf ist er also los. Richtig schlimm erwischte es Chevy, die gleich alle drei Wagen in den ersten Runden verloren. Am schmerzvollsten war es wohl, dass sich völlig unnötig Nicola Larini und Alan Menu gegenseitig abschossen. Ein Alptraum.

Im zweiten Lauf ging es etwas ruhiger zu, aber auch hier gewann ein Seat (Tarquini) ziemlich ungefährdet vor Weltmeister Priaulx und seinem Markenkollegen Porteiro. Die Dominanz von Seat sorgte für lange Gesichter bei BMW und die politischen Spielchen gehen sofort los. Man würde es gerne sehen, wenn die FIA den Ladedruck der TDIs runterschrauben würde. Das kann eine heitere Saison werden.

MotorsTV verliert ELMS Rechte
Eurosport hat heute bekannt gegeben, dass man für die nächsten drei Jahre die Rechte an den 24 H von Le Mans und der europäischen Le Mans Serie erworben hat. Es hatte sich schon im letzten Jahr angekündigt, dass MotorsTV 2008 wohl nicht mehr das Rennen in Le Mans zeigen würde, aber ich war bis dato davon ausgegangen, dass man die Rennen der ELMS auf jeden Fall sicher hat. Wer sonst hat Interesse, die sehr langen 1000 KM Rennen der Serie komplett live zu zeigen. Deswegen war ich dann heute schon sehr überrascht, dass MotorsTV auch diese Rechte verliert. Eurosport hat schon bekannt gegeben, dass man die 24 H von Le Mans auf jeden Fall komplett live zeigen wird. Die Übertragung wird teilweise auf Eurosport, teilweise auf Eurosport 2 laufen. Was mit den 1000 KM Rennen ist, haben sie bisher nicht gesagt. Meine Anfrage, die allerdings auch erst drei Stunden alt ist, blieb bisher unbeantwortet.

Für MotorsTV ist das eine Katastrophe, denn neben der ALMS waren die ELMS und die 24 H das Highlight im Programm und vor allem die einzige Liveübertragung. Die ALMS läuft zwar weiter, aber die fehlenden ELMS Rennen dürften ein Loch in die Planung des Senders reißen. Bei den Franzosen entwickelt sich Jahren sowieso alles nach hinten. Man hatte die Live-Rechte der Busch/Nationwide Serie, hat die aber nicht genutzt und schließlich abgegeben. Bei der BTCC hätte man angeblich die Rechte außerhalb von England haben können, da man aber England an ITV verloren hatte, verzichtete man beleidigt auf die BTCC. Man versprach stattdessen die britische GT Meisterschaft zu bringen, aber die kommt auch nur mit wochenlanger Verzögerung ins Programm. Als Highlight hat man noch die V8 Supercars. Hier hat man auch die Liverechte, verzichtet aber, bis auf die Rennen in Bathurst und Bahrain wegen der Zeitverschiebung auf eine Übertragung. Die Lücken im Programm füllt man in letzter Zeit mit viel unendlichen Wiederholungen und Endurosport und es wird noch mehr werden, denn man die Rechte der MX und MX2 Meisterschaft gekauft. Motorsport gibt es auf MotorsTV auch nur noch eher selten.

MotorsTV leidet massiv unter den weltweit teurer werdenden TV-Rechten. Der kleine Sender hat kaum Budget und kann gegen Eurosport oder Pay-TV Sender nicht gegenhalten. Auf der anderen Seite hat man einiges auch selbst verbockt. Die BTCC hätte man laut meinen Infos haben können (auch in diesem Jahr), die Abgabe der Busch-Rechte vor zwei Jahren lag nicht an der NASCAR. Wenn MotorsTV wenigstens noch die kleineren Nachwuchsserie, wie die Formel BMW oder Formel Renault live bringen würde – aber auch hier gibt es, wenn überhaupt, nur Aufzeichnungen, die Wochen später kommen. Irgendwie habe ich in Sachen MotorsTV kein gutes Gefühl.

Und sonst?

03.03.2008

Aufz. 20:15 Uhr NASCAR SC Las Vegas SpeedTV
Aufz. 22:45 Uhr ARCA Nashville 2007 MotorsTV

04.03.2008

Aufz. 19:10 Uhr ARCA Nashville 2007 MotorsTV
Aufz. 20:00 Uhr A1 GP Durban Premiere
Aufz. 21:00 Uhr ALMS Saison 2007 MotorsTV

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Eurosport gewinnt sämtliche TV-Rechte der Le Mans Serie

Nur ganz kurz: Eurosport hat den Deal um die TV-Rechte der Le Mans Serie gewonnen und damit MotorsTV ausgebootet. Der Deal umfasst nicht nur das 24 H Rennen von Le Mans, sondern auch sämtliche 1000km Events der LMS Saison. Damit verliert MotorsTV eines der wichtigsten Standbeine ihrer pan-europäischen Übertragungsrechte. Europsort hat angekündigt, dass man das 24 H Rennen komplett live auf Eurosport und Eurosport 2 übertragen wird. Wie es mit der Live-Übertragung der 1000 km Rennen aussieht, ist noch nicht bekannt. Mehr dazu später.

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