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Interessantes Interview mit Max Mosely / Hamilton will keinen Protest / NASCAR – Diverses

Formel Eins – McLaren immer noch unter Verdacht
Ich bin gerade auf der offiziellen Seite der F1 auf ein höchstinteressantes Interview mit Max Mosely gestossen. Offensichtlich war es vor der Entscheidung in der Weltmeisterschaft geführt worden, aber es geht auch mehr um die anderen Dinge, die er sagt.

Zum Thema, dass man McLaren auch die Fahrerpunkte hätte aberkennen müssen, sagt er:

It was a decision of logic versus emotion. Logic would have demanded to slash all points, but emotion was not willing to wreck such an incredible championship with an armchair judgment. [...] …but that fundamental decision rendered by the World Council could haunt us one day

Zu den persönlichen Auftritten von Ron Dennis bei der ersten FIA Anhörung zur Spionageaffäre meint er:

At the first hearing he reassured us that he had investigated everything and everybody in his team and that only one person had knowledge of the Ferrari papers. But then it became evident that a prominent member of his team – one of his drivers – was in on this. This did not build faith in Ron Dennis.

Und dann holt er noch einen Hammer aus der Kiste. Denn die Sache mit der Spionage sei noch lange nicht ausgestanden. Man habe auch weniger Sorgen um den diesjährigen McLaren gehabt, als mehr um das nächstjährige Modell. Deswegen wird man sich nicht nur die Teile des neuen Wagens genau anschauen

We are now facing the situation of going through the ‘08 McLaren with a fine-tooth comb. And we are not speaking about a single component but of the incorporation of intellectual property and ideas in order to solve technical problems. If you look at ten technically possible solutions and somebody can precisely point out the malfunctioning ones because he has already tried them, you have a big advantage.

Sollte man etwas finden, würde man überlegen, ob man McLaren auch im nächsten Jahr von der Konstrukteurs WM aussschließt. Das ist für McLaren schon eine schwere Situation, denn im Prinzip müssen sie entweder komplett andere neue Lösungen für vorhandene Probleme finden, die zumindest Ferrari nicht hat, oder sie müssen quasi mit einem B-Modell in die Saison 2008 starten. Das Problem ist halt, das Mike Coughlan bis zum Juni am 08er Wagen gearbeitet hat. Im Prinzip musste McLaren alle Pläne von Coughlan und seinen Mitarbeitern einstampfen und neu beginnen. Und das zu einem Zeitpunkt, an dem im die anderen Teams den neuen Wagen schon ziemlich weit auf dem Reißbrett entwickelt haben. McLaren könnte also 2008 gezwungen sein, mit einer Notlösung, oder einem noch nicht komplett zu Ende entwickelten Wagen an den Start zu gehen. Zumindest wird ihnen etliches an Entwicklungszeit fehlen.

Am Schluss wird er noch gefragt, was er davon hält, dass Alonso sein Team erpresst und verraten hat. Er meint, dass er sich bis heute darüber wundert, was wohl an dem Tag zwischen Ron Dennis und Alonso vorgefallen sein und meint:

I could imagine he [Alonso] will move to another team and probably then he will tell us a fascinating story.

Mosely sagt nicht “Sollte Alonso wechseln…” sondern er stellt nur trocken fest, dass Alonso das Team verlässt und dann mit der Wahrheit rausrückt.

Formel Eins – Auch Hamilton gegen Protest
Nach dem sich Fernando Alonso wenig überraschend gegen den Protest von McLaren ausgesprochen hat, meldet sich jetzt auch Lewis Hamilton zu Wort. Laut einer Meldung von Reuters sagte Hamilton wörtlich:

Being promoted after some people have been thrown out is not the way I want to do it.

Damit bekommt Hamilton ein paar Punkte auf der nach oben offenen Sympathieskala. Und wenn der Brite das schon offiziell verlautbaren läßt, kann man davon ausgehen, dass McLaren nicht darauf aus ist, das Ergebnis des Rennens zu verändern. Vermutlich geht es ihnen nur darum, dass man die Regeln noch mal klarstellt. Das sieht so aus, als ob die FIA demnächst sagt, dass die Regeln verletzt wurden, es aber auf Grund der fehlerhaften Messung der Benzintemperatur keine Bestrafung geben kann. Man wird vermutlich für 2008 diese Regel präzisieren. Und da zeigt sich mal wieder, dass man vielleicht auch mal mit weniger Technik an die Strecke gehen sollte. Warum muss der Sprit überhaupt gekühlt werden? In der NASCAR tankt man noch mit Kannen. Dieses Jahr hat sowieso mal wieder gezeigt, dass die FIA gut daran tut, wenn die Regeln vereinheitlicht. Das bringt dem Sport etwas und schützt vor zu viel Schummelei.

NASCAR – Diverses
- Nach dem siebten Motorschaden in dieser Saison ist Dale Earnhardt jr. schlecht gelaunt. Offenbar hatte sich schon in den ersten Runden des Rennens ein Schaden angekündigt und teilweise fuhr man wohl nur auf sieben Zylindern, was bei der kurzen Strecke aber nicht so viel ausmacht. Dennoch ging ihm der Motor drei Runden vor Schluss ein und er blieb nur in der Führungsrunde, weil das Rennen vor der letzte Runde eingefroren wurde. In einem Interview in der Sendung “Windtunnel” auf SpeedTV meinte er, dass er vielleicht nicht mehr ganz weit oben auf der Prioritätenliste bei DEI/RCR Motordepartment stehen würde. Eine für ihn schon erstaunliche Aussage, die unter den Fans von Junior die eh latent vorhandene Annahme, dass DEI nicht möchte, das Junior noch mal gewinnt, weiter unterstützt. Er selber wirkte im Interview leicht gereizt und ziemlich deprimiert. Das änderte sich, als er auf Hendrick Motorsport angesprochen wurde, wo sein Crew Chief Tony Eury jr. ja schon ein paar Wochen arbeitet. Von dem was er von Tony gehört habe, gäbe es dort Möglichkeiten, von denen er bisher nicht mal gehört habe.

- Das Rating des Rennens ist schon da. Man erreichte eine 3.3. Eine Verschlechterung gegenüber den 3.5 aus dem letzten Jahr, aber für ein so zähes und eher langweiliges Rennen mit einem vorhersehbaren Ausgang ist es noch ganz ok. Der sich zuspitzende Zweikampf zwischen Johnson und Gordon sorgt offenbar für ein gleichbleibendes Interesse.

- ESPN gerät immer mehr unter Druck, was die Berichterstattung über die NASCAR angeht. Mittlerweile wird das Thema nicht nur in Fanforen diskutiert, sondern auch von den Medien aufgenommen. Einerseits kritsiert man, dass ESPN/ABC andauernd die Restarts nach einer Caution verpennt. Gestern brachte man das Kunststück gleich zweimal fertig. Das ist zwar besser als die fünf verpassten Restarts beim Rennen in Richmond, aber es fällt weiter auf, dass ESPN gerade auf den Short Tracks hoffnungslos überfordert scheint. Andererseits gibt es die verwirrende Anzahl an Moderatoren. Man hat drei Kommentatoren, zwei Moderatoren und noch einen “Host” der sich ab und einschaltet. Das ist einfach zu viel, vor allem wenn gleichzeitig komplette Rennereignisse ausgelassen werden. Als Junior beim letzten Restart mit Motorschaden ausfiel wurde das ebenso wenig berichtet, wie der Dreher von David Ragan in der vorletzten Runde. Es gab nicht mal ein Replay. Bei den Kommentatoren bemängelt man, dass Dr. Jerry Punch nicht die Übersicht hat, Rusty Wallace Mist erzählt und Andy Petree der einzige sei, den man ertragen könne. Mir ist auch aufgefallen (ich höre immer die US Tonspur zum Rennen), dass Wallace sich andauernd vertut und selbst mir sind schon Fehler in seinen Aussagen aufgefallen.
Jedenfalls ist die ESPN Berichterstattung Meilen von der entfernt, die FOX im Frühjahr hinlegt. Die haben weniger hübsche Grafiken, liefern aber zusammen mit SpeedTV eine deutlich bessere Übertragung hin. Überhaupt SpeedTV. Die “Raceday” Sendungen vor dem Rennen und “Victory Lane” gehören mittlerweile zu meinem Standardprogramm, wenn ich es zeitlich hinbekomme. Dort erfährt man mehr (und hat mehr Spaß), als bei der aufgetuckten ESPN Berichterstattung.

Und sonst?
Irgendwie fühlt man sich so leer, wenn die F1 Saison vorbei ist… Noch 143 Tage bis zum Saisonstart 2008.

22.10.2007

Aufz. 14:55 Uhr ALMS Laguna Seca MotorsTV
Aufz. 15:00 Uhr NASCAR Nextel Martinsville PREM
Aufz. 16:15 Uhr V8 Supercars Surfers Paradies MotorsTV
Aufz. 17:00 Uhr ChampCar Surfers Paradies PREM
Aufz. 17:30 Uhr Formel Eins GP Brasilien DSF
Aufz. 21:00 Uhr ChampCar Surfers Paradies MotorsTV
Aufz. 22:50 Uhr ALMS Laguna Seca MotorsTV

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Formel Eins – Massa bleibt / Formel Eins – Vorschau Brasilien I / Billig Renncup geplant

Formel Eins – Massa bleibt bei Ferrari
Ungewöhnlich früh hat Ferrari den Vertrag mit Felippe Massa verlängert. Schon jetzt wurde eine Vereinbarung bis zum Jahr 2010 aufgesetzt, was bedeutet, dass man bei Ferrari wohl mit der momentanen Paarung etwas länger plant. Gleichzeitig hat man wohl Abstand davon genommen, sich Alonso zu angeln. Es hätte mich auch schwer gewundert, wenn Jean Todt einen Fahrer verpflichtet hätte, der sich derartig unloyal gegenüber seinem Arbeitgeber verhalten hat. Alonso passt hinten und vorne nicht zu Philosophie von Ferrari und deren Manager. Massa hat allerdings 2007 nicht unbedingt die beste Saison seines Lebens hinter sich. Die meisten hatten ihn auf dem Zettel für die Weltmeisterschaft und ich hätte am Anfang der Saison auch Geld auf ihn gesetzt, zu mal Raikkönen offensichtlich Probleme mit seinem neuen Wagen hatte. Und bis zum Rennen in Kanada sah es ja auch nicht schlecht aus. Aber da kam es zur Disqualifikation und danach schien es, als würde Massa in ein Loch fallen. Immerhin hatte er bis Kanada fünf Punkte Vorsprung auf seinen finnischen Teamkollegen. In Ungarn konnte er keine Punkte sammeln, und in Monza fiel er aus und Kimi Raikkönen wurde immer stärker. Es tut seinem Selbstbewußtsein vermutlich nicht gut, wenn er in diesem Jahr vom Finnen gebügelt wird. der ja gerade erst ins Team gekommen ist. Und bei Ferrari hat man ja gerne klare Verhältnisse wie man weiß.

Formel Eins – Vorschau Brasilien I
Ich stelle vor dem Rennen noch mal die drei Protagonisten vor und versuche deren Stärken und Schwächen nach meiner Sicht der Dinge aufzulisten. Heute: Kimi Raikkönen.
Als McLaren 2002 den Finnen für viel Geld von Sauber loskaufte, war die Überraschung schon groß. Allgemeine hatte man damit gerechnet, den auch mit Mercedes verbundenen Nick Heidfeld ins Cockpit zu holen, dass nach dem Karriereende von Mika Häkkinen frei geworden war. Denn so richtig bekannt war der Finne nun wahrlich nicht. Seine Karriere im Kart war eher holprig, bevor er 97 und 98 die finnische Kartmeisterschaft gleich zweimal gewinnen konnte. Da war er aber auch schon 18 bzw. 19 Jahre alt. Nach einem Abstecher in die Formel Renault hievte man den Finnen bei Sauber rein. Peter Sauber, der eine sehr feine Nase für Talente hat, sah hier offensichtlich einen Rohdiamant. Zwar landete er in der WM 2001 hinter Heidfeld, der zudem einen dritten Platz einfahren konnte (Brasilien), aber er leistete sich in der gesamten Saison nur einen Ausfall durch einen Dreher und eine Kollision. Offenbar war der Finne, der das erstmal in einem so schnellen Rennwagen saß, wirklich gut. Heidfeld das Quali Duell 2001 mit 10:7, dennoch entschied sich McLaren-Mercedes für den Finnen.

Der kämpfte bei McLaren zum einen gegen die anfällige Technik und zum anderen gegen das strenge Regiment, dass Ron Dennis und Mercedes über ihre Piloten ausüben. Da der Finne gerne mal feiern geht, gab es regelmäßig Ärger. Sauftouren passen halt nicht zum Image von Mercedes. Dabei war Raikkönen wirklich gut unterwegs. 2003 verlor man den Weltmeistertitel an Ferrari nur, weil er zweimal unverschuldet in eine Startkollision geriet. 2005 gewann er sieben Mal, hatte aber auch etliche Ausfälle und verlor den Titel relativ klar gegen Alonso.

In diesem Jahr sah es lange nicht so aus, als könne er um die Meisterschaft mitkämpfen, aber je länger die Saison andauerte, desto besser kam er in Fahrt. Wie schon Massa im Jahr davor, braucht man wohl bei Ferrari vier bis sechs Monate, bis man sich an das Umfeld und den Wagen gewöhnt hat. Mittlerweile ist er aber so gut, dass man ihm den Titel schon zutraut, auch wenn er in Brasilien ein kleines Wunder braucht.

Die Stärke des Finnen ist ganz eindeutig seine extrem schnelle und präzise Fahrweise. Das sieht oft unspektakulär aus, ist aber halt schnell. Etwas, was ihn mit Alonso verbindet. Dazu kommt, dass man ihn so gut wie nie neben der Strecke sieht und er sich auch nicht dann nervös machen lässt, wenn Alonso hinter ihm her zackt. Im Gegenteil – ich hab machmal das Gefühl, dass es ihm richtiggehend Spaß macht, wenn da hinter ihm Druck macht. Gleichzeitig nutzt er jede Chance und sucht auch schon mal Linien, die man im ersten Moment nicht erkennt. Beim GP von Japan entdeckte (als einziger), dass man im Regen die lange R100 auch außen nehmen kann und da viel schneller ist. Dabei geht er komischweise kaum unnötige Risiken ein. Ich kann mich nicht daran erinnern, dass nach oder während eines Rennens ein paar Teile an seinem Wagen gefehlt hätten.

Auf der anderen Seite steht da seine Persönlichkeit. Zumindest die, die er nach außen zeigt. Bei jeden normalen Menschen versteht man, in welcher Stimmung er ist, selbst wenn man die Sprache nicht mal Ansatzweise versteht. Keine Chance beim Finnen. Ob er nun “I am really disappointed” oder “I am really happy” sagt – die tonalen Unterschiede sind da extrem gering und vermutlich nur für Kenner und gute Freunde heraus hörbar. Aber damit kann man ja leben, zumal er ja ganz offensichtlich gerne mal feiert, also auch anders sein kann. Schwerwiegender ist da schon der Umstand, dass er kein guter Entwickler ist. Alonso kann selbst einen Gurke zu einem guten Rennwagen machen, Raikkönen braucht eine gute Basis. Sagt man zumindest. Allerdings sollte man nicht vergessen, dass er auch mit Auto schnell war, die nicht so richtig gut waren. Wie die McLaren der Jahre 03 und 04. Er kann also das letzte aus einem Wagen rausholen, verbessern ist aber seine Sache nicht.

Seine Chancen im Brasilien Meister zu werden, sind gering, nicht zuletzt auch, weil der Ferrari in diesem Jahr zweimal schlapp gemacht hat. Aber für 2008 würde ich den Finnen ganz oben auf der Liste haben.

Dacia Renncup
Das Problem mit dem Motorsport ist ja wie immer das liebe Geld. Und die Tatsache, dass es kaum noch bezahlbare Markenpokale gibt. Zwar kann man sich dank des VLN für wenig Geld einen Rennwagen aufbauen und damit auch fahren, aber richtig günstig ist das auch noch nicht. Es gibt immerhin den VW Polo Markenpokal, was schon nicht schlecht ist, aber die Teilnehmerzahl ist auch hier begrenzt. Mit dem Problem steht Deutschland nicht alleine da, wie offenbar sehr findige Manager von Renault rausgefunden haben. Die haben ja mit ihrer Marke “Dacia” ein Billigauto im Angebot und die Frage stand wohl im Raum, wie günstig so ein Rennwagen sein kann? Am Ende steht ein kleiner Rennwagen mit 90 PS, einem guten Sicherheitspaket und vermutlich einem Preis von unter 15.000 Euro. Für einen Rennwagen ist das ein echtes Wort. So richtig bin ich aber an den Preis nicht rangekommen, denn Renault/Dacia wollen gerne sparen, und haben das wohl auch bei den Webdesignern gemacht. Mit Firefox kommt man in den Konfigurator nicht rein, mit dem IE auch nicht, denn der will ein Applet nachladen, dass laut dem Hersteller Adobe ab 2008 nicht mehr unterstützt wird.
Davon mal abgesehen gibt es noch keinen Organisator für den Dacia Logan Cup in Deutschland, was sich vermutlich nicht so schnell ändern wurd. Wer sich die Sache aber mal ansehen will, kann das hier tun.

Und sonst?
Das Rating des Nextel Cup Rennens vom letzten Wochenende ist da, und es ist mal wieder nicht schlecht. Da man mit dem Samstagabendtermin der NFL aus dem Weg gegangen ist, landete man immerhin bei einer 4.0, was aber eine leichte Verschlechterung (-2%)gegenüber des letzten Jahres ist.

17.10.2007

Aufz. 12:00 Uhr NASCAR Nextel Lowes Speedway PREM
Aufz. 15:00 Uhr NASCAR Busch Lowes Speedway PREM
Aufz. 18:15 Uhr Formel Eins GP China PREM

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Formel Eins – Viel offen / ALMS Kalender 2008 / Oran Park

Formel Eins – Reise nach Jerusalem

Der Rücktritt von Alex Wurz hat das Fahrerkarussell noch mal ganz schön in Fahrt gebracht. So viele Cockpits waren zum Ende einer Saison noch nie offen.

Folgende Teams haben einen Platz frei: Williams, Toyota, McLaren (gut nicht sicher, aber wer glaubt noch, dass Alonso bleibt). Prodrive hat sogar noch zwei Plätze frei. Unbestätigt sind weiterhin die Cockpits von Super Aguri und Spyker, aber da kann wohl davon ausgehen, dass diese beiden Teams ihre Fahrer bestätigen wollen. Bleiben fünf offene Cockpits.

Und welche Fahrer wären gerade auf dem Markt, die eine Superlizenz haben und die gut im Kurs stehen?

Ralf Schumacher, Timo Glock, Tonio Liuzzi, Nelson Piquet jr., Robert Dornboos und Giancarlo Fisichella. Dazu kommen natürlich auch die ganzen Testfahrer, wie Markus Winkelhock, Giedo van der Garde, Franck Montagny, Christian Klien und Gary Paffet.

Ich spinn mal rum.

Alonso verlässt McLaren. Die holen sich Rosberg. Dann stünde Williams ohne Fahrer da, hätte aber die große Auswahl. Ralf Schumacher sollte bei Williams ziemlich sicher gesetzt sein und ich denke, dass Williams sich Adrian Sutil holen würde. Toyota greift bei Timo Glock zu. Prodrive wird Gary Paffet nehmen müssen, da sie einen McLaren Deal haben und könnten als zweiten Fahrer Fisichella holen, der wegen Alonso von Renault weg muss. Spyker greift sich dafür Nelson Piquet jr. Über die Klinge würden Liuzzi und Dornboss springen. Letzter bleibt einfach bei Minardi USA in der ChampCar Serie, Liuzzi könnte den Testfahrerposten entweder bei McLaren oder Williams bekommen. Es gäbe noch die Variante, dass Alonso zu Toyota geht. Dann bliebe Glock oder Liuzzi das Cockpit bei Prodrive. Für die anderen Testfahrer sehe ich keinen Platz. Klien wird bei Honda bleiben wollen, weil die Chancen nicht schlecht stehen, dass er schon im nächsten Jahr Barichello ersetzen könnte, wenn dieser weiterhin so lustlos unterwegs ist. Montagny und van der Garde haben keine große Lobby, Winkelhock fehlt das Geld und die Erfahrung.

So. Und jetzt machen das alle so wie ich es gesagt habe, damit ich im nächsten Jahr meine Tipps teuer verkaufen kann. :)

ALMS – Kalender 2008

Keine großen Überraschungen bei der ALMS. Beim Petit Le Mans wurde bekannt gegeben, dass Speed die Rennen der ALMS die nächsten drei Jahre übertragen wird, was wohl auch heißt, dass MotorsTV das ebenfalls machen wird.

15.03 – 12 Stunden von Sebring, Florida
05.04 – St. Petersburg, Florida
19.04 – Long Beach, Kalifornien
26.04 – Houston, Texas
18.05 – Salt Lake City, Utah
12.07 – Lime Rock, Connecticut
19.07 – Mid-Ohio, Ohio
09.08 – Road America, Elkhart Lake, Wisconsin
24.08 – Mosport, Ontario, Kanada
30.08 – Belle Isle, Detroit, Michigan
04.10 – Petit Le Mans, Road Atlanta, Georgia
18.10 – Laguna Seca, Kalifornien

Noch mehr Schwung sollte die GT2 Klasse bekommen. Im kommenden Jahr werden neben Porsche und Ferrari auch ein Werks- Dodge Team, zwei private Corvette C6 und ein Ford GT mitmischen. Vor allem die Viper dürfte es an der Spitze noch enger werden lassen. In der GT1 Klasse hofft man auf einen dauerhaften Einsatz mindestens eines Maserati C12, der schon in Road Atlanta dem Corvette Team das Leben schwer gemacht hat. Ob Aston Martin zurückkehrt ist nicht klar, aber vermutlich eher unwahrscheinlich. Etwas unsicher ist die LMP1. Audi hat sich noch nicht geäußert, aber angesichts der zu erwartenden Schlacht in Le Mans gegen die Peugeot, wird man wohl an den Start gehen. Sofern Audi denn weitermacht, denn der ACO hat die Benziner für das 24 H Rennen von Le Mans gerade mit einem größerern Tank bedacht. Sonste wäre ihnen vermutlich das Pescarolo und das Rollcenter Team abhanden gekommen. Pescarolo hatte schon angekündigt, dass man nicht mehr mitfährt, wenn die Regeln nicht geändert werden, Rollcenter ist mittlerweilen ein Kundenteam von Pescarolo. Die LMP2 bleibt unverändert.

V8 Supercars – Oran Park wird abgerissen
Wer auf irgendeinem seiner Motorsport Simulationen den Kurs von Oran Park drauf hat, sollte das Spiel die nächsten Jahre gut aufheben, denn Oran Park wird Anfang 2009 abgerissen. Und zwar für immer, denn dort, wo jetzt Autos im Kreis, besser gesagt, in der “Acht” fahren, wird ab 2010 ein Wohngebiet stehen. Die Strecke, die 1962 gebaut wurde, gehört zu ältesten Kursen in Australien und ist seit 1971 ununterbrochen ein jährlicher Austragungsort der V8 Supercars und deren Vorläufer. Der Kurs wird 2008 als letzte Ehre auch das “Grand Final” der Supercars austragen dürfen. Normalerweise ist das immer in Philipp Island.

Und sonst?
Die Ratings für das NASCAR Rennen in Talladega sollten bei den Verantwortlichen mal wieder für ein Lächeln sorgen. Das Rennen erreichte ein 4.2 (laut Sportmediawatch. ESPN spricht sogar von einer 4.6), was ziemlich identisch mit der Wertung des Vorjahres ist und der erste Sprung in die “4er” Region seit einigen Wochen darstellt.

Die Einschaltquoten der Formel Eins in Deutschland mausern sich auch wieder. Nachdem sie zu Beginn des Jahres deutlich in der Keller geruscht waren, haben sie sich mittlerweile wieder gut erholt. Es fehlen zwar immer noch gut 30% zu den besten Schumacher Jahren, aber es ist kaum davon auszugehen, dass man diese Quoten jemals wieder erreichen wird. Offensichtlich hat RTL aber über die Jahre ein Stammpublikum aufgebaut, dass sich auch über Schumacher hinaus für die F1 interessiert. Dazu kommt aber sicher die sehr gute Saison der Formel Eins, die ja nun wirklich so abwechslungsreich und spannend wie seit Jahren nicht mehr war.

09.10.2007

Aufz. 12:00 Uhr   FIA GT   Nogaro PREM  
Aufz. 16:10 Uhr   ALMS   Road Atlanta   MotorsTV  
Aufz. 17:30 Uhr   NASCAR Nextel   Talladega PREM  
Aufz. 17:30 Uhr   Formel Eins   GP China DSF  
Aufz. 20:50 Uhr   NASCAR Nextel   Talladega PREM  
Aufz. 21:00 Uhr   V8 Supercars   Bathurst   MotorsTV  
Aufz. 00:00 Uhr   NASCAR Nextel   Talladega PREM  

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NASCAR Ratings – TV in den USA – Premiere Quoten

NASCAR – Die lieben Ratings
Es ist keine große Überraschung, dass die NASCAR Ratings am letzten Wochenende mal wieder ein wenig gebröckelt sind. Da sie in diesem Jahr auf einem erstaunlich schwachen Niveau sind, kommt so ein verregnetes Rennwochenende nicht so gut. Also erreichte man nur eine 2.8, was aber auch damit zu erklären ist, dass das Rennen nach 12 Runden für rund 45 Minuten wegen eines Regenschauers unterbrochen wurde. Es ist noch zu früh, um etwas zu sagen, und man muss das Rennen in Talladega abwarten, aber grundsätzlich sieht der Chase in diesem Jahr sehr schwach aus. Sollte Talladega ein Rennen für Hendrick Motorsport werden, dann dürften die Quoten auch nicht weiter steigen.

Wer schon immer mal wissen wollte, wie genau das eigentlich mit dem TV in den USA funktioniert, dem sei dieser Text empfohlen.

Und sonst?
Es gibt ein paar Zahlen bzgl. der Einschaltquoten der Formel Eins bei Premiere. Auf der Media Seite gibt es ein .pdf in dem die Zuschauerzahlen der letzten Saison mal aufgeschlüsselt sind. Im Schnitt hat man wohl rund 500.000 Zuschauer in der Kernzielgruppe und knapp 700.000 komplett erreicht. Das sind keine schlechten Zahlen. Für die NASCAR gibt es solche Zahlen leider nicht. Da kann man nur den Vergleich der Werbepreise ranziehen, und die sind, verglichen mit den Topsportarten F1 und Fußball relativ gut und liegen in etwa auf dem Niveau der DEL.
Mir ist am Wochenende aufgefallen, dass sich Premiere trotz der ellenlangen Wartezeiten beim NASCAR Rennen nicht aus der Übertragung verabschiedet und auf die Wiederholung am Montag verwiesen hat. Man schob zwar zwischendrin ein paar Aufzeichnungen rein, blieb aber ansonsten bis zum Ende des Rennens gegen 02.15 Uhr auf Sendung. Das zeugt davon, dass die NASCAR bei Premiere wohl einen hohen Stellenwert hat und macht Hoffnung, was die TV Rechte für 2008 angeht, die ja noch ungeklärt sind.

02.10.2007

Aufz. 14:00 Uhr DTM Barcelona MotorsTV
Aufz. 16:35 Uhr Dutch Supercar Assen MotorsTV
Aufz. 17:00 Uhr FIA GT Nogaro PREM
Aufz. 19:00 Uhr GP2 Valencia PREM
Aufz. 20:15 Uhr A1 GP Zandvoort PREM
Aufz. 19:05 Uhr NASCAR Nextel Kansas PREM
Aufz. 21:15 Uhr NASCAR Busch Kansas PREM
Aufz. 21:25 Uhr GruppeC/GTP Donington MotorsTV

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NASCAR News – Max Mosley schreibt mal wieder

NASCAR – Diverses

- Carl Edwards hat zwar das Rennen gewonnen, aber bei der normalen Überprüfung seines Wagens stellte sich heraus, dass er rechts hinten zu niedrig war. NASCAR hat den Wagen erst einmal mit ins eigene Tech-Centrum mitgenommen und prüft weiter, ob das Vergehen geplant war, oder ob es durch einen der viele Unfälle im Rennen verursacht wurde. Die Sache ist aber nicht so übel, im schlimmsten Fall werden Edwards 25 Punkte abgezogen, was beim momentanen sehr engen Stand im Chase zwar sicher ärgerlich, deswegen aber auch kein großes Problem ist.

- Anheuser-Busch, die Brauerei, die auch Budweiser herstellt, liegt mit der NASCAR im Clinch. Die Biermarke, die seit Jahrzehnten wie keine andere für die NASCAR steht, zieht sich immer mehr aus der Zusammenarbeit mit der NASCAR zurück. Grund ist wohl die anhaltende Verstimmung darüber, dass man nach 25 Jahren das Sponsorship der kleinen NASCAR Serie verloren hat, weil die NASCAR für die Namensrechte richtig viel Geld sehen will. Jetzt hat man sich aus einem weiteren prestigeträchtigen Sponsorship zurückgezogen. Die “Bud-Pole” heißt ab der Saison 2008 “Coors-Light-Pole”. Zu den Namensrechten der kleinen NASCAR Serie gibt es auch noch nichts neues. NASCAR will wohl im November den neuen Sponsor vorstellen. Hinter den Kulissen hört man aber immer wieder, dass man noch ein gutes Stück von einer Einigung entfernt ist, da alle in Frage kommenden Sponsoren auf Exklusivität beharren. “Subways” möchte nicht, dass “Dominos Pizza” weiter auf den Wagen zu sehen ist, “Walmart” kann nicht mit “Lowes” und “Samsung” nicht mit den diversen anderen Hersteller, die dort werben. Dennoch ist wohl “Samsung” der momentane Favorit, was die NASCAR Fans nicht so richtig erfreuen wird.

Nachtrag: Coors zahlt für dafür, dass man “offizieller Bierlieferant” der NASCAR ist, rund 20 Millionen Dollar. Allerdings: das Budweiser Shootout im Februar ist von der Namensänderung noch nicht betroffen, da Anheuser-Busch die Rechte bis Ende 2008 hat. Wahrscheinlich wird 2009 aber Coors-Light Shootout heißen.

- Wann bekommen wir eigentlich mal jemanden wie Jamie Little als Boxenreporter? RTL Zuschauer bitte nicht klicken, sonst Frustgefahr.

- Das Rating des Dover Rennens ist erstaunlich schlecht. Nur 3.5 erreichte das Rennen bei ABC. Damit hat man sich ein wenig von letzter Woche erholt, aber richtig glitzi ist das immer noch nicht. Zum Vergleich: Dass das Rennen überlappende NFL Spiel um 16.00 Uhr Ortszeit auf Fox zwischen den Giants und den Red Skins erreichte eine 13.6. Trotzdem belegt die NASCAR damit noch Platz zwei der Sportarten.

Formel Eins – Flügel ab?
Die Formel Eins bereitet sich auf den GP von Japan in Fuji vor (mehr dazu am Donnerstag) und die Pause hat FIA Präsident Max Mosley genutzt, den Teams mal wieder einen Brief zu schreiben, in dem er um Ideen bittet, wie man die Kosten in den Bereichen senken kann, von denen der Zuschauer eigentlich nichts mitbekommt. Er spielt damit auf das seit diesem Jahr fast bei allen Teams eingesetzte Schnellschaltgetriebe an, das in der Entwicklung Unsummen verschlungen hat. Der Zuschauer bekommt davon allerdings nichts mit und die Frage, wie sinnvoll solche Entwicklungen sind, ist schon gerechtfertigt. Die IRL und die ChampCars fahren mit einem Einheitsgetriebe, was die Rennen jetzt auch nicht schlechter oder besser macht und die paar Millisekunden, die man jetzt wieder gewonnen hat, bringen dem Fan auch nichts. Die Hersteller sehen das natürlich anders, weil man mit solchen technischen Spielereien, so sie erfolgreich sind, ja sein Image aufpoliert. Solche Entwicklungen treffen die “kleinen Teams” aber hart, weil man (noch) den ganzen Krempel in Eigenregie entwickeln muss. Die Ressourcen, die ein Red Bull in so ein Getriebe stecken muss, hat man nicht mehr für andere Dinge zur Verfügung. Super Aguri und Spyker schauen vermutlich komplett in die Röhre. Mosely warnt davor, dass die kleinen Teams immer mehr unter Druck geraten, wobei man auch sagen muss, dass es “kleine Teams” ja nicht mehr gibt. Spyker wechselt gerade für 80 Millionen Dollar den Besitzer und eine Saison kostet selbst kleine Teams gut und gerne 30 bis 40 Millionen Dollar. Damit kann in den USA ein ziemlich fettes NASCAR und ein IRL Team aufziehen.

Auf der anderen Seite halte ich bei der Formel Eins nicht viel davon, dass man sie vereinheitlicht. Ich bin dafür, dass man versucht die Aerodynamik zu beschneiden, aber ich will auch keine Autos sehen, die sich von den GP2 oder A1 Rennwagen nur in Details unterscheiden. Die Formel Eins hat schon immer ausgelotet, was technologisch geht, und so sollte man das auch weitermachen. Die Idee, andere Antriebskonzepte ab 2011 einzusetzen ist schon mal richtig und sollte weiter gefördert werden. In Bereichen, die man nicht sieht und die im Grunde auch wurscht sind (Getriebe, Anstriebsstrang usw.) könnte man aber durchaus einheitliche Dinge einsetzen, zu mal mit der Einheitselektronik ab 2008 die Wichtigkeit des Antriebsbereiches eh schon runtergeregelt wird. Um den zu erwartenden gegenseitigen Anschuldigungen (“Ferrari benutzt ein blablabla Differential”) vorzubeugen, könnte man Sachen wie Getriebe, Differential, Antriebswellen etc. vereinheitlichen. Das spart sicher schon mal ein paar Millionen.

Ich finde die Politk von Max Mosely sicher streitbar, aber er hat in seiner langen Zeit schon eine Menge in der Formel Eins erlebt. Es gab immer wieder Zeiten, in denen sich die Hersteller in der F1 tummelten, und genauso schnell wie sie da waren, verschwanden sie auch wieder, wenn zum Beispiel ein neuer Vorstand beschloss, dass man sein Geld lieber für andere Dinge ausgeben möchte. Die FIA tut gut daran, wenn sie kleineren Teams, zum Beispiel aus der GP2, die Tür zur Formel Eins offen lässt. Allerdings sollte die FIA auch dann wieder die Regelung fallen lassen, dass nur 12 Teams an den Start gehen dürfen. Die Beschränkung wurde zwar eingeführt um zu verhindern, dass die Hersteller sich B-Teams halten und so die Kostenspirale weiter nach oben drücken, aber ich finde, man sollte da andere Regelungen finden.

Und sonst?
Am Wochenende geht auch die A1 Serie wieder los. Ich bastel gerade an einer Vorschau, aber die Teams machen es einem nicht gerade leicht, weil viele immer noch keine endgültige Fahrerbesetzung bekannt gegeben haben. Ich gehe aber davon aus, dass es spätestens Freitag eine Nennliste geben wird.

25.09.2007

Aufz. 12:00 Uhr FIA GT Brünn SpeedTV
Aufz. 12:10 Uhr Super GT Montegi MotorsTV
Aufz. 15:00 Uhr Formel Eins GP Spa SpeedTV
Aufz. 19:30 Uhr NASCAR Busch Dover PREM
Aufz. 20:30 Uhr NASCAR Nextel Dover PREM
Aufz. 21:15 Uhr Formel 3 2.Rennen Barcelona DSF

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Mieses Rating – Kahne & Budweiser – Neuer F1 Kalender – News

NASCAR – Schlechter Auftakt für den Chase
Nachdem bei Rennen in Richmond das Rating des Nextel Cup doch wieder nach oben gegangen war, freute man sich bei ABC sehr auf den Start des Chase. Den Verantwortlichen dürfte aber gestern die Kinnlade auf den Boden gefallen sein, als das Rating rauskam. Das Rennen erreichte gerade mal eine 2.8 (letzte Woche 4.1). Das ist desaströs und die schlechteste Quote eines Chase Rennens in der gesamten NASCAR Geschichte überhaupt. Allerdings muss man auch sagen, dass das Rennen ein schwieriges Umfeld hatte. Zeitgleich liefen zwei NFL Spiele (Regionale Spiele, aber trotzdem) auf CBS und Fox. Dann liefen auch noch die FedEx Championship im Golf, ein Turnier, bei dem es um die schlappe Summe von 10 Millionen Dollar ging, die ein gut aufgelegter Tiger Woods gewann. Die NFL Spiele erreichten 10.9 (Fox) und 10.5 (CBS), das Golfturnier eine 3.3. Und dann lief auch noch das MLB Spiel dre Yankees gegen die Red Sox gegen Ende des ja eher statischen Rennens. Trotzdem ist 2.8 eine schlechte Quote. Schlechter war dieses Jahr nur das Rennen in Dover, dass an einem Montag stattfand und 2.3 erreichte. Die miesen Zahlen dürften neben dem der harten Konkurrenz auch was damit zu tun haben, dass Junior nicht im Chase ist. Unglaublich, aber offenbar wahr: Dale Earnhardt jr. alleine scheint die Quote um bis zu 30% anheben zu können. Mal sehen, wie sich die Quoten in den nächsten Wochen entwickeln, wenn die erste NFL Euphorie etwas nachlässt. (Quelle: Sportsmediawatch)

NASCAR – Budweiser geht zu Kasey Kahne
Noch ein schlecht gehütetes Geheimnis ist heute bestätigt worden. Gilette/Evernham Fahrer Kasey Kahne bekommt das Budweiser Sponsorship ab 2008. Damit ist er Nachfolger von Junior. Eigentlich war die Sache schon seit Juni klar, aber offenbar wollte man erst den Einkauf von George Gillett bei Ray Evernham abwarten, und die weiteren Sponsoren zusammen bekommen, bevor man was sagt. Für GEM Racing ist Budweiser eine fetter Fang, denn so richtig gut lief es für das Dodge Team ja dieses nicht, um es mal vorsichtig auszudrücken. Jetzt kommt mehr Geld in die Teamkasse und man kann noch mehr investieren, damit es 2008 besser läuft.

F1 – Rennkalender
Die FIA hat heute einen überarbeiteten Rennkalender für 2008 rausgegeben. Es gibt ein paar kleine Änderungen, die ich gefettet habe.

16.03 – Australien/Melbourne
23.03 – Malaysia/Sepang
06.04 – Bahrain/Bahrain
26.04 – Spanien/Barcelona
11.05 – Türkei/Istambul
25.05 – Monaco
08.06 – Kanada/Montreal
22.06 – Frankreich (wo ist immer noch unklar)
06.07 – Grossbritannien/Silverstone
20.07 – Deutschland/Hockenheim
03.08 – Ungarn/Budapest
24.08 – Europa/Valencia
07.09 – Belgien/Spa
14.09 – Italien/Monza
28.09 – Singapur/Singapur (Nachtrennen)
12.10 – Japan/Fuji
19.10 – China/Shanghai
02.10 – Brasilien/Interlagos

Die Türkei rutscht in den Mai, was sicher kein schlechter Termin ist, um der grossen Hitze zu entgehen. Belgien und Monza haben die Termine getauscht, Valencia ist ebenso neu drin wie das Stadtrennen von Singapur. Es gibt zwei dreiwöchige Pausen: eine im April, eine August. Imola ist weiterhin draussen und wird es wohl auch bleiben. 2008 fährt man 18 Rennen, 2009 kommt Dubai hinzu, 2010 soll Indien folgen. Da bleibt wenig Platz für ein Rennen in den USA, doch genau das fordern die Hersteller vehement. Wackelkandidaten für die nächsten Jahre wären Frankreich und England. In Frankreich hat man sich noch nicht auf eine neue Strecke geeinigt, die Magny Cours ersetzen soll. Evtl. rutscht der Kurs deswegen 2008 auch wieder ins Programm. In England will Ecclestone seit Jahren aus Silverstone weg, scheitert aber an der großen England Lobby in der Formel Eins. Da 18 Rennen gefahren werden und die Team alle nicht mehr als 20 Rennen haben wollen, wird es eng im Kalender. Es gibt allerdings die Idee, dass man die Testfahrten in der Saison komplett einstampft und dafür noch zwei weitere Rennen ins Programm nimmt. Man würde die Saison einfach früher starten (Anfang März) und die Europa GPs könnten zusammenrücken (England/Deutschland zB) um Platz für einen weiteres Rennen zu schaffen. Ich würde mich über 22 Rennen auch nicht beschweren.

Und sonst?
Heute gab es Testfahrten der F1 in Jerez. Am Start waren aber nur die Testfahrer (abgesehen von Barrichello und Liuzzi). Schnellster war Timo Glock im BMW, dessen Zeiten aber weiter unter denen aus dem Frühjahr lagen. Honda fummelt weiter an der Aerodynamik des Wagens rum und probiert einen dieser neuen Zusatzfrontflügel á la McLaren und Williams aus.

18.09.2007

  12:10 Uhr V8 Supercars Sandown 500 MotorsTV  
  14:00 Uhr ELMS Silverstone MotorsTV  
  15:00 Uhr NASCAR Nextel New Hampshire PREM
  17:00 Uhr V8 Supercars Sandown 500 MotorsTV  
  19:50 Uhr GP2 Sprintennen Spa PREM

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NASCAR – Diverse News – Sparprogramm

Die Woche ist für mich extrem arbeits- und reiseintensiv. Ab morgen bin ich auf der IAA, Donnerstag und Freitag verbringe ich auf einer Tagung in Karlsruhe, Samstag bin ich in Hamburg auf einer Hochzeit um irgendwann am Sonntagabend wieder zu Hause zu sein. Hier ist es also dementsprechend still und ich weiß auch nicht, ob ich es schaffe, das Wochenendprogramm rechtzeitig fertig zu bekommen. Sollte ich Donnerstag irgendwo WLAN aufschnappen, könnte es klappen, aber sicher ist das nicht. Wer ein TV Programm sucht, wird am Freitag sicher beim Kollegen dogfood fündig. Die Zeiten sollten aber eh klar sein. Ausser der F1 und der GP2 ist noch die ELMS in Silverstone unterwegs. Der Nextel Cup beginnt den Chase in New Hampshire, die Busch Serie hat Pause.

NASCAR – Diverse News
- Die NASCAR testet das CoT in Talladega. Mit dabei auch Jacques Villeneuver, der nun definitiv sein Cup Debüt beim Daytona 500 im nächsten Februar geben wird. Über seine Zeiten kann man noch wenig sagen. Er war in der Draft Sessions immerhin elfter, was aber nun nicht auf seinem Mist gewachsen ist, sondern an den guten Draftpartnern liegt. Immerhin zeigt es, dass er das zumindest ganz gut dabei ist, mit dem Toyota.

- Die Gerüchte verdichten sich, dass sowohl Dario Franchitti als auch Sam Hornish jr. komplett in den Nextel/Sprint Cup wechseln. Franchitti wird wohl bei Chip Gananssi andocken, wo man David Stremme nicht mehr einsetzen möchte. Er würde dann in #40 einsteigen.
Bei Hornish sieht es so aus, als würde der dritte Fahrer bei Penske werden. Startnummern könnten die #06 oder die #77 sein, aber sicher da noch gar nichts. Hornish hatte aber schon 2006 und in diesem Jahr ein paar Einsätze in der Busch Series, die allesamt – na sagen wir mal – ausbaufähig waren.

- AT&T darf in der laufenden Saison und in 2008 die Aufkleber auf dem Wagen von Jeff Burton lassen, zieht sich aber zur Saison 2009 komplett zurück.

- Die Rating vom Wochenende sind zur Abwechslung mal wieder nach oben gegangen. Man erreichte eine 4.2, was wirklich sau gut ist, für einen Rennen, in dem es eigentlich um nichts mehr ging. ABC erreichte hatte damit in der Kernzielgruppe den besten Samstagabend seit April (!), wenn man der ESPN Presseverlautbarung glauben darf.

Und sonst?
In der Formel Eins gibt es wegen des engen Kalenders kaum Neuigkeiten, zumal die Welt auf Donnerstag und das Urteil des FIA Berufungsgericht wartet.

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Nachtrag Michigan – Warum die Ratings zurückgehen

Danke für die große und positive Ressonanz auf das gestrige Live-Blogging. Ich hab mir sehr über die vielen Kommentare und Mail gefreut!

Wenig Neuigkeiten im Moment und ich hab gut zu tun, also nehme ich das Programm für morgen auch direkt mit rein

NASCAR – Was lange braucht…
Das gestrige Rennen war gar nicht so schlecht, wie man es vielleicht erwarten konnte. Obwohl Kurt Busch vorne eindeutig dominierte, tat sich in den Top Ten viel und es wurde ziemlich hart gefahren. Größter Verlierer des Rennens ist nicht Dale Earnhardt jr., obwohl ihn sein Fehler beim letzten Boxenstopp sicher fünf oder sechs Plätze und somit wichtige Punkte gekostet hat. Trotzdem ist Ryan Newman der größte Verlierer, denn der lang am Ende noch hinter Junior und verlor noch mehr wichtige Punkte auf Kurt Busch. Junior liegt jetzt happige 163 Punkte hinter Busch. Bei noch drei ausstehenden Rennen ist das nur wett zu machen, wenn Busch einmal ausfällt und Junior gewinnt. Dooferweise kommen aber nur noch zwei Short Tracks (Bristol & Richmond) und ein Superspeedway (Fontana). In Bristol sieht Juniors Bilanz eher miserabel aus, aber in Richmond konnte er 2006 seinen letzten Sieg feiern. Allerdings ist es auch so, dass man auf den ShortTracks selten komplett ausfällt. Die Rennen sind lang und die Geschwindigkeiten niedrig, so dass einen eigentlich nur ein Motorschaden aus dem Rennen nehmen kann. Ich würde mein Geld dieses Jahr nicht mehr auf Earnhardt setzen. Die NASCAR wird es mit großem Bedauern sehen, denn ausgerechnet Kurt Busch ist mit weitem Abstand der unbeliebteste Fahrer bei den Fans, während Junior ja nun genau das Gegenteil ist. Es wird den Ratings nicht helfen, womit ich bei anderen Thema von heute wäre…

NASCAR – Was ist los mit den Ratings?

Das die irrsinnigen Ratings der NASCAR Rennen die, nach dem Tod von Earnhardt sen. und der, sagen wir mal, Besinnung auf sehr nationale Werte nach 9/11 in den USA, ein paar Jahre lang angehalten haben, auf Dauer nicht so bleiben würden, war klar. Teilweise lag man ja gleichauf mit der NFL, was schon an sich erstaunlich genug war. In den letzten Jahren haben sie die Ratings fast halbiert. Fast alle Rennen in diesem Jahr haben erneut meist im zweistelligen Prozentbereich verloren und so langsam stellt man sich die Frage, wie weit es noch runter geht. Klar – das ist Jammern auf hohen Niveau. Im Kabel erreichte das NASCAR Rennen in Watkins Glen die zweithöchste Einschaltquote des gesamten (!) Wochenendes. (Nicht mehr online zu finden, müsst ihr mir jetzt einfach glauben). Das Rating lag um 3.5, was ungefähr 5,559,000 Millionen Zuschauern entsprach. Zum Vergleich die Werte vom vorletzten Wochenende. Man liegt also nicht schlecht, aber ist weit von den Zahlen (Im Schnitt um 5.0, also ca. 7.5 mio Zuschauer) aus den letzten Jahren entfernt. Vor ein paar Tagen ist eine wirklich gute Analyse der Situation aufgetaucht. Da heißt es:

…some say the NASCAR purists lost interest when NASCAR changed to The Chase format. Likewise, the entrance of the foreign manufacturer Toyota has also been blamed for a loss of fan support.
Another reason for the shrinking TV numbers may go no further than the TV itself. The rise in cost across the board in NASCAR has fans paying the price in the form of more and more TV commercials. Of the average four-hour race, one quarter of that is filled with repetitive ads that have viewers seeking their entertainment elsewhere.

Dale Earnhardt Sr., who had a loyal and very large following, departing stars like Terry Labonte, Bill Elliott, Rusty Wallace and soon to be departing Mark Martin, Ricky Rudd and Sterling Marlin are all “old-school” drivers that fans have had a hard time finding replacements for. The loss of these stars, combined with the entrance of the more polished driver has many long time fans tuning out.

Long races that have numbing portions in the middle have the casual fan speeding past NASCAR and on to something else. Speed has also contributed to the slowing of viewership. Higher speeds have stretched the field and made side-by-side racing a rare occurrence.

Das kann ich zumindest teilweise unterschreiben. Die vielen Unterbrechungen sind eine Katastrophe, aber ehrlich gesagt sieht es in der NFL ja auch nicht anders aus. Nur sind die Breaks da etwas kürzer, weswegen sie vielleicht nicht ganz so oft nerven, zu mal sie ja nur kommen, wenn gerade nichts passiert.

Was die Fahrer angeht – naja, diese Übergangsphasen gibt es immer wieder. Natürlich fehlen Charakterköpfe, weil es eine zu große Lücke zwischen den Generationen gibt. Man hatte in den 80er und 90er Jahren echte Haudegen, die allerdings auch Platzhirsche waren. Für Nachwuchs war es lange schwer in die NASCAR zu kommen und man musste schon das Talent eines Jeff Gordon haben, um sich durchsetzen zu können. Wenn die “Alten” dann plötzlich weg sind, hat man halt ein großes Loch.

Die Masse an Superspeedways im Programm sind tatsächlich ein Problem. Short Track Rennen mögen in Deutschland (noch) nicht jedermanns Sache sein, aber sie haben, ähnlich wie die Rennen in Daytona und Talladega, den Vorteil, dass das Feld eng zusammenbleibt. Auf Ovalen wie in Michigan zieht sich alles weit auseinander, und nach wenigen Runden ist es einfach langweilig. Das könnte sich aber im nächsten Jahr ändern, wenn das CoT auf den Superspeedways eingesetzt wird, da das Chassis für mehr Ausgewogenheit sorgen soll.

Sicher ist, dass die Ratings immer noch in Ordnung sind. Sicher ist aber auch, dass man sich noch ein Jahr mit Rückgängen im zweistelligen Prozentbereich nicht leisten kann. Sollte das nächstes Jahr so weiter gehen, werden die TV Stationen Druck machen und die NASCAR bitten, die Regeln zu ändern. Eine Variante könnte sein, dass auf allen Superspeedways mit “restrictor plates” gefahren wird, was die Fahrer allerdings auf Grund der hohen Unfallgefahr bei diesen Rennen nicht wirklich begrüßen.

Und sonst?
Die Nacht läuft das Rennen der NASCAR Craftman Truck Series. Wer also schlaflos sein sollte…

22.08.2007

  17:00 Uhr ELMS Spa MotorsTV
  17:00 Uhr NASCAR Nextel Michigan PREM
  22:45 Uhr V8 Supercars Oran Park MotorsTV

23.08.2007

LIVE 00:30 Uhr NASCAR Craftsman Quali Bristol Speed TV
LIVE 02:00 Uhr NASCAR Craftsman Rennen Bristol Speed TV
  14:00 Uhr Super GT Sugo MotorsTV
  14:50 Uhr V8 Supercars Oran Park MotorsTV
  18:00 Uhr NASCAR Busch Michigan SpeedTV
  18:30 Uhr Formel 1 Rennen Ungarn PREM
  21:00 Uhr NASCAR Nextel Michigan SpeedTV
  22:45 Uhr ELMS Spa MotorsTV

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NASCAR – Viel Bewegung & Ratings/ Formel 1 – Sakon Yamamoto??? / Formel 1 – STR bastelt an der Zukunft

Jaja, da dachte ich, es würde mal ein paar Tage ruhiger, da kommen neue Aufträge rein. Ich beschwer mich ja nicht. Als freier Journalist ist man ja froh, wenn es gut läuft, aber bei so viel Arbeit bleiben andere Sachen eben liegen.

NASCAR – Merger, Merger, Merger
Die Veränderungen in der NASCAR Szene gehen weiter und für alteingesessene Fans folgt eine merkwürdige Meldung nach der nächsten. Das DEI. Inc (wie hier schon mal gemeldet) jetzt offiziell das Ginn Racing Team gekauft hat, ist ja noch zu verkraften. Ginn selber hatte erst im letzten Jahr MB Racing gekauft, die ihrerseits erst seit Ende der 90er Jahre mehr oder weniger erfoglos in der NASCAR unterwegs waren. Jetzt ist aber zu hören, dass Robert Yates sein Team ebenfalls teilweise veräußert. Aber der Name des Partners, der da wohl in die NASCAR Szene einsteigt, dürfte die Racefans elektrisieren. Niemand anderes als das Newman-Haas Team soll bei Yates einsteigen. Das ist dann schon eine mittlere Sensation, denn Newman-Haas gilt als absolute Topmannschaft in den USA, wie sie in der ChampCar Meisterschaft ja auch seit Jahren beweisen. Wenn ich es richtig im Kopf habe, hat Carl Haas auch noch nie ein NASCAR Team betrieben, also dürfte das eine Premiere sein. Der Grund für den Merger ist wie bei allen Teams in letzter Zeit das Geld. Yates hat zwar genug davon, aber die NASCAR wird immer teuerer, egal, was sehr die NASCAR versucht, die Ausgaben unten zu halten.

Das Problem sind auch nicht die Rennen oder die Tests, sondern die aufwendigen Testabteilungen, die die Teams mittlerweile in ihren Werkstätten zusammenbasteln. Die Zeit neben der Strecke kostet die Team weitaus mehr, als ein Rennen. Den Grund hierfür sehen viele in der Top35 Regel. Wer sich nicht automatisch qualifizieren kann, der muss seine Abstimmung aufs Training auslegen und kann die kurzen Sessions nicht für die Rennabstimmung nutzen. Das führt dann wieder dazu, dass man im Rennen schlecht ist, wenig Punkte bekommt und der Teufelskreis beginnt. Michael Waltrip kann ein Lied davon singen.
Nun überlegt man bei der NASCAR, die Regel aufzuweichen, und nur noch den Top 25 Teams automatisch einen Startplatz zu zusichern. Das könnte die Situation zumindest bei den kleineren Teams deutlich entspannen.

Bei den Top Teams wird das aber nichts ändern, im Gegenteil. Da die Luft nach unten dann dünner wird, ist man gezwungen noch mehr Geld zu investieren, um ja nicht aus dem Top 25 rauszufallen. Da betrifft vor allem die Dodge Teams, die dieses Jahr wirklich sehr leiden. Muss man sich vorstellen: zurzeit ist kein einziger Dodge Pilot in den Top 12 und Montoya ist drittbester Dodge Pilot.

Das die Veränderungen bei NASCAR vor allem bei den Fans nicht so gut ankommen, sieht man auch bei den Rating. Die gehen weiter in den Keller, auch wenn das noch auf einem hohen Niveau passiert. In diesem Jahr konnten nur die Rennen in Las Vegas und Texas bessere Quoten als im letzten Jahr erzielen. Sicher, etliche Rennen mussten wegen schlechen Wetters verschoben werden, aber die Richtung der Ratings ist doch klar. Vom Topereigniss eines Wochenendes ist man weit entfernt. Meist liegt man hinter den Baseball Spielen des Wochenendes auf Platz drei oder noch schlechter. Es wird interessant zu sein, wie die Ratings im Herbst sind, wenn die NFL wieder losgeht.
Auch die Rennen sind bei weitem nicht mehr alle ausverkauft. Für viele Rennen, auch für das in Indy am Wochenende gibt es immer wieder noch Karten, und die Ticketpreise sind leicht gesunken, weil man den Fans nun Paketpreise anbietet, damit sie kommen. Tatsächlich bewegen sich die Preise der NASCAR auf den großen Strecken wie Daytona, Talladega oder Indy fast auf Formel Eins Niveau, wenn man die große Nummer mit den teuersten Sitzplätzen und Verpflegung fährt. Aber selbst auf kleineres Strecken ist man erst so ab 100 Dollar Eintritt dabei.

Natürlich ist die NASCAR weit davon entfernt unpopulär zu sein, aber wenn eine normale Ausstrahlung eines Wrestling Abends der WWE auf einem Kabelkanal an einem Wochenende mehr Zuschauer zieht (3,819,000), als die Ausstrahlung eines Busch Rennes am Samstagnachmitt auf ABC (2,519,000), dann ist dann schon ein Warnschuss. (Quelle). E

Ein weiterer Grund für die schlechten Ratings könnten aber auch darin begründet liegen, dass die Rennen, da muss man ehrlich sein, in diesem Jahr oft recht eintönig waren. Die Top Teams, allen voran Hendrick, sind einfach zu stark, und auf den 1,5 Meilen Ovalen tut sich meist wirklich wenig. Die Überlegung, auf Ovalen wie Texas, Michigan, Chicagoland, Miami, Atlanta, Fontana, Kansas und Pocono, in Zukunft restrictor plates einzusetzen wird durchaus immer lauter, auch wenn die Fahrer sich aus Sicherheitsbedenken dagegen aussprechen. Auf der anderen Seiten passiert auf diesen Ovalen selbst dann nichts, wenn die NASCAR 2o Runden vor Schluss eine “debris caution” ausspricht, um das Feld für den Schluss eng zusammen zu haben. Ich bin mir ziemlich sicher, dass die NASCAR auf einigen der genannten Strecken in Zukunft die Luftmengenbegrenzer einsetzen wird, damit, vor allem bei den Rennen zur Mitte der Saison, die Zuschauer nicht so in Scharen davon laufen, wie in diesem Jahr.

Am Wochenende geht es nach Indy, aber auch hier sollte man nicht zu viel erwarten. Das Rennen im letzten Jahr war ein echter Langweiler.

Formel 1 – Sakon Yamamoto? Wer isn ditte?
Spyker hat Sakon Yamamoto als Fahrer für die restliche Saison bestätigt. Sakon Yamamoto? Der war 2006 als Testfahrer/Dritter Fahrer für Aguri unterwegs, und es heißt, dass er mächtige Freunde in der Honda Zentrale hat. Außerdem schleppt er jede Sponsoren mit sich rum, was sein Engagement bei Spyker sicher beflügelt haben wird. Er gilt als Talent, hat aber bei seinen bisherigen Einsätzen davon wenig gezeigt. Immerhin konnte er bei Aguri einmal Takuma Sato in der Quali schlagen. Da Yamamoto absolut null Erfahrung mit der Formel Eins in diesem Jahr gesammelt hat und noch nie im Spyker gesessen hat, sollte Adrian Sutil keine Probleme mit ihm haben.

Formel 1 – STR vor Umbau
Scott Speed hat zwar gestern bei den Tests wieder im Wagen gesessen, aber seine Zeit bei STR ist wohl vorbei. Wie auch die von Luizzi. Aber bei STR hängt der Haussegen weiter schief. Jetzt ist der Talentscout Dr. Helmut Marko in Bedrängnis, der in den letzten Jahren zwar etliche Talente gefunden hat, aber in der Formel Eins konnte niemand überzeugen. Weder Speed, noch Luizzi noch Klien erfüllten ihr Soll. Stattdessen muss sich STR wohl Sebastian Vettel ausleihen, der zwar auch aus der Red Bull Föderung stammt, aber von BMW genauso gefördert wurde. Überhaupt schaffen es wenig Fahrer aus dem Förderprogramm richtig an die Spitze. Bei Red Bull selber fährt gar keiner mehr aktiv, bei STR wird man wohl auch nur höchstens einen Fahrer (wenn überhaupt) im nächsten Jahr als Einsatzfahrer haben. Das hatte man sich wohl auch mal anders vorgestellt. Und so geht das Gerücht, dass man bei STR kräftig umbauen will. Die alten Fahrer raus, das Förderprogramm soll eingeschränkt werden, statt dessen will man lieber etwas Geld für gute Fahrer ausgeben. Die Zusammenarbeit mit dem Red Bull Designcenter soll verstärkt werden und Berger will wohl die Teamleitung noch mehr an sich reißen.

Und sonst?
Wochenendvorschau: DTM in Zandvoort, NASCAR in Indy, ChampCar in San Jose, WTCC in Anderstop und die FIA GT fährt ihr 24 Stunden Rennen in Spa, von dem man nur die letzten Stunden bei Premiere wird sehen können. Auch im IPTV Portal von Premiere wird nichts übertragen. Sehr schwach.

TV Programm gibt es ab morgen wieder und ich hoffe ab dann auch wieder regelmäßig.

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