Update: Wetter in Atlanta ist ok. Zumindest bis jetzt.
Am Wochenende sind alle drei Meisterschaften unterwegs. Gefahren wird auf einem der schnellesten Ovale des Landes. Atlanta ist 1.5 Meilen lang, hat aber 24 Grad Banking und die Kurven sind auch etwas weicher. Sie galt bisher als “Hendrick Strecke.” Gordon und Johnson haben hier immerhin sieben Siege eingefahren. Aber seit letzter Woche muss man die Ford ganz weit vorne sehen, Öldeckel hin oder her. Denn auch wenn Edwards einen massiven Voreil durch die niedrige Öltemperatur gehabt hat, sollte man nicht Matt Kenseth und Greg Biffle vergessen, die ja ebenfalls um den Sieg gefahren sind und deren Öldeckel nach dem Rennen nicht fehlte. Ansonsten sollte man die üblichen Verdächtigen vorne erwarten. Ganz besonders Junior, dem so Hochgeschwindigkeitskurse liegen und dem man anmerkt, dass er lieber gestern als heute einen Sieg einfahren möchte.
Einen dicken Strich durch das Programm könnte das Wetter machen. Im Moment regnet es in Atlanta Bindfäden und laut Wettervorhersagen wird sich das auch heute nicht mehr ändern. Morgen sieht es genauso schlecht aus, das Rennen am Sonntag ist aber laut der Vorhersagen nicht gefährdet. Kann gut sein, dass wir Sonntag wieder einen Doppel- oder gar Tripleheader sehen.
Achtung: Am Wochenende beginnt in den USA die Sommerzeit! Die Uhren werden von Samstag auf Sonntag eine Stunde vorgestellt, was bedeutet, dass wir nur fünf Stunden Zeitunterschied zwischen Atlanta und hier haben!
ChampCar – Das endgültige Ende
Wie gestern bekannt wurde, ist die Serie schon seit Mitte Februar insolvent gemeldet. Man hat wohl weit vor dem Deal mit der IRL den Laden schon den Bach runter gehen sehen und sorgt nun dafür, dass man noch eingermaßen sauber raus kommt. Viele Aktiva sind an die IRL verkauft worden, der Rest soll versteigert werden. Dann wird die Serie abgewickelt und hat sich erledigt. Was mit den Namensrechten geschieht ist aber noch ungewiss. Es ist nicht klar, ob Tony George die gekauft hat, oder ob sie bei den ehemalige Inhabern der CC bleibt. Es war von Anfang an klar, dass man die CC in den Konkurs treiben musste, da man nur so aus den laufenden Verträgen mit den Streckenbesitzern und anderen Beteiligten heraus kommt. Damit endet dann ein Stück amerikanische Motorsportgeschichte.
Und sonst?
Die V8 Supercars sind in Eastern Creek unterwegs. Eine sehr schöne Strecke, wie man neulich beim Auftritt der A1 Serie wieder sehen konnte. Sie sorgt zumindest für abwechslungsreichere Rennen als der Stadtkurs von Adelaide. Und sicherer ist sie auch.
Die MotoGP startet in ihre neue Saison und am Wochenende ist das Daytona 200 der AMA Serie.
07.03.2007
| LIVE | 17:00 Uhr | NASCAR CTS | Atlanta Training | SpeedTV |
| LIVE | 19:00 Uhr | NASCAR NW | Atlanta Training | SpeedTV |
| LIVE | 21:00 Uhr | NASCAR SC | Atlanta Training | SpeedTV |
08.03.2007
| LIVE | 00:30 Uhr | NASCAR SC | Atlanta Quali | SpeedTV |
| LIVE | 03:00 Uhr | NASCAR CTS | Atlanta Rennen | SpeedTV |
| LIVE | 15:00 Uhr | NASCAR NW | Atlanta Quali | SpeedTV |
| LIVE | 17:00 Uhr | NASCAR SC | Atlanta Training | SpeedTV |
| LIVE | 18:00 Uhr | NASCAR SC | Atlanta Happy Hour | SpeedTV |
| Aufz. | 18:20 Uhr | ARCA | Milwaukee 2007 | MotorsTV |
| LIVE | 20:00 Uhr | NASCAR NW | Atlanta Rennen | nascar.com |
09.03.2007
| Aufz. | 15:30 Uhr | V8 Supercars | Eastern Creek | MotorsTV |
| LIVE | 16:30 Uhr | NASCAR SC | Atlanta Raceday | SpeedTV |
| LIVE | 18:30 Uhr | NASCAR SC | Atlanta Rennen | FOX |
| Aufz. | 21:25 Uhr | V8 Supercars | Eastern Creek | MotorsTV |
Im ersten Moment dachte ich: Hä? Schwarz-Weiß? Oder ist das Foto schwarz-weiß? Ist es aber nicht. Weder die Lackierung, noch das Foto. Man hat aber offenbar eine sehr dunkles Blau in diesem Jahr gewählt, was wohl damit zu tun hat, dass man die unterschiedlichen Sponsoren abdecken muss. Aber ich finde die Lackierung sehr gelungen. Wenn sie jetzt noch schnell sind… Frank Williams macht sich jedenfalls leichte Hoffnungen, dass man in diesem Jahr in der Oberklasse mithalten kann. Klar – McLaren und Ferrari sind noch außer Reichweite, aber scheinbar sind sie so weit nicht weg. Es kann gut sein, dass man die beiden Teams auf einigen Strecken wird ärgern können. Aber die Konkurrenz ist groß und Frank Williams nicht seit gestern im Geschäft. Er weiß, dass vor allem BMW und Renault im Laufe des Jahres zulegen werden. Aber es wird interessant zu sehen sein, wenn Nico Rosberg und Fernando Alonso mit fast gleichem Material auf der Strecke aufeinander treffen. Schwachpunkt im Team für die Konstrukteursmeisterschaft könnte Nakajima sein. Der war bei den Tests zwar schnell, aber wie es in der engen Quali aussehen wird, ist eine andere Frage.
Warum hat Tony George dann die Serie verlassen? Es ging um Geld, Beteiligungen aber auch um ein paar grundsätzliche Dinge. Eine US-Rennserie sollte, so George, immer zwei Dinge beachten. Sie sollte a) in den USA stattfinden und b) auf Ovalen. Bei CART sah man das anders. Man war gewillt zu expandieren, man sprach davon die Serie weltweit aufzuziehen, weil man der Formel Eins Konkurrenz machen könne. Nach dem Tod von Ayrton Senna 1994 sei die Serie angreifbar. Dachte man. Tony Goerge lehnte den Schritt ab, weil er die Kosten nicht mittragen wollte. Und so gab es zwei Serien, die völlig verschiedene Philosophien verkörperten: die CART Serie, die auf der Rundstrecke unterwegs war und die IRL, die fast ausschließlich in Ovalen ihre Runden drehte. Dabei war die CART Serie eigentlich jene, die deutlich stärker als die IRL war. Denn die hatten nichts: kaum Teams, kaum Fahrer, kaum Sponsoren. George hatte das Indy 500 – mehr aber auch nicht. Zwei, vielleicht drei Jahre gab man der IRL, dann würde George entweder pleite sein, oder keine Lust auf ein Starterfeld bei den Indy 500, das aus 10 Wagen bestand. Es schien alles nur eine Frage der Zeit, denn zeitweilig hatte die IRL nicht mal mehr einen Sender, der die Serie übertrug.
Die Serie war lange vor leeren Rängen unterwegs, und die Zuschauer kamen selbst dann nicht, wenn man die Tickets quasi verschenkte. Fand ein IRL Rennen auf einem Oval statt, auf dem auch die NASCAR unterwegs war, bekamen die Fans zu den NASCAR Tickets das IRL Ticket umsonst dazu. Da hatte die CART Serie weniger Probleme, aber auch hier gingen die Zahlen deutlich nach unten. 2002 zog sich der Titelsponsor FedEx zurück, gleichzeitig gaben Honda und zunächst auch Toyota bekannt, dass man als Motorenlieferant in die IRL Serie wechseln würde. Die an der Börse notierte CART Serie verlor innerhalb von Tagen so dramatisch an Wert, dass die Serie 2003 ihren Bankrott erklären musste. Die Serie stand zu Versteigerung und interessanterweise gab auch Tony George ein Gebot ab. Doch obwohl sein Gebot höher war, als das von Kalkhove & Co ging der Zuschlag an diese Interessengruppe, da sie versprochen hatten, den Teams, die noch Geld von der CART Serie erwarteten, dieses auszuzahlen. So verpasste man schon 2003 die Chance, dass sich die Serien vereinten. Allerdings verlor die ChampCar Serie die Teams von Chip Ganassi und Andretti/Green Racing an die IRL, was schon schlimm genug war, nachdem man 2002 schon das Penske Team verloren hatte. Nur Newman/Haas und Dale Coyne blieben als Traditionsteams den ChampCars erhalten.
Gleichzeitig legten die ChampCars eine gute Saison hin und zu Beginn der Saison 2007 gab keiner einen Pfifferling auf die IRL. Doch dann legte die 2007 eine Saison hin, wie man sie seit Jahren nicht mehr gesehen hatte. Während die Rennen der ChampCars auf öden Stadtkursen stattfanden, die kaum Spannung zuließen, gaben es sich die IRL Piloten auf den Ovalen aber so richtig. Es gab ein Herzschlagfinale nach dem anderen und das letzte Rennen der Saison auf dem Kurs in Chicagoland wird wohl keiner so schnell vergessen. Die Ratings der Serie hatten sich im Laufe des Jahres fast explosionsartig nach oben entwickelt. Am Ende gab es eine Wert im 1.2, was nicht viel ist, aber eine Steigerung von ca. 50% gegenüber dem Vorjahr bedeutete. Die Sponsoren zeigten sich deutlich mehr interessiert und Tony George führte ein Bonusgeldsystem für die Saison 2008 ein, das vor allem den kleinen Teams helfen soll.
Was gibt es also zu erwarten? Auch wenn ich mich wiederhole – das ist dieses Jahr schwer zu sagen, da man im letzten Jahr bei beiden Rennen noch mit dem alten Chassis unterwegs war. Es ist schwer, die Performance der einzelnen Teams einzuschätzen, aber da die Geschwindigkeiten in Fontana sogar noch einen Zacken höher sind, als in Daytona, würde es mich überraschen, wenn es nicht wieder Hendrick und Gibbs wären, die den Ton angeben. Bei Ford macht man sich keine Illusionen, bei Dodge stapelt man trotz des beeindruckendes Sieges letzter Woche sehr tief. Man ist sich nicht sicher, ob die Motorleistung ausreicht. Ähnliche Sorgen macht man sich bei RCR, die in Daytona erschreckend schwach waren. Ich glaub kaum, dass die in der letzten Woche 30 PS gefunden haben. Gespannt darf man auf die Rennperformance der Toyotas sein. Ich glaube immer noch nicht, dass die ihre Schwächen aus dem letzten Jahr diesbezüglich abgelegt haben.Mit dem Rennen in Fontana startet auch das neue Reglement der Qualifikation. Die ist ab sofort zweigeteilt. Erst starten die Top 35 Fahrer, erst danach gehen alle die an den Start, die nicht in den Top 35 sind. Damit möchte man die kleinen Teams etwas mehr Chancen geben. Denn jetzt haben alle die gleichen Wetter- und Asphaltbedingungen. Kann aber auch sein, dass die Quali gar nicht stattfindet, da es regnen könnte. Im Moment (Freitagabend)ist die Strecke nass und die Dryer sind unterwegs.Überhaupt könnte Regen ein Thema am Wochenende, insbesondere am Sonntag sein. Der Wetterbericht sieht sehr schlecht aus, und es ist Dauerregen angesagt. Wegen der Zeitverschiebung startet das Rennen auch erst um 22.00 Uhr. Zu dem Zeitpunkt bin ich noch unterwegs, also wird es leider nichts mit dem Live-Blogging. Sollte das Rennen erst am Montag stattfinden, versuche ich einen Stream zu erwischen und poste hier dann live.
Dort hat man einen schicken Stadtkurs angelegt, der bei den Fahrern auch recht beliebt ist. 3.2 Kilometer lang, mit einer langen Gerade, auf der man auch gut überholen kann. Natürlich sind Stadtkurse immer so eine Sache. Wenn sich der Vordermann schön breit macht, wird es mit dem Überholen schwer, es sei denn man holt die Brechstange raus. Deswegen ist die Quali extrem wichtig. Wer nicht vorne steht, der wird auch meine Chance haben, das Rennen zu gewinnen. Bisher sind die beiden freien Trainings über die Bühne gegangen. Michael Ammermüller, der dieses Wochenende wieder für das deutsche Team am Steuer ist, ist wohl gut sortiert. Im ersten Training belegte er den ersten Platz, im zweiten musste er sich nur Jereon Bleekemolen geschlagen geben. Damit wahrt Deutschland auch seine Chancen auf eine eventuelle Titelverteidigung, aber bis dahin ist noch ein langer Weg. Das Rennen wird von Premiere übertragen, soll aber auch auf der Webseite von a1gp.com gestreamt werden.
Ein sehr striktes Reglement schreibt fast alles beim Chassis und der Aerodynamik vor, beim Motor hat man auch nur marginale Freiheiten, was dazu führt, dass die Rennen allesamt sehr eng sind. Allerdings sind die Wagen teilweise so gleich, dass man auch nicht überholen kann, was für den Fernsehzuschauer schon mal etwas eintönig ist. Zum großen Ärger vieler Fans hat die Meisterschaft im letzten den “reverse grid” abgeschafft. In den Jahren zuvor starte man das zweite Rennen in der umgekehrten Reihenfolge der Zieldurchfahrt vom ersten Lauf, was für heitere Momente sorgte. Nach Protesten der Top Teams, deren Autos nach der Aufholjagd nicht immer mehr immer allerbesten Zustand waren, hat man das Prozedere wieder abgeschafft. Die Teams haben durchaus eine Menge Mitspracherecht, dass die Serie ein “Franchise” Unternehmen ist. Bedeutet: man kann nicht einfach mitmachen, sondern muss ich einen Startplatz erkaufen, was, wenn ich mich recht erinnere, mit 1.5 Millionen Dollar nicht ganz billig ist.
Zumindest bei den Restrictor Plate Rennen haben viele Teams Siegchancen. Praktisch das halbe Feld hätte gewinnen können, auch wenn vorne fast ausschließlich Dale Earnhardt jr. und Tony Stewart zu finden waren. Aber auch Michael Waltrip, Dave Blaney, Kurt Busch und Reed Sorenson hatten gute Chancen. Einzig die Ford Teams schienen etwas Probleme zu haben, ganz nach vorne zu fahren. Beängstigend gut war Tony Stewart unterwegs. Er beim letzten Restart in Front und Junior wäre niemals an ihm vorbei gekommen, wenn Johnson ihm nicht den nötigen Schubser gegeben hätte. Während Junior mit Übersteuern zu kämpfen hatte, lag Stewarts Wagen wie ein Brett und er konnte seine Linie bequem halten. Im Shop von Gibbs scheint man gute Arbeit geleistet haben, den Toyota Motor auf die Charakteristik des CoT anzupassen.
Ja, doof. Ich hab das Budweiser Shootout noch nicht komplett gesehen, weil ich Samstagnacht einfach nicht konnte und bisher noch keine Aufzeichnung aufgetaucht ist. 




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