// Der Formel 1 Grand Prix von Indien wird wie geplant stattfinden. Das haben die FIA, FOTA, Bernie Ecclestone und die Veranstalter in den vergangenen Tagen betont. Und zwar so oft und nachdrücklich, dass man sich durchaus fragen kann, ob diese Versicherungen der Wahrheit entsprechen. Grund für die aktuellen Probleme mit dem Termin ist offenbar nicht die Strecke selbst – die sieht zwar auf aktuellen Fotos auch noch recht unfertig aus, ist aber weiter als etwa der Kurs in Korea im vergangenen Jahr. Das Problem liegt vielmehr in der indischen Steuergesetzgebung, die Teams und möglicherweise Fahrer bei einem Antritt in Indien verpflichtet, Teile ihres Jahreseinkommens an den Staat abzuführen. Eine Ausnahme von dieser Regelung, mit der man offenbar gerechnet hatte, hat die Formel 1 nicht bekommen, weil die Königsklasse vom Staat Indien nicht als “Sport”, und das Rennen nicht als “Veranstaltung von nationaler Wichtigkeit” anerkannt werden. Womöglich müssen die Teams zusätzlich auch noch Einfuhrzölle für in Indien verbrauchte, und daher nicht wieder ausgeführte Artikel (Reifen, Ölfilter, etc.) zahlen. Die Veranstalter haben zwar nun angeboten, die nötigen Schmiergelder zu bezahlen im Notfall für diese Kosten aufzukommen – FOTA Präsident Martin Whitmarsh sprach am Rande des Rennens in Singapur aber davon, dass noch nicht alle Probleme gelöst seien.
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