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Formel Vorschau – viel los am Wochenende

Nach dem unglücklichen Wochenende in Budapest kehren GP2 und GP3 in Spa wieder zurück auf die Rennstrecke. Wem das nicht reicht, dem winken am Wochenende außerdem noch Liveübertragungen von ein paar Nischen-Serien.

So schnell gehts: Gerade hat die GP2-Saison erst angefangen – da steht auch schon wieder da Finale vor der Tür. Nur noch Spa, Monza und der terminlich etwas unpassende Saisonabschluss in Abu Dhabi stehen auf dem Programm. Das wird vor allem Pastor Maldonado freuen: Der Venezoelaner hat in dieser Saison nach jahrelanger Durtstrecke endlich gezeigt, was in ihm steckt – und liegt drei Runden vor Schluss schon 26 Punkte vor seinem ärgsten Titelrivalen Sergio Pérez. Ähnlich klar scheint die Sache in der GP3: Dort führt Esteban Gutiérrez bereits mit 30 Punkten vor Robert Wickens. Und weil die GP3 noch dazu ihre Saison schon in Monza beschließt, ist der Titel wohl wirklich nur noch Formsache. Gut also, dass wenigstens die Strecke in Spa Spannung verspricht.


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Formel Vorschau: GP2/GP3 Silverstone, AutoGP Magny-Cours

Das Finale der Fußball-WM wirft seinen Schatten auf den Motorsport. Außer GP2 und GP3 im Begleitprogramm der F1 ist nicht viel los. Nur die AutoGP stellt sich wacker gegen den Trend.

Die wenigen Rennen, die am Wochenende doch stattfinden, könnten sich dafür aber lohnen: In der GP2 wird sich die Frage stellen, ob Pastor Maldonado sein überrschend gutes bisheriges Auftreten auch an die fünften der zehn Stationen hinüber retten kann. Aber auch abseits der Rennstrecke haben sich in der Top-Nachwuchsserie in den vergangenen zwei Wochen ein paar interessante Dinge getan. In der dritten Liga, der GP3 sieht weiter alles nach einem Durchmarsch von Esteban Gutiérrez aus. Zu sicher sollte er sich aber nicht sein, denn die Konkurrenz schläft schließlich nicht. Und an diesem Wochenende gibt es wieder harte Konkurrenz von Gastfahreren aus der F3 Euroseries.
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Formel Vorschau: GP2 Valencia, AutoGP Spa, SLF am Ring

Fans von Formelserien steht mal wieder ein prall gefülltes Wochenende bevor: GP2, GP3 und die gute, alte Formel BMW fahren in Valencia, die AutoGP in Spa. Und die Superleague Formula geht am Nürburgring an den Start.

Das Wochenende wird widersprüchlich: Die beste Nachwuchsserie der Welt fährt auf der wohl langweiligsten aller Formel 1 Strecken. Mit ihr die GP3, in die man zumindest ein paar Spannungs-Hoffnungen setzen darf. Die nicht so hoch eingeschätzte AutoGP geht auch an den Start – auf einem der besten Kurse der Welt in den belgischen Ardennen. Und die Serie, die versucht, Fußball und Motorsport zu vereinen fährt ihr einziges Deutschland-Rennen just an jenem Nachmittag, an dem ein Formel 1 Grand Prix und das Achtelfinalspiel der deutschen Nationalmannschaft gegen England zusammenfallen. Trotz stets spannender Rennen wird ihr daher wohl wieder kaum jemand dabei zusehen.
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Vorschau: NASCAR – Shootout & Daytona 500 Quali & Regeln / GP2 Asia – Abu Dhabi

Die NASCAR erwacht aus ihrem Winterschlaf und startet in die Saison 2010. Los geht es mit der Speedweek in Daytona.

Die Speedweek in Daytona besteht aus mehreren Rennen und Qualifikationen. Los geht es eigentlich schon heute Abend mit dem Training für das “Budweiser Shootout” das am Wochenende stattfindet. Freitag gibt es Trainingsessions, Samstag folgt die Quali zum Daytona 500 und das ARCA Rennen in Daytona, in der Nacht von Samstag auf Sonntag folgt das Shootout. Mittwoch ist wieder ein Trainingstag, Donnerstag gibt es die Quali-Rennen zum Daytona 500 (Gatorade Duels), Freitag Training und das Rennen das Truck-Serie, Samstag folgt die Nationwide Serie und am 14.2. startet dann das Daytona 500. Es ist also jede Menge los in den nächsten 10 Tagen und die Regeln für all diese Rennen haben es auch in sich.

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Formel-Serien: Auf wen man 2010 achten muss

Das neue Jahr hat begonnen, und am Horizont leuchtet dem Fan blass die kommende Motorsport-Saison entgegen. Für einige Nachwuchstalente wird 2010 über Wohl und Weh entscheiden.

Noch nie in der Motorsport-Geschichte gab es so viele hochklassige Nachwuchsserien wie heute. Darüber, was das für Zuseher, Motorsport-Business und Fahrer bedeutet, hat Don schon vor einiger Zeit hier geschrieben. Die Serienflut hat aber noch eine weitere Folge: Die Suche nach den echten Talenten gestaltet sich im Überfluss an Serien immer schwieriger, die Einschätzung der einzelnen Fahrer fällt auch sehr informierten Fans nicht mehr leicht. Einige Fahrer konnten 2009 aber doch deutlich aus der Menge heraus stechen – mit ihnen wird im kommenden Jahr sicher zu rechnen sein.

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Vorschau: AsianLMS, GP2 Asia & Formel 2

Neben F1 und NASCAR laufen auch an diesem Woche wieder ein paar andere Serien. Die WTCC reist nach Japan und fährt ihre Rennen in Okayama, zusammen mit der neuen Asian Le Mans Series. Die Formel 2 bleibt stattdessen in Europa und trägt ihr Saisonfinale im Rahmenprogramm der Internationalen GT Open in Barcelona aus.

Asian Le Mans Series – Okayama Int’l Circuit

LolaSchon die europäische Le Mans-Serie tut sich ja einigermaßen schwer. Man möchte den Privat- und Werksteams eine Möglichkeit bieten, ihre für die 24h von Le Mans konstruierten Autos mehr als nur einmal im Jahr zu nutzen und fährt deswegen um die fünf 1000km-Rennen in Europa. Vorbild war die 1999 in Nordamerika etablierte ALMS, aber so richtig kommt man da nicht ran. Die 1000km-Rennen sind für „große“ TV-Sender (wie Eurosport) zu unhandlich, für kleine (wie MotorsTV) zu teuer, deswegen mangelt es auch an der TV-Präsenz. Und dass nun Audi und Peugeot dank Wirtschaftskrise in diesem Jahr meistens gar nicht angetreten sind, führt dann auch noch den Grundgedanken der Serie ad absurdum. Keine einfache Situation also, auch wenn die Rennen meistens sehenswert sind und sich immer ein paar Zuschauer an der Strecke sehen lassen.

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GP2 Asia: Saison 2009

Die GP2 Asia Serie geht in ihre zweite Saison und dürfte wieder für viel Spaß sorgen. Im Grunde ist sie aber nur eine ausführliche Testphase für die Teams und die Fahrer. Die Teams testen aus, mit welchem Fahrer sie in die “richtige” Saison ab April gehen wollen, die Fahrer können sich eben genau dafür empfehlen. Um es vorweg zu nehmen: Weder der Meister der britischen F3, Jaime Alguersuari, noch Nico Hülkenberg sind im Moment im Aufgebot, aber so wie es aussieht, sind diese beiden eh für die neue Saison gesetzt. Die anderen Fahrer dürften nicht jedem bekannt sein.
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NASCAR NW / Speedcar & GP2 Asia Dubai / BTCC / A1 Shanghai

Premiere erfreute die NASCAR Fans gestern mal wieder mit einem ganz besonderen Service. Statt wie ausgezeichnet das Rennen aus Phoenix zu zeigen, wiederholte man ohne Angabe von Gründen einfach das Rennen aus Texas. Deswegen habe ich auch noch nichts gesehen, hoffe aber, dass Premiere beim heutigen Wiederholungstermin mittlerweile in der Lage ist, die Aufzeichung zu senden. Das Premiere nichts senden wollte kann eigentlich nur zwei Gründe haben. Entweder ist in solchen Fälle die Aufzeichnung zu spät raus gegangen, oder die Moderatoren standen nicht zur Verfügung. Auf der NASCAR Media Seite konnte ich sehen, dass die Aufzeichnung für TV Stationen am Sonntag fertig war, also kann es nicht daran gelegen haben. Naja, man ist das ja mittlerweile gewöhnt.

Das NW Rennen aus Phoenix lief gestern immerhin mal bei NASN, die das sonst auch schon mal gerne “vergessen” oder irgendwann in der Nacht versenden. Das Rennen war aber auch eher in der Kategorie “geht so” einzuordnen. Kyle Busch und Carl Edwards waren einfach zu dominant, als das ein richtig gutes Rennen hätte entstehen können, auch wenn es viele Zweikämpfe im hinteren Feld gab. Positiv aufgefallen ist mir mal wieder Brad Keselowski. Das Nachwuchstalent aus Juniors JR Team hatte die Pole gewonnen, und gehörte zu den wenigen, die im Feld der Sprint Cup Fahrer mithalten konnten. Da wächst auf jeden Fall einer ran, den wir bald auch im Sprint Cup sehen könnten. Ansonsten gibt es zum Phoenix Rennen wenig zu sagen. Ein Wort aber noch zu ESPN. Die machen in diesem Jahr einen deutlich besseren Job als noch im letzten Jahr. Die Kommentatoren (Marty Reid, Dale Jarrett, Andy Petree) gaben ein gutes Team ab und man merkt, dass ESPN aus den Fehlern im letzten Jahr gelernt hat. Man ist deutlich lockerer geworden und versucht etwas mehr “Fan-Nähe” zu zelebrieren. Selbst Tim Brewer im TechCenter machte mal einen Witz. Es bleibt zwar dabei, dass Fox weiterhin die meiner Meinung nach beste TV-Crew im Jahr hat, aber immerhin tut sich was bei ESPN.

Im Vorfeld des Sprint Cup Rennens gab es allerdings ziemlichen Ärger. Fox überträgt auch einige Baseballspiele und am Samstag spielten die New York Yankees gegen die Boston Red Sox. Wer sich da nicht so gut auskennt – das ist ein wenig vergleichbar mit einem Länderspiel Deutschland gegen England. Die Feindschaft zwischen beiden Clubs ist legendär und die Spiele echte Zuschauermagneten. Dooferweise hatte es in Boston geregnet, weswegen das Ende des Spiel um zwei Stunden verzögert wurde. Und das ausgerechnet vor dem letzten Inning beim Stand von 4:3 für Boston. Fox hatte also das Problem, zwei Top Ereignisse gleichzeitig zeigen zu müssen. Also verzichtete man auf die komplette Vorberichterstattung und ging nach Boston. Die NASCAR verschob sogar den Start um 15 Minuten, wollte aber nicht abwarten, bis das Spiel ganz vorbei war. Am Ende schaltete man wenige Pitches vor Ende des Spiel gerade rechtzeitig zum NASCAR Rennen – und handelte sich mächtig Ärger mit den Baseball und den NASCAR Fans ein. Die Baseball Fans wiesen nicht ganz zu Unrecht darauf hin, dass man die fünf Minuten ja auch noch hätte zeigen können, zu mal ja auch bis zur ersten Caution leicht delayed hätte übertragen können. Die NASCAR Fans wiederum meinten, dass die Yankees und die Sox dieses Jahr immerhin noch 15mal aufeinandertreffen würden, da kame es auf ein Spiel nicht an. Das Fox aber überhaupt vom Baseballspiel weggegangen ist, zeigt aber auch, wo die NASCAR im TV Ranking steht. Nämlich nach der NFL auf Platz 2 der beliebtesten Sportarten. Baseball folgt erst auf dem dritten Platz, was angesichts der Tatsache, dass Baseball immerhin “die” US Sportart ist, schon erstaunlich ist.

Nächste Woche hat man die Probleme nicht, das der Cup Pause macht und die NW Serie in Mexico unterwegs sein wird.

Nachtrag: Mittlerweile hat Premiere den leicht erkältet klingenden Jacques Schulz in Studio bekommen und eine Aufzeichnung gezeigt. Wie üblich zeigte die Zusammenfassung nur wenig von der Rennaction, aber immerhin blieb man die letzten Runden drauf und zeigte das Benzindrama in voller Länge. Mal wieder war es Chad Knaus, der Jimmie Johnson zum Sieg führte. Irgendwas haben Knaus und seine Jungs gefunden, dass sie immer wieder diese Benzin-Krimis gewinnen können.

Speedcar & GP2 Asia – Dubai
Um es kurz zu machen: Speedcar Serie war erstaunlich mau, verglichen mit den Rennen in den Wochen zuvor, dafür war zumindest das zweite Rennen der GP2 Asia ein echter Brenner. Im letzten Rennen der Saison gab man es richtig heftig und man überholte, wo es eben ging. Eine Safety Car Phase gegen Mitte des Rennens führte das Feld dann auch wieder schön zusammen, so dass der Spaß wieder von vorne los gehen konnte. Am Ende gewann mit Bonanomi mal ein anderer, was auch daran lag, das Seriensieger Grosjan einen schlechten Tag hatte, und das Auto wegwarf.

Insgesamt haben aber GP2 Asia und die Speedcarserie gezeigt, dass sie fantastischen Motorsport bieten können. Von der GP2 wusste man das ja schon aus den letzten Jahren und die Winterserie ist sowieso nur ein verlängerter Test der Hauptserie im Sommer. Bei der Speedcar Serie war das vorher nicht so klar und ich war auch sehr skeptisch, was die Serie angeht. Zumal man auch kaum Fahrer und Teams zusammen bekam. Das änderte sich allerdings im Laufe der kurzen Saison und die Idee, ein paar “Old-Stars” mit ein wenig Geld in die Serie zu holen, erwies sich als goldrichtige Entscheidung. Nicht nur wegen Namen wie Johnny Herbert, Stefan Johansson oder Klaus Ludwig, sondern weil die Herren sichtbar Spaß an der Sache hatten und es krachen ließen. Selbst ein eher zurückhaltender Fahrer wie Frentzen legte alle Rücksicht ab und kachelte um die Ecken. Schon drei Rennen dachte ich mir, dass die Serie eigentlich ins Rahmenprogramm der F1 gehört. Das die Speedcar guten Sport bieten bemerkte dann auch Eurosport und stieg immerhin mit dem zweiten Programm mitten der Saison ein. Und dann ist die Speedcar Serie eigentlich auch ein kleine Ohrfeige gegenüber anderen Tourenwagenserien. Da versenkt man viel Geld in Aerodynamik, Motoren und Getriebe, und dann kommt da eine Serie mit einem V8, vier Gängen, einem Heckspoiler der aussieht, als hätte man ihm von der heimischen Schrankwand abgebrochen und bietet packenden Sport. Das muss mancher Serie doch eigentlich zu denken geben.

BTCC – Rockingham
Das ist Internet ist schon eine tolle Sache, denn jetzt kann ich endlich mal wieder meine Lieblings Tourenwageserie sehen. Die BTCC ist zwar nur eine “kleine” Serie, und auch der Aufwand der dort betrieben wird, ist nach dem Rückzug der ganzen Hersteller zugunsten der WTCC deutlich geringer. Aber dafür liefert man weiterhin fantastischen Sport. Selbst auf einer so öden Rennstrecke, wie in Rockingham. Dabei sind Konzept und Regelement der BTCC gar nicht so weit von der WTCC entfernt. Seit diesem Jahr darf man auch die Super2000 aus der WTCC einsetzen, was einige Teams auch gerne machen. Auf der anderen Seite trauen sich mehr Hersteller rein. Honda hat zwei Civics am Start, die aussehen, als würden sie in jeder Kurve umfallen (was sie nicht tun), Vauxhall hat drei Astras, dazu die üblichen Verdächtigen von BMW und Seat. Und irgendwie gelingt der BTCC das Kunststück, die TDIs von Seat auch einbremsen zu können, während die FIA hier immer noch rumeiert. Was auch daran liegt, dass man mit Platzierungsgewichten während eines Wochenendes nicht gerade rumgeizt. Wer eins der drei Rennen am Wochenende gewinnt, der bekommt halt beim zweiten Renne bis zu 45 Kilo ins Auto gepackt. Das reicht auch den engen britischen Strecken dann aus um keine Überlegenheit aufkommen zu lassen. Natürlich – die Top-Teams haben alle eine gewisse Werksunterstützung. Das britische WTCC hilft den Kollegen aus der BTCC, Honda greift auch gerne ein, Vauxhall füttert das Team ebenfalls, ebenso die Lage bei Seat. Der Abstand zu den wirklichen Privatiers ist daher auch größer geworden, aber nicht so groß, dass die nicht mal vorne mitfahren könnten, wenn der Startplatz stimmt.
Die Fahrernamen dürften den meisten Deutschen aber kaum etwas sagen. Die ganz großen Namen, die man noch aus den 90er Jahren kennt (z.B John Cleland) sind weg, dafür gibt es aber Leute wie Jason Plato, Fabrizio Giovanardi, Matt Neal oder Darren Turner sind schon eingermaßen bekannt. Dazu kommen natürlich die einzigartigen Strecken. Thruxton, Croft, Snetterton, der drei Kurven Kurs von Knockhill und natürlich Oulton Park sind wundervolle Kurse. Keine zwanghaft in die Landschaft gedengelten Strecken, sondern alte Traditionskurse, die den Fahrern eine Menge abverlangen.

Die Mischung aus diesen Kursen, der Chancengleichheit und der britischen Fahrweise macht die Serie zu etwas sehr besonderen und zu einer der besten Tourenwagenserien der Welt. Bevor ich mir ein WTCC anschaue, bleibe ich lieber bei der BTCC.

A1GP – Shanghai
Auch hier nur kurz: Ein eher müdes Rennen auf einem Tielke Kurs. Da kann man einfach nichts machen. Wenn schon die A1 mit den Einheits-Chassis auf diesen Kursen nicht klar kommt, kann man sehen, was das bedeutet. Am Ende gewann immerhin mal die USA die Jonathan Summerton vor dem erstaunlich gut sortieren Team aus Portugal mit Felix Albuquerque. Michael Ammermüller hatte schon im Training verwachst und kam nur auf Platz 10. Vor dem letzten Rennen in Brands Hatch führt die Schweiz mit 29 Punkten Vorsprung auf Neuseeland. Das sollten die Schweizer in der Tasche haben, denn es gibt nur noch maximal 32 Punkte zu vergeben. Aber eine Restunsicherheit bleibt natürlich.

Und sonst?
In Barcelona testen die F1 Teams neue aerodynamische Kleinigkeiten. Leider gibt es noch keine Fotos in den Presseabteilungen der Hersteller, deswegen macht es keinen Sinn, darauf größer einzugehen. Nur so viel sei gesagt: Ferrari tauchte zum ersten Mal mit dem “Loch” im Frontbereich auf. Dabei handelt es sich aber nicht, wie ich vermutet hatte, um einen größeren Lufteinlass im vorderen Bereich des Flügels, sondern nur um einen Lufteinlass über der Vorderachse zwischen Frontflügel und Cockpit. Das ist zwar neu, sieht aber nicht wirklich spektakulär aus. Honda war wiederum mit einem Geweih der Marke BMW unterwegs und scheint da was kopieren zu wollen.
Ferrari und McLaren testen die neuen Slicks von Bridgestone und Massa war mal glatt drei Sekunden schneller. Die Fahrer freuten sich über das “mehr” an Grip, hatten aber auch mit einem schnellen Abfall der Performance zu kämpfen. Das ist aber nicht wirklich etwas Neues, denn die Slicks hatte auch schon früher einen schmalen Peak. Wenn man den “überfahren” hat, kam es sehr schnell zu Blistern, die die Fahrer zum Wahnsinn trieben.

15.04.2008

Aufz. 09:30 Uhr   A1 GP   Shanghai   Premiere
Aufz. 17:00 Uhr   NASCAR SC   Phoenix   Premiere
Aufz. 22:00 Uhr   NASCAR SC   Phoenix   Premiere
Aufz. 00:00 Uhr   A1 GP   Shanghai   Premiere

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F1 Bahrain / ALMS & IRL St. Petersburg / LMS Barcelona / NASCAR Texas

Update: 05.04., 17:53 Uhr: Uwe Alzen wurde der Sieg beim Speedcarrennen von heute morgen nachträglich aberkannt, da er während des Rennens sein HANS System nicht angelegt hatte.

Update 04.04., 23:25 Uhr: Schwerer Unfall von NASCAR Rookie Michael McDowell im während des Cup Qualis. McDowell verlor der Wagen am Eingang in Turn 1 bei Tempo 190 mph, weil dort noch eine dünne Schicht Ölbindemittel lag. Der Wagen drehte sich sofort in Richtung Safer Wall und schlug ungebremst ein. Danach drehte er sich, schlug noch einmal ein. Da dachte man schon, dass das schlimmste überstanden sei, aber der Wagen verlor einfach keine Geschwindigkeit und überschlug sich seitlich mehrfach in der Luft, knallte dabei aufs Dach, bis er nach einer gefühlten Ewigkeit endlich stehen blieb. Man musste wirklich das Schlimmste befürchten, zumal der Wagen vorne auch noch Feuer gefangen hatte. Die Speed-Kommentatoren waren völlig geschockt. Aber kaum 20 Sekunden nach dem Unfall stieg McDowell aus dem Wagen und gab Zeichen, dass er ok war. Kaum zu glauben, nach diesem Unfall und wenn man danach den total zerstörten Wagen gesehen hat, der man nicht mal mehr ansah, welcher Marke er gehört. Ich hab wirklich schon lange keinen solchen Unfall mehr gesehen. Tony Stewart meint gerade im Interview, dass dies der schlimmste Einschlag in einem NASCAR Rennen gewesen sein, den er jemals gesehen hat.

Quali ist im Moment unterbrochen, da der Aufprall die Safer Wall um einen halben Meter nach hinten geschoben hat und man nun erst einmal versucht die Sicherheitsbarriere zu reparieren.

McDowell ist mittlerweile aus dem Hospital an der Strecke entlassen worden und wird morgen mit dem Backup Wagen im Rennen starten.

Update 04.04., 22:05 Uhr:

Kyle Petty wird am Wochenende durch Chad McCumbee ersetzt. Petty ist nicht besonders erfreut über die Tatsache, zumindest zeitweise aus dem Team seines Vaters geworfen zu werden. Ob es Richard Petty selber war, der seinen Sohn freigestellt hat, ist nicht klar.

Update 04.04., 20:41 Uhr:

- Überraschung: Justin Wilson vom Newman/Haas/Lanigan Team war im freien Training der IRL in St. Peterburg schnellster vor allem etablierten IRL Teams.

- Peugeot hat die Fahrerpaarung für das 24 Stunden Rennen in Le Mans bekannt gegeben:

Wagen #7:  Marc Gene, Nicolas Minassian, Jacques Villeneuve

Wagen #8: Pedro Lamy, Stephane Sarrazin, Alexander Wurz

—schnipp—

Heute im Fast-Foward Modus, aber das ist hier ja auch ein “Racing” und kein “Langsam Schreiten” Blog. Außerdem möchte ich die Arbeitswoche beenden und Bier trinken.

F1 – Bahrain Freies Training
Das, was ich aufschnappen konnte, sieht offenbar nach einer vorbestimmten Ferrari Doppelsieg aus. In der zweiten Session fummelt man ja mit der Spritrennmenge rum, und da sah das Ergebnis schlimm aus. Vermutlich kann man sich darauf einstellen, dass die beiden Ferrari vorne weggondeln und dahinter eventuell ein Rennen los geht. Könnte. Williams sieht wieder besser aus, BMW knabbert am Vorsprung von McLaren. Auf Grund des Layout des Kurses wird es eng werden, aber vermutlich wird das Rennen dann eher an der Box entschieden. Aber ich lass mich gerne überraschen.

ALMS & IRL – St. Petersburg
Doppelheader in den USA. Wie schon im letzten Jahr fahren die ALMS und die IRL zusammen auf einen Kurs, was für den Zuschauer natürlich mal ein gute Sache ist, denn zweimal hochkrarätigen Motorsport an zwei Tagen für einen Eintrittspreis ist schon nicht schlecht. Obwohl es ein Stadtkurs ist, gestaltet sich St. Petersburg höllisch schnell. Die Kurve, auf die es am meisten ankommt, ist dann auch die erste Rechtskurve. Man kommt von einer Ultrabreiten Geraden (Flugplatz) und muss sich in den Stadtkurs einsortieren. Die meisten Fahrfehler sieht man hier. Sei es, weil man den Bremspunkt verpennt, sei es, weil man einfach die Linie falsch wählt, sei es, weil man eine Lücke sieht, die einfach nicht da ist.
In der ALMS wird Audi sich wieder alleine mit den Porsche und Acura rumschlagen müssen, da Peugeot nicht antritt.

Bei der IRL bin ich mal gespannt, wie die CC Teams auf den Stadtkurs klar kommen. Nach dem letzten Wochenende ist es offensichtlich, dass man noch Monate benötigen wird, bis man einigermaßen mithalten kann. Auf Stadtkursen könnte es anders aussehen. Hier geht es ein wenig mehr um den Fahrer und auch die aerodynamische Abstimmung spielt normalerweise nicht die gro0ße Rolle. Wie erwähnt ist St. Petersburg allerdings ein sehr flüssiger und schneller Kurs, so dass die CC Teams hier wohl nicht auftrumpfen werden.
Tony Kanaan wird für seine Aktion, auf nur drei Rädern ins Ziel humpeln zu wollen, bestraft: Er bekommt 30 Minuten Streckenzeit im freien Training abgezogen.

LMS – Barcelona
Volles Haus in der Le Mans Serie. Was letztes Jahr noch eine Serie war, die so nebenbei lief, startet man dieses Jahr wirklich richtig durch. Das liegt mit Sicherheit auch an der Entscheidung von Audi, sich dem Duell mit Peugeot zu stellen. Aber nicht die mur die beiden Diesel sollte man im Auge habe. Anders als in der ALMS starten in der LMS 17 wagen in der großen Prototypen Klasse. Aber auch in der LM P2 geht es eng zu, denn da tauchen die immer mehr Porsche RS Syder auf, die sich hart duellieren werden. Eine komplette Entry List gibt es hier. Das Rennen geht über 1000 KM und läuft leider parallel zu der F1, aber ein wenig hin und her zappen sollte sich lohnen.

NASCAR – Texas
Nach den langen und langsamen Rennen auf den Shortracks, geht es jetzt wieder mit 200 mph in ein Oval. Texas ist ein klassisches 1.5 Meilen Oval mit 24 Grad Banking. Das macht den Kurs irrsinnig schnell. Die schnellste Durchschnittsgeschwindigkeit liegt bei 196 mph, also knapp 320 km/h. Wie gesagt: im Durchschnitt. Eigentlich verfügt Texas über einen guten Asphalt, der jede Menge Grip bietet, doch nach den Problemen von Goodyear auf den anderen 1.5 Meilen Kursen in Las Vegas und Fontana, muss man mal abwarten, wie der Reifen ist, den man mitgebracht hat. Die Fahrer haben Goodyear nach dem Rennen in Atlanta noch einmal mächtig unter Druck gesetzt und noch so einen PR-Gau kann sich der US-Reifenhersteller nicht leisten.Wen kann man vorne erwarten? Offensichtlich sollte Joe Gibbs mit den Toyota eines der Teams sein, die es zu schlagen gilt. Auch Roush sollte nach seinem kleinen und überraschenden Einbruch auf den Shorttracks mit Carl Edwards wieder vorne dabei sein. Bei Hendrick bin ich mir nicht so sicher. Junior könnte ein Siegkanadidat sein, aber wann war er dass in diesem Jahr noch nicht? Gordon und Johnson würden sicher auch gerne gegen Gibbs kämpfen, aber bisher sahen beide auf den schnellen Ovalen nicht gut aus. RCR sehe ich nicht in den Top 5. Man hat selber schon zugegeben, dass einem noch der Speed fehlt. Gleiches gilt für die Dodge, zumindest die von Ganassi. Die Penske Fahrer sollte man in Texas weiter vorne sehen.

Wer sich fragt, wo die Übertragungen der NW Serie sind – das erste Trainung der NW war schon gestern Abend und wird dieses Wochenende von ESPN 2 übertragen – und die haben sich entschlossen am Freitag nichts zu übertragen. Cup läuft wie gewohnt auf Speed.

Und sonst?
WTCC startet in Puebla, da schreib ich morgen noch was zu.

Eurosport hat erkannt, dass die Speedcarseries ziemlich guten Motorsport bietet und überträgt die Serie ab sofort. (Sind ja leider nur noch zwei Veranstaltungen). Dieses Wochenende sieht man neben Johnny Herbert, Jean Alesi, Uwe Alzen und anderen Stars, auch Jacques Villeneuve und Heinz Harald Frentzen.

05.04.2008

LIVE 08:30 Uhr Speedcar Bahrain 1. Lauf Eurosport 2
LIVE 09:55 Uhr Formel Eins Bahrain 3. FT Premiere Wdh: 11:30 Uhr
LIVE 11:30 Uhr Porsche SC Bahrain 1. Lauf Eurosport
LIVE 12:45 Uhr Formel Eins Bahrain Quali Premiere, RTL Wdh: 23:00 Uhr
Aufz. 13:15 Uhr Porsche SC Bahrain 1. Lauf Eurosport 2
LIVE 14:45 Uhr GP2 Asia Bahrain 1. Lauf Euro 2
Aufz. 17:00 Uhr Formel Eins Bahrain Quali DSF
Aufz. 17:05 Uhr British F3 Oulton Park MotorsTV
Aufz. 17:55 Uhr British GT Oulton Park MotorsTV
LIVE 18:00 Uhr NASCAR SC Texas Training SpeedTV
LIVE 19:30 Uhr ALMS St.Petersburg ABC (!)
Aufz. 20:00 Uhr Formel Eins Bahrain Quali DSF
LIVE 21:00 Uhr NASCAR NW Texas ESPN 2 (!)
Aufz. 22:45 Uhr British F3 Oulton Park MotorsTV
LIVE 23:00 Uhr WTCC Puebla Quali Euro 2
Aufz. 23:35 Uhr British GT Oulton Park MotorsTV

06.04.2008

LIVE 08:30 Uhr Speedcar Bahrain 2. Lauf Eurosport 2
LIVE 10:30 Uhr Porsche SC Bahrain 1. Lauf Premiere, Euro 2
LIVE 11:15 Uhr LMS Barcelona Eurosport, MotorsTV
LIVE 12:00 Uhr GP2 Asia Bahrain 2. Lauf Euro 2
LIVE 12:45 Uhr Formel Eins Bahrain Premiere, RTL
LIVE 16:00 Uhr WTCC Puebla Warm Up Euro 2
LIVE 17:30 Uhr NASCAR SC Texas Raceday SpeedTV
Aufz. 17:45 Uhr ALMS St. Petersburg MotorsTV
Aufz. 18:00 Uhr Formel Eins Bahrain DSF
LIVE 19:00 Uhr WTCC Puebla 1. Lauf Eurosport
LIVE 19:30 Uhr NASCAR SC Texas Fox
Aufz. 19:45 Uhr British F3 Oulton Park MotorsTV
LIVE 20:30 Uhr IRL St. Petersburg Premiere, ESPN
LIVE 22:00 Uhr WTCC Puebla 2. Lauf Eurosport

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NASCAR Sprint Cup Daytona 500 / GP2 Asia / TV am Wochenende

Es kann los gehen. Die “Speedweeks” in Daytona nähern sich ihrem Höhepunkt – dem Daytona 500. 200 Runden oder 500 Meilen auf dem 2.5 Meilen Oval, dessen Kurven mit 31 Grad überhöht sind. Dazu kommt – es wird mit restrictor plates gefahren, also haben alle Wagen zumindest nominell die gleiche Motorenleistung. Aber ganz so ist es nicht. Die Lufteinlassbegrenzer sind für alle Motoren gleich. Wessen Motor aber mehr Leistung abgibt, hat auch mit der Platte immer noch einen Tacken mehr Leistung als Rest. Deswegen die Motoren auch extra für die restrictor plates Rennen vorbereitet und man versucht aus der steinalten Technik das letzte PS rauszuholen. Auf dem Prüfstand sollen die Toyota Motoren die meiste Leistung abgegeben, knapp gefolgt von Chevrolet. Eher schwachbrüstig sollen die Dodge sein, Ford hängt wohl irgendwo dazwischen. Die Unterscheide sollen nicht groß sein, aber 20 PS mehr oder weniger machen eben schon eine Menge aus.

Ein Sieg beim Daytona 500 ist für die Amis ungefähr das, was für die Europäer der Gewinn einer Fußballweltmeisterschaft ist. Wer hier gewinnt, der zählt zu den ganz großen und wird in die Geschichte der NASCAR Serie eingehen. Jeder, wirklich jeder will die Daytona 500 gewinnen. Und das nicht nur aus historischen Gründen. Wer hier als erster über die Ziellinie fährt, von dem redet man mindestens ein Jahr. Und natürlich auch von den Sponsoren, die man bei jeder Wiederholung der Zieldurchfahrt sehen kann. Jeder Sponsor reißt seine Brieftasche auf, wenn es nach einem Sieg um die Vermarktung geht. Ein Sieg hier ist quasi eine Lizenz zum Gelddrucken. Dazu kommt, dass kein Rennen der NASCAR eine so hohe Einschaltquote hat. Meist liegen sind Ratings für das 500 doppelt so hoch, wie bei den restlichen Rennen. Dementsprechen sind auch die Werbepreise im Fernsehen.

Die Speedweek Woche, bestehend aus dem Busweiser Shootout, der Quali, den Gatorade Duels und dem 500 sind auch die ersten Rennen, bei denen alle Teams die Hosen runterlassen. Ganz besonders in diesem Jahr waren die Tests wenig aussagekräftig, weil viele Rennställe nicht zeigen wollten, wie gut man mit dem CoT schon zurecht kommt. Sowohl Hendrick als auch Gibbs zeigten nur ansatzweise, was man drauf hat. Nach drei Rennen kann man aber zumindest eine Hackordnung für das 500 erkennen:

Klar vorne dabei ist das komplette Hendrick Team. Junior gewann bei zwei Starts, zwei Rennen, Johnson hat sich die Pole geschnappt. Dazu kam, dass sowohl im Shootout, als auch in den Duels alle Hendrick Wagen vorne zu finden waren. Selbst Casey Mears zeigte was Hendrick kann. Das Kenny Wallace von “Furniture Racing” sich für die 500 qualifiziert hat, lang auch nicht nur an seinem beherzten Fahrstil, sondern am bärenstarken Hendrick Motor unter der Haube.

Knapp dahinter, wenn nicht gar gleichauf, sollte Gibbs Racing liegen. Tony Stewart und Danny Hamlin lagen in ihrem Duel am Ende ziemlich klar vorne und konnten von Jeff Gordon nicht gefährdet werden, der allerdings auch alleine gegen beide Gibbs Wagen kämpfte. Kyle Busch sah man gestern auch mal, aber ich hatte die ganze Woche den Eindruck, dass er noch nicht komplett den Speed hat, den er haben will.

Nach dem bemerkenswerten Rennen des Waltrip Racing Team muss man die auf jeden Fall auf der Rechnung haben. Vielleicht nicht unbedingt Dale Jarrett, aber Michael Waltrip und David Reutimann sollte man keine Sekunde aus den Augen lassen. Waltrip schob gestern Dale Jarrett in einer bemerkenswerten Aktion in die Daytona 500 und blockte nach hinten ab. Selbiges machte Reutimann, der deswegen im Verlauf des Rennens nicht weiter auffiel. Aber im Gegensatz zum letzten Jahr, steht das Waltrip Team richtig gut da.

Auf Augenhöhe mit den Waltrip und Gibbs scheint das Penske Team mit Kurt Busch und das Ganassi Team mit Montoya und Sorenson zu sein. Montoya fiel bei seinem Duel nicht weiter auf, Sorenson dagegen hielt lange vorne mit und sorgte für hoch gezogenen Augenbrauen. Das gilt, etwas eingeschränkt, auch für Kasey Kahn. Ob es bei Dodge allerdings schon wieder für einen Sieg reicht? Da bin ich eher skeptisch.

Schwer einzuschätzen ist Richard Childress Racing mit Kevin Harvick, Jeff Burton und Clint Bowyer. Die habe ich in der ganzen Woche nie richtig vorne gesehen, sondern eher so im Mittelfeld. Was schon ein wenig überrascht, denn RCR ist gerade in Daytona immer eine Macht gewesen. Im letzten Jahr gewann man das Rennen ja noch. Aber irgendwo scheint es zu haken, irgendetwas paßt nicht. Man sollte RCR nie abschreiben, aber richtig weit vorne sehe ich diesesmal nicht.

Gar nicht gefallen hat mir das Quasi-Werksteam von Roush/Fenway/Yates. Matt Kenseth hielt sich in seinem Duel vorne, fiel aber zurück, als es errnst wurde. Ebenso Carl Edwards. Er war zwischendurch mal in den Top, fiel aber am Schluss weit zurück. Auch bei den Speeds waren sie nicht weit vorne. Auch hier fehlt noch einiges und es ist schon erstaunlich, wie schlecht in den ersten drei Rennen des Jahres aussah. Es ist natürlich zu früh um etwas über die Saison zu sagen, aber es war auch schon im letzten Jahr so, dass die Ford auf den kleineren Ovalen besser liefen, als auf den Highspeeddingern.

Das Shootout und Duels haben gezeigt, dass man mit dem CoT a) überholen kann und b) die Leistungsdichte extrem eng ist. Selbst wenn mal ein Block Fahrer abgehängt ist, können die, wenn sie zusammenarbeiten, einen enteilten Teil des Feldes wieder locker einholen. Das Feld war in den Duels mehrfach komplett aufgesplittet, teilweise waren vorne nur acht Fahrer, aber nach drei Runden sah die Sache wieder aus, wie nach dem Start. In diesem Jahr wird das Feld also enger zusammembleiben und es wird vermutlich mehr in Zweierreihen gefahren, was die Unfallgefahr natürlich erhöht. Es gibt eigentlich nur zwei gute Positionen. Entweder ganz vorne, oder ganz hinten. Es würde mich nicht überraschen, wenn zum Beispiel die Ford am Anfang geschlossen die letzten Plätze belegen und sich 120 Runden lang anschauen, was vorne so passiert.

Ganz schlecht ist man im Mittelfeld aufgehoben, denn kracht es dauernd. Der “Big One” ist an diesem Wochenende quasi schon vorprogrammiert. Das Problem ist einerseits, dass die Wagen im Windschattens schneller sind, als mit dem alten Chassis und die Fahrer sich beim Einscheren gerne mal verschätzen, andererseits sind es auch die Reifen. Obwohl man Goodyear in den letzten Wochen dafür gescholten hat, dass die nur eine extrem harte Mischung angekarrt haben, scheinen sich die Befürchtungen der Reifenexperten zu bestätigen. Nach 30 Runden sind die Reifen hin. Wer viel Sturz auf dem rechten Vorderreifen hat, dem fliegt er auch schneller um die Ohren. Dooferweise ist das Pit-Window aber bei 45 Runden, also muss man 15 Runden auf abgenudelten Schlappen rumrutschen. Und die Wagen rutschen höllisch, wie alle Fahrer bestätigten. Eine Taktik wird also sein, die Reifen zu schonen, also wenig durchs Feld zu kreuzen.

Und gerade gegen Ende des Rennens wird es entscheidend sein, wessen Reifen neuer sind. Sind die letzten 50 Runden unter Grün, wird der Ausgang des Rennens komplett davon abhängen, wer wann in der Box war. Je später, desto besser, wie man gestern bei John Andretti gesehen hat, der mit neuen Reifen in zwei Runden durch das ganze Feld raste, als er hätte er 200 PS mehr.

Es ist trotzdem schwer einen Favoriten auszumachen. Sicher – tippt man auf einen Sieger aus dem Hendrick oder Gibbs Lager, sind die Chancen, dass man falsch liegt relativ gering. Aber wer hätte im letzten Jahr mit Mark Martin gerechnet, der am nur um einen Wimpernschlag unterlag? So was in der Art kann durchaus auch Kenny Wallace gelingen, denn bei den Daytona geht es in diesem Jahr noch mehr um die Taktik als in den Jahren zuvor.

Eine genaue Starterliste gibt es hier

Das gesamte Wochenende ist mit Rennen in Daytona voll gestopft. Das geht schon heute, bzw. die Nacht mit dem Truckrennen los, dass man sich ansehen sollte, denn hier wird noch ein ganzes Stück härter gefahren, als im Cup. Dazu kommt das erste Rennen der ARCA und des Nationwide Cups. Ob der auf nascar.com live übertragen wird, kann ich leider zum jetztigen Zeitpunkt noch nicht sagen. Ich poste das aber, sobald ich was höre. Alle andern Nationwide Übertragungen laufen auf ESPN 2, sind also nicht zu sehen.

GP2 Asia – Runde Zwei
Die GP2 Asia startet am Wochenende in Indonesien, genauer gesagt auf dem Kurs von Sentul. Große Änderungen gibt es nicht, außer vielleicht der etwas überraschenden Meldung, dass Andy Soucek seinen Platz bei DPR Racing verloren hat. Grund: er hat für die GP2 Saison bei der Konkurrenz von FMSI unterschrieben. Merkwürdig ist das schon, denn Andy Soucek war in Bahrain ziemlich gut unterwegs. Alle Welt rechnet mit einem erneuten Durchmarsch von Romian Grosjean, der in Frankreich schon als neuer Formel Messias gefeiert wird. Nicht vergessen sollte man auch Bruno Senna, für den dieses Jahr viel auf dem Spiel steht. Gewinnt der die GP2 Meisterschaft nicht, oder wird nicht wenigstens sehr knapp geschlagen, dürften für ihn die Türen in Richtung Formel Eins zugefallen sein. Ich weiß auch nicht so recht, was ich von Senna halten soll. In der britischen F3 Serie war er schwach unterwegs, was aber auch ein wenig am Material lag. Bei seinen bisherigen Rennen in der GP2 war er entweder teuflisch schnell, oder er fuhr nur hinten mit. So etwas ist eigentlich kein besonders gutes Zeichen für einen Fahrer.

Zur Übertragung: Eurosport 2 zeigt den ersten Lauf und bringt einige Wiederholungen, das zweite Rennen wird am Sonntag aber nur als einmalige Aufzeichnung gezeigt!

Ebenfalls unterwegs ist die Speedcarserie, die leider immer noch nicht in Deutschland gezeigt wird. Allerdings kann es sein, dass Starsport (zu finden bei einem p2p TV Programm ihrer Wahl) die Rennen live zeigt. Aufzeichnungen tauchen jedenfalls hier und da im Netz auf. Das Rennen am Wochenende ist für Deutsche deswegen interessant, weil Klaus Ludwig mal wieder hinterm Steuer sitzt.

Und sonst?
Klatschmeldungen jetzt auch im “Racingblog”: Das Seuchenjahr für Ron Dennis scheint noch nicht vorbei zu sein. Wie McLaren mitteilte, haben sich er und seine Frau Lisa Dennis nach 22 Jahren Ehe getrennt. Das war nicht die einzige Trennung im Mercedes Lager – auch Mika und Erja Häkkinen gehen ab sofort getrennte Wege. Irgendwie scheint Motorsport nicht gut fürs Eheleben zu sein.

Na dann, viel Spaß am Wochenende mit dem einzigen NASCAR Sprint Cup Rennen in diesem Jahr, dass man live in einer vernünftigen Qualität sehen kann. Ich hab mich bei Programm auch nur auf die NASCAR und die GP2 konzentriert, da auf MotorsTV weiterhin nur olle Kamellen zu sehen sind.

15.02.2008

LIVE 19:30 Uhr NASCAR Sprint Cup Daytona Training SpeedTV
LIVE 00:00 Uhr NASCAR Daytona Preview SpeedTV

16.02.2008

LIVE 01:30 Uhr NASCAR CTS Daytona Rennen SpeedTV
LIVE 09:30 Uhr GP2 Asia Sepang 1 EURO 2
Aufz. 15:45 Uhr GP2 Asia Sepang 1 EURO 2
LIVE 16:30 Uhr NASCAR Sprint Cup Daytona Training SpeedTV
LIVE 18:00 Uhr NASCAR NW Daytona Rennen EPSN 2/ nascar.com
Aufz. 19:00 Uhr GP2 Asia Sepang 1 EURO 2

17.02.2008

Aufz. 09:30 Uhr NASCAR NW Daytona 300 NASN
Aufz. 11:30 Uhr GP2 Asia Sepang 2 EURO 2
LIVE 20:00 Uhr NASCAR Sprint Cup Daytona Vorberichte Fox
LIVE 21:30 Uhr NASCAR Sprint Cup Daytona 500 Premiere / Fox

18.02.2008

LIVE 02:00 Uhr NASCAR Sprint Cup Victory Lane SpeedTV

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