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Ferner liefen: Die Newshappen

// Red Bull hat einen umfangreichen Sponsorenvertrag mit Infiniti unterzeichnet. Die Nobel-Tochter des Nissan-Konzerns wird 2011 und 2012 mit großflächigen Sponsorenaufklebern auf den Autos und den Overalls des Teams vertreten sein. Wegen der engen geschäftlichen Verbindung zwischen Nissan und Renault waren im Vorfeld einige Beobachter davon ausgegangen, dass auch Red Bulls Renault-Motor ab 2012 als “Infiniti” gebrandet sein könnte. Dem ist aber nicht so, die Autos werden auch künftig Red Bull-Renault heißen. Gewinner dieses Deals ist ganz klar Red Bull: Der Wagen trägt weiterhin den Namen des Getränkeherstellers, man bekommt aber zusätzlich Sponsorgelder von Infiniti, die man sonst selbst  hätte zahlen müssen. Außerdem soll es eine technische Zusammenarbeit geben: Beim östereichischen Team hofft man von Nissans Elektronik Know-how zu profitieren, um bei der KERS-Entwicklung mithalten zu können. Was sich Renault/Nissan von dem Deal erwarten ist dagegen weniger klar. (Vorsicht)

// Der vorläufig abgesagte Bahrain-GP könnte schon früher als gedacht nachgeholt werden. Bernie Ecclestone hat gegenüber Autosport angedeutet, dass er derzeit daran denke, das Rennen in der eigentlich als Sommerpause gedachten Zeit Mitte August auszutragen. Das könnte für Mensch und Material zu einer echten Belastungsprobe werden, denn zu dieser Jahreszeit liegen die durchschnittlichen Höchsttemperaturen in Bahrain bei 39°C. Ecclestone hält dieses Problem aber offenbar für überwindbar, und appelliert (gewissermaßen) an den Idealismus der Teams: “I think the teams are sensible enough even to race in Bahrain in the summer break, and despite high temperatures, because this is the way we can support the country.” Eine endgültige Entscheidung soll es spätestens bis zum Saisonstart geben. (Vorsicht)

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Talente: Auf wen man 2011 achten muss

2010 war nicht das Jahr der Junioren. In kaum einer Nachwuchsklasse konnte ein Fahrer so wirklich herausstechen. Wer etwas genauer hinsieht, findet trotzdem einige Talente.

Pastor Maldonado, Sergio Pérez und Jerome D’Ambrosio haben es geschafft: Sie sind aus den unteren Ligen des Motorsports zu einem Stammplatz in der Formel 1 emporgestiegen. Was dabei auffällt: Alle drei Neueinsteiger kommen auch in der Saison 2011 wieder aus der GP2. Ebenfalls aus den Ecclestone-nahen Nachwuchsklassen kommen die Testfahrer Jules Bianchi (Ferrari/GP2), und Esteban Gutierrez (Sauber/GP3). Einzig Valtteri Bottas (Williams/F3 Euro) und Daniel Ricciardo (RBR/Formel Renault 3.5) konnten sich aus anderen Klassen in die Nähe der F1 hinaufarbeiten. Und trotzdem: Im Vergleich zu früheren Jahren schien die GP2-Talentdichte 2010 etwas dünner. Dafür konnten sich in den anderen Klassen ein paar Fahrer für höhere Aufgaben empfehlen.

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Ferner liefen: Die Newshappen

// Unterstützung für Hermann Tilke? Neben dem Büro des Aachener Streckendesigners wird, wie am Montag bekannt wurde, auch die amerikanische Architektur-Firma HKS an der Konstruktion der Anlage in Austin, Texas beteiligt sein. Vermutlich werden die amerikanischen Stadionbau-Experten vor allem Know-How bei der Errichtung der Boxengasse und der Tribünen beisteuern – für die Strecke selbst wird wohl weiterhin nur Tilke verantwortlich zeichnen. Zum Streckendesign hat sich übrigens kürzlich FIA-Präsident Jean Todt zu Wort gemeldet, dem wohl mittlerweile auch die Häufung von Überhol-armen Rennen auf Strecken wie Bahrain, Valencia oder Abu Dhabi aufgefallen ist. Daher fordert der Franzose im Interview mit autosport.com, bei der Evaluierung von Strecken durch die FIA künftig neben der Sicherheit auch das Potential für Überholmanöver zu überprüfen. Sogar Änderungen an bereits existierenden Strecken könnte es demnach geben – und zwar möglicherweise schon im kommenden Jahr. Einen Entwurf für eine Änderung gibt es bereits: Silverstone-Umgestalter Populous haben für f1fanatic.co.uk einen Vorschlag mit Ideen zur Umgestaltung der Strecke von Abu Dhabi erstellt. Vorsicht

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Ferner liefen: Die Newshappen

// Nun könnte es doch schon im kommenden Jahr so weit sein: Bernie Ecclestone hat im Interview mit der BBC verkündet, dass die FOTA möglicherweise schon 2011 alle Formel 1-Rennen in HD produzieren wird. Wenn auch die Aussage noch etwas schwammig wirkt: Denn im selben Atemzug meint er auch, dass es das Signal nur dann geben wird, wenn sichegestellt ist, dass alles in “Top Qualität” vorliegt – was “wahrscheinlich erst 2012″ der Fall sein dürfte. Immerhin: Fans hochauflösender Bilder dürfen nun wieder hoffen. Und mit ihnen sky, die sichsicher darüber freuen würden, dieses neue Feature exklusiv vermarkten zu können. (Vorsicht)

// Sofern sie denn überhaupt weiter übertragen: Denn laut Aussage von sky-Sportchef Carsten Schmidt in den Stuttgarter Nachrichten, steht die Formel 1 beim deutschen Bezahlfernsehen “auf dem Prüfstand“. Grund: Angeblich lassen sich mit der Königsklasse keine Neukunden gewinnen – der Erhalt von Bestandskunden spielt in diesem Kalkül wohl keine größere Rolle. Das Problem besteht vor allem auch darin, dass die Konkurrenz durch die Übertragung bei RTL im Free TV zu groß sei. Stattdessen will sich sky auf Sportarten konzentrieren, die in Deutschland nicht gratis zu empfangen sind. Wie gut diese Strategie bisher funktioniert hat, zeigt der durchschlagende Erfolg der sky-Übertragungen von NASCAR oder der Indycar-Series, aber auch der zahlreichen weiteren Sportarten, die derzeit im reichhaltigen, um nicht zu sagen “üppigen” Angebot des Senders zu bewundern sind. Natürlich kann man die Aussage auch als Taktik in den derzeit stattfindenden Verhandlungen mit Bernie Ecclestone betrachten – aber wären da die “Stuttgarter Nachrichten”, bei allem Respekt, wirklich das Medium der Wahl? Siehe dazu auch der Eintrag von gestern. (Vorsicht)

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Formelserien: Kein gutes Wochenende

Gleich zwei schwere Unfälle mit drei verletzten Fahrern gab es am vergangenen Wochenende in den Formelklassen. Jener aus der GP2 kann wohl leider überall passieren – bei der Superleague sollten sich die Verantwortlichen aber vielleicht ein paar Gedanken machen.

Es ist ein wirklich hässlicher Trend, der am Wochenende seine Fortsetzung gefunden hat: Nach Josef Kral (Valencia, GP2) und Simon Trummer und James Jakes (Hockenheim, GP3) gibt es schon wieder Verletzte in den Formel 1-Rahmenrennen. Diesmal hat es Jules Bianchi und Ho-Ping Tung getroffen. Letzterer hat wohl “nur” einen leichten Lendenwirbelbruch und könnte in Spa schon wieder im Cockpit sitzen. Bianchi hat sich ebenfalls einen Lendenwirbel gebrochen – allerdings schwerer als der Chinese. Er wird wohl für die gesamte restliche Saison ausfallen. Ganz besonders schlimm war der Unfalls von Chris van der Drift bei der SLF in Brands Hatch. Aber so schmerzhaft die zahlreichen Verletzungen auch sicherlich sind: Mit einem gebrochenen Knöchel, zwei gebrochenen Rippen, einem gebrochenen Schulterblatt und zwei gebrochenen Fingern ist Van der Drift (und die Superleague) wohl noch günstig davongekommen.
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Formel Vorschau: GP2/GP3 Silverstone, AutoGP Magny-Cours

Das Finale der Fußball-WM wirft seinen Schatten auf den Motorsport. Außer GP2 und GP3 im Begleitprogramm der F1 ist nicht viel los. Nur die AutoGP stellt sich wacker gegen den Trend.

Die wenigen Rennen, die am Wochenende doch stattfinden, könnten sich dafür aber lohnen: In der GP2 wird sich die Frage stellen, ob Pastor Maldonado sein überrschend gutes bisheriges Auftreten auch an die fünften der zehn Stationen hinüber retten kann. Aber auch abseits der Rennstrecke haben sich in der Top-Nachwuchsserie in den vergangenen zwei Wochen ein paar interessante Dinge getan. In der dritten Liga, der GP3 sieht weiter alles nach einem Durchmarsch von Esteban Gutiérrez aus. Zu sicher sollte er sich aber nicht sein, denn die Konkurrenz schläft schließlich nicht. Und an diesem Wochenende gibt es wieder harte Konkurrenz von Gastfahreren aus der F3 Euroseries.
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Formel Vorschau: GP2 Valencia, AutoGP Spa, SLF am Ring

Fans von Formelserien steht mal wieder ein prall gefülltes Wochenende bevor: GP2, GP3 und die gute, alte Formel BMW fahren in Valencia, die AutoGP in Spa. Und die Superleague Formula geht am Nürburgring an den Start.

Das Wochenende wird widersprüchlich: Die beste Nachwuchsserie der Welt fährt auf der wohl langweiligsten aller Formel 1 Strecken. Mit ihr die GP3, in die man zumindest ein paar Spannungs-Hoffnungen setzen darf. Die nicht so hoch eingeschätzte AutoGP geht auch an den Start – auf einem der besten Kurse der Welt in den belgischen Ardennen. Und die Serie, die versucht, Fußball und Motorsport zu vereinen fährt ihr einziges Deutschland-Rennen just an jenem Nachmittag, an dem ein Formel 1 Grand Prix und das Achtelfinalspiel der deutschen Nationalmannschaft gegen England zusammenfallen. Trotz stets spannender Rennen wird ihr daher wohl wieder kaum jemand dabei zusehen.
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Formelserien: Wieder viele Überraschungen

Die Monaco-Bilanz: Zwei muntere Rennen bei der GP2 – aber die Favoriten stehen sich immer noch selbst im Weg. In der WSbR konnte sich Daniel Ricciardo dafür endlich durchsetzen. Und die SLF bot abermals feines Racing. Schade, dass ihr auch am kommenden Wochenende keiner zusehen wird.

Es hätte schlechter kommen können: Immerhin neun Punkte nimmt Jules Bianchi von den beiden Rennen in Monaco mit, nur zwei weniger als der neue Meisterschaftsleader Sergio Pérez. Der Franzose bot vor allem im Sprintrennen eine tolle kämpferische Leistung und ließ seine Klasse aufblitzen – aber einmal Platz vier und einmal Rang drei sind trotzdem noch nicht das, was man sich vom Meisterschaftskandidaten Nr. 1 erwartet hätte. Auch von den anderen Favoriten konnten in Monaco fast keiner überzeugen: Sam Bird nimmt einen einzigen Punkt aus dem Fürstentum nach Hause mit, Charles Pic und Christian Vietoris gingen überhaupt leer aus. Dafür gab es wieder einige Überraschungen.
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Formelserien: AutoGP startet / F2 & WSbR Analyse

Gemischtes Programm in der Nachwuchs-Szene: Spannende Läufe bei der WSbR, aber Fadesse bei der Formel 2. Am Wochenende hat schon wieder eine Rennklasse Premiere – und die F3 Euroseries geht in die zweite Runde.

Und noch eine: Als ob das Feld der europäischen Nachwuchsformeln nicht schon groß genug wäre, feiert am kommenden Wochenende im tschechischen Brno die AutoGP ihr Debut. Ganz neu ist die Serie nicht – im Grunde handelt es sich dabei um die Nachfolgerin der Euro F3000. Bereits im vergangenen Jahr trat man dort mit den ausrangierten Lola Chassis aus der A1GP Serie an, in diesem Jahr kommt noch ein neues Konzept und der geänderte Name dazu. Die AutoGP ist -anders als die Euro 3000 – keine reine Nachwuchsklasse mehr. Sie erinnert eher ein wenig an die selige A1GP und die Superleague Formula, in denen erfahrene Haudegen und ewige Talente mit Junioren um die Plätze kämpfen. Anders als bei den genannten Serien gibt es aber bei der AutoGP keine Verwirrung durch “Landesmeisterschaften” oder gar Partnerschaften von Fußballklubs. Stattdessen hat man sich ein Scheibchen von amerikanischen Rennserien abgeschnitten: Den bestplatzierten Fahreren winken gut dotierte Geldpreise.
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Ferner liefen: Die Newshappen

// Zur Bewerbung um den 13. Formel 1 Startplatz für 2011 hat sich jetzt auch Prodrive zu Wort gemeldet – und einen Einstieg in die Königsklasse ausgeschlossen. Teamchef David Richards bezweifelt in der Presseaussendung, dass man derzeit genug Sponsorengelder auftreiben könne, um in der Königsklasse auch erfolgreich zu sein. Langweilig wird es für die die Briten trotzdem nicht: Zusätzlich zu den bestehenden Verpflichtungen in der V8 Supercar Series und bei den Sportwagen bereitet man für das kommende Jahr den Einstieg in die WRC vor. Lola hat ebenfalls schon abgesagt.

// Bestätigt hat Bernie Ecclestone nach einem Besuch vor Ort den Grand Prix von Südkorea 2010. 2011 wird es dann aller Voraussicht nach erstmals 20 Rennen geben, da für den neuen Grand Prix von Indien keine der existierenden Veranstaltungen gestrichen werden soll. Für die fernere Zukunft ist wohl auch eine weitere Ausdehnung des Kalenders auf bis zu 25 Rennen angedacht – mal sehen, was die Teams dazu sagen.

// Für Staunen sorgt in diesem Zusammenhang der Besuch des ehemaligen Indycar Chefs Tony George beim Rennen in Shanghai. Mögliche Erklärung: George hat sich als Besitzer des Indianapolis Speedway beim Vertragsabschluss mit Bernie wohl auch die Rechte an der Ausrichtung aller Veranstaltungen mit dem klingenden Titel “The United States Grand Prix at …” gesichert. Er könnte jetzt also als Veranstalter des von den Herstellern so heftig geforderten Rennens in den USA auftreten – oder müsste zumindest die Rechte an einen neuen Ausrichter verkaufen. Wo dieses Rennen stattfinden könnte, ist aber weiter unklar. Bernie Ecclestone scheint sich einen Austragungsort in der Nähe von New York zu wünschen.
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