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NASCAR – Keine runde Sache / DTM – Der Ring / Diverses

Während in Indianapolis die Reifen im Sekundentakt platzten, lag ich am See in der Sonne. Eine offenbar gute Entscheidung, denn ein sich wiederholendes Sprintrennen über 10 Runden braucht ja auch keiner. Die Frage, die jetzt alle bewegt ist: Wer ist schuld am Debakel?

Dazu muss man die Frage klären, wie so ein Reifen eigentlich funktioniert. Im Prinzip geht es um zwei Dinge: die Lauffläche und die darunter liegenden Schichten, die den Reifen stabilisieren. Bei Goodyear ist das eine Lage aus Kevlar, die Seiten werden unter anderem mit dünnen Kupferdraht gesichert. Ist zuviel Bewegung im Reifen, ist dieser instabil und baut zum Beispiel zuviel Hitze auf. In der Folge löst sich die Lauffläche schneller auf, als es einem lieb ist, was in Indy allerdings nicht passierte, da Goodyear nicht verlernt hat, wie man einen Reifen stabil zusammenklebt.

Es ist durchaus normal, dass eine Strecke zu Beginn eines Wochenendes mehr Reifen “frißt”, als gegen Ende. Das liegt einfach daran, dass die Strecke erst Grip aufbauen muss. Dieser Grip kommt nicht einfach so, sondern letztlich von den Reifen. Der Gummi auf der Lauffläche eines Reifen wird wird dabei auf den Asphalt übertragen. Wie geht das? Hat ein Reifen eine bestimmte Temperatur, wird der Gummi weich. Man kann einen kalten Reifen über den Asphalt ziehen – da passiert wenig. Ist er aber heiß, reißt der Asphalt vor allem unter Belastung, also in Kurven, kleine Stücke aus dem Gummi, die wiederum in den Asphalt gedrückt werden. Ein wenig ist es so, als ob man versucht Käse zu reiben. Holt man einen Parmesan aus dem Tiefkühlfach und versucht ihn zu reiben, wird man sich schwer tun. Er braucht eine gewisse Temperattur, damit er sich gut reiben läßt. Wird er allerdings zu weich, werden zu große Stücke rausgerissen. Das geht mit Slicks ähnlich.

Je rauer ein Belag ist, desto mehr Gummi wird aus den Reifen gerissen. Der landet dann teilweise im Asphalt, teilweise wird das Gummi auch an die Seite des Reifens geschoben. Es bilden sich Wülste die dann stückchenweise abfliegen – und am Straßenrand die sogenannten “marbles” bilden, also diese Gummistückchen, die da rumliegen.

Der Belag in Indy ist besonders brutal. Das ist allerdings keine große Neuigkeit, wie Michelin 2005 schon mal feststellen konnte. Auch bei Goodyear weiß um die Besonderheiten der Strecke. Man hat eine besonders aggressive Form von Asphalt gelegt, damit die IndyCars hier gut unterwegs sind. Die sind viel leichter und durch das flache Banking brauchen die eben mehr Grip. Firestone (=Bridgestone) scheint damit keine Probleme zu haben. Und auch die NASCAR hatte bisher mit dem alten Wagen nie große Sorgen. Warum also dieses Mal?

Zum einen liegt der Schwerpunkt des CoT höher. Ein höherer Schwerpunkt belastet aber die Reifen auch etwas mehr, weil mehr Gewicht auf den rechten Reifen liegt. Besonders betroffen ist dabei der rechte Vorderreifen, der ja auch am Wochenende als erster Probleme machte. Die Teams bekamen das in Griff, weil den Luftdruck veränderten, was aber nur dazu führte, dass der hintere rechte Reifen explodierte. Aber das allein kann es nicht sein, denn das CoT fährt ja nicht erst seit gestern rum.

Auffallend war, dass der Asphalt absolut kein Gummi annahm und die Fahrer berichteten, dass sich nicht wie üblich “marbles” bildeten. Stattdessen schien der Gummi zu einem dünnen Staub zerrieben zu werden, der den Fahrer sogar in der Nase hing. Es legte sich keine Gummispur, stattdessen lösten sich die Reifen einfach in Luft auf.

Am höheren Schwerpunkt alleine lag es also nicht. Es gibt mittlerweile nicht wenige, die meinen, dass Goodyear Mist bei der Mischung der Lauffläche oder beim Zusammenbau des Reifens gebaut hat. Oder beides. Bekannt ist, dass Goodyear im Frühjahr, bei deutlich anderen Temperaturen mit Vickers, Earnhardt und Kurt Busch einen Test gefahren hat, bei dem sich die Reifen schon damals auflösten. Offenbar hat Goodyear die Hinweise damals nicht weiter verfolgt, zu mal man auch gerade dabei war, die Reifen nach der harschen Kritik von Tony Stewart und anderen zu verbessern. Die hatten sich ja zunächst über zu harte Reifen beschwert.

Warum Goodyear nicht reagiert hat, wird man sicher noch klären, aber auffallend ist schon, wie sehr die NASCAR und Goodyear um einen Schulterschluss bemüht sind. Man versucht die Kritik klein zu halten, was angesichts des Rennens ein Witz ist. Zum zweiten Mal innerhalb eines Jahres ist es Goodyear nicht gelungen einen vernünftigen Reifen herzustellen. Das ist dann schon lächerlich.

Das man das Rennen gestartet hat, ist eine richtige Entscheidung gewesen, auch wenn es nur 10 Runden Häppchen gab. Man darf aber nicht vergessen, dass die Zuschauer nicht einfach zu einem Rennen kommen. Meist ist so ein Wochenende mit einem richtigen Urlaub verbunden, den man mit den wenigen Urlaubstagen, die man in den USA überhaupt hat, aufstockt. Eine Absage wäre also nicht in Frage gekommen. Auf der anderen Seite war das natürlich kein Rennen und die Aussage von Robin Pemberton, NASCAR’s VP of competition, finde ich auch etwas – naja…

“If they’re good fans,they know that occassionally something like this will go on and not all — you’d like to think that all of our races have something for somebody, right? Not everybody’s driver wins. Not everybody’s pit crew has the best stops. And not every race is a barn burner. But the fact of the matter is we’ve got 43 teams that are competing at the same time. It’s OK. If you’re a good fan, you don’t get what you want, its OK to be disappointed.”

Das ist eine, wie ich finde, ziemlich arrogante Haltung gegenüber den Fans, die viel Geld gelassen haben, um ein richtiges Rennen zu sehen, und keine dtreistündige Pit Crew Competition. Überhaupt ist es auch erstaunlich, wie sanft die Medien mit dem Thema umgegangen sind. Auf ESPN hörte man wenig Kritik, auch bei SpeedTV hielten sich Spencer & Co weitesgehend zurück. Nur Darrell Waltrip wurde in der Sendung “Windtunnel” etwas deutlicher.

Es ist mir auch unverständlich, wieso man beim CoT die Reifenprobleme nicht in den Griff bekommt. Man hat den Wagen über Jahre gestestet, Goodyear hat Zugang zu allen Daten und trotzdem versagt man derartig kläglich. Goodyear macht in diesem Jahr keinen guten Job und Kritik von Stewart aus dem Frühjahr sollte man durchaus noch mal aufwäremen. Denn im Grunde meinte Stewart, dass Goodyear zu wenig Geld in die Forschung steckt und nach ihrem Rückzug aus den meisten Serien weltweit, einfach nicht mehr in der Lage ist, vernünftige Arbeit zu leisten.

DTM – Regen macht den Fahrer froh
Es gibt so ein paar Weisheiten im Sport. “Der Ball ist rund”, ist so eine klassische. Seit dem Nürburgring könnte man vielleicht eine neue hinzufügen: “Wenn es Trocken ist, nehme ich Slicks, wenn die Strasse nass ist, nehme ich Regenreifen.” Die Entscheidung von Audi bei trockener Strecke mit Regenreifen an den Start zu gehen, weil es eventuell ja mal regnen könnte, war dann dementsprechend merkwürdig. “Oversmart” könnte man sagen, wenn man versucht recht einfache Dinge im Leben zu verkomplizieren. Klar – hinterher ist es man immer klüger. Es hätte ja auch regnen können. Aber in der Eifel ist es eben immer etwas anders. Da kann es neben der Strecke regnen und der Rest bleibt trocken. Eigentlich ist Audi ja am Ring nicht so unerfahren, also kann ich mir den Fehler nicht erklären. Und dann auch auch alle Audis auf Regenreifen zu setzten, anstatt zumindest die weiter hinten stehenden Wagen auf Slicks zu belassen – ich verstehe das nicht, da man zudem ja in den vorderen Reihen gut aufgestellt war. Also eine sehr, sehr merkwürdige Entscheidung.

Das Rennen selber war gar nicht so schlecht, was natürlich auch dem Umstand geschuldet war, dass die Audis von ganze hinten angestochen kamen. Dazu der leichte Regen, der dann am Ende stärker wurde und das Rennen noch mal richtig durcheinander wirbelte. Mit Bernd Schneider hat dann auch einer gewonnen, dem man einen Sieg nicht nur zugetraut, sondern auch gewünscht hat. Wie er auf Slicks am den Wagen am Ende auf der Strecke gehalten hat – Respekt – das war schon eine Demonstration von Erfahrung und Fahrgefühl. Das hat auch die Fahrerwertung zusammengeschoben. Timo Scheider hat jetzt 44 Punkte, Jamie Green aber 40. Ekström hat 38 und di Resta hat 37 Punkte auf dem Konto. Bei noch vier zu fahrenden Rennen wird es also mächtig spannend.

Erfreut hat uns mal wieder die ARD. Die Radrennfahrer in Frankreich hatten wohl etwas gebummelt und kamen sehr spät an. Kann passieren. Kann die ARD auch nichts für. Aber – wofür hat die ARD eigentlich drei Digitalprogramme, die sinnlos Wiederholungen runtersenden? Hätte man nicht wenigstens die Übertragung da rüber schieben können?

WTCC & BTCC – Normale Kost
Fünf solide Rennen lieferten die Tourenwagenserien in England ab. Die BTCC war in Oulton Park unterwegs, wo man rechte gute Rennen ablieferte, die alle, zumindest im Mittelfeld, sehr eng waren. Vorne war es in allen drei Rennen aber sehr ruhig. Die WTCC war in Brands Hatch unterwegs, und zumindest der zweite Lauf hatte ordentlich Pfeffer. In allen Fällen durchaus schöne Unterhaltung, wenn auch nichts besonderes. Dafür spitzt sich die Meisterschaft zwischen Tarquini und Yvan Muller richtig zu. Die beiden liegen nur noch einen Punkt auseinander. Bester Nicht-Seat ist Andy Priaulx, der aber schon 16 Punkte Rückstand hat. Das wird wohl etwas schwer werden.

NASCAR – News

- Es gibt durchaus ernstzunehmende Gerüchte, dass sich zwischen Ganassi und Michael Waltrip Racing ein Merger abzeichnet. Bei Ganassi hängt der Haussegen ja sowieso schief, weil man nicht voran kommt, MWR laufen die Sponsoren weg. Er hat bis auf sein eigenes Fahrzeug (NAPA), keinen Wagen mit Hauptsponsor für das Jahr 2009. Und so langsam wird es eng, denn die Budgets müssen bis Ende September fest gezurrt sein. Wenn die beiden zusammen gehen sollten, ist die Frage, mit welcher Marke man antreten wird. Mit Dodge ist Ganassi unglücklich, aber MWR triebt einem trotz Toyota-Motoren keine Glückstränen in die Augen. Derweil hat Montoya noch mal eine Warnung Richtung Ganassi geschossen. Wenn er gehen wolle, so der Kolumbianer, dann würde ihn Chip Ganassi sicher lassen. Die Frage ist halt – wohin?

- Mit Sicherheit nicht zu Joe Gibbs. Zum einen bastelt man wohl gerade daran, Joey Logano in den Cup zu bugsieren. Die Frage ist halt, ob Logano ohne Erfahrung aus der Nationwide überhaupt in den Cup sollte. Nicht wenige sind der Meinung, dass man Logano zu schnell verheizen würde, wenn ihn direkt in den Cup steckt. Zum anderen hat Jeo Gibbs klar gemacht, dass man 2009 kein viertes Team einsetzen wird. Nicht weil man das vielleicht nicht wollen würde, sondern weil man einfach nicht genügend Zeit hat, das Team auf vernünftige Beine zu stellen.

- NASCAR hat bekannt gegeben, dass man 2009 nicht mehr mit der Nationwide Serie in Mexiko antreten wird. Das hatte sich schon abgezeichnet, nachdem die Teams das Rennen wegen der hohen Transportkosten eh nicht so gut leiden konnten. Ob für Mexico ein anderer Strassenkurs ins Programm genommen wird, ist unklar.

Und sonst?
Die beiden F3 Rennen am Ring waren ok und ein Desaster für Mortara, der schon wieder nicht punkten konnte. Stattdessen ist ihm Hülkenberg mit einem perfekten Wochenende auf den Pelz gerückt und liegt nur noch einen Punkt hinter Mortara. Glück für den Deutschen – im zweiten Rennen fiel auf Mäki aus, der deswegen ebenfalls hinter Hülkenberg liegt.

29.07.2008

Aufz. 14:50 Uhr Silverstone Classic Road Sport MotorsTV
Aufz. 18:00 Uhr NASCAR SC Indy Premiere
Aufz. 19:00 Uhr Polo Cup Nürburgring Premiere
Aufz. 19:35 Uhr Seat Cup Nürburgring 2 Premiere
Aufz. 20:10 Uhr Porsche Cup Nürburgring Premiere
Aufz. 21:00 Uhr NASCAR SC Indy Premiere
Aufz. 21:00 Uhr British F3 Brands Hatch MotorsTV
Aufz. 21:50 Uhr British GT Brands Hatch MotorsTV

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IRL II / NASCAR – Vorschau Indy

Wichtiges Update 25.07.08 01:03 Uhr: Eine halbe Entschuldigung an Premiere. Es gibt tatsächlich keinen Worldfeed. Genaueres bitte in dem Posting drüber entnehmen!

Der folgende Text ist deswegen teilweise hinfällig, weswegen ich die dementsprechend Stellen sichtbar gestrichen habe.

—schnipp—-

Keine Neuigkeiten in Sachen IRL. Ich warte immer noch auf die Antwort von der IRL, aber so wie das aussieht, hat sich die Sache sowieso erledigt. Nachdem klar scheint, dass es einen Live-Feed in Europa gibt, bleibt halt nur noch die Frage, ob Premiere wissentlich das Rennen ausfallen läßt, weil man kein Geld für ein Rennen der IRL ausgeben möchte, und ob zumindest die Redaktion/PR Abteilung keine Ahnung davon hatten, dass es eine Übertragung gibt. Nicht mal eine Aufzeichnung hat Premiere im Programm.

Nun muss man die Sache auch nicht so hoch hängen. Zum einen ist es nur ein Rennen einer Serie, die hier nicht viele Anhänger hat. Zum anderen überträgt die IRL die Rennen ja live unter indycar.com. Man verpasst also nicht viel, wenn man ins Netz geht. Was mich aber stört ist die Unprofessionalität mit der Premiere solche Dinge immer wieder handelt. Bis Ende Januar erzählte man tausenden von besorgten NASCAR Fans, dass man sehr wohl die NASCAR weiterhin im Programm haben würde. Wie man ja weiß, war das eine, vorsichtig ausgedrückt, nicht ganz korrekte Ausdrucksweise. Das Spiel kannte man ja schon von der NFL und anderen Sportarten. Bei der IRL ist es offenbar auch nicht anders. Man schafft es einfach nicht, nicht mal gegenüber Journalisten in dem man “off the record” was sagt, eine korrekte Aussage zu tätigen. Entweder, weil man tatsächlich seitens des Management nicht über alles informiert wird, oder weil man es einfach nicht sagen will. Es gibt immer noch die Frage, ob das Rennen in Kanada, bzw. die Rechte an der Übertragung, nicht noch irgendwie mit den alten CCWS Übertragungsrechten vermischt sind. Aber selbst wenn man die Rechte nicht hat und sie extra einkaufen müsste – es wäre doch völlig in Ordnung, wenn man das einfach sagen würde.

Premiere Kunden kennen diese Politik weil sie sich seit Jahren nicht geändert hat. Man muss sich die Wahrheit über die Premiere Programmplanung selber zusammen suchen. Was ich ehrlich gesagt zum kotzen finde. Ich hab ein Vollabo. Ich zahle pro Jahr über 500 Euro. Dafür kann ich ja wohl wenigstens verlangen, dass man mir eine vernünftige Antwort gibt, wenn ich eine Frage habe. Sämtliche Sender die ich kenne, haben so etwas wie eine Presse/Kundenarbeit. Wird was abgesetzt oder nicht gesendet gibt es wenigstens ein paar Tage zuvor eine Pressemeldung die einem ein paar Infos gibt. Und Premiere? Obwohl man wohl schon länger wusste, dass man das Rennen aus Edmonton nicht würde zeigen können/wollen, tat man einfach so, als würde das Rennen einfach nicht stattfinden. Roos/Heidfeld verabschiedeten sich einfach bin zum 10.08.

Das kann man machen, ist aber genau diese Haltung, die den Verdacht, Premiere würde seine Kunden für dumm verkaufen, nachhaltig unterstützt. Premiere stellt sich, so zwischen den Zeilen, offenbar gerne auf den Standpunkt, dass die Kunden froh sein sollen, dass man überhaupt was zu sehen bekommen. Man vergisst dabei aber auch, dass man immer seltener auf Premiere angewiesen ist.

NASCAR – Indy 400
Als Tony George Anfang der 90er Jahre die Idee hatte, die NASCAR nach Indy zu holen, waren sehr viele Leute, sehr skeptisch. Diese merkwürdigen Rednecks auf der Traditionsstrecke der USA? Die NASCAR war zu dem Zeitpunkt weit von dem entfernt, was sie heute ist und hing hinter der CART Serie zurück. Am Ende hat Tony George richtig gelegen. Die Indycars haben nicht mal 50% der Reichweite des Sprint Cups und damit das Indy 500 auch den Titel “Größtes Rennen der Welt” behalten konnte, musste man in den letzten jahren sogar einzelne Tribünen sperren, damit der Indy 500 Zuschauerrekord nicht gebrochen wird.

In diesem Jahr wird man sich darüber wohl keine Sorgen machen müssen, da die NASCAR nicht mal mehr Daytona im Juni voll bekommen hat. Die Wirtschaftskrise ist bei den wirtschaftlich nicht auf Rosen gebetteten Südstaaten auch nicht unbemerkt geblieben, die Spritpreise, die Lebensmittel usw. kommen hinzu. Da kommen, trotz des guten Runs von Junior eben weniger Leute zu einem Rennen. Nicht hilfreich ist, dass die Rennen von eher unterschiedlicher Qualität sind. Vor zwei Jahren war eine wundervolle Einschlafhilfe, letztes Jahr ging es richtig zur Sache und war selten langweilig.

Der Kurs selber ist nicht so wirklich für den Cup geeignet, weil das Banking einfach zu flach ist. 9° Grad gibt es gerade mal, und damit liegt man am Ende der Skala. Auf der anderen Seite sind da allerdings die ellenlangen Geraden, auf denen die Wagen locker an die 190 mph Grenze rankommen. Während die Indycars dank der guten Aerodynamik mit frischen Reifen volles Rohr durch die Kurven gehen könnne, müssen die Cup-Wagen bremsen. Und zwar heftig. Also braucht man am Ausgang jede Menge Drehmoment. Das ist alles dem Kurs von Pocono nicht unähnlich und es heißt es auch: Wer in Pocono schnell war, der ist es auch in Indy. Was die beiden Kursen auch verbindet, sind die langen Grünphasen, die das Rennen schnell eintönig machen können.

Ausgehend vom Ergebnis in Pocono muss man die Dodge auf der Rechnung haben. Und zwar alle, auch die von Ganassi. Montoya ist im letzten Jahr nur knapp an seinem ersten Sieg in einem Oval vorbei geschrammt. Aber ganz oben auf der Liste muss man wohl wieder Kyle Busch sehen, der einfach unschlagbar scheint. Auch Tony Stewart und Danny Hamlin sollten Siegchancen haben. Bei den Chevys bin ich mir nicht so sicher. Sie scheinen in Sachen Leistung hinter den Toyota hinter her zu hängen, weswegen man nicht allzuviel erwarten sollte. Ein Chevy Sieg ist sicher nicht ausgeschlossen, würde mich aber schon ein wenig überraschen.

An diesem Wochenende übernimmt dann auch ESPN endgültig das Zepter. Bis zum Chase zeigt der Sender die Rennen, danach übernimmt ABC die ESPN Übertragung. Das bedeutet auch, dass SpeedTV nicht mehr die Quali zeigt. Die fahren nur noch ein eingeschränktes Programm mit dem freien Training und dem Raceday. CTS und die Training der NW Serie bleiben aber bei Speed. Im letzten Jahr bezog ESPN jede Menge Prügel für eine schlechte, hölzerne Berichterstattung, die vor lauter Steifheit kaum in Schwung kam. Verglichen mit dem kumpelhaften und “fan-friendly” Verhalten der Speed und FOX Leute, kam man sich bei ESPN vor, wie bei der Berichterstattung über eine Parlamentssitzung. Dazu kam Rusty Wallace als Experte in der Kommentatorenbox, der vor allem dadurch auffiel, dass er weitesgehend Blödsinn redete. ESPN hat sich im Winter lange geziert, dann aber doch beschlossen, Wallace zum “Präsentator” zu befördern um Dale Jarrett als Experte zu engagieren. Der fiel schon bei der NW Serie dadurch auf, dass er kein Blatt vor den Mund nahm und zusammen mit Dr. Jerry Punch sehr amüsante Kommentareschlacht lieferte. Die beiden kennen und mögen sich seit vielen Jahren, was der Sache gut tut. Mal sehen, ob ESPN aus dem letzten Jahr etwas gelernt hat.

Und sonst?
TV Vorschau fürs Wochenende ist online.

25.07.2008

Aufz. 17:30 Uhr Porsche Cup Hockenheim Premiere
Aufz. 18:00 Uhr Formel BMW Hockenheim Premiere
Aufz. 19:00 Uhr IRL Mid-Ohio Premiere
LIVE 20:00 Uhr NASCAR SC Indy Training SpeedTV
LIVE 21:30 Uhr NASCAR SC Indy Training ESPN
LIVE 23:00 Uhr NASCAR CTS O’Reilly Indy Quali SpeedTV

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IRL Übertragungs Wirren / NASCAR – News

Update: Bitte unbedingt diesen Artikel beachten. Die hier gemachten Vermutungen stimmen teilweise nicht. Ich habe sie sichtbar gestrichen.

—schnipp—

Mittlerweile dürfte sich rumgesprochen haben, dass Premiere das Rennen der IRL am kommenden Wochenende aus Edmonton nicht live zeigen wird. Dazu sollte man vielleicht wissen, dass das Rennen zu Beginn der IRL Saison nicht eingeplant war, sondern ein Teil der Übernahmemasse der ChampCar ist. Es ist also relativ spät in den Kalender gekommen. Die bestehenden Übertragungsvereinbarungen sollten eigentlich um dieses Rennen einfach erweitert werden, so wie es auch in den USA der Fall ist, wo ESPN, Broadcaster der IRL, das Rennen aus Edmonton einfach übernimmt.

Ich habe bei Premiere, genauer gesagt bei Herrn Ulich von der Motorsport Kommunikation nachgefragt, warum Premiere das Rennen nicht live zeigen wird. Seine Antwort lautet im Kern:

Von dem Rennen werden keine Live-Bilder aus Kanada nach Europa ausgestrahlt und stehen somit auch in Deutschland nicht zur Verfügung.

Gleichzeitig habe ich nach Hinweisen im Chat festgestellt, dass Sky Sport das Rennen als “Live” am Samstagabend um 23.00 Uhr angekündigt hat. Und zwar als HD, wie auch als “normale” Variante. Darauf angespochen blieb Herr Ulich bei seiner Aussage und schrieb:

Sky Sports dürfte demnach auch keine Live-Bilder erhalten. Es könnte sich höchstens um eine zeitversetzte Aufzeichnung handeln.

Damit wäre Sky aber tatsächlich der einzige Sender in Europa, der das Rennen live bringen würde.

Nachtrag: Das stimmt nicht. Ein Leser hat im Chat darauf hingewiesen, dass das Rennen auch in Portugal live übertragen wird.

Auf der Medien Seite der IRL gibt es ein Liste mit allen Ländern und den jeweiligen Sendern – allerdings wird hier nicht aufgeschlüsselt, welcher Sender live und welcher nur Aufzeichnungen bringt. Tatsächlich übertragen aber (nur als Beispiel) weder der italienische “NuvolariTV” noch der belgische “beTV” das Rennen. Auch der US-Soldaten Sender AFN hat in seiner Programmvorschau für den Samstag die IRL nicht erwähnt. Normalerweise übertragen die live, wenn auch nicht regelmäßig. Das Rennen vom 9/10.08 fehlt dort auch in der Übersicht, allerdings laufen da zeitgleich auch die Olympischen Spiele in China. Also – entweder gibt es keinen Feed, oder Sky hat einem Extra-Deal mit ESPN laufen, von dem in Europa sonst keiner etwas weiß. Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass ESPN für die extra einen Feed einrichtet, ohne es auch den anderen Sendern zumindest anzubieten.

s>Es gibt also einen Feed von dem Premiere nichts weiß. Da kann aber auch damit zusammenhängen, dass es eigentlich ein CCWS Rennen war. Ich weiß jetzt nicht, ob sporttv in Portugal oder Sky die Champcars vorher im Programm hatten, und das Rennen deswegen bekommen. Sicher scheint mir aber: Premiere behauptet etwas, dass so aller Wahrscheinlichkeit nicht stimmt.

Zur Sicherheit habe ich bei der IRL Medienabteilung direkt angefragt, aber da dauert es erfahrungsgemäß immer etwas, bis man eine Antwort bekommt. Selbiges gilt für ESPN und Sky. Daher warte ich mal mit meiner abschliessenden Bewertung.

NASCAR – News
- Eine Frage: wer führt in der Nationwide Serie die Tabelle an? Kyle Busch mit seinen fünf Siegen? Kevin Harvick? Carl Edwards? Weder noch – es ist Clint Bowyer mit nur einem Sieg. Die Nationwide Serie leidet – und zwar gewaltig. Was mal eine gute Serie für Nachwuchsfahrer war, ist mittlerweile eine Art Freizeitbeschäftigung der NASCAR Stars für ihre Sponsoren geworden. Wer war der letzte Nationwide/Busch Meister, der nicht aus dem Sprint/Nextel/Winston Cup kam? Der also kein einziges Rennen im Cup gefahren war und Meister in der 2. Liga wurde? Da muss man lange zurückblättern. Bis ins Jahr 1998 um genau zu sein, als Dale Earnhardt jr. die damaligen Busch Serie gewinnen konnte. Danach kamen nur noch Fahrer, die dann relativ flott aus der Busch Serie in den Cup gehoben wurden. Die Serie ist zwar immer noch der beste Brutkasten für junge Nachwuchsfahrer, aber wie man auch am Beispiel Joey Logano sieht, wird sie immer öfter übersprungen.

Dazu kommt in diesem Jahr, dass Toyota die Serie dominiert. Von 21 Rennen haben sie 12 gewonnen und es wären vermutlich noch mehr gewesen, hätte Kyle Busch alle Rennen gefahren, sähe es vermutlich noch anders aus. Bei der NASCAR ist man sich des Problems durchaus bewusst und versucht, die Leistung der Toyota Motoren runterzuschrauben. Man überprüft die Leistung ja regelmäßig und weiß genau, wer wieviel PS an der Kette hat. Jetzt hat man eine Anweisung rausgeschickt, die so aussieht:

At all Events, unless otherwise specified, all engines with a cylinder bore spacing less than 4.470 inches must compete using a tapered spacer with four (4) 1.125-inch diameter holes. At all Events, unless otherwise specified, all engines with a cylinder bore spacing of 4.470 inches or more must compete using a tapered spacer with four (4) 1.100-inch diameter holes. Unless otherwise authorized, the carburetor restrictor will be issued by NASCAR.”
“Eventually, all teams that upgrade to new engine packages will be subject to this rule modification,” said Robin Pemberton, NASCAR vice president of competition. “Over the years in our sport, we’ve taken steps on numerous occasions to help maintain a level playing field among our competitors and we will continue to do so.

Mit anderen Worten: Toyota bekommt eine Art Restriktor verpasst. Und zwar schon für das Rennen im O’Reilly Park in Indianapolis.

- Tony Stewart hat bestätigt, dass es kein drittes Team bei Stewart/Haas geben wird. Der zweite Fahrer ist weiterhin offen. Sowohl Ryan Newman als auch Truex jr. sind weit oben auf der Liste. Newman hat aber angeblich auch ein Angebot von Evernham auf dem Tisch.

Und sonst?
Kimi Raikkönen hat bestätigt, dass er auch 2009 in einem Ferrari sitzen wird. Ob er 2010 allerdings noch in der Formel 1 antreten möchte, ließ er offen.

24.07.2008

Aufz. 12:00 Uhr Porsche Cup Hockenheim Premiere
Aufz. 12:30 Uhr Formel BMW Hockenheim Premiere
Aufz. 13:05 Uhr Indy Lights Watkins Glen MotorsTV
Aufz. 14:00 Uhr Belgian GT Spa MotorsTV
Aufz. 14:25 Uhr Dutch Supercar Spa MotorsTV
Aufz. 17:55 Uhr V8 Supercars Queensland MotorsTV
Aufz. 19:00 Uhr F1 Hockenheim Premiere
Aufz. 19:40 Uhr Belgian GT Spa MotorsTV

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McLaren mit Traktionskontrolle? /F1 – Ferrari in der Kise? / NASCAR – News / Alzen in der FIA GT

F1 – McLaren mit technischem Vorteil?
Wenn die Meldung des britschen Telegraph stimmt, dann könnte es demnächst wieder Ärger in der Formel Eins geben. Denn die berichten, dass McLaren eine Art “workaround” für eine Traktionskontrolle gefunden hat, wobei “Traktionskontrolle” es in Fall von McLaren nicht genau trifft. Die TK war eine elektronische Regelung, die die Motorleistung bei durchdrehenden Rädern einfach gekappt hat. Wenn die Hinterräder am Ausgang einer Kurve durchdrehten, regelte die Elektronik den Motor ab was man gut hören konnte, wenn der Motor gestottert hat. Richtig gelücklich war diese TK nie, denn sie nahm die Leistung am Ausgang der Kurve weg, man bekam also weniger Vortrieb. Weil dies aber nur für einen Sekundenbruchteil der Fall war und zu dem so ein Ausbrechen des Wagens verhindert wurde, lohnte sich die TK, weil sie den Fahrer entlastete.
McLaren hat jetzt wohl etwas gefunden, was ziemlich genial ist. Statt die Motorleistung zu kappen, verschiebt man das Drehmoment, in dem man es später einsetzen lässt. Dass kann man zum Beispiel dadurch schaffen, in dem man die Drehzahl einfach weiter unten begrenzt. McLaren setzt das angeblich recht einfach um. Man hat zwei weitere am Lenkrad unter den Schaltwippen installiert. Damit kann man jeden beliebigen Gang in seiner Drehzahl begrenzen. Wie eben schon mal erwähnt, reichen ein paar Sekundenbruchteile, schon kann die volle Leistung wieder einsetzen. Soweit die Theorie vom “Telegraph”.

Stellen sich ein zwei Fragen:

- Wie umgeht McLaren die Standard-Elektronik, die ja genau das verhindern soll?
Eine Möglichkeit wäre, dass die Zugkraftunterbrechung über die Elektronik des Lenkrades gesteuert wird, die wiederum mit dem elektronischen Gaspedal zusammenarbeitet. Eine weitere Möglichkeit wäre, dass die Standard-Elektronik diesen Eingriff zulässt. Immerhin ist ja eine Filiale von Mclaren für den Bau und die Entwicklung der Software in der Elektronik zuständig. Die nächste Frage ist auch, was die Elektronik insgesamt vereinheitlicht. Zündungsunterbrechung, Kennfelder etc. werden wohl kaum betroffen sein, da jeder Motor ja ein wenig anderes konstruiert ist und an anderen Stellen des Drehzahlbandes die volle Leistung bringt.

- Ist das legal?
So lange es nicht verboten ist, ist in der Formel Eins alles egal. Allerdings kann die Auslegung der Regeln schnell in Haarspalterei ausarten.

Sollte McLaren so was im Auto haben, wird es Diskussionen geben. Vor allem um den überlegenen Sieg von Hamilton im Regen von Silverstone. Wenn man im Regen mit einer TK unterwegs ist, läßt man natürlich jeden stehen.

F1 – Krise?
Man kann die Kirche natürlich im Dorf lassen. Ein dritter Platz und ein sechster Platz. Drittschnellste Rennrunde. Das kann sich bei so einem engem Feld sehen lassen. Aber trotzdem hängt bei Ferrari wohl der Haussegen schief. Zum zweiten Mal innerhalb von 14 Tagen hat Luca di Montezemolo öffentlich gefordert, dass sich bei Ferrari was tun muss. Man sei definitiv langsamer als McLaren und so ginge das ja auch nicht. Ob das nun geschickt ist, die Kritik mal wieder in die Öffentlichkeit zu tragen, sei mal dahin gestellt. In Italien gelten andere Gesetze. Klar ist – Mclaren hat Ferrari seit Ende Mai im Griff. Der Sieg von Massa in Frankreich war auch dem Umstand geschuldet, dass Hamilton wegen diverser Strafen hinten rumfahren durfte. Aber mal abgesehen von Magny Cours gab es für Ferrari eine Ohrfeige nach der anderen. Und das Schlimme ist, dass die auf sehr unterschiedlichen Strecken verteilt wurden. Monaco, Silverstone, Hockenheim. Spätestens nach dem Rennen vom Wochenende läuten die Alarmglocken sehr schrill. In Frankreich, einer nicht durchaus vergleichbaren Strecke, war man schienbar besser, in Deutschland fehlten drei Zehntel. Mit Ungarn und Valencia folgen zwei enge Kurse, die offenbar mehr dem McLaren liegen. Spa wird ausgeglichen sein, aber Monza könnte nach der Performance von Silverstone in den trockenen Trainings wieder McLaren-Land sein. Wenn Ferrari nicht bald was findet, dann könnte Hamilton vorne davon ziehen. Nach den Erfahrungen im letzten Jahr weiß man zwar, dass man auch noch eine WM gewinnen kann, wenn man drei Rennen vor Schluss 14 Punkte zurück liegt, aber zweimal werden sich McLaren und Hamilton nicht so abzocken lassen.

Wie ich gestern schon geschrieben hatte – die Probleme bei Ferrari sind wohl gemischter Natur. Ein wenig der Wagen, ein wenig die beiden Fahrer. Räikkönen wirkt dieses Jahr teilweise etwas müde, Massa – nunja. Und ob die Führungsriege von Ferrari nicht einen Tacken zu jung ist, wäre auch noch so eine Frage. Komischerweise lief es immer dann, wenn Jean Todt bei den Rennen im Hintergrund rumhing. Mag ein Zufall sein, aber Todt ist ein Taktikfuchs, einer der meist ein Ass im Ärmel hat und der sehr, sehr viel Erfahrung aus verschiedenen Rennserien (Rally WM, Le Mans) mit gebracht hat. Dieses Rückgrat scheint den Italienern im Moment zu fehlen.

Eins sollte man aber nicht vergessen, wenn man “Krise” ruft. Ferrari hat verglichen mit McLaren weniger Ressourcen. Laut Aussage von di Montezemolo steckt der Fiat Konzern keinen Euro in das F1 Engagement rein. Ferrari finanziert sich selber. Dann wäre da der nicht mehr taufrische Windkanal und davon gibt es auch nur einen. Zudem hat Ferrari (noch) keinen modernen Simualtor für die Fahrer. McLaren hat dagegen das modernste Technologie-Center, zwei Windkanäle und Mercedes, die wild entschlossen und zur Not offenbar sogar dazu bereit sind, den gesamten Laden zu kaufen, und noch mehr Geld reinzustecken. Ich vermute mal, dass im Moment kein Team, weder Honda noch Toyota, so viel Geld in die Formel Eins investiert, wie McLaren-Mercedes.

Dies alles sollte man im Kopf haben, wenn man einer “Krise” spricht. Ich bin zwar auch der Meinung, dass ein Alonso dem Team gut tun würde, aber das scheint ja sowieso nur eine Frage der Zeit zu sein. Gut vorstellen kann ich mir, dass man auch ein Auge auf Vettel geworfen hat. Wie man weiß, hat Schumacher immer ein gutes Wort für den Heppenheimer übrig. Man sollte Ferrari zwar nie, wirklich nie abschreiben, aber in diesem Jahr scheint mir Hamilton und McLaren insgesamt ein Stück besser zu sein.

NASCAR – News

- Tony Stewart wird ab 2009 mit der #14 an den Start gehen. Die gehört zu den Nummern mit der grössten Tradition in der NASCAR. Das erste mal wurde sie beim Rennen am Daytona Beach 1949 eingesetzt. In den 50er Jahren gehörte sie lange Fonty Flock, der damit 1951 immerhin zweiter der Meisterschaft wurde. In den 60ern fuhr meist Jim Paschal damit rum, war aber weniger erfolgreich. In den 70ern übernahm Coo Coo Marlin, der Vater von Sterling Marlin, die #14, und erreicht immerhin 51 Top Ten Ergebnisse. Besser lief es in den 80er Jahren, als A.J. Foyt die #14 übernahm der immerhin in seiner Karriere schon vier mal in Indy gewinnen konnte. Es folgten verschiedene Fahrer wie Terry Labonte, Ron Hornaday, Jr. und Larry Foyt, bis 2006 Sterling Marlin die Nummer seines Vaters übernahm und sie bis Ende des letzten Jahres fuhr. Jetzt also Tony Stewart, dessen Sponsoren Office Depot und Old Spice heißen werden. Gibt es wenigstens keine Probleme mit den Farben, denn beide Marken sind rot.

- Reed Sorenson wird wohl seinen Vertrag bei Ganassi wohl verlängern. Etwas verwunderlich, denn so richtig konnte der 22jährige dieses Jahr nicht beeindrucken.

- Die Strafe gegen das DEI Team und Truex wird nicht verändert. Es werden ihm und dem Team jeweils 150 Punkte abgezogen, dazu die 100.000 $ Strafe und eine sechswöchige Sperre für den Crewchief. Damit schwinden die Chancen auf den Chase gewaltig.

- Budweiser bleibt Sponsor für das “Bud Shootout” zum Start der Saison.

Und sonst?
Uwe “Ich-hab-Dich-Auf-Meiner-Liste” Alzen fährt bei den 24 H von Spa (03.08) bei der FIA GT mit. Nein – nicht in einem Porsche. Das Phoenix Team setzt ihn in eine Corvette für die GT1 Klasse. Da wird er sich vor allem freuen, dass die Corvette vorne nicht so einen blöden Wasserkühler wie die Porsche haben. Ob die Gegner davon begeistert sind, wird man dann noch sehen müssen. (Ich meine: Alzen! In einer Corvette! Da wird sich die LMP2 aber warm anziehen müssen *scherz* )

23.07.2008

Aufz. 12:00 Uhr GP 2 Hockenheim Premiere
Aufz. 16:50 Uhr F1 Hockenheim Premiere
Aufz. 18:20 Uhr Dutch Supercar Hockenheim MotorsTV
Aufz. 19:10 Uhr Belgian GT Spa MotorsTV
Aufz. 19:40 Uhr GT Open Estoril MotorsTV
Aufz. 19:50 Uhr IRL Mid-Ohio Premiere

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ALMS & IRL – Mid-Ohio / NASCAR NW – Gateway

Viel ist neben der Formel Eins am Wochenende nicht los, zumal auch wenig im Fernsehen zu sehen ist. Wer sich für die Nationwide Serie interessiert, wird sich auf das Rennen in Gateway freuen können, denn Gateway ist ein merkwürdiges Oval, dass aus zwei verschiedenen Teilen besteht. Turn 1 und 2 haben 11 Grad, die beiden anderen Turn nur 9 Grad Überhöhung. Das ist also ungefährt das, was man in Indy fährt. Turn 3 und 4 sind allerdings deutlich enger der Rest. Da muss man richtig in die Bremsen, damit man nicht in der Mauer landet. Auf jeden Fall eine interessante Strecke, die allerdings auch ziemlich eng ist, weswegen das mit dem Überholen so eine Sache ist. Man sollte sich wohl auf etliche Unterbrechungen einstellen. Die Sprint Cup Stars nehmen sich allerdings eine richtige Auszeit und so sind nur sechs Fahrer aus der ersten Liga am Start. Man wird sich also ein paar eher unbekanntere Namen anhören können.
In der NW Serie hat man zur Zeit ein wenig Sorgen, dass die anhaltende Wirtschaftskrise für den Abzug weiterer Sponsoren sucht. Das Juniors Rennstall, JR Motorsport, den Hauptsponsor verloren hat, sorgt schon für hochgezogene Augenbrauen. Aber in Fall der “Navy” ist liegt die Sache anders. Die Navy überlegt, was sie in Zukunft machen soll, und vor allem wartet man die Wahlen in den USA ab. Man vermutet wohl, dass das Militär-Budget nach der Wahl zusammen gestrichen wird.

Auch unterwegs: die CTS auf dem eher langweiligen Oval in Kentucky. Kyle Busch wird sein Wochenende hier verbringen.

ALMS & IRL – Mid Ohio
Auf einer sehr schönen Strecke sind ALMS und IRL am Wochenende unterwegs. Mid-Ohio ist ein anspruchsvoller Kurs, auf dem es ziemlich hoch und runter geht. Aber vor allem der letzte Teil des Kurses hat es in sich. Schnelle Kurven, die nach außen hängen, machen den Fahren das Leben schwer und sorgen für eine erhöhte Fehlerquote. Nachteil der Strecke – die Auslaufzonen, die man so unter den Begriff “nicht vorhanden” benennen könnte. Das mag bei der ALMS vielleicht noch gerade so gehen, für die IRL finde ich Mid-Ohio schon eher grenzwertig. Nach dem Chaos von Watkins Glenn kann man sich aber sicher schon auf das Rennen freuen. Allerdings ist der Kurs deutlich schwerer zu beherrschen, also wird das Feld nicht so dicht beieinander bleiben.

In der ALMS dürfte es wieder einen Kampf zwischen den Acura und den Porsche geben. Die Japaner haben offenbar deutlich zugelegt und spielen nun endlich in der vordersten Linie mit. Der Sieg von letzter Woche war sicher etwas glücklich, aber auch ein Zeichen dafür, dass man dabei ist. Für die Audi wird es in Mid-Ohio wieder schwer. Es gibt zwar diese lange Gerade, aber die vielen mittelschnellen Kurven machen dem Audi das Leben schwer, auch wenn man nun ein paar Liter mehr tanken kann.

Eine interessante Neuigkeit gibt es allerdings aus der ALMS: BMW wird 2009 mit einem M3 in der GT2 antreten und wenn man sich das Video von BMW Motorsport so anschaut, dann müssen sich Ferrari und Porsche warm anziehen.

Und sonst?
Nix

18.07.2008

LIVE 09:55 Uhr F1 Hockenheim 1. FT Premiere, DSF 12:30, 17:15 h
LIVE 13:55 Uhr F1 Hockenheim 2. FT Premiere, DSF 15:45, 18:45, 23:30 h
Aufz. 20:30 Uhr Formel Eins Hockenheim DSF
LIVE 22:30 Uhr ARCA Kentucky Quali SpeedTV

19.07.2008

LIVE 00:30 Uhr NASCAR CTS Kentucky Training SpeedTV
LIVE 01:00 Uhr NASCAR NW Gateway Training ESPN 2
LIVE 02:00 Uhr ARCA Kentucky SpeedTV
LIVE 10:55 Uhr F1 Hockenheim 3. FT Premiere
LIVE 13:45 Uhr F1 Hockenheim Quali Premiere, RTL 19:00, 23:00 h
LIVE 15:55 Uhr GP2 Hockenheim 1 Premiere
Aufz. 16:30 Uhr Formel Eins Hockenheim DSF
LIVE 17:35 Uhr Formel BMW Hockenheim 1 Premiere
Aufz. 20:30 Uhr Formel Eins Hockenheim DSF
LIVE 21:30 Uhr NASCAR CTS Kentucky Quali SpeedTV
LIVE 23:00 Uhr NASCAR NW Gateway Quali ESPN 2

20.07.2008

LIVE 01:00 Uhr NASCAR CTS Kentucky SpeedTV
LIVE 03:00 Uhr NASCAR NW Gateway NASN, ESPN 2
LIVE 09:10 Uhr Formel BMW Hockenheim 2 Premiere 12:20, 19:00 h
LIVE 10:25 Uhr GP2 Hockenheim 2 Premiere
LIVE 11:40 Uhr Porsche Supercup Hockenheim Premiere, Euro 2 18:30 h
LIVE 13:00 Uhr F1 Hockenheim Premiere, RTL 22:00 h
Aufz. 16:00 Uhr V8 Supercars Queensland MotorsTV
Aufz. 17:30 Uhr Formel Eins Hockenheim DSF
Aufz. 19:00 Uhr ALMS Mid-Ohio MotorsTV
LIVE 19:00 Uhr IRL Mid-Ohio Premiere, RTL

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F1 – Hockenheim / News / NASCAR

Am Wochenende also mal wieder der GP von Deutschland. Wegen der vereinbarten Rotation zwischen dem Hockenheimring und der Nürburgring, ist dieses Jahr die Strecke im badischen dran. Das erste Rennen in Hockenheim ohne Michael Schumacher, von daher bin ich mal gespannt, wie voll es werden wird. Denn noch sind die deutschen Fahrer ja weit von den Erfolgen entfernt, die Schumacher geleistet hat.

Die Strecke ist bekanntermaßen ja vor ein paar Jahren von Tielke umgebaut worden. Am Anfang mochte ich die Strecke überhaupt nicht, mittlerweile hat sich aber gezeigt, dass der Kurs durchaus in Ordnung ist. Die Mischung aus der langen Geraden, der Passage bei der Mercedes Tribüne und das klassische Motodrom ist keine schlechte Sache, weil es von den Wagen eine Menge fordert. Auch die Kurven sind ordentlich geworden, da es einige gibt (Turn 1 und 2 z.B.) die wirklich nicht einfach zu fahren sind. Überholen kann man auf der Strecke ebenfalls ganz gut, vor allem natürlich wegen der Haarnadel. Richtig interessant wird es allerdings, wenn es regnet, aber damit kann an diesem Wochenende wohl nicht rechnen, auch wenn die Wettervorhsage ein paar Tropfen anzeigt.

Wie an jedem Wochenende im Moment, ist es schwer zu sagen, welchem Team die Strecke besser liegt. McLaren-Mercedes war bei den Tests letzte Woche sehr gut unterwegs, aber man weiß halt nie, ob Ferrari nicht gepockert hat. Sicher ist, dass Lewis Hamilton nach dem grandiosen Sieg in England mit neuem Selbstbewußtsein nach Deutschland kommen wird. So etwas kann einem schon ein oder zwei Zehntel bringen. Ebenso spannend wird die Frage sein, ob Nick Heidfeld seinen Trend nach vorne zu bestätigen. Es ist etwas Unruhe im BMW Team, weil Robert Kubica wohl von Renault und/oder Honda umworben wird. Er hat sich bisher nicht fest gelegt, ob er 2009 wieder für die Deutsch/Schweizer Truppe an den Start gehen wird. Solche Spielereien sind zwar normal, werden in einem Team aber nicht so gerne gesehen.

Das Mittelfeld ist weiter dicht gedrängt und ich habe nicht den Hauch eines Schimmers, wer da im Moment die Nase vorn hat. Renault lag in England vorne, Toyota war dafür in Frankreich besser. Red Bull hat sich in Silverstone selber ein Bein gestellt, aber die haben auf jeden Fall aufgeholt. Und dann ist da noch Torro Rosso und Williams, die um den Anschluss kämpfen. Eng wird es in jedem Fall und Q2 wird mal wieder die spannendste Sache am Wochenende.

Neben der F1 ist die GP2 und der Porsche Supercup unterwegs. In der GP2 geht es schon so langsam Richtung Meisterschaft. Noch führt Giorgio Pantano mit 50 Punkten vor Bruno Senna, der 39 Punkte hat. Das ist schon eine Menge und Senna sollte am Wochenende nicht ausfallen, sonst wird es richtig eng. Allerdings – Senna scheint bei Torro Rosso für das nächste Jahr schon gesetzt zu sein, auch wenn er nicht Meister wird. Er sollte halt eine gute Saison fahren und mindestens zweiter werden. Ich bin mir bei Bruno Senna aber nicht so sicher, wie gut der Neffe von Ayrton eigentlich ist. In der britischen F3 hat er mich nie so richtig überzeugt, in seinem ersten GP2 Jahr ging es auch eher gemächlich zu. In diesem Jahr läuft es deutlich besser, auch weil es ihm gelungen ist, endlich mal etwas Konstanz in seine Rennen reinzubekommen.

F1 – News

- Red Bull hat das (schlechte) Verwirrspiel um den Nachfolger von Coulthard beendet und erwartungsgemäß Sebastian Vettel bestätigt. Man wollte das wohl unbedingt beim GP von Deutschland machen, was eine nette Geste ist. Aber die Sache war ja offenbar schon vorher klar. Damit ist eine Tür für Alonso dann auch zugefallen. Bleiben nur Toyota, Honda, BMW und Ferrari. Und Renault natürlich, sollte der Spanier noch ein Jahr dranhängen müssen, wenn sich Ferrari nicht von Massa trennen kann oder will. Für den Deutschen geht es dann ab 2009 wirklich um was. Man wird schon von ihm erwarten, dass er Mark Webber die Hölle heiß macht und ihn gegen Ende der Saison auch schlagen wird. Webber dürfte für den Deutschen vor allem in der Quali eine harte Nuss sein, da der Australier bekanntermaßen auf eine schnelle Runde zusammen mit Jarno Trulli wohl zu den schnellsten in Zirkus gehört. Für Vettel ist Webber ein erster echter Gradmesser in der Formel Eins.

- Willi Weber hat die Spekulationsmaschine angeworfen, und behauptet, dass McLaren sich von Kovalainen trennen wird, damit man Nico Rosberg einsetzen kann. Einen Teufel wird McLaren machen. Zum einen ist Kovalainen nicht schlecht drauf. Er schlägt Hamilton hier und da in der Quali und holt wichtige Punkte in der WM. Zum anderen ist der Finne ein perfekter Wasserträger und das Team kann sich auf Hamilton konzentrieren. Was besseres kann McLaren gar nicht passieren, als so eine Konstellation. Einen Rosberg zu haben wäre sicher nett, aber dann hätte man auch wieder mehr Unruhe im Team und zwei Fahrer, die sich gegenseitig die Punkte wegnehmen. Weber möchte wohl seinen Schützling Nico Hülkenberg bei Williams unterbringen.

- Zum Thema Williams gibt es aber auch einiges zu sagen. Irgendwie passt mir die Kommunikation zwischen Team und Rosberg gerade nicht. Der gibt nicht wenige Interviews, in denen er sich indirekt über das Team beschwert und deren Leistungspotentiale in Frage stellt. Es ist gar nicht mal, dass er unrecht hätte. Die Frage ist eher, ob man so etwas macht. Vor allem, wenn man mit einer derartigen Fehlerquote wie Rosberg sie in diesem Jahr hat, belastet ist. Nun schreiben die Medien viel und nicht alles mag stimmen, aber zumindest bei Premiere lässt er kein Interview aus, in dem er sich nicht kritisch mit der Performance seines Teams auseinandersetzt. Ich finde das eher unschön. Rosberg sollte auch mal überlegen, welche anderen Möglichkeiten er hätte. Bei Renault kommt er vom Regen in die Traufe, McLaren wird ihn nicht wollen, Ferrari schon gar nicht, bliebe allerhöchstens noch BMW, aber ob die aus Marketinggründen mit zwei deutschen Fahrern an den Start gehen wollen?

NASCAR – News

- Das wird man bei der NASCAR gerne hören. Das Nationwide Team JGT wird im nächsten Jahr einen Wagen im Sprint Cup einsetzen. Am Steuer wird Marcus Ambrose sitzen, der ehemalige Meister der V8 Supercar Serie. Der Aufstieg wurde möglich, da sich Brad Daugherty (Ex-NBA Star) ins Team eingekauft hat und nun 50% hält. Das Team heißt dann auch JGT Daugherty. Ambrose fäht seit zwei Jahren mit mittlerem Erfolg in der NW Serie rum, hat sich am stetig weiter entwickelt. Ein Top 35 Platz ist für das Team nicht unmöglich.

- GM streicht seinen Rennsportetat zusammen. Der Autokonzern bekommt nun auch die Wucht der schlechten US-Wirtschaft zu spüren. Ganze 10 Milliarden Dollar will und muss man sparen, und auch das Rennprogramm von GM wird untersucht. Hier geht es aber erst einmal nur um das Sponsoring einiger Strecken/Rennen, die GM teuer zu stehen kommen. Es ist noch nicht gesagt worden, ob man auch in der NASCAR Rennsportabteilung selber sparen will. Aber hier wird man vermutlich als letztes rangehen, da man kaum hinter Dodge, Ford oder Toyota zurückfallen will. Zumindest nicht im Sprint Cup. Aber die Kosten in der NASCAR sind in den letzten Jahren explodiert. Selbst von Toyota hört man, dass man auf keinen Fall mehr Geld in die NASCAR stecken möchte. Ford hat sich nicht geäußert, bei Dodge weiß man nie, was kommt, da die Firma ja einem privaten Investmentfond gehört. Ich bin mir sicher – sollte die US-Wirtschaft weiter so bergab gehen, dann wird das erst der Anfang einer Kürzungsarie in der NASCAR.

- Angeblich wird Jacques Villeneuve wird beim NW Rennen in Montreal an den Start gehen. Vermutlich wird er im Team von Robby Gordon antreten. Er fährt die #32 von Braun Racing, einem Team, dass unter anderem von Toyota unterstützt wird und in diesem Jahr mit Kyle Busch schon einen Sieg einfahren konnte. Das ist aber zunächst nur eine einmalige Sache.

Und sonst?
- Bei WTCC Rennen in Brands Hatch wird ein Volvo C30 aus der schwedischen STCC Meisterschaft an den Start gehen. Das könnte ein Hinweis darauf sein, dass Volvo ernsthaft darüber nachdenkt, in die WTCC einzusteigen. Nach dem Toyota in diesem Jahr um drei Ecken mit einem Yaris in die Meisterschaft kommt, scheint sich also einiges in der WTCC tun.

TV-Wochenendvorschau ist online. Vorschau für die restlichen Rennen kommt morgen.

18.07.2008

LIVE 09:55 Uhr F1 Hockenheim 1. FT Premiere, DSF 12:30, 17:15 h
LIVE 13:55 Uhr F1 Hockenheim 2. FT Premiere, DSF 15:45, 18:45, 23:30 h
Aufz. 20:30 Uhr Formel Eins Hockenheim DSF
LIVE 22:30 Uhr ARCA Kentucky Quali SpeedTV

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DTM – Rennen & Quoten / NASCAR – Busch, Busch, Busch / WTCC – Es wird besser / Bitte um Infos

Da ich a) in der DVB-T Diaspora meiner Freundin hänge und ich b) ein Familienfest am Wochenende hatte, hab ich dementsprechend wenig gesehen. Keine F3, keine ALMS, NASCAR nur den Anfang und keine IRL.

DTM – Zandvoort
Ich hab am Wochenende einen anonymen Hinweis bekommen, dass der Einstieg von Citroen in die DTM ab dem Jahr 2009 beschlossen sein soll. Angeblich bauen die Franzosen einen Protoypen, dessen Modell auch schon im Windkanal stehen soll. Ich kann den Hinweis logischerweise nicht verifizieren, die Mail klang aber recht ernsthaft. Auf der anderen Seite lohnt sich vermutlich kein Einstieg im nächsten Jahr, da es ab 2010 ja ein neues Regelement in Sachen Chassis geben soll. Würde mich sehr überraschen, wenn die Franzosen sang- und klanglos die Rally-WM schon 2009 verlassen.

Zum Sport. Ein eher eintöniges Rennen – jedenfalls vorne. Das sich die Audi nicht in die Kiste fahren würden, war eh klar und nach dem zweiten Boxenstopp passierte dann auch gar nichts mehr. Aber zu sagen, dass das Rennen besonders schlecht gewesen ist, wäre jetzt auch unfair. Dafür gab es dann doch sehr viele enge Zweikämpfe im hinteren Teil des Feldes. Dass wenig überholt wurde – nunja, die Strecke gibt halt nicht so viel her und dazu kommt die Aerodynamik der modernen DTM Fahrzeuge. Man konnte es hier und da immer mal wieder sehen, wie leicht die Vorderachse wurde, wenn man zu dicht auffuhr. Da mag man am Anfang der Kurve nah dran sein, am Ende ist man wieder ein paar Meter weg. Wie soll man da in einer Serie überholen, deren Fahrzeuge ja durchaus nah beieinander liegen in Sachen Performance?

In den Kommentaren bekam die DTM auch mal wieder ihr Fett weg. Langweilig. Eintönig. Zu wenig Konkurrenz. Keine richtigen Rennen. Ich kritisiere die DTM auch gerne, bin aber weiter Meinung, dass die Basis der Fahrzeuge eigentlich nicht schlecht ist. Sie sehen gut aus, die V8 sind die richtigen Motoren und das Fahrerfeld ist ja nun auch nicht schlecht. Das Problem der DTM ist halt, dass sie nicht von einem Sportverband gegründet wurde, sondern von den Herstellern selber. Ich plädiere seit Jahren dafür, dass man die DTM auch für “freie” Teams aufmacht und eine Semi-Werksunterstützung zulässst. Das allein würde schon mehr Pfeffer in die Sache bringen. Klar ist aber auch, dass die aerodynamische Entwicklung der Wagen dringend zurück geschraubt werden muss. Nicht nur, weil die Rundenzeiten so schnell geworden sind, sondern auch, weil man nicht mehr überholen kann. Man wird die Aerodynamik nicht komplett abstellen können, aber in der WTCC und in der BTCC sieht man, dass es möglich ist, sich auch in langgezogenen Kurven ansaugen zu können. Genau da muss die DTM auch wieder hin.

Jens Schröder, Medienanalyst beim neuen Portal meedia.com war so freundlich mir mal die Einschaltquoten der DTM vom Wochenende zu geben. Die Zahlen fand ich etwas ernüchternd. Insgesamt haben 1.15 Millionen Zuschauer (9.7% Marktanteil) das Rennen gesehen. In der Zielgruppe der 14-49jährigen waren nur 430.000 Zuschauer (7.8%). Nun ist das Rennen eine Stunde vor der normalen Uhrzeit gestartet, und die Marktanteile der anderen Rennen waren deutlich besser:

1. Rennen: 13,4% / 11,7%
2. Rennen: 13,5% / 10,6%
3. Rennen: 13,2% / 13,2%
4. Rennen: 11,0% / 9,0%
5. Rennen: 10,9% / 10,2%
6. Rennen: 9,7% / 7,8%

(Quelle: Jens Schröder)

Der Sommerknick ist klar zu sehen. Aber 430.000 Zuschauer – das ist eine Zahl, die ich der NASCAR in Deutschland durchaus auch zutraue. Leider hat Premiere ja nie Zahlen rausgerückt, aber dass, was ich gehört habe, lag auch im sechstelligen Bereich. Für eine Serie aus den USA, die hier kaum einer kennt und die im Pay-TV lief. Kann sich jeder selbst seinen Reim draus machen.

WTCC – Estoril
Zwei wirklich gute Rennen der WTCC. Irgendwie scheint zur Mitte der Saison der Knoten geplatzt zu sein in der Serie. Schon die Rennen in Brünn waren teilweise richtig gut und auch auf der nicht leichten Strecke von Estoril ging es richtig zur Sache. Man tauschte viel Lack und etliche Außenspiegel aus, es wurde angeklopft, gedrückt und insgesamt sehr hart gefahren, ohne dass es zu ruppig wurde. Auch wenn die Seat mal wieder gewonnen haben und die Meiterschaft dominieren, stört das in Estoril nicht. Die Rennen machen Spaß und es ist der FIA endlich gelungen, fast alle Hersteller auf ein Niveau zu bringen. Wirklich zwei gute Rennen und man darf sich wohl jetzt schon auf den Auftritt in Brands Hatch freuen.

NASCAR – Chicago
Wenn man denn Kyle Busch wird schlagen können, dachte ich mir so vor dem Rennen, dann wohl eher auf den 1.5 Meilen Ovalen. Denn da sah er dieses Jahr noch nicht so gut aus, sieht man mal von seinem Sieg in Atlanta ab. Aber die “Offenen Kyle Busch Meisterschaften” gehen wohl weiter. Seine Statistik ist schon beängstigend gut. Im Cup hat er sieben der 19 Rennen gewonnen und von den etwas mehr als 5000 Runden Renndistanz hat er über 1000 geführt. In der NW hat er fünf Siege, in der CTS zwei. Macht 14 Siege in drei unterschiedlichen Rennklassen. Kann man sich kaum vorstellen und übersetzt man wohl besser so: Das wäre so, als hätte Hamilton vier Rennen in der F1, drei in der GP2 und so nebenbei noch zwei in der F3 in einer Saison gewonnen. Unglaublich. Und es scheint wirklich am Fahrer zu liegen, denn weder Hamlin noch Stewart sind in der Lage zu folgen. Die Frage ist halt – wer soll ihn stoppen und wie lange hält sein Glück an?

Für die NASCAR sind solche Strecken meist eher schwierig. Wenn einer, wie im letzten Jahr mit Jimmie Johnson, einfach alles in Grund und Boden fährt, ist das nicht gut für die Einschaltquoten. Im letzten Jahr hatte man wenigstens noch Jeff Gordon, der dagegen gehalten hat, aber in diesem Jahr? Dass Kyle Busch ein grandioser Fahrer ist, das bezweifeln mittlerweile nicht mal mehr diejenigen, die ihn abgrundtief hassen. Letztlich macht er halt dass, was die Fans eigentlich gerne sehen wollen. Immer quer, immer volles Rohr und seine Aktionen, wie die gegen Jimmie Johnson beim Restart am Wochenende sind haarscharf an der Grenze der Fairness. Die NASCAR könnte sogar wunderbar mit einer noch längeren Siegesserie klar kommen, wenn es denn einen Gegner geben würde, der ihm Paroli bieten kann. Wenn man also ein Szenario hätte wie in den 80ern, als Darrell Waltrip (ebenfalls damals sehr unbeliebt) sich mit Dale Earnhardt auseinandersetzte. Aber der ist einfach nicht zu sehen. Carl Edwards, Kasey Kahne, Junior, Jeff Burton, Jimmie Johnson – sie alle scheinen in diesem Jahr keine Chance zu haben außer Kyle Busch hat mal einen schlechteren Tag.

Gut – durch ist Kyle Busch noch lange nicht. Der Chase hat ja bekanntermaßen seine eigenen Gesetze und selbst wenn er mit 100 Punkten Vorsprung rein geht, heißt das noch lange nicht, dass er am Ende auch gewinnen wird. Im Chase wird noch mal eine Ecke härter gefahren und da könnte sich schnell rächen, dass er im Verlaufe der Saison ein wenig zu viel ausgeteilt hat. Die Toyota Teams werden sich auf Kyle Busch konzentrieren, bei Chevy wird es wohl zu nächst Junior sein, aber hier kommt hinzu, dass sehr viele Chevy Teams im Chase sind, während man bei Toyota die Meisterschaft wohl eher ungern an Tony Stewart geben möchte.

Diverse News
- Paul Tracy wird in die IRL zurückkehren. Wie man hört, soll er in Edmonton für Walker Racing an den Start gehen. Angeblich arbeitet IRL Besitzer Tony George seit einigen Wochen mit Hochdruck daran, für Tracy ein Sponsorenpaket und ein Team zu finden.

- Santander, eine spanische Bank und einer der Hauptsponsoren von McLaren, soll angeblich beschlossen haben, ab 2010 zu Ferrari zu wechseln. Das ist ein weiterer Hinweis, dass Alonso zu den Italienern wechseln wird. Mein Bauchgefühl sagt mir weiterhin, dass der Spanier schon 2009 für die Roten an den Start gehen wird.

Diverse News
Nachtrag zum gestrigen Eintrag über das Verhältnis zwischen Journalisten und der Motorsportindustrie. Zum einen gibt es bei Allesaussersport einen weiterführenden Artikel, der sich mit anderen Bereichen des Sports auseiandersetzt, zum anderen hat hier “NoteMe” einen Hinweis auf die Webseite von Premiere Moderator Peter Lauterbach gegeben. Da kann man sehen, dass der Einspieler der “Post Speed Academy” der neuerdings immer bei den F3 Euro Rennen gezeigt wird, ausgerechnet von der Produktionsfirma von Lauterbach erstellt wird. Nun hat Lauterbach nichts mit der F3 zu tun, von daher gibt es da auch nichts zu beanstanden, außer vielleicht der Tatsache, dass die Nachwuchsfahrer ausgerechnet auch von den Premiere Moderatoren/Redakteuren geschult werden, die sie dann später mal interviewen. Das hat schon einen eher faden Beigeschmack, aber auch hier gehe ich einfach mal davon aus, dass die Grenzen einigermaßen gewahrt bleiben. Wer soll den Nachwuchsfahrern denn sonst in Interviews schulen, wenn nicht Leute vom Fach. Das bedeutet ja nicht, dass man in Zukunft keine kritischen Fragen stellt.

Etwas erstaunter war ich dann aber über die Tatsache, dass es offenbar Lauterbachs Firma ist, die für die DTM das IPTV produziert/bereitstellt. Sehr unwohl wurde mir, als ich zusätzlich in der Referenzliste sah, dass seine Firme ebenfalls für BWM Motorsport und Mercedes tätig ist. Da frage ich mich schon, wie man kritische Fragen an BMW Motorsport-Chef Mario Theissen stellen kann, wenn man gleichzeitig an anderer Stelle Auftragnehmer zumindest war oder auch noch ist. Man braucht schon “ball of steels” wenn man eine Firma mit Angestellten hat, und gleichzeitig einen Kunden kritisch befragen möchte.

Ich möchte Lauterbach gar nicht unterstellen, dass er unsauber arbeitet. Wie gestern schon mal erwähnt, wäre es auch irrsinnig anzunehmen, man würde nach einer gewissen Zeit nicht Teil der Szene, in der man arbeitet. Und natürlich gehören dazu auch geschäftliche Verbindungen dazu. Die Frage ist halt immer, wie man damit umgeht, wie weit man seinem Kunden gegenüber klar macht, dass dies der eine, und das der andere Job ist. Immerhin hat Premiere ein aus den Verbindungen resultierendes, mögliches Problem dadurch gelöst, dass man Keke Rosberg engagiert hat, der ja bekanntermaßen kein Blatt vor den Mund nimmt. Aber ein wenig erinnert mich das doch schon an die Vermischung journalistischer Berichterstattung mit eigenen geschäftlichen Interessen, die im Radsport-”Journalismus” in den letzten Jahren aufgetaucht sind.

Aber das Thema interessiert mich jetzt noch etwas mehr. Wer noch Hinweise hat, der kann sie gerne zusenden. Ich behandle das anonym.

14.07.2008

Aufz. 16:30 Uhr   F3 Euro   Zandvoort   Premiere
Aufz. 16:35 Uhr   GT3/GT4   Oschersleben   MotorsTV
Aufz. 17:30 Uhr   British GT   Thruxton   MotorsTV
Aufz. 18:30 Uhr   Porsche Cup   Zandvoort   Premiere
Aufz. 19:15 Uhr   NASCAR   Atlanta   Premiere
Aufz. 20:45 Uhr   IRL   Nashville   Premiere
Aufz. 22:45 Uhr   Porsche Cup   Zandvoort   Premiere
Aufz. 23:30 Uhr   NASCAR   Atlanta   Premiere

15.07.2008

Aufz. 10:30 Uhr   GT3/GT4   Oschersleben   MotorsTV
Aufz. 17:45 Uhr   NASCAR   Atlanta   Premiere
Aufz. 18:45 Uhr   Formel Eins   Silverstone   Premiere
Aufz. 20:05 Uhr   GT3/GT4   Oschersleben   MotorsTV
Aufz. 20:45 Uhr   GP2   Silverstone   Premiere
Aufz. 21:00 Uhr   ALMS   Lime Rock   MotorsTV
Aufz. 22:45 Uhr   British GT   Thruxton   MotorsTV
Aufz. 23:35 Uhr   British F3   Thruxton   MotorsTV

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NASCAR – Chicagoland / DTM – Zandvoort / ALMS – Lime Rock / IRL – Nashville / WTCC – Estoril / BTCC – Snetterton

Update 18:30 Uhr: Nico Hülkenberg hat die Pole in Zandvoort vor Mika Mäki erreicht. Vietoris 10., Mortara nur 15. Nur nebenbei bemerkt: die ersten 18 Piloten trennten eine Sekunde.

Update 17:57 h, 11.07.08: Ich hatte die DTM Zeiten falsch! Training am Samstag erst um 17:46 Uhr, Rennen am Sonntag schon um 13:00 Uhr! Danke an Tim für den Hinweis.

—schnipp—

Selten hat ein Rennen so sehr im Hintergrund der Ereignisse gestanden, wie das an diesem Wochenende. Obwohl Tony Stewart die Gerüchte selber in den letzten Wochen immer wieder angeheizt hatte, konnten sich einige wohl nicht vorstellen, dass er ernsthaft in Erwägung zieht, in ein drittklassiges Team einzusteigen. Und das ist Haas/CNC, bzw. Stewart/Haas nun mal. Allerdings – Stewart hat wohl kein eigenes Geld hingelegt, um an die 50% des Rennstalls zu kommen. Der Deal ist: Stewart bringt sich und noch einen weiteren Top-Fahrer, die Sponsoren und die Kontakte zu Chevrolet mit und bekommt dafür die Anteile. Bedeutet aber auch: in Zukunft trägt er einen Teil des geschäftlichen Risikos und muss sehen, dass die Sponsoren dabei bleiben. Office Depot ist bestätigt, Jack Daniels nicht. RCR hat dementiert, dass man den Whiskybrauer verliert. Da Home Depot auch nicht mitkommt, wird man gespannt sein dürfen, wer da noch mit einsteigt.

Aber zum Rennen. Chicagoland (liegt in Joliet, etwas ausserhalb von Chicago) ist mal wieder eines der klassischen, sehr schnellen 1.5 Meilen Ovale. Mit 24° Grad Banking ist es ordentlich überhöht, die Strecke ist zu dem recht breit, so dass man relativ flott voran kommt. Man kann mehrere Linien fahren, selbst die hohe Linie an der Mauer mit der man viel Schwung auf die Geraden mitnimmt. Bremsen sind nicht so wichtig, eher ein schmaler Spritverbrauch, um am Ende eine eigene Strategie entwickeln zu können. Und die dürfte in diesem Jahr besonders wichtig sein, denn das Wetter in der Gegend ist mehr als schlecht. Die Quali ist komplett ausgefallen, und auch das Rennen morgen ist in Gefahr. Im Moment sagen die Wettervorhersagen eine 80%ige Regenwahrscheinlichkeit voraus, also kann es gut sein, dass das Rennen auf Sonntag verschoben wird. Dann wird man das Rennen aber vermutlich gegen Mittag starten. Ich bin am Samstagabend leider unterwegs, bitte also immer mal wieder in den Chat schauen!

Sonstige News

- Richard Childress hat bekannt gegeben, dass er das vierte Team aufmacht und einen Fahrer vermutlich am 15. August bekannt geben wird. Gute Chancen werden Martin Truex jr und Casey Mears eingeräumt. Bei den Sponsoren gibt es noch nichts konkretes, außer, dass sich US Army und UPS gerade auf dem Markt umschauen. Die meisten Spekulationen gehen in Richtung UPS, die eh nur wegen Dale Jarrett zu Michael Waltrip Racing gegangen sind, und nun wohl wegwollen. MWR wird mit der US Army in Verbindung gebracht.

- Ebefalls RCR: Jeff Burton, dessen AT&T Sponsorship ausläuft, bekommt ab 2009 ein gelbes Auto, da CAT sein Hauptsponsor wird,

DTM – Zandvoort
Die vermutlich schönste Strecke im Kalender der DTM ist Zandvoort. Der Kurs, mitten in den Dünen am Meer, ist eine sehr abwechslungsreiche, schnelle und schöne Strecke, die von den Fahrern einiges abverlangt. Überholen ist hier aber auch immer so eine Sache, und dank der vielen schnellen Kurven und der heiklen Aerodynamik der modernen DTM Wagen wird das auch in diesem Jahr nicht einfacher. Eigentlich gibt es nur zwei richtige Stellen. Am Ende von Start/Ziel und beim Anbremsen auf die Schikane (Audi-S). Alles dazwischen ist zu eng und geht nur, wenn der Konkurrent mitmacht.
Schwer zu sagen, wer in den Niederlanden die Nase vorne haben wird. Letztes Jahr war eine Audi-Angelegenheit, die dann unschön damit endete, dass man Timo Scheider kurz vor der Ziellinie zurückpfiff. Seit dem ist das mit der Teamorder auch nicht mehr ganz so einfach. Im ersten Training heute lage auch gleich wieder vier Audi vorne. Das Rennen könnte aber durchaus interessant werden, wenn es nass ist. Das Wochenende soll einigermaßen verregnet sein.

Nebenbei angemerkt: in seiner Kolumne auf seiner Webseite hat Mattias Ekström deutlich geschrieben, dass er einen Einstieg von Citroen in die DTM sehr begrüßen würde. Das ist der erste Hinweis von einem Fahrer. Hat vermutlich nicht allzuviel zu bedeuten, aber wenn die Fahrer schon spekulieren…

Kurz zur Formel Drei Euro: hier muss Nico Hülkenberg langsam mal zu Potte kommen. Volkswagen Pilot Mortara sammelt fleissig bei jedem Rennen Punkte und liegt mit 40 Punkten an der Spitze der Meisterschaft. Hülkenberg ist mittlerweile immerhin zweiter, hat aber 15 Punkte Rückstand. Er hat im ersten Halbjahr einfach viel Pech gehabt, aber daran erinnert sich in einem Jahr keiner mehr. Hülkenberg muss den Abstand verkürzen und vor allem mal ein paar konstante Rennen in den Top5 hinlegen. Siegen und danach ausfallen bringt halt nicht. Gut in Schwung ist mittlerweile auch Christian Vietoris, der nur fünf Punkte hinter Hülkenberg liegt. Den sollte man auch im Auge haben. Nicht mehr dabei ist ab sofort Maximillian Götz. Der hat sich von seinem Rennstall (RC Motorsport) getrennt und steht auf der Strasse. Ein wenig schade – Götz gewann 2003 ziemlich deutlich die Formel BMW und galt als einer der besten Nachwuchsfahrer. In der F3 hatte er aber viel Pech und nie ein Topteam an der Hand.

ALMS – Lime Rock
Die ALMS erwacht aus ihrer langen Sommerpause. Das letzte Rennen war vor zwei Monaten, es wird also auch mal wieder Zeit. Aber wegen der 24 H in Le Mans wollte man die Teams nicht noch mehr stressen. Lime Rock ist eine kurze (2.5 km) aber sehr schnelle Strecke, mitten im Grünen. Auslaufzonen sind kritisch, der Belag nicht gerade auf dem neuesten Stand. Wegen der kurzen Distanz, die man in einer Runde zurücklegen muss, gibt es elendig viele Überrundungen und damit auch schön viele Chancen abgeschossen zu werden. Wenn ich mich richtig ans letzte Jahr erinnere, dann hatten fast alle Unfälle etwas mit einer Überrundung zu tun. Die Peugeot sind in den USA bekanntermaßen nicht am Start, also werden die Audi sicher wieder mit den Porsche und den Acura rumschlagen müssen.

IRL – Nashville
Die IRL macht weiter mit ihrem “sechs Rennen in sechs Wochen” Programm und ist diese Woche in Nashville unterwegs. Ein Oval, dass man eher selten sieht, aber wirklich nicht schlecht ist. 1.3 Meilen, 14° Grad Überhöhung reichen für die IRL um ziemlich deftige Geschwindigkeiten zu erreichen. Der Asphalt hat aber nicht den besten Ruf. Er gilt eher als rutschig und im letzten Jahr bewies das die IRL mit etlichen Abflügen. Bei den letzten Oval Rennen konnten die Ex-CC-Teams ein wenig aufholen, sind aber noch nicht an den Top Teams dran. Ganassi, AGR und mittlerweile auch wieder Penske beherrschen die Szene ganz eindeutig. In der Meisterschaft ist noch alles offen, auch wenn Scott Dixon auf Castroneves mittlerweile gut 50 Punkte Vorsprung hat. Aber pro Rennen kann 50 Punkte für einen Sieg einsacken, also kann sich das schnell ändern. Ebenfalls noch Chancen haben Dan Wheldon und Toni Kanaan, der Rest ist abgeschlagen.

WTCC – Estoril
Eurosport gibt an diesem Wochenende trotz MotoGP und Tour de France richtig Gas in Sachen WTCC. Man schiebt zwar wie bisher die Rennen zwischen Euro und Euro 2 hin und her, dafür zeigt man aber auch fast alle Rahmenrennen live. Also die Formula Master, die GT Open und den Seat Leon Euro Cup. Nicht schlecht.
Estoril wird als BMW Strecke gehandelt. Einige enge Kurven, ein paar mittelschnelle – das sollte den BMW liegen. Seat hadert immer noch mit der Drehzahlbegrenzung, bei Chevy hängt man irgendwo dazwischen. Da man in Valencia, mit ein wenig Glück, beide Rennen gewinnen konnte, und Estoril ein wenig ähnlich ist, rechnet man sich gute Chancen aus. Das hilft der Meisterschaft aber wohl auch nicht mehr. Hier sieht es nach einem klaren Seat Durchmarsch aus. Vorne ist Tarquini mit 58 Punkten, dann folgen Muller (43) und Rydell (37). Bester BMW-Pilot ist Prilaux mit 34 Punkten. Gut – man kann theoretisch 20 Punkte an einem Wochenende einfahren, aber das ist in diesem Jahr noch keinem gelungen.

BTCC – Snetterton
Die Briten sind in Snetterton unterwegs, einem Kurs, der sich vor allem durch eine sehr lange Gerade und eine enge Schikane auszeichnet. Dazwischen gibt es wenig, außer der ersten Rechts. Die ist schnell, hat aber sehr, sehr viel Auslaufzone. Wenn der Grünstreifen zu Ende ist, geht es weiter in ein Maisfeld. Und in jedem Jahr verschwindet mindestens ein Wagen an der Stelle um Minuten später mit drei Kilo Mais im Kühler wieder aufzutauchen. Ärgerlich ist allerdings, dass ITV4 den halben Renntag nicht sendet, da man auch die Tour de Francce im Programm hat.

Und sonst?
Nix

12.07.2008

LIVE   02:00 Uhr   NASCAR NW   Chicago   ESPN 2
LIVE   12:25 Uhr   F3 Euro   Zandvoort 1   Premiere 19:45, 00:00 h
LIVE   13:00 Uhr   Formula Master   Estoril 1   Euro
LIVE   16:00 Uhr   WTCC   Estoril Quali   Euro 2
Aufz. 17:30 Uhr   GT3/GT4   Oschersleben   MotorsTV
LIVE   17:46 Uhr   DTM   Zandvoort Quali   ARD
Aufz. 18:20 Uhr   British F3   Thruxton   MotorsTV
Aufz. 19:00 Uhr   F3 Euro   Zandvoort 1   DSF
Aufz. 19:10 Uhr   British GT   Thruxton   MotorsTV
LIVE   20:00 Uhr   ALMS   Lime Rock   MotorsTV
LIVE   20:30 Uhr   NASCAR SC   Chicago Raceday   SpeedTV

13.07.2008

LIVE   00:30 Uhr   NASCAR SC   Chicago Prerace   TNT
LIVE   02:00 Uhr   NASCAR SC   Chicago   TNT
LIVE   02:00 Uhr   IRL   Nashville   Premiere, ESPN
Aufz. 09:10 Uhr   Seat Leon   Zandvoort 1   Premiere
LIVE   09:45 Uhr   F3 Euro   Zandvoort 2   Premiere 14:00, 18:30, 00:00 h
LIVE   10:00 Uhr   Seat Leon EURO   Estoril 1   Euro 2
LIVE   10:30 Uhr   WTCC   Estoril Warmup   Euro 2
Aufz. 11:25 Uhr   IRL   Nashville   Premiere
Aufz. 12:00 Uhr   BTCC   Snetterton   ITV 4 bis 13:30 h
LIVE   13:00 Uhr   DTM   Zandvoort   ARD
LIVE   13:00 Uhr   GT Open   Estoril   Euro 2
Aufz. 13:25 Uhr   Seat Leon   Zandvoort 2   Premiere
LIVE   14:00 Uhr   WTCC   Estoril   Euro 2
LIVE   15:15 Uhr   Seat Leon EURO   Estoril 2   Euro 2
LIVE   16:30 Uhr   Formula Master   Estoril 2   Euro 2
LIVE   17:30 Uhr   WTCC   Estoril 2   Euro
Aufz. 17:30 Uhr   BTCC   Snetterton   ITV 4 bis 19:30 h
Aufz. 18:00 Uhr   DTM   Zandvoort   DSF
Aufz. 19:30 Uhr   IRL   Nashville   Premiere

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NASCAR – Stewarts Zukunft / NASCAR – News / F1 – Alonso & Ferrari

Tipp: Stewart Pressekonferenz heute live ab 20.30 Uhr auf Speed.

Nachdem die Katze nun aus dem Sack ist, und bekannt ist, dass Tony Stewart sein eigenes Team aufmachen wird, kann man sich die Frage stellen: Warum macht Stewart das? Und warum bei Haas/CNC und nicht zum Beispiel bei Petty Enterprises? Die nackten Zahlen von Haas/CNC sind desaströs. Beide Wagen sind außerhalb der Top 35 und müssen sich für jedes Rennen qualifizieren, die Mannschaft kommt trotz Hendrick Motoren und Chassis nicht vom Fleck und der führere Besitzer des Rennstalls, Gene Haas, sitzt gerade noch bis zum Oktober 2009 eine Gefängnisstrafe wegen Steuerhinterziehung ab. Keine guten Voraussetzungen, um einen Rennstall nach vorne zu bringen.

Auf der anderen Seite: viel weiter nach hinten wird es auch nicht gehen. Klar ist, dass Tony Stewart seit Jahren darauf hinarbeitet, sein eigenes Team im Sprint Cup zu haben. Er hat schon ein Team bei der “World of Outlaws” Serie und USAC, eine IRL Variante. Beide führt er mit der Untersützung von Chevorlet/GM. Stewart hat in den USA alles gewonnen, was man gewinnen kann. Er ist IRL Champion (allerdings ohne Indy 500 Sieg), er ist zweifacher NASCAR Meister (ohne das Daytona 500, aber mit Daytona 400 und zweimal das Indy 400) und er ist 37 Jahre alt. Die Frage, was in den nächsten, vielleicht noch zehn Jahren, seiner Karriere machen soll, ist durchaus berichtig. Sich von Team zu Team arbeiten? Aufhören und sich langweilen? Die Entscheidung ein eigenes Team aufzumachen hat wohl sehr viel mit der Frage zu tun, was ihn noch anspornen könnte. Stewart hat mittlerweile die Erfahrung, das Geld und den Willen, es selber zu versuchen.

Auf der anderen Seite: wie viele der Neugründungen der letzten Jahre, haben sich erfolgreich etabliert? Nur zwei Beispiele: Evernham Racing, gegründet vom legendären, ehemaligen Crew Chief von Jeff Gordon hat es versucht und war hat immerhin dank Kasey Kahne einige Erfolge einfahren könnne. Michael Waltrip Racing kämpft dagegen ums Überleben. Auch andere Teams, die mit viel Geld in die Serie gekommen waren und ein Team übernommen hatten, sind mittlerweile verschwunden, zB. Ginn Racing.

Die Frage wird sein, was für Leute Stewart um sich scharen kann. Das er Greg Zipadelli zunächst nicht mit nehmen kann, dürfte ein herber Schlag sein. Zipadelli hat noch einen Vertrag mit JGR und die lassen ihn aus guten Gründen nicht gehen, denn Zipadelli soll Joey Logano im Sprint Cup erfolgreich machen. Wie lange Zipadellis Vertrag aber noch läuft, entzieht sich meiner Kenntnis. Kann gut sein, dass er Ende der 2009er Saison zu Stewart wechseln kann. Auch Chevrolet wird Stewart untersützen. Die sind froh, eines ihrer Zugpferde von Toyota weggeholt zu haben und werden bei Hendrick sicher ein gutes Wort für Stewart einlegen, damit auch von dieser Seite Hilfe kommt.

Ich halte allerdings die Chancen von Stewart, in den ersten zwei, drei Jahren erfolgreich zu sein, für sehr gering. Er geht mit einem Wagen an den Start, den er erst einmal qualifizieren muss (es sei denn, dass Teamsterben in den NASCAR geht weiter) und ich bin auch mal gespannt, wie es um seine Motivation steht, wenn er nach einem Jahr um Platz 30 rumkrebst. Man kann Tony Stewart nur die Daumen drücken.

NASCAR – News
- DEI kommt nicht aus den Schlagzeilen. Mark Martin weg, US-Army weg, Bass Pro liebäugelt mit einem Weggang, Menard wird mit Yates in Verbindung gebracht und Martin Truex jr. hat seinen Vertrag noch nicht verlängert. Bleibt der sponsorlose Aric Amirola und Regan Smith, der ebenfalls für 2009 keinen Sponsor hat. Es gibt das Gerücht, dass man Smith nur eine Gnadenfrist für die ersten fünf Rennen der neuen Saison eingeräumt hat. Wenn dann kein Sponsor da ist, macht man das Team erst einmal dicht.

- Jimmy Elledge, bei Ganassi entlassener Crewchief, übernimmt bei Red Bull die #84 mit AJ Allmendinger. Gute Verstärkung für Red Bull. Zu dem hört man, dass man entweder ein drittes Team aufmachen könnte, damit man Scott Speed einsetzen kann, oder aber Allmendinger wieder zurück in die IRL geht.

- Die Silly Season bleibt weiter spannend. Setzt JGR einen vierten Wagen ein? Macht RCR was ähnliches? Wohin geht Truex, wohin Newman, wohin Montoya?

F1 – Alonso zu Ferrari?
Es mehren sich die Anzeichen, dass Alonso 2009 in einem Ferrari sitzt. Angeblich soll Luca di Montezemolo, eh kein Freund von Felippe Massa, nach dem Rennen in Silverstone einen Tobsuchtsanfall bekommen haben. Das Massa mal weiter hinten landet ist dabei weniger das Problem. Es ging ihm wohl um die unzähligen Dreher des Brasilianers, der das Team, in seinen Augen, einfach unmöglich aussehen läßt. Während Raikkönen trotz falscher Reifenwahl immerhin noch einen vierten Platz einfahren konnte, passierte bei Massa bekanntlich nichts. Jedenfalls nichts geradeaus. Das Problem für Ferrari sind nicht mal die italienischen Medien, denen, nach dem sie den runtergeklappten Unterkiefer angesichts der Leistung von Massa wieder hoch bekommen hatten, eine Verpflichtung von Alonso geradzu fordern. Das Problem sind wohl die Sponsoren, die sich ungern auf dem Wagen eines Mannes sehen lassen wollen, der im Regen nicht klar kommt. Sowas kann man sich bei Force India erlauben, weil man auf dem Weg auch mehr TV-Time bekommt, aber nicht bei Ferrari. Der Ruf von Massa bei Ferrari, eh schon immer leicht onduliert, ist wohl auf einem Tiefpunkt angekommen. Er müsste schon die nächsten drei Rennen bei strömenden Regen gewinnen nach dem er von hinten gestartet ist, um das wieder gerade zu bügeln.

Gleichzeitig hat sich Fernando Alonso entspannt zurück gelehnt und verkündet, er würde vor dem Spätsommer gar nichts entscheiden. Spätsommer heißt September und welcher Grand Prix findet Mitte September statt? Genau. Monza. Jenes Rennen, bei dem Ferrari bevorzugt die Fahrerpaarung bekannt gibt. Alles spricht für eine Verpflichtung von Alonso, aber so einfach geht es nicht.

Raikkönen ist in diesem Jahr auch kein Ausbund der Zuverlässigkeit. Immerhin gibt es die schmale Chance, dass am Ende des Jahres Massa um den Titel fahren könnte. Man stände blöd da, wenn Massa Weltmeister werden würde und man hätte ihn vorher schon entlassen hätte. Nach dem GP von Italien folgen aber nur noch vier weitere Rennen, da könnte man also etwas klarer sehen. Ich kann mir aber gut vorstellen, dass man sich bei den Italienern auf Raikkönen als Weltmeisterschaftskandidaten schon eingestellt hat. Alleine um 2009 mit einer Fahrerpaarung an den Start zu gehen, die vielleicht aus zwei Doppelweltmeistern besteht.

Und sonst?
NASCAR ist heute schon unterwegs. TV Vorschau fürs Wochenende ist online.

10.07.2008

LIVE   20:30 Uhr   NASCAR   Stewart PK   SpeedTV
LIVE   23:00 Uhr   NASCAR SC   Chicago Training   SpeedTV

11.07.2008

LIVE   01:00 Uhr   NASCAR NW   Chicago Training   SpeedTV
LIVE   02:30 Uhr   NASCAR SC   Chicago Quali   SpeedTV
LIVE   22:00 Uhr   NASCAR NW   Chicago Quali   ESPN 2
LIVE   23:00 Uhr   NASCAR SC   Chicago Training   SpeedTV

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F1 – Donington / NASCAR – DEI vor Verkauf / Weitere News

Update 22:57 Uhr: Die Strafe für Truex jr. ist raus. 150 Punkte Abzug, 100.000 Dollar Strafe für den Crewchief, der zu dem sechs Rennen gesperrt ist. Der Wagen von Truex jr. war am letzten Donnerstag durch die Inspektion der NASCAR gerasselt. Genauere Angaben, was an dem Wagen alles nicht in Ordnung war, gibt es nicht, außer der Aussage, dass es etwas im aerodynamischen Bereich war. Damit fällt Truex im Kampf um den Einzug in den Chase auf Platz 18 zurück, und es dürfte ihm schwer fallen in den verbliebenen acht Rennen das noch zu schaffen. Die Strafe könnte auch der letzte Sargnagel in der eh angespannten Beziehung zwischen ihm und dem Team sein. Angeblich könnte er Ryan Newman bei Penske ersetzen, sollte der zu Stewart/Haas gehen.

—schnipp—

Wie den meisten ja wohl bekannt, wird der britische Grand Prix ab 2010 in Donington Park ausgetragen. Und das angeblich für gleich zehn Jahre. Die Entscheidung von Bernie Ecclestone kam etwas überraschend und so ganz nett war es auch nicht, ausgerechnet am Rennwochende in Silverstone die Entscheidung bekannt zu geben. Auf der anderen Seite liegt Ecclestone schon seit Jahren mit dem Eigentümer der Strecke, dem BRDC (geführt von Damon Hill und Sir Jackie Stewart) über Kreuz. Seit einer gefühlten Ewigkeit fordert er deutliche Verbesserungen an der Infrastruktur, gebetsmühlenartig wiederholte der BRCD dass man ja auch sehr dafür sei, aber es fehle leider Geld, mal sehen, vielleicht im nächsten Jahr. Und offenbar ist Ecclestone nun der Geduldsfaden gerissen und er hat sich für Donington entschieden. Für was auch sonst. Gerne hätte er den GP direkt in London austragen lassen, aber die Chancen hierfür sind mehr als gering. Kaum vorstellbar, dass man im Sommer, so zwischen dem Geburtstag der Queen und den Touristenmassen, die halbe Innenstadt lahm legt. Auch andere Strecken passen nicht. Brands Hatch, Oulton Park, Snetterton, Thruxton – alles nett, aber viel zu klein, zu schmal und zu weit weg. Da blieb tatsächlich nur Donington Park.

Die Strecke ist für Formel Eins Verhältnisse ein Witz. Gerade mal 4.1 km lang umkurvte Alain Prost den Kurs 1993 im Training in gerade mal 1:10 min. Vermutlich ist man heute ein paar Sekunden schneller. Das ist schon hart an der Grenze. Dazu kommt, dass die Strecke enger ist, als man meinen möchte. Es gibt im Prinzip aber drei Überholmöglichkeiten. Die erste Kurve nach Start/Ziel, beim Anbremsen zum “Old Hairpin” und zur Schikane vor dem Haken hinter den Boxen. Die Strecke ist zu dem sehr schnell, was das Überholen jetzt nicht einfacher macht. Es ist keine schlechte Strecke, aber von allen britischen Strecken sicher nicht die allerbeste. Aber leider fallen ja alle anderen Strecken aus Sicherheitsgründen weg.

Donington soll renoviert werden, natürlich von Hermann Tielke. Es ist auch die Rede davon, dass die Strecke verlängert wird. Beim Blick auf die Karte frage ich mich allerdings: Wo? Wie?


Größere Kartenansicht

Ein paar Möglichkeiten gibt es aber dafür braucht es eine sehr kooperative Nachbarschaft und das kostet richtig viel Geld. Was man auch nicht hat, dass hat der Betreiber der Strecke schon zugegeben. Man würde sich jetzt in Verhandlungen begeben. Dann hatte er noch die Idee, dass die Zuschauer die Renovierung mittragen sollen, in dem sie Sitze kaufen. Die Idee klingt erst mal komisch, ist aber nicht ganz so doof. Beim Neubau eines Stadions ist es normal, dass man die teuren VIP Boxen schon vorher verscherbelt und so den Bau finanziert. Die Betreiber setzen auch voll auf die Hamilton-Welle. Silverstone war an allen drei Tagen ausverkauft, das braucht man auch in Donington.

In Sachen Verkehrsanbindung kommt man allerdings vom Regen in die Traufe. Es gibt zwar hier auch einen Flughafen in der Nähe, aber von der Autobahn führt exakt eine einspurige Straße zur Strecke. Viel Spaß.

NASCAR – News
Das ist ja mal das heisseste Gerücht des Monats. Angeblich will Teresa Earnhardt ihren DEI Rennstall verkaufen. Und zwar komplett, also nicht nur die Wagen und den Namen, sondern auch die Werkstatt und alles was da zu gehört. Einen Käufer soll es auch geben: DEI Geschäftsführer Max Siegel. Die Meldung ist schon ungewöhnlich, da Teresa einen Verkauf des Ladens immer ausgeschlossen hatte. Doch seit dem Junior weg ist, ist DEI nach und nach auseinander gebrochen. Zuletzt verlor man Mark Martin an Hendrick Motorsport und der Sponsor US Army sucht auch nach neuen Möglichkeiten. Was alles nicht so schlimm ist, wie der vermeintliche Weggang von Paul Menard. Dessen Wagen ist ein reines Kundenauto, dass der Vater von Paul Menard bezahlt. Verliert man Menard auch als Sponsor, sieht es nicht gut aus. Dazu kommt, dass der Sponsor von Truex jr., Bass Pro Shop, als möglicher Sponsor für das neue Stewart/Haas Team gehandelt wird. Es sieht also nicht so richtig gut aus bei DEI. Man hört, dass die Angestellten die Schuld bei Teresa Earnhardt sehen, die mit ihrem halsstarrigen Verhalten den Star des Teams vertrieben habe. Aber mit Junior verliessen eine ganze Menge mehr guter Leute den Rennstall. Allein der Verlust der Eury Familie dürfte schon weg getan haben.

In den USA wird spekuliert, dass hinter den Investoren um ein paar Ecken unter anderem auch Junior stecken könnte, der das Team seines Vaters wieder haben möchte. Bei den Verhandlungen im letzten Jahr soll er seiner Stiefmutter einen Auskauf angeboten haben, was aber an überzogenen Forderungen gescheitert ist. Das Verhältnis zwischen ihm und Max Siegel gilt aber bis heute als ausgesprochen gut. Auch wenn diese Möglichkeit als sehr spekulativ angesehen werden muss, ist es durchaus möglich. Geld genug sollte Junior haben.

Update: Max Siegel hat einen Verkauf gegenüber ESPN für den Moment ausgeschlossen. Man redet aber wohl mit weiteren Investoren.

Leider gibt es noch keine Neuigkeiten über das Strafmaß in Sachen Truex jr. Trage ich nach.

- Robby Gordon hat Jacques Villeneuve angeboten, einen Wagen zu stellen. Wenn denn der Kanadier genügend Geld zusammen bekommt. Sicher scheint, dass Villeneuve bei Nationwide Rennen in Kanada für Gordon an den Start gehen wird.

Und sonst?
Bin morgen auf der Autobahn. Am Donnerstag geht es weiter.

09.07.2008

Aufz. 12:00 Uhr NASCAR Daytona Premiere
Aufz. 13:00 Uhr Formel Eins Silverstone Premiere
Aufz. 17:00 Uhr GP2 Silverstone 2 Premiere
Aufz. 18:15 Uhr Formel BMW Silverstone Premiere
Aufz. 19:15 Uhr NASCAR Daytona Premiere

10.07.2008

Aufz. 12:40 Uhr Indy Lights Iowa MotorsTV
Aufz. 14:00 Uhr NASCAR Daytona Premiere
Aufz. 19:00 Uhr Porsche Cup Daytona Premiere
Aufz. 19:45 Uhr GP2 Silverstone 2 Premiere
Aufz. 22:45 Uhr V8 Supercars Hidden Valley MotorsTV

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