// Ein geradezu bizarr kompliziertes Puzzle über die Hintergründe und den momentanen Stand der Übernahmeschlacht in der Formel Eins liefert Joe Saward. In einen ziemlich langen und verworrenen Artikel versucht er die Frontlinien zu zeichnen, die bis weit in die Politik reichen. Im Grunde beschreibt er, dass Bernie Ecclestone gerade an allen Fronten sein Netzwerk aktiviert und diverse Leute in diverse, wichtige Positionen bringt. Zum einen wäre da Max Mosley, bekanntermaßen ein alter Kampfgefährte von Ecclestone, der sich in den letzten Wochen mal wieder häufiger in die aktuelle F1-Politik eingemischt hat. Saward spekuliert, dass Mosley eventuell wieder als FIA-Präsident kandieren könnte, da Jean Todt gerade an den meisten Fronten eine schlechte Figur macht und die FIA mit seinen Entscheidungen für Bahrain und den Weltmotor in Bedrängnis gebracht hat. Die zweite Eben betrifft Ferrari und vor allem Luca di Montezemolo, der im Moment der Hauptgegenspieler von Ecclestone zu sein scheint. Saward gräbt das seit Wochen kursierende Gerücht aus, dass Flavio Briatore die sportliche Leitung von Ferrari übernehmen könnte, sollte Montezemolo tatsächlich den Versuch starten in die Politik zu gehen. Offenbar gibt es tatsächlich im Moment viel Bewegung im Hause Ferrari, dazu kommt, dass der sportliche Erfolg ja auch nicht vorhanden ist. Vieles, was Saward schreibt, ist pure Spekulation und teilweise undenkbar. Mosley ist nach seiner Nummer mit den Damen politisch verbrannt, für Briatore gilt das ebenso. Hintergrund des langen Textes ist, dass es das Gerücht gibt, etliche Streckenbetreiber zur – Achtung – IRL überlaufen wollen. Das ist, gelinde gesagt Quatsch, interessant ist es aber doch, weil die Karte mit den Strecken nur von Ecclestone gespielt werden kann. Ein weiteres besagt nämlich, dass die Strecken Verträge über eine Firma mit Ecclestone haben, die nicht zur CVC gehört. Mit anderen Worten: a) Die Vermutung vieler, dass Eccelstone die Grundpfeiler der F1 an sich und nicht an die CVC gebunden hat, schält sich zumindest ein wenig heraus und b) Sommerloch. (Don)
Archive for the ‘Superleague Formula’ Category
Newshappen-Sammlung für 29.06.
Category AutoGP, F1, Formel Eins, NASCAR, Superleague Formula
Ferner liefen: Sonder-Newshappen mit Verlosung
Category Formel Eins, Superleague Formula
10 Tickets für den das 24H Stunden Rennen am Nürburgring zu gewinnen!
Oft gibt es das ja nicht hier im Racingblog, aber diese Woche haben wir was ganz besonderes im Angebot:Wer kurzentschlossen ist Lust hat, der kann nächste Wochenende schon am Nürburgring sein. Dank der Unterstützung von Goodyear Dunlop Tires verlosen wir 10 Eintrittskarten für das 24H Runden am Ring. Update: Verlosung beendet, Gewinner wurden benachrichtigt! Die Karten gelten das gesamte Wochenende! Anreise und Hotel sind nicht im Gewinn enthalten.
Was ihr dafür tun musst? Einen Kommentar mit einer gültigen Mailadresse hinterlassen und sonst gar nichts. Wir würden uns nur freuen, wenn ihr die Aktion auf Twitter oder Facebook ein wenig bekannt macht!
Und jetzt die News!
// Lotus (also das richtige) hat zwei interessante Neuigkeiten bekannt gegeben. Zum einen nutzt man den im Moment kaum zum Einsatz kommenden zweiten Windkanal von Williams, was mit Sicherheit dem Team helfen wird. Doch noch viel dicker ist der Deal, den Tony Fernandes da an Land gezogen hat. Team Lotus hat “General Electric” als Sponsor bekommen. Da denkt man erst “Na und?” doch noch interessanter wird die Sache, wenn man liest, dass Air Asia, die Fluglinie von Fernandes, gerade dabei ist, 150 bis 200 neue Airbus 320neo zu kaufen. Und die Triebwerke der Flugzeuge kommen von CFM, ein Joint Venture zwischen dem französischen Hersteller Safran und …. tadaaa… General Electric. Fernandes verneint, dass beide Dinge miteinander zu tun haben, aber das glaube ich nur am Rande. GE ist ein Sponsor, der mehr sein könnte, weil seine technischen Fähigkeiten auch für die F1 interessant sind. Jedenfalls ist die Art und Weise, wie Fernandes Team Lotus versucht nach vorne zu bringen, schon sehr beeindruckend. (Don)
Superleague: Geheimnisvoller Saisonstart
Category Superleague Formula
Im Bezug auf Organisation und Pressearbeit ist man ja einiges gewöhnt. Dass aber zwei Tage vor dem Saisonstart einer Serie noch nicht mal ganz klar ist, wie sie heißen wird – das ist doch eher ungewöhnlich.
Ein ziemlich chaotischer Winter liegt hinter der Superleague Formula. Ende der vergangenen Saison hatte man noch das angeblich erfolgreiche Jahr 2010 gerühmt, und sich damit gebrüstet, 2011 als globale Serie mit 12 Rennwochenenden an den Start gehen zu wollen. Von der Zuversicht ist nun wenig geblieben – abgesehen von einem Kalender, der die Absicht erkennen lässt, den europäischen Kontinent mehrfach zu verlassen. Gesichert sind bisher nur zwei Rennen, beide in Europa: Assen am Wochenende und Zolder im Juli. Außerdem bestätigt sind bisher acht Piloten, die für drei verschiedene Teams ins Rennen gehen werden – angeblich sollen aber noch weitere dazukommen. Offen ist auch der Name der Serie: Auf der eigenen Homepage war nämlich stellenweise von einem “Superleague Formula World Cup” und einem “Superleague Nations Cup” die Rede. Grund: Der Fußball-Aspekt soll in der Hintergrund rücken, stattdessen werden einige Autos Nationen repräsentieren.
Ferner liefen: Die Newshappen
Category F1, Formel Eins, GP2, GP2 Asia, GT-Serien, GT3, Indy 500, INDYCAR, IndyCar Series, Motorsport, Newshappen, Superleague Formula
// Die Formel 1 Saison 2011 könnte länger werden als ursprünglich geplant. Der Grand Prix von Bahrain könnte nämlich den ursprünglich geplanten Platz des indischen Grand Prix am 30. Oktober einnahmen, sofern die FIA zum Schluss kommt, dass die politische Lage im Land die Austragung eines Rennens erlaubt. Das wäre durchaus denkbar, denn heute, Mittwoch sollten die während der Proteste eingeführten Notstandsgesetze wieder aufgehoben werden. Zumindest offiziell, denn auch danach wird man den offiziellen Druck gegen Proteste nicht lösen. Der Indische Grand Prix könnte in Folge dessen an das Ende der Saison verschoben werden. Das bisher letzte Rennen ist der GP von Brasilien am 27. November – weil aber neue Grand Prix wegen der Unwegbarkeiten bei Einreise und Zoll immer im zweiwöchigen Abstand vom vorherigen Rennen stattfinden, wäre der erste mögliche Termin also der 11. Dezember. Angeblich sollen die Organisatoren in Indien darüber ganz froh sein, weil die Arbeiten an der Strecke wohl doch nicht ganz so schnell vorangehen wie erwartet. Nicht begeistert sind dagegen die Teams, deren Mitarbeiter im Dezember die einzige Chance haben, sich ein wenig Freizeit abseits der Formel 1 zu gönnen. (Vorsicht)
// Sergio Perez und Vitaly Petrov haben nach ihren Unfällen in Monaco das Krankenhaus verlassen, und sich beide zuversichtlich, in Montreal wieder antreten zu können. Petrov hat zwar noch Schmerzen in den Beinen, ist sich aber “sicher“, in Montreal wieder antreten zu können. Nicht ganz so sicher ist die Angelegenheit bei Sergio Perez. Er selbst spricht davon, zwar noch Muskelschmerzen in den Beinen und im Nacken zu haben und sich an den Unfall nicht genau erinnern zu können – er ist aber ebenfalls “ziemlich sicher“, eine Rennfreigabe für Kanada zu erhalten. (Vorsicht)
Ferner liefen: Die Newshappen
Category DTM, F1, F2, Formel Serien, GP2 Asia, GP3, Indy 500, IndyCar Series, Motorsport, Newshappen, Superleague Formula, TV-Rechte, WTCC
# Der Formel 1 Lauf in Barcelona könnte im Jahr 2012 zum letzten Mal stattfinden. Zwar geht der Vertrag der Rennstrecke mit der FOM noch bis 2016 – der katalanische Regierungspräsident Artur Mas hat allerdings gegenüber der Tageszeitung El País erklärt, dass die Finanzierung nur noch für die nächsten zwei Rennen gesichert sei. Damit steht neben dem Lauf in Valencia, der angeblich Probleme hat, der Formel 1 die Startgelder zu überweisen auch das zweite Rennen in Spanien auf der Kippe. (Vorsicht)
# Das Finale der IndyCar Saison 2011 wird am 16. Oktober am Las Vegas Motor Speedway stattfinden. Das haben die Veranstalter, wie allgemein erwartet, auf einer Pressekonferenz am Dienstagabend bekanntgegeben. Überraschend ist dagegen das Konzept für das 200 Runden-Rennen: Die INDYCAR schreibt nämlich ein Preisgeld in Höhe von fünf Millionen Dollar aus, das ausbezahlt wird, sofern ein Fahrer aus einer anderen Serie den Lauf gewinnen sollte. Welche Piloten man für dieses All-Star Konzept gewinnen will, ist allerdings ungewiss. Der Sprint Cup fährt am 15. Oktober in Charlotte ein Chase-Rennen. Es scheint also eher unwahrscheinlich, dass sich einer der großen NASCAR-Stars den Start in Las Vegas antut. Immerhin sollten zum Finale 2011 etwas mehr Fans vor Ort sein: Denn die ersten 80.000 Besitzer eines beliebigen IndyCar Tickets für 2011, die sich bei den Organisatoren melden erhalten gratis Eintritt zum Rennen in Las Vegas. (Vorsicht)
Ferner liefen: Die Newshappen
Category 24 H Le Mans, A1 GP, BTCC, Formel Serien, GP3, ILMC, INDYCAR, IndyCar Series, LMS, NASCAR, Newshappen, Superleague Formula, TV-Rechte, WSbR, WTCC
// Zu Beginn etwas in eigener Sache. Wir freuen uns wirklich sehr, dass wir bei der Wahl zum “Sportbloggerbeitrag des Jahres 2010” den ersten Platz belegt haben. Das ist, angesichts der sehr guten Konkurrenz und dem Umstand, dass wir als einziges “Nicht Fußballblog” nominiert waren, dann doch eine schöne Überraschung. Der Dank geht an die Community und Leser des Blogs für die ganzen Stimmen, die für uns abgeben wurden, und an Trainer Baade für die gesamte Aktion. Das wir die Abstimmung gewinnen konnten zeigt auch, dass wir mit unserem Anspruch an die Berichterstattung und Qualität der Beiträge richtig liegen. Und da machen wir natürlich weiter :) Don
// Lotus Renault (alt) und Lotus Renault (neu) treffen sich nächste Woche vor Gericht in London, um zu klären, wer sich denn nun Lotus nennen darf. Ich vermute mal schwer, dass es keine befriedigende Entscheidung geben wird, da beide einen Rechtsanspruch haben. Lotus (alt) weil sie die Namensrechte am F1 Team haben, Lotus (neu) weil sie die Namensrechte an Straßenwagen halten. Das wird so oder so Tränen geben am Ende. Gleichzeitig hat Lotus (neu) Probleme mit der neuen schwarz/goldenen Lackierung. Die soll an das alte Team erinnern, aber der Name des Sponsors ist halt auch noch im Sinn. Da es die Marke noch gibt, könnte sich Lotus-Renault dem Vorwurf aussetzen, dass sie heimlich Werbung machen. Die Problematik hatten wir 2010 schon mal, als man Ferrari vorwarf, dass diese mit dem Barcode von Marlboro durch die Gegend fahren. Und die Lackierung von Renault ist ja noch deutlicher. Schwer zu sagen, wie das ausgehen wird, aber so vom Bauchgefühl her könnte Renault Ärger bekommen. Don
Talente: Auf wen man 2011 achten muss
Category AutoGP, F2, F3 Euro, Formel Serien, GP2, GP2 Asia, GP3, Superleague Formula, WSbR
2010 war nicht das Jahr der Junioren. In kaum einer Nachwuchsklasse konnte ein Fahrer so wirklich herausstechen. Wer etwas genauer hinsieht, findet trotzdem einige Talente.
Pastor Maldonado, Sergio Pérez und Jerome D’Ambrosio haben es geschafft: Sie sind aus den unteren Ligen des Motorsports zu einem Stammplatz in der Formel 1 emporgestiegen. Was dabei auffällt: Alle drei Neueinsteiger kommen auch in der Saison 2011 wieder aus der GP2. Ebenfalls aus den Ecclestone-nahen Nachwuchsklassen kommen die Testfahrer Jules Bianchi (Ferrari/GP2), und Esteban Gutierrez (Sauber/GP3). Einzig Valtteri Bottas (Williams/F3 Euro) und Daniel Ricciardo (RBR/Formel Renault 3.5) konnten sich aus anderen Klassen in die Nähe der F1 hinaufarbeiten. Und trotzdem: Im Vergleich zu früheren Jahren schien die GP2-Talentdichte 2010 etwas dünner. Dafür konnten sich in den anderen Klassen ein paar Fahrer für höhere Aufgaben empfehlen.
Best of 2010: Teil Vier
Category F1, F2, F3 Euro, Formel Eins, Formel Serien, In eigener Sache, Indy 500, IRL, Motorsport, Superleague Formula, WSbR
Spannende Rennen, Glückspilze und spektakuläre Szenen – die Vierte. Und diesmal ohne Dach. Mein “Best of” eines außergewöhnlich interessanten Jahres 2010.
Bestes Rennen
Gar nicht so einfach! Im Rückblick eigentlich sogar ziemlich erstaunlich, wie viele tolle Rennen wir im vergangenen Jahr hatten – und das in fast allen Serien, die ich so verfolge. Am Ende gibt es für mich einen Sieger, der sicher viele überraschen wird. Aber der Reihe nach:
Bei der Formel 1 sehe ich den Lauf in Kanada wieder vorn. Auch, wenn einiges an der Spannung wegen der Reifenprobleme “küstlich” erzeugt wurde – die legendäre Kombination aus schneller Strecke, nahen Leitplanken, Risiko und den vielen Überholstellen haben das Rennen auch in diesem Jahr wieder aus der Masse herausgehoben. Auf den Ehrenplätzen: Melbourne, China – und die allen Unkenrufen zum Trotz ganz fantastische neue Strecke in Korea.
SLF: Knappe Entscheidung in Navarra
Category Superleague Formula
Mit einem extrem spannenden Rennen hat sich die Superleague Formula nach ihrer zweiten Saison in die Winterpause verabschiedet. Am Ende war Davide Rigon der glückliche Sieger – und Craig Dolby ein tragischer Held.
Nur zwei Punkte trennten Craig Dolby und Tottenham Hotspur am Ende vom Meistertitel in der Superleague Formula – und von einer Million Euro in Preisgeld. Zur Illustration: Wenn man annimmt, dass die 699 Punkte von Meister Rigon und dem RSC Anderlecht der Distanz von der Erde zum Mond entsprächen, dann wären die beiden Punkte ein Abstand von nur etwa 1000 Kilometern – das ist nur wenig mehr als der Weg von Flensburg nach München. Oder etwas simpler ausgedrückt: Das, was sich am Wochenende in Navarra abgespielt hat, war unglaublich packender Motorsport. Dass es gar so spannend war, ist aber auch dem Rennformat zuzuschreiben, das enge Entscheidungen begünstigt. Bleibt zu hoffen, dass wir die SLF im kommenden Jahr wiedersehen werden.
Formelrennen: Das letzte Finale
Category F3 Euro, Motorsport, Superleague Formula
Maldonado, Gutierrez, Mortara, Vergne und Stoneman – in fast allen Nachwuchsserien stehen die Meister längst fest. Erfrischend also zu sehen, dass am Wochenende noch ganze 5 Teams Chancen auf den Titel in der SLF haben.
Realisitsche Chancen, den Führenden Davide Rigon (RSC Anderlecht) noch einzuholen hat vor allem Max Wissel. Der für den FC Basel startende Deutsche hat vor dem Finale auf der neuen Strecke in Navarra nur sieben Punkte Rückstand. Dahinter liegt Craig Dolby (Tottenham Hotspur), der lange Zeit in der Meisterschaft geführt hat, und zuletzt in China wieder seinem zwischenzeitlichen Formtief entkommen zu sein scheint. Die ganz große Sensation wäre es, wenn Ben Hanley noch den Titel für Olympiaco holen könnte – der Ersatzmann des beim Rennen in Brands Hatch schwer verünglückten Chris van der Drift hat so wie Dolby nur 19 Zähler Rückstand. Yelmer Buurman (AC Milan) hat mit 44 Punkten Abstand wohl nur noch Außernseiterchancen – möglich ist in der SLF aber bekanntlich alles. Eine andere (kleine) Entscheidung gab es am vergangenen Wochenende bei der F3 Euroseries, wo noch der Vizetitel und der des “Rookie of the Year” vergeben wurden.





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