Archive for the ‘TV Programm’ Category

WTCC: Macao Vorschau 2011

Posted 17 Nov 2011 — by Chaos
Category Eurosport, F3 Euro, TV Programm, WTCC

Nach dem Rennen in Shanghai auf der etwas besseren Kartbahn vor gefühlten 50 Zuschauern fährt die WTCC ihr letztes Rennen schon fast traditionell auf der verrückten Strecke im Spielerparadies Macao.

Zur Strecke muss man nicht viele Worte verlieren. Selbst für einen Stadkurs ist Macao sehr eng und schnell. Es gibt zwei, sofern man sie so nennen mag, Überholstellen. Eine nach der langen Geraden und eine vor der Haarnadel, dafür muss man aber schon sehr mutig sein und darauf hoffen, dass der Gegner mitspielt, sonst findet man sich schnell in den zahlreichen Reifenstapeln wieder. Hier gibt es eine Onboardrunde zu sehen: http://www.youtube.com/watch?v=xSI292N3AUU .

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NASCAR Streams: Ustream und justin.tv unter Druck

Posted 18 Aug 2009 — by DonDahlmann
Category TV Programm

Streams, nicht nur von NASCAR Rennen, sind im Netz mittlerweile ohne Ende zu finden. Egal ob Fußball, Motorsport oder Boxen. Ustream hat jetzt Ärger deswegen.

justinWenn man vor zwei Jahren einen NASCAR Stream suchte, gab es kaum drei Adressen im Netz, auf denen man was sehen konnte. In der Zwischenzeit sind Dienste wie justin.tv und ustream.com entstanden, die es jedem ermöglichen, sein eigenes Programm herzustellen. Das war eigentlich mal als eine Art “Live You Tube” gedacht, also dass die User ihre Inhalte per Webcam ins Netz stellen. Doch die User erkannten schnell, dass man ohne viel Trickserei auch das laufende TV-Programm ins Netz einspeisen kann. Für die Plattformbetreiber ist das ein zweischneidiges Schwert. Zum einen bekommen sie jede Menge Traffic auf ihre Seite, was den Werbeeinahnen gut tut. In Sachen Urheberrecht stellt sich auf den Standpunkt, dass man, analog zu Ebay, nur die technische Plattform zur Verfügung stellt, was die User machen, sei deren Sache. Immerhin reagierte man zumindest bei Ustream auf “illegale” Streams, und verbannte die regelmäßigen Streamer komplett von der Seite. Doch jetzt hat Ustream die erste, richtig große Klage am Hals.

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TV am Wochenende: NASCAR, DTM, FIA GT, WTCC, BTCC, ALMS, Grand Am

Posted 15 Mai 2009 — by DonDahlmann
Category ALMS, BTCC, DTM, F3 Euro, FIA GT, GrandAm, Indy 500, MotorsTV, NASCAR, Premiere, TV Programm, WTCC

Keine Formel Eins, aber trotzdem ein extrem volles Motorsport Wochenende.

burton all starErst einmal die schlechten Nachrichten: MotorsTV ist bis auf weiteres aus der ALMS Live Berichterstattung ausgestiegen. Man wird die Rennen zwar zeigen, aber mit einer satten Woche Verzögerung. Als Grund gab MotorsTV an, dass man keinen Sponsor für die Live-Übertragung gefunden hat. Was im übrigen auch der Grund ist, warum man die LMS nicht mehr zeigt. Also wird man auch hier auf die Streams angewiesen sein, wobei die ALMS auch in den USA nur zum Teil live gezeigt wird. Auch ansonsten wird man am Wochenende viel zwischen Rechner und Fernsehen hin und her schauen müssen.

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So ja nun auch nicht, Premiere

Posted 17 Feb 2009 — by DonDahlmann
Category Premiere, TV Programm

Dies ist ein offener Brief an Premiere. Von jemanden, der eigentlich nichts gegen Pay-TV und noch mehr Geduld hat. Doch die geht langsam aus.

Hallo Premiere,

premiere_logo_invmanchmal fragt man sich ja schon, ob man selber noch alle Tassen im Schrank hat. Ich mache das zum Beispiel seit einem Jahr mit schöner Regelmäßigkeit, wenn ich auf mein Konto blicke und sehe, dass Premiere mir schon wieder 43 Euro abgebucht hast. Nun ja, bisher habe ich immer wieder ein Argument gefunden, das Abo vor meinem eigenen inneren Rechnungsprüfer zu verteidigen. Die Rahmenrennen der DTM! Die IRL! A1 GP! Die Formel Eins am Freitag ohne Werbeunterbrechung! Discovery! Ab und zu Filme! Nun ja, dann zahlt man eben 43 Euro, bzw. 516 Euro im Jahr. Und außerdem – nächstes Jahr steigt man bestimmt wieder in die NASCAR Übertragungen ein. Dachte ich 2008.
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NASCAR – Newman zu Haas / News

Posted 14 Aug 2008 — by DonDahlmann
Category Motorsport, NASCAR, TV Programm

Ist ja jetzt auch keine große Meldung mehr. Nachdem Tony Stewart und Ryan Newman die letzten Wochen wie zwei Königstiger um einander hergeschlichen sind, hat man sich jetzt offenbar doch geeinigt. Newman, der diesjährige Daytona 500 Gewinner, wird ab der kommenden Saison im Stewart/Hass Team antreten. Unklar ist noch der Sponsor von Newman, aber dieses letzte Geheimnis soll dann morgen vor dem Rennen in Michigan gelöst werden. Es wird wohl jemand mit viel Geld sein.

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NASCAR – Watkins Glen

Posted 11 Aug 2008 — by DonDahlmann
Category Motorsport, NASCAR, TV Programm

Rundstreckenrennen sind in der NASCAR nicht wirklich beliebt. Manche halten sie sogar für Quatsch. Dabei zeigte sich am Wochenende deutlich, dass sich gerade hier die Spreu vom Weizen trennt.

Kyle Busch feierte gestern zwar seinen achten Sprint Cup Erfolg in dieser Saison, doch man wundert sich mittlerweile über gar nichts mehr bei dem 23jährigen Mann aus Las Vegas. Sicher – sein Sieg war begünstigt durch die vermutlich mieseste Boxenstrategie des Rennes des Earnhardt Teams, aber ich bin mir gar nicht mal sicher, ob Junior ihn am Ende wirklich hätte halten können. Mann des Rennens, wenn nicht gar des gesamten Wochenendes war aber Marcus Ambrose.

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F1 – Ungarn / NASCAR – Kanada / NASCAR – Pocono

Posted 04 Aug 2008 — by DonDahlmann
Category F1, Motorsport, NASCAR, TV Programm

Das Leben, so ein mir bekannter Mensch, ist halt nicht immer Disco und Pommes. Das hat sich vermutlich gestern auch Felippe Massa gesagt, als ihm nach einem tadellosen Rennen der Motor drei Runden vor Schluss um die Ohren flog. Und es war einer neuer Motor, der da den Geist aufgeben hat. (Nein, war alt. Der von Raikkönen war neu. Danke für den Hinweis.)

Felippe Massa ist so ein Fahrer, bei dem man nie weiß, woran man ist. Das gestrige Startmanöver gehörte zu den Besten, die man in den letzten Jahren sehen konnte. Konsequent, mutig, eiskalt. So wie ein Alonso oder ein Schumacher in seinen guten Zeiten. Und obwohl Hamilton ja jetzt auch nicht zu den Weicheiern beim Start gehört, hat Massa ihn wundervoll stehen lassen. Ich hatte danach mit wütenden Angriffe von Hamilton gerechnet, aber tatsächlich konnte der dem Tempo des Ferrari nicht folgen. Wenn man bei McLaren entspannt gewesen wäre, weil man die bessere Strategie hatte, dann wäre Hamilton einfach zwei Sekunden hinter Massa geblieben, aber das schaffte der Brite nicht. Der Ferrari war zwar nur minimal, aber doch schneller. Da frage ich mich aber auch: Warum hat Ferrari das nicht in der Quali hinbekommen?

Die Antwort scheint wohl im Bereich der Reifen zu liegen. Während der McLaren vor allem die Vordereifen schnell auf die richtige Temperatur bringt, braucht der Ferrari länger. Das führt dann wohl dazu, dass der McLaren die Reifen zwar schneller auf die optimale Betriebstemperatur bringt, dieses Fenster aber nicht so lange halten kann. Der Ferrari braucht länger, was aber auch bedeutet, dass den Italiener im Rennen ein längeres Operationsfenster zur Verfügung steht. Sie können mit mehr Sprit länger fahren ohne dass der Reifen darunter leidet. Dooferweise bedeutet das eben in der Quali, dass schnell mal zwei Zehntel fehlen können. Deutlich wurde das auch bei Raikkönen gegen Ende, der nicht nur die schnellste Runde fuhr, sondern in der Zeit insgesamt über mehrere Runden der schnellste Mann auf der Strecke war. Dem hatte McLaren nichts entgegen zu setzten, und die Aussage von Norbert Haug, man wäre trotz der Ferrari Pace an Massa über die Boxenstrategie vorbei gekommen, möchte ich doch zumindest mal in Frage stellen.

Dass Massa Leistungen wie im gestrigen Rennen nicht dauerhaft abrufen kann, ist wohl seine Achillisferse. Wäre er doch immer so konsequent… aber diese Schwäche zieht sich durch seine gesamte Karriere. Ähnlich wie ein Fisichella, ein Barrichello oder ein Jean Alesi fehlt es einfach an der Konstanz. Einmal oder zweimal im Jahr scheint es, als seien diese Fahrer in einer eigenen Liga um dann wieder völlig von der Rolle zu sein. Die Hoffnung ist halt, dass Massa für den Rest der Saison dann mal aufgewacht ist.
Was man von Raikkönen nun wirklich nicht behaupten kann. Irgendwie fehlt ihm der Biss der letzten Jahre. Er macht Fehler, kommt in der Quali nicht in Schwung, beklagt sich viel und dabei hat er doch, wie man an Massa gesehen hat, einen Wagen mit dem man durchaus die McLaren schlagen kann. Es gibt ja nicht wenige, die behaupten, dass dem Finnen seit dem Gewinn des Weltmeistertitels etwas die Motivation ausgegangen ist, was ich so nicht glaube. Aber der letzte Biss scheint irgendwie nicht da zu sein.

Timo Glock hat wohl das Grand Prix Wochenende seines Lebens hinter sich gebracht. Sein Einsatz wurde nicht nur mit einem zweiten Platz, sondern auch mit einem neuen Vertrag für 2009 belohnt. Eine Entscheidung, für die man Toyota nur loben kann. Was der Deutsche in diesem Jahr geleistet hat, war schon sehr erstaunlich. Er hat sich in ein neues Team eingearbeitet und sich nach und nach an Trulli heran gerobbt. Das er Trulli in der Quali in Ungarn so deutlich schlagen konnte wird nicht die Regel sein, aber er ist nahe am Niveau des Italieners und wird dem sicher noch viel Kopfzerbrechen machen. Man darf aber auch nicht vergessen, dass Glock noch etwas Konstanz fehlt. Trulli war siebenmal in den Punkten, Glock nur zweimal. Von den 35 Punkten der Konstrukteurs WM hat Trulli 22, Glock 13 geholt. Da muss also durchaus noch mehr passieren.

BMW hat das Wochenende komplett verwachst. Ich verstehe ehrlich gesagt auch nicht, was die da manchmal machen. Marc Surer und andere Experten geben immer wieder zu bedenken, dass BMW vielleicht einen falschen Arbeitsablauf hat. Während Ferrari, McLaren und Renault ihre Fahrer wenigstens einmal mit leichtem Wagen rausschicken, fährt BMW ein striktes Arbeitsprogramm für das Rennen. Während die Top-Teams im ersten Drittel der Quali rausfahren, wartet BMW bis zu Mitte oder gar dem letzten Drittel. Kubica konnte das bisher immer einigermaßen umsetzten, Heidfeld hatte hier und da Pech. Mir wäre das Risko zu groß. Zum einen: was bringt mir eine tolle Rennpace (gerade in Ungarn), wenn ich irgendwo hinter Platz acht stecke und die Pace nicht fahren kann? Zum anderen: ist es das Risiko, keine leichten Runden zu drehen und so lange in der Quali zu warten, wirklich wert? Sollte man nicht lieber auf ein halbes Zehntel mehr Gummi auf der Strecke verzichten und lieber eine saubere Zeit fahren?

In Sachen Fahrer 2009 ist bei BMW auch noch nicht alles in trockenen Tüchern. Ob Heidfeld bestätigt wird hängt wohl vor allem davon ab, was Kubica macht. Und der scheint gerade zu überlegen, ob Renault nicht eine Option sein könnte. Kollege dogfood vermeldete im Chat am Wochenende, dass der französische Sender TF1 vermeldete, dass Renault die Option auf Piquet für 2009 bisher noch nicht gezogen habe. Das hängt vermutlich mit der Entscheidung von Alonso zusammen, dessen öffentliche Kritik an Renault immer härter wird. Wenn Alonso zu Honda gehen sollte, braucht Briatore einen neuen Spitzenfahrer und da gibt es im Moment nur Kubica auf dem Markt. Wenn Alonso bleibt, könnte er mit Kubica jemanden ins Team holen, der bei einem möglichen Wechsel des Spaniers 2010 zu Ferrari, die Lücke dann füllen kann. Wenn Kubica BMW verlassen sollte, was er wohl durchaus in Erwägung zieht, dann hat BMW ein echtes Problem, denn Top-Fahrer sind alle weg. Man müsste entweder Klien nehmen, oder es mit Sutil versuchen.

Die Formel Eins macht jetzt erst mal drei Wochen Pause. Die brauchen wohl auch alle Teams um sich zu sortieren.

NASCAR – Montreal
Ich hatte das auch erst am Renntag mitbekommen: NASCAR hatte beschlossen, die Nationwide Serie auch bei Regen fahren zu lassen. Das hat es tatsächlich noch nie gegeben. Sowohl Sprint Cup als auch die NW fahren bei Regen auf Rundkursen nicht. Eine Sache, die auch noch nie verstanden habe, denn alle anderen Rennserie in den USA fahren auf Rundkursen sehr wohl bei Regen. Die Grand Am fährt in Daytona sogar wenn es nass ist. Offenbar wollte die NASCAR das jetzt auch mal ausprobieren. Wie auf Kommando war der Regen dann da und das Ergebnis hatte schon komödiantische Züge.

- Die Regenreifen von Goodyear stammten aus dem Jahr 2001
- Man hatte zu Beginn des Rennen nur einen Satz Reifen für alle Teams. Als zwischendrin drohte mal trocken zu werden, hatte man nicht genügend Regenreifen aufgezogen, falls es wieder nass gworden wäre.
- Die Wischer für die Wagen wurden nur lose aufgesteckt und hatten keine aerodynamischen Hilfsmittel um bei hohen Geschwindigkeiten auf der Windschutzscheibe liegen zu bleiben.
- Es lief Wasser in die Wagen und vor allem an der Elektronik für die Zündung vorbei
- Wegen der Hitze im Wagem beschlug die Windschutzscheibe. Die Fahrer hatten einen Handwischer um von innen sauber machen zu können.
- Wenn Dreck auf der Scheibe und zu wenig Wasser auf der Scheibe war, verschmierte der Wischer alles.

Letzter führte dann dazu, dass Carl Edwards allen Ernstes während einer Gelblichtphase mit einem Swiffer versuchte während der Fahrt seine Frontscheibe aus dem Fahrersitz von außen (!) zu reinigen. Das Video dazu ist ein echter Lacher. Es war zeitweise schon fast Slapstick, was da abging.

Dabei hielten sich die Fahrer noch erstaunlich gut. Als das Rennen im Regen wieder freigegeben wurde, gab es kaum Dreher oder Ausrutscher. Max Papis setzte seinen Wagen mal seitlich in einen Reifenstapel, aber der war auch volles Rohr unterwegs. Auch Marcus Ambros war mal neben der Bahn, aber ansonsten passierte erstaunlicherweise nichts. Was auch daran gelegen haben könnte, dass zehn Teams ihre Fahrzeuge mit dem einsetzenden Regen einfach von der Strecke nahmen.

Es gab also tatsächlich ein Rennen und logischerweise waren es die Rundkursexperten, die vorne den Ton angaben. Allen voran Marcus Amborse, seines Zeichens ehemaliger australischer V8 Supercar Meister und somit viel Regen gewöhnt. Er war teilweise sechs Sekunden pro Runde schneller, als der beste Cup Fahrer (Carl Edwards). Hinter ihm konnte bis zu einem Ausrutscher nur Max Papis das Tempo halten. Scott Pruett und Jacques Villeneuve fielen schon schnell zurück, Ron Fellows brauchte etwas, um in Schwung zu bekommen. Die Unterschiede bei den Rundenzeiten waren teilweise eklatant. Ambrose war in manchen Runden 24 Sekunden schneller, als die NW Piloten auf den hinteren Plätzen. Der Australier hätte das Rennen auch locker gewonnen, aber dummerweise kassierte er ein Speeding Ticket in der Box und musste noch mal zur Strafe durch selbige rollen. Er hatte zu dem Zeitpunkt aber so viel Vorsprung auf den Rest der Welt, dass er als dritter wieder auf die Strecke kam. Vermutlich hätte er das Rennen trotzdem gewonnen, aber dann schüttete es aus Eimern und das Rennen wurde zu Recht abgebrochen, nach dem Villeneuve und der erstaunlich gute Joey Logano (die ganze Zeit in den Top Ten) ihre Wagen durch Auffahrunfälle unter Gelb zerstört hatten. Zu der Zeit stand das Wasser in den Kurven teilweise auch knöcheltief. Am Ende war Ron Fellows wegen einer anderen Tankstrategie auch auch wegen seiner außerordentlich guten Fahrweise der glückliche Sieger.

Nicht wirklich mit Ruhm hat sich ESPN bekleckert. Nachdem man gefühlte 127mal darauf hingewiesen hatte, dass in Montreal Geschichte geschrieben wurde, versemmelte man den Rest völlig. Rusty Wallace war völlig überfordert, die Regie klebte bei den Top 5 und das 10 Teams ihre Wagen zwischendrin abstellten wurden mit keinem Wort erwähnt. In dem Maße, in dem die Teams teilweise mit dem Regen überfordert waren(die wussten noch nicht mal, ob die Schlagschrauber bei Regen funktionieren), war ESPN übefordert, das Rennen vernünftig zu kommentieren.

Trotzdem – bestes Rennen des Wochenendes, weil es den größten Spaßfaktor hatte und Ambrose bewies, was er drauf hat.

NASCAR – Pocono
Ich mach es kurz – ein wie erwartet langweiliges Rennen, das nur deswegen am Ende spannend wurde, weil die vorderen Teams auf unterschiedlichen Strategien unterwegs waren. Es hatte zwei Regenunterbrechungen gegeben, die aber kurz blieben und dazu führten, dass man unterschiedliche Tankstrategien entwickelte. Am besten hatte dann am Ende das Team von Carl Edwards gerechnet, der das Rennen ungefährdet gewinnen konnte. Allerdings eben auch durch das Glück, dass Kasey Kahne und vor allem der sehr gut aufgelegte Mark Martin noch mal an die Box mussten. Von JGR war nur Tony Stewart gut unterwegs, der zweiter wurde. Kyle Busch hatte ein Wochenende zum vergessen. Er fuhr meist um Platz 20 rum und bei seinem letzten Boxenstopp fünf Runden vor Schluss, bekam er den Motor nicht mehr in Gang. Damit möchte ich Pocono aber wirklich abhaken und bis zum nächsten Juni vergessen.

- Angeblich soll Truex jr. bei RCR angedocken und den vierten Wagen übernehmen.

Und sonst?
- In der GP2 hatte Pantano ein Wochenende zum Vergessen. Senna ist bis auf sieben Punkte ran.

- Am Freitag gehen die olympischen Spiele in Peking los. Dementsprechend dünn ist das Motorsportangebot in Europa. Am kommenden Wochenende passiert nur in den USA was (IRL Kentucky, ALMS Road Atlanta, NASCAR NW & SC Watkins Glen), in 14 Tagen fährt nur die ELMS (Nürburgring), BTCC (Knockhill) und die NASCAR in Michigan. Normalerweise würde man ja sagen, dass doch gerade wegen der Zeitverschiebung nach Peking (+6 im Moment) die Nachmittagsrennen kein Problem sind, aber da die meisten großen Sponsoren sind auch irgendwie in Peking unterwegs, macht es keinen Sinn, Rennen zu fahren.

04.08.2008

Aufz. 18:30 Uhr GP2 Ungarn 2 Premiere
Aufz. 19:15 Uhr NASCAR SC Pocono Premiere
Aufz. 20:15 Uhr F1 Ungarn Premiere
Aufz. 22:45 Uhr GP2 Ungarn 1 Premiere
Aufz. 23:35 Uhr GT Open Valencia MotorsTV

05.08.2008

Aufz. 11:20 Uhr Silverstone Classics Diverse MotorsTV
Aufz. 12:00 Uhr NASCAR SC Pocono Premiere
Aufz. 13:00 Uhr GP2 Ungarn 1&2 Premiere
Aufz. 15:00 Uhr Formel BMW Ungarn 1&2 Premiere
Aufz. 18:00 Uhr F1 Ungarn Premiere
Aufz. 19:10 Uhr V8 Supercars Winton MotorsTV
Aufz. 20:00 Uhr GP2 Ungarn 1&2 Premiere
Aufz. 22:45 Uhr Indy Lights Mid-Ohio MotorsTV

F1 – Freies Training / NASCAR – Pocono & Montreal / GP2 – Ungarn / FIA GT – Spa

Posted 01 Aug 2008 — by DonDahlmann
Category F1, GP2, NASCAR, TV Programm

Nicht leicht zu durchschauen, was da in Ungarn passiert. Im ersten Training war Ferrari vorne, im zweiten McLaren, die auch mit Hamilton die Tagesbestzeit fahren konnte. Schwer zu sagen, wer da die Nase vorn hat, weil man a) nicht weiß, wieviel Sprit in den Tanks war und b) nicht einschätzen kann, ob man mit einem oder zwei Stopps in Rennen gehen wird. Etwas erstaunt hat mich der zweiten Platz von Piquet in der zweiten Session, aber auch Alonso auf dem vierten Platz zeigte, was mit dem Renault geht. Dabei hat man sich vor dem GP in Ungarn noch darüber beklagt, dass man zu wenig Leistung hat. Das ist nicht so neu, schon im Frühjahr las man, dass dem Renault locker 25 PS fehlen sollen. Die schnellen Zeiten von Renault könnten aber auch auf eine eher ungewöhnliche Drei-Stopp-Strategie hinweisen. Wenn man den Renault in die erste Reihe knallt, sollte man auf der engen Strecke vorne bleiben können. Ob es sich aber lohnt schon nach 12 Runden zu tanken, um dann im Mittelfeld zu stecken, ist eine andere Frage.

BMW absolvierte das übliche Programm ab, wobei auffiel, dass Heidfeld gegen Ende zwei Zehntel schneller war, als Kubica, der sich im Funk die ganze Zeit über seinen Wagen beklagte. Trulli und Rosberg haben dann die Top End abgerundet. Gar nicht gehen die Red Bull und die Honda, die ihr Wochenende wohl jetzt schon vergessen können.

Interessantes Interview mit Norbert Haug (echt!) am Ende bei Premiere. Der berichtete, dass der Vertrag mit Kovalainen eine “Sollbruchstelle” enthalten habe. Also einen Passus, dem es McLaren erlaubt hätte, den Finnen rauszuwerfen. Wie genau die aussah, hat er nicht verraten, aber vermutlich wird die Ergebnis bezogen sein. Er bestätigte auch indirekt, dass man Interesse an Rosberg habe, aber so lange dieser an Williams gebunden sei, würde man da nicht aktiv werden.

NASCAR – Pocono
Während man in Ungarn ja noch einigermaßen Hoffnung haben kann, dass sich ein spannendes Rennen entwickeln könnte, sehe ich in Pocono einigermaßen schwarz. Neben dem kreuzlangweiligen Kurs in Los Angeles gehört Pocono mit Sicherheit zu den schlimmsten Strecken der NASCAR Saison. Liegt einfach daran, dass das Ding kein vernünftiges Banking hat. Die drei Kurven haben vierzehn, acht und sechs Grad Überhöhung und dazu auch noch unterschiedliche Radien. Der Kurs könnte Spaß machen, wenn man das Banking auf 20 Grad und mehr erhöhen würde, aber das hat man nicht vor. Zum einen, weil es zu teuer ist. Zum anderen, weil man sonst mit vermutlich noch ein restrictor Plate Rennen hätte. Da ist eine Sache, die die Team und Fahrer nicht so gerne haben wollen. Aus Sicherheitsgründen, aber auch weil man für die Rennen extra Chassis und Motoren baut.

Es ist gar nicht mal so, dass der NASCAR nicht geläufig ist, dass die Rennen in Pocono nicht eben das Haus rocken. Es gab im letzten Jahr schon mal das Gerücht, dass man ein Rennen auf dem Kurs streichen wollte und es mit einem Klassiker zu ersetzen. Gateway, zum Beispiel. Aber passiert ist bisher nichts.

Nachdem ich letzte Woche so grandios mit meinem Tipp (Dodge, vielleicht Ford, aber niemals Chevy) daneben gelegen habe, versuche trotzdem noch mal mit Dodge. Kahne hat hier neulich ein gutes Rennen abgeliefert und von Ford war wenig zu sehen. Das Chevy in Indy praktisch aus dem Nichts auftauchte hat aber nicht nur mich überrascht. Die meisten hatten in der Vorberichterstattung Edwards und Kahne auf der Liste. Entweder hat Hendrick was gefunden, oder es lag halt an dem Reifendebakel.

In die immer noch offene Wunde von Goodyear hat Ryan Newman noch etwas Salz gestreut. Gegenüber AP sagte der noch Penske Pilot:

“Let’s just say, there’s 100 years of automobile racing there. And I bet going back to 19-0-whatever they didn’t have tire problems,”

Gut, er hat Michelin vergessen, aber im Grunde hat er Recht. Goodyear rüstet die NASCAR seit Ewigkeiten aus und man fährt immerhin schon mehr als ein Jahrzehnt in Indianapolis. Eigentlich hätte sich nicht nur die NASCAR, sondern auch Goodyear entschuldigen müssen. Aber die zählen vermutlich noch die Reifen.

Ein Debakel wie in Indy wird es in Pocono aber nicht geben. Da ist man ja schon mal gefahren, was allerdings dem Rennen vermutlich auch nicht helfen wird. Also muss man wohl auch an diesem Wochenende das Rennen irgendwie überstehen. Kleiner Trost: ist das letzte in Pocono bis zum nächsten Jahr.

Das Highlight der NASCAR ist an diesem Wochenende sowieso in Kanada. Die Nationwide Serie macht in Montreal Station und wer das Rennen im letzten Jahr gesehen hat, der wird sich schon jetzt freuen. 2007 lieferten sich Robby Gordon und Marcus Ambrose einen Kleinkrieg, der das Rennen total auf den Kopf stellte und dafür sorgte, dass die Zuschauer vor lauter Freude und Ärger auf den Rängen tobten. (Kann man hier noch mal lesen)

Dieses Jahr also der zweite Auftritt der kleinen NASCAR Serie und die Fans werden schon jetzt gespannt sein, denn immerhin fährt Jacques Villeneuve mal wieder mit. Er hat dank kanadischer Sponsoren einen Deal zusammen bekommen und nicht mal einen schlechten. Der Kanadier darf in der #32 von Braun Racing Platz nehmen, und sitzt somit in einem Wagen, der mit Kyle Busch immerhin schon mal ein Rennen gewonnen hat. Für Villeneuve bedeutet das aber auch: wenn es hier nicht gut läuft, dann ist seine NASCAR Karriere vermutlich zu Ende. Hier hat er alles, was er braucht. Einen Rundkurs, den er wie kaum ein anderer NASCAR Fahrer kennt, einen sehr guten Wagen und die Unterstützung der Fans. Er muss hier was reißen und mindestens in die Top 10 kommen. Allerdings wird das nicht leicht. Wegen der Nähe zur Strecke in Pocono (400 Meilen) sind ein paar NASCAR Stars am Start. Unter anderem: Clint Bowyer, Patrick Carpentier, Carl Edwards. Und natürlich sind auch die üblichen Strassenkurs-Meister der NASCAR wieder dabei: Max Papis, Marcos Ambrose, Scott Pruett, Ron Hornaday und Boris Said. Vor allem Ambrose, Pruett und Carpentier werden die Messlatte schon hoch legen.

Dankenswerterweise fährt man auch zu einer zivilen Uhrzeit. Das Rennen geht so gegen 21.15 Uhr los.

GP2 – Ungarn
Inklusive Ungarn hat die GP2 noch vier Stationen vor sich und so langsam wird es eng für Bruno Senna, denn der liegt mittlerweile 15 Punkte hinter Pantano. Senna ist auch der einzige Fahrer, der überhaupt noch eine Chance auf den Titel hat, den Grosjean liegt als Drittplatzierter schon 29 Punkte zurück. Senna muss in Ungarn das Hauptrennen gewinnen und im zweiten Rennen einige Plätze nach vorne fahren, wenn er noch eine Chance haben will. Wirklich gute Erinnerungen hat der Braslianer an Ungarn aber auch nicht gerade. Im letzten Jahr kam er in beiden Rennen nicht mal in die Top 10.

Das Pantano dieses Jahr so groß auftrumpfen kann, ist schon erstaunlich. Er sitzt bei Racing Engineering wahrlich in keinem schlechten Team, aber ganz vorne sind die mit ihren fünf Siegen seit 05 (ohne 2008) ja nicht gerade. Zum Vergleich ART hat 14 Siege, iSport 10. Pantano selber hat zwar mal ein Jahr bei Jordan hinter sich gebracht, groß aufgefallen ist er dabei auch keinem. Er fährt seit 2005 in der GP2 und kam im letzten Jahr immerhin mal auf einen dritten Platz in der Meisterschaft. Allerdings waren die Teams (Supernova, FMS und Campos) jetzt auch nicht gerade die allerbesten. Das es dieses Jahr so gut läuft kann man von zwei Seiten betrachten. Die eine sagen, dass Pantano deswegen so gut ist, weil die Konkurrenz so schlecht da steht. Gegen einen Vettel, Rosberg oder Hamilton in der GP2 würde er kein Land sehen. Man könnte sagen, dass er halt ein Spätentwickler und seine Zeit gebraucht hat. Dazu kommt auch, das seine Karriere einigermaßen von Pech verfolgt wurde. Nach dem katastrophalen Jahr in der F1 2004, wo er gegen Ende der Saison durch Timo Glock ersetzt wurde, hat er sich wieder gefangen. Immerhin hat in der F3000 und der GP2 zusammen 14 Siege erreicht. Das ist mehr als je ein Fahrer zuvor. Mag zwar auch damit zusammenhängen, dass er kaum ein Fahrer länger als zwei Jahre in der GP2 rumhängt, aber es ist trotzdem eine gute Leistung.

FIA GT – 24 H Spa
Da fährt die durchaus gut bestückte FIA GT ihr Rennen der Saison und was gibt es davon zu sehen? Nix. Oder zu gut wie nichts. Das DSF zeigt die nur letzten 90 Minuten am Sonntag, die dooferweise auch noch parallel zum F1 Rennen stattfinden. Wer MotorsTV UK empfangen kann, hat mehr Glück, denn die bringen über die 24 Stunden verteilt immer wieder ein paar Häppchen. Es ist traurig, denn im Grunde bietet die FIA GT guten und spannenden Motorsport. Aber irgendwie schafft man es nicht, die Serie vernünftig zu vermarkten. Es ist nicht mal so, dass Deutschland eine Ausnahme bildet. Das Rennen wird nur in eine handvoll Länder übertragen.

Wie gut, dass die FIA GT immerhin einen brauchbaren Livestream hat. Unter www.gt1live.tv gibt es einen unkommentierten Onboard-Kanal, und zusammen mit dem Live Leaderboard kann man sich das Rennen einigermaßen zusammenstricken. Schön ist das nicht, aber besser als wenn man gar nichts sehen würde.

Und sonst?
Danke für die vielen Glückwünsche wegen des Jubiläums. Hat mich wirklich sehr gefreut.

Ich hab mittlerweile alle Rennen der Silverstone Classic vom letzten Wochenende gesehen. Grossartig. So gut, dass ich vermutlich am nächsten Wochenende zum Oldtimer GP am Nürburgring fahren werde, wo es ein ähnliches Programm gibt.

01.08.2008

LIVE 09:55 Uhr Formel Eins Ungarn 1. FT Premiere, DSF Wdh:12:30, 17:15 h
LIVE 13:55 Uhr Formel Eins Ungarn 2. FT Premiere, DSF Wdh:18:45, 19:45 h
Aufz. 14:50 Uhr Silverstone Classic Diverse MotorsTV
LIVE 18:00 Uhr   NASCAR SC   Pocono Training   Speed
Aufz. 18:30 Uhr Formel Eins Ungarn FT DSF
Aufz. 19:15 Uhr GT Cup UK Oulton Park MotorsTV
LIVE 20:00 Uhr   NASCAR NW   Montreal Training   ESPN 2
LIVE 21:30 Uhr   NASCAR SC   Pocono Quali   ESPN 2
LIVE 00:00 Uhr   NASCAR   Analyse Indy   Speed

02.08.2008

LIVE 09:25 Uhr Formel BMW Ungarn 1 Premiere
LIVE 10:55 Uhr Formel Eins Ungarn 3. FT Premiere
LIVE 13:45 Uhr Formel Eins Silverstone Quali Premiere, RTL Wdh: 17:25, 18:55 h
LIVE 14:30 Uhr FIA GT Spa www.gt1live.tv
Aufz. 15:45 Uhr Dutch Supercar Ochersleben MotorsTV
LIVE 15:55 Uhr GP2 Ungarn 1 Premiere
LIVE 16:00 Uhr   NASCAR SC   Pocono Training   ESPN 2
Aufz. 16:35 Uhr GT Open Valencia Stadt MotorsTV
Aufz. 17:35 Uhr Silverstone Classic Diverse Serien MotorsTV
LIVE 18:30 Uhr   NASCAR NW   Montreal Quali   ESPN 2
Aufz. 19:30 Uhr Formel Eins Silverstone FT DSF
LIVE 20:30 Uhr   NASCAR NW   Montreal   ESPN 2 Start ca. 21:30 h
Aufz. 23:10 Uhr Silverstone Classic Diverse Serien MotorsTV

03.08.2008

LIVE 09:20 Uhr Formel BMW Ungarn 2 Premiere
LIVE 10:25 Uhr GP2 Ungarn 2 Premiere 00:00 h
LIVE 11:40 Uhr Porsche Supercup Ungarn Premiere, Euro
LIVE 13:00 Uhr Formel Eins Ungarn Premiere, RTL Wdh: 19:00 h
LIVE 13:30 Uhr FIA GT Spa DSF
Aufz. 16:30 Uhr V8 Supercars Winton MotorsTV
LIVE 17:00 Uhr   NASCAR SC   Raceday   SpeedTV
LIVE 19:00 Uhr   NASCAR SC   Pocono; ESPN Start ca. 20:15 h
Aufz. 21:30 Uhr Formel Eins Silverstone DSF

NASCAR – TV Rechte Stand August 2008

Posted 30 Jul 2008 — by DonDahlmann
Category NASCAR, Premiere, TV Programm, TV-Rechte

Auch wenn man sich daran gewöhnt hat die NASCAR im Netz zu sehen – es wäre doch schön, wenn man mal wieder was im “richtigen” Fernsehen sehen könnte. Die Chancen dafür stehen aber noch sehr schlecht. Bei Premiere bewegt sich in Sachen Motorsport wenig. Im Gegenteil – selbst die Fußball Übertragungen aus dem europäischen Ausland werden zurück geschraubt, wie Kollege dogfood in seinem Blog die Tage ausführlich geschildert hat. Anbetracht der Tatsache, dass der Sender offenbar an allen Ecken und Enden spart, kann man sich vorstellen, wie es im Bereich der Motorsport Übertragungen aussieht. Immerhin scheint Premiere noch so viel Geld zu haben, dass man sich eine 40 Millonen Euro teure Imagekampagne für den Herbst erlaubt, mit der man neue Kunden gewinnen möchte. Auch sind genügend Eigenmittel vorhanden, wie Premiere Chef Brönicke der FAZ neulich sagte. Angeblich hat man sage und schreibe 550 Millionen Euro sofort verfügbar. Nicht gerade auf Bank als Guthaben, aber wohl als zugesicherte Mittel durch die Banken. Klar ist, dass diese Millionen nur einem Zweck gelten: der Bundesliga. Ohne die kann Premiere den Laden gleich dicht machen. Brönicke ist sich dessen bewußt und im Hintergrund hat jetzt wohl auch Rupert Murdoch auf die Rechte geboten. 450 Millionen will die News Corp. auf den Tisch legen, was immerhin nahe an den von der DFL erträumten 500 Millionen liegt.

Murdoch ist vermutlich auch die Hoffnung der NASCAR. In den USA ist man weiterhin nicht gerade glücklich über den Rückzieher von Premiere. Der Hals der NASCAR soll im Februar so dick gewesen sein, dass man Premiere um ein Haar selbst die Aufzeichnungsrechte nicht gegeben hätte. Auf der anderen Seite wird die NASCAR den deutschen Markt mittlerweile auch noch mal sondiert haben und dabei hat man sicher festgestellt, dass es für Premiere keinen Ersatz gibt. Das DSF (Gott behüte) wird sich nicht am Sonntagabend vier bis fünf Stunden Liveübertragung antun, wo man doch gerne ab 23.00 Uhr “Quizshows” und danach Titten sportliche Damen in Zeitlupe zeigt. Bei Eurosport sieht die Lage auch eher schlecht aus, da man Abends immer gut eindeckt ist. Bliebe MotorsTV, die niemals im Leben das Geld für die Serie zusammen bekommen. Außerdem fehlt denen der für Motors extrem wichtige britische Markt, da hier ja Sky die Serie überträgt.

Bleibt nur die Hoffnung, dass a) Murdoch das Ruder bei Premiere in die Hand nimmt und b) die NASCAR daraufhin mit Premiere in neue Verhandlungen tritt. Es ist sicher so, dass Murdoch in den USA (FOX, SpeedTV) und in England (Sky) schon Partner der Serie ist, und der Gedanke, dass er den Sprint Cup nach Deutschland holt, läge also recht nahe. Aber selbst wenn Murdoch bei Premiere das Sagen hat, ist das noch lange keine Garantie für mehr NASCAR beim Sender. Auch Murdoch weiß um die angespannte Lage beim Sender und vor allem auch, dass ohne die Bundesliga nichts geht. Ich sehe auch nicht, dass Murdoch in einer Gewaltaktion durch den Vorstand rasiert und einen neuen installiert. Das ist zudem nicht einfach, so lange er nicht die 50.1% Mehrheit hat, zum anderen braucht er ja auch ein Konzept, wie man den Laden wieder auf Vordermann bringen kann. Davon ist weder etwas zu hören, noch etwas zu sehen.

Wenn die NASCAR unbedingt wieder nach Deutschland will, dann hätten sie natürlich auch die Möglichkeit gleich zu NASN zu gehen. Aber hier bewegt sich auch nichts. Vom Rebranding zu ESPN ist nichts zu sehen und zudem hat der Sender das bekannte Problem, dass er im Herbst einfach keinen Sendeplatz für die Serie hat. Klar, man kann per Satellit schnell einen NASN 2 für Europa aus dem Boden stampfen, aber den muss man auch erst einmal in die deutschen Kabelnetze bekommen. Und da muss man rein, wenn man hier vernünftig Leute erreichen will. Wie schwer sich selbst Murdoch mit seinem “Fox” Sender da tut, kann man ja im Moment beobachten. Zudem ist die Frage, ob die NASCAR für NASN ohne dass man in UK übertragen kann, überhaupt Sinn macht. Die Nationwide Serie zeigt man ja auch nur live, wenn man gerade nichts besseres auf Lager hat.

Zusammengefasst: wenig gute Neuigkeiten für NASCAR Fans. Zumindest im Moment, denn wie ich hörte, ist die NASCAR sehr daran interessiert schnellstens wieder auf dem deutschen Markt vertreten zu sein.

Und sonst?
Max Mosley hat mehr oder weniger offen gesagt, dass er im nächsten Jahr turnusmäßig aus dem Amt scheiden wird. Einen Nachfolger hat er wohl auch im Auge: Jean Todt.

Heute zum ersten Mal Bilder von der Strecke in Valencia gesehen. Sehr angenehm überrascht über das Layout und den Platz, den man da hat. Strecke scheint sehr abwechslungsreich zu sein. Teilweise ist sie sehr breit, teilweise aber auch mal eng. Etwas eng erschien mir der Startbereich. Da wird es schwer, jemanden zu überholen, ohne dass es kracht.

Vorschau aufs Wochenende: Formel Eins und GP2 in Ungarn, 24 H der FIA GT von Spa und die NASCAR fährt in Pocono.

31.07.2008

Aufz. 12:10 Uhr British F3 Brands Hatch MotorsTV
Aufz. 13:05 Uhr British GT Brands Hatch MotorsTV
Aufz. 14:50 Uhr Silverstone Classic Diverse Serien MotorsTV
Aufz. 17:30 Uhr French GT Spa MotorsTV
Aufz. 18:20 Uhr Belgian GT Spa MotorsTV
Aufz. 18:30 Uhr F1 Hockenheim Premiere

NASCAR – CoT Änderungen / F1 – Viel Politik

Posted 30 Jul 2008 — by DonDahlmann
Category F1, FIA, NASCAR, TV Programm, TV-Rechte

Das CoT ist eine heilige Kuh. Jedenfalls für die NASCAR, die über Jahre an dem Wagen rumentwickelt hat. Das der Wagen in Sachen Sicherheit nach dem heutigen Stand der Technik ziemlich weit vorne liegt, ist unbestritten und Unfälle wie der von McDowell in Texas haben gezeigt, dass die Sicherheitsfeatures Leben retten. Mit dem alten Wagen hätte der Unfall vielleicht anders ausgehen können. Auf der anderen Seite beklagen sich die Fahrer seit der Einführung des CoTs über die mangelnde Fahrbarkeit und Probleme beim Überholvorgang. Es gibt dafür zwei Ursachen:

- Zum einen der hohe Schwerpunkt des Wagens. Der liegt deutlich höher als noch beim alten Chassis. Die NASCAR wollte damit die Kurvengeschwindigkeiten runter bekommen, was aber auch dazu führt, dass der Wagen unruhiger ist. Diese Unruhe hat man mit einem Heckflügel kompensieren wollen, was einigermaßen gut geklappt hat. Der Wagen ist jetzt hinten deutlicher stabiler und bricht nicht mehr so schnell aus, wie das alte Chassis. Die vielen komplett “Quersteher” sind ein schöner Beweis.

- Damit neigt das CoT aber wohl auch eher zum Untersteuern, da man den Teams keine Möglichkeit gegeben hat, im vorderen Bereich aerodynamisch einzugreifen. Streitpunkt hier ist der Splitter, der der dafür sorgen soll, dass die Luft besser ums und ins Auto gelangen kann, wo sie Motor und Bremsen kühlen soll. Der Splitter ist von Anfang an ein Streitpunkt gewesen. Viele Teams hätten gerne auf das Ding verzichtet, weil sie meinen, dass er den Wagen noch instabiler macht.

Die NASCAR steht vor einem Dilemma. Einerseits sind die Probleme mit dem Wagen bekannt, andererseits waren sie bisher nicht so gravierend, dass man wirklich etwas hätte tun müssen. Nach dem Debakel von Indianapolis sieht die Sache anders aus. Fahrer und Teams haben von der NASCAR verlangt, dass sie endlich reagiert, die Medien, die sich bisher immer neutral verhalten haben, schwenken mittlerweile in die gleiche Richtung. Selbst ESPN hatte in der letzten “NASCAR Now” Sendung deutlich Kritik geäußert. Gefordert wird unter anderem, dass man am Vorderbau, sprich Splitter, mehr Eingriffsmöglichkeit erhält.

Die NASCAR fällt eine Änderung der bisherigen Politik in Sachen CoT auch deswegen schwer, weil man mit dem stark vereinheitlichten Wagen auch die Kosten für die kleinen Teams senken wollte. Das Gegenteil ist aber ein eingetreten, wofür die NASCAR allerdings nichts kann. Die großen Team geben stecken einfach mehr Geld in Kleinigkeiten rein, vor allem im Bereich des Antriebs und der Kraftübertragung. Da können die kleinen Teams einfach nicht mithalten. Würde man aber die Aerodynamik weiter geben, kann man davon ausgehen, dass die Kosten direkt durch die Decke gehen. Das ist etwas, dass man sich in einem Jahr, wo Teams reihenweise in Problemen stecken und Anfang August erst 28 Teams eine gesicherte Finanzierung für 2009 haben, nicht unbedingt haben will.

F1 – Politik hinter den Kulissen
Politik hat in der Formel Eins schon immer eine große Rolle gespielt. Das war in den 60er Jahren so, als man Colin Chapman und sein Lotus Team unter Druck setzte, als die zu erfolgreich wurden, das war in den 70ern so, als Bernie Ecclestone die Serie in die Hand nahm, in den 80er, als sich FISA und FOCA eine jahrelange Schlacht lieferten. In den letzten Jahren gab es verschiedene Versuche der Hersteller, Ecclestone die Macht aus den Händen zu reissen. Sie scheiterten allerdings immer an der Doppelspitze Ecclestone/Mosely, die zusammen Strecken und Fernsehrechte kontrollieren. Im Grunde geht es den Herstellern um zwei Dinge:

- Geld. Was sonst. Die FIA hat schon angekündigt, dass man die Gelder aus dem TV-Topf besser verteilen möchte. Mit anderen Worten: die Teams bekommen mehr, die FIA und Ecclestone weniger.

- Technik. Den Herstellern ist auch klar, dass sich in Sachen Verbrauch und Antrieb etwas tun muss. Die Frage ist halt, was man machen kann. Die FIA hat erst einmal gesagt: “Macht Vorschläge” und es gibt viele Dinge, über die man nachdenkt. Diesel-Antriebe, Hybrid, Turbomotoren, Energierückgewinnung. Die Hersteller hätten da gerne etwas klarere Vorgaben, an denen sie sich orientieren können. Bei der FIA überlegt man aber durchaus mehrere Antriebssysteme zuzulassen. Das Beispiel der WTCC zeigt, dass das durchaus geht. Warum also nicht 4-Zylinder Turbomotoren, Dieselantriebe und Hybrid nebeneinander her laufen lassen? In den 60er Jahren gab es ja zwischen V8 Climax und dem BRM 16 Zylinder auch verschiedene Motoren, die Übergangszeit zwischen Turbo und Saugmotor ist den meisten ja bekannt. Was die Herstellern viel mehr nervt, sind die Beschneidungen bei der Aerodynamik. Man hat keine Lust auf eine Einheitserie, die sich am Ende von der GP2 und der A1 nur durch die PS-Zahl unterscheidet.

Immerhin haben sich die Teams mal wieder darauf geeinigt, eine gemeinsame Gruppe zu bilden. Die “Forumula One Team Association” (FOTA) wurde gestern beschlossen, damit man schnell mit der FIA an den Tisch kommt. Viel ändern wird sich da in Zukunft aber nicht. Ecclestone ist in der FOTA vertreten, Mosley auf Seiten der FIA. Man wird versuchen im Herbst ein neues Concorde-Agreement zu verabschieden, dass dann auch ein paar Jahre halten soll. Allerdings wird man sehen müssen, ob die FIA ihr Ziel, die Kosten runter zu bekommen, auch erreichen wird. 100 Millionen sollen in Zukunft reichen, was ein Witz ist, wenn man weiß, dass Torro Rosso und Force India ein Budget von schätzungsweise 60 (STR) bzw. 80 (FI) Millionen Dollar haben. Wie das bei bei McLaren, Ferrari, Honda und Toyota aussieht kann man sich dann vorstellen.

Und sonst?
Gute Nachrichten aus den USA. NASCAR hat das TV-Paket nachgebessert. 2007 war es so, dass ESPN zwar die Rechte an den Trainigssessions des Sprint Cups gehalten hat, diese aber nicht ins Programm nahm. Dieses Jahr hat man, in allerletzter Sekunde, eine Einigung mit ESPN erzielt. Die habe die Rechte nun an Speed abgetreten, die die Sessions von fast allen Rennen übernehmen. Die Quali bleibt aber weiter bei ESPN.

Eurosport 2 zeigt heute das Rennen der GT Open aus Valencia. Da kann man dann die neue Formel 1 Strecke in der Innenstadt von Valencia mal begutachten.

30.07.2008

Aufz. 14:50 Uhr Silverstone Classic Diverse Serien MotorsTV
Aufz. 16:00 Uhr GT Open Valencia Euro 2
Aufz. 18:00 Uhr F3 Euro Nürburgring Premiere