Archive | FIA RSS feed for this section

Formel Eins: Analyse GP Monza 2010

Ferrari hat sich zurück gemeldet, Hamilton eine sichere WM-Führung weggeworfen und bei Red Bull hat man offenbar magische, sich selbstheilende Bremsen.

Wirklich viel los war auf der Strecke in Monza ja nicht, aber es war trotzdem ein sehenswerter Grand Prix. Überholmanöver gab es zwar, aber die entscheidenden Momente konnte man an der Box beobachten. Ein “strategischer Leckerbissen” war das Rennen, und das aber auch nur für die wirklich Eingeweihten. Denn es war schwer zu verstehen, warum manche Entscheidungen getroffen wurden, oder warum es Vettel gelang mit einer Strategie nach vorne zu fahren, die so gar nicht hätte funktionieren sollen. Am Ende brachten die unterschiedlichen Herangehensweisen aber ein Ergebnis zusammen, dass die WM so richtig spannend macht. Die geht nun in den Überseerennen erst richtig los.


Weiter Gas geben →

Comments { 4 } | F1, FIA, Formel Eins

FIA: WMSC – Entscheidungen (Formel 1, WTCC, GT1-WM)

Heute tagt das WMSC in Paris um über verschiedene Dinge zu entscheiden, unter anderem auch darüber, ob man für die Teamorder in Deutschland weitere Strafen ausspricht. Außerdem wurde unter anderem der Kalender für die Saison 2011 bekannt gegeben. Die erste offizielle Pressemitteilung der FIA gibt es hier http://www.fia.com/en-GB/mediacentre/pressreleases/wmsc/2010/Pages/wmsc_080910.aspx .

Ferrari: Es gibt keine weiteren Strafen für Ferrari, die “Teamorderregeln” sollen untersucht werden. Das heißt jedoch nicht, dass Ferrari nicht schuldig ist. Ferrari ist schuldig, allerdings erachtet die FIA die vor Ort ausgesprochene 100.000$ Strafe als ausreichend. Hier ist endlich das offizielle Press Release der FIA: http://fia.com/en-GB/mediacentre/pressreleases/wmsc/2010/Pages/wmsc_080910a.aspx

Weiter Gas geben →

Comments { 5 } | F1, FIA, Formel Eins, GT1-WM, Live Blogging, Motorsport

Ferner liefen: Die Newshappen

# Karun Chandok hatte am letzten Wochenende die Ehre, die ersten Runden in einem Formel Eins auf der neuen Strecke in Korea zu drehen. Es wird viel spekuliert, ob man rechtzeitig zum Rennen überhaupt fertig wird, und nach Ansicht des Videos sind die Zweifel nicht gerade kleiner geworden. Wie man sehen kann, fehlt noch mindestens eine Asphaltlage, die Curbs und die gesamte Infrastruktur um die Strecke herum. Tribünen gibt es bisher nur an Start/Ziel. Nun sind Tribünen nicht das Problem, die kann man in einer Woche provisorisch erreichten. Weitaus schlimmer wiegt die Tatsache, dass auch vieles um die Strecke nicht fertig erscheint. Die FIA, die den Abnahmetermin eh schon in einem Verstoss gegen die eigenen Regeln weit nach hinten geschoben hat, will die Strecke nun endgültig um den 22.09 abnehmen. Keine Ahnung, wie so eine Abnahmeprozess aussieht, aber ich vermute mal, die FIA wird sehr oft beide Augen zumachen müssen. Der Kurs selber sieht zwar nicht schlecht aus, Überholmöglichkeiten gibt es aber nur am Ende der langen Geraden. (Don)


Weiter Gas geben →

Comments { 3 } | F1, FIA, Formel Eins, IRL, Motorsport, NASCAR, Newshappen, Tourenwagen, WTCC

Sportwagen: Am Vorabend eines Krieges?

Die GT-Serien von FIA und SRO waren in Spa unterwegs, am kommenden Wochenende fährt die ALMS in Mid-Ohio und die Grand-Am in Watkins Glen. Aber wichtiger ist momentan das Gesamtbild: was geschieht in den nächsten Jahren mit dem Sportwagen-, insbesondere mit dem GT-Motorsport?

Korrektur: Ausgerechnet im Speedweek-Zitat hab ich mich vertippt: BMS (also dem in Spa siegreichen Porsche-Team) wird Interesse an der GT2-EM nachgesagt, nicht BMW!

Aus gegebenem Anlass möchte ich heute vor den Rennanalysen (ich habe auch leider fast nichts aus Spa sehen können) und ALMS-Vorschau erstmal die Frage diskutieren, wo eigentlich der Sportwagen-Motorsport momentan hinsteuert. Denn der Streit zwischen dem Automobile Club de l‘Ouest (ACO), der seit jeher die 24h von Le Mans und in den letzten Jahren auch die zugehörigen Serien organisiert, und Stéphane Ratels SRO Motorsports Group, die für die aufstrebenden FIA- und nationalen GT-Serien verantwortlich zeichnen, wird mit der neuen GT2-Serie der SRO 2011 weiter vertieft werden. Auf beiden Seiten herrscht eine unterschiedliche Auffassung davon, wie Sportwagenrennen aussehen sollten, dazu kommt entsprechend eine sture Haltung des Selbst-bestimmen-Wollens. Weiter Gas geben →

Comments { 2 } | 24 H Le Mans, ALMS, FIA, FIA GT, GrandAm, GT-Serien, GT1-WM, GT2, GT3, LMS, Motorsport

Formel 1 Nachspiel, NASCAR Indianapolis und Indycar Liveblog

Ich kann nicht garantieren, dass ich minütlich wie sonst mitbloggen werde, einfach mal schauen. Das Gesprächsthema im Moment ist natürlich die Teamtaktik/Teamorder von Ferrari. Massa wurde mit folgendem Zitat dazu aufgefordert, Alonso vorbei zu lassen:

Alonso is faster than you! (PAUSE) Can you confirm that you understood that message?”

Alonso, der schneller als Massa war, hatte sich ein paar Runden zuvor zurückfallen lassen, weil er beleidigt war, da Massa ihn nicht vorbei lies, Zitat:

This is ridicolous!

Nachdem ihm vermutlich zugesichert wurde, dass Massa ihn vorbeilassen würde, fuhr er an Massa wieder heran. Dann kam obiger Funkspruch an Massa, der dann demonstrativ nach der Haarnadel nicht beschleunigte und Alonso vorbei lies. Dies war selbst der FIA zu offensichtlich. Ferrari muss 100.000$ zahlen und sich vor dem FIA-Weltrat verantworten. Das Rennergebnis wird jedoch zunächst nicht angetastet. Alles weitere zu NASCAR und Indycar im Liveblog:

Weiter Gas geben →

Comments { 5 } | F1, FIA, Formel Eins, IRL, Live Blogging, Motorsport, NASCAR

Vorschau: GT1-WM in Abu Dhabi & ALMS in Long Beach

Nach 13 Jahren FIA-GT Championship gibt es den großen Relaunch: die von der SRO und der FIA organisierte Sportwagenserie wird offiziell zur GT1-Weltmeisterschaft erhoben. Dazu wird sie aber auch so ziemlich komplett umgekrempelt.

Update: Korrektur – die TV-Übertragung des Hauptrennens startet um 17:55, nicht 19:55!

Eigentlich eine schöne und spannende Meisterschaft, hat die FIA-GT doch nie die Aufmerksamkeit bekommen, die sie eigentlich verdient hätte. Die Serie lief immer so ein wenig unter dem Radar. Mit der Runderneuerung und der Vergabe eines offiziellen Weltmeistertitels versucht Organisator Stéphane Ratel nun, sie an die Spitze des Motorsports zu holen. Um enge und spannende Rennen zu gewährleisten, ist seit 2005 Balance of Performance das Schlüsselwort, wie auch beispielsweise in der GT Masters, deren Saisonauftakt es letztes Wochenende zu bestaunen gab. Gewichtszuladungen und Motorenbeschneidungen sollen alle teilnehmenden Fahrzeuge zu Jahresbeginn auf Augenhöhe bringen und auch unter der Saison wird stets durch Zusatzgewichte für die Top 4 jedes Rennens wieder nivelliert. Zudem ließ die FIA für die neue WM aber auch nur sechs Hersteller zu, von denen jeder zwei Privatteams mit Fahrzeugen beliefern muss, ergo vier Autos stellt. Weiter Gas geben →

Comments { 0 } | ALMS, FIA, FIA GT, GT1-WM, TV-Rechte

NASCAR – CoT Änderungen / F1 – Viel Politik

Das CoT ist eine heilige Kuh. Jedenfalls für die NASCAR, die über Jahre an dem Wagen rumentwickelt hat. Das der Wagen in Sachen Sicherheit nach dem heutigen Stand der Technik ziemlich weit vorne liegt, ist unbestritten und Unfälle wie der von McDowell in Texas haben gezeigt, dass die Sicherheitsfeatures Leben retten. Mit dem alten Wagen hätte der Unfall vielleicht anders ausgehen können. Auf der anderen Seite beklagen sich die Fahrer seit der Einführung des CoTs über die mangelnde Fahrbarkeit und Probleme beim Überholvorgang. Es gibt dafür zwei Ursachen:

- Zum einen der hohe Schwerpunkt des Wagens. Der liegt deutlich höher als noch beim alten Chassis. Die NASCAR wollte damit die Kurvengeschwindigkeiten runter bekommen, was aber auch dazu führt, dass der Wagen unruhiger ist. Diese Unruhe hat man mit einem Heckflügel kompensieren wollen, was einigermaßen gut geklappt hat. Der Wagen ist jetzt hinten deutlicher stabiler und bricht nicht mehr so schnell aus, wie das alte Chassis. Die vielen komplett “Quersteher” sind ein schöner Beweis.

- Damit neigt das CoT aber wohl auch eher zum Untersteuern, da man den Teams keine Möglichkeit gegeben hat, im vorderen Bereich aerodynamisch einzugreifen. Streitpunkt hier ist der Splitter, der der dafür sorgen soll, dass die Luft besser ums und ins Auto gelangen kann, wo sie Motor und Bremsen kühlen soll. Der Splitter ist von Anfang an ein Streitpunkt gewesen. Viele Teams hätten gerne auf das Ding verzichtet, weil sie meinen, dass er den Wagen noch instabiler macht.

Die NASCAR steht vor einem Dilemma. Einerseits sind die Probleme mit dem Wagen bekannt, andererseits waren sie bisher nicht so gravierend, dass man wirklich etwas hätte tun müssen. Nach dem Debakel von Indianapolis sieht die Sache anders aus. Fahrer und Teams haben von der NASCAR verlangt, dass sie endlich reagiert, die Medien, die sich bisher immer neutral verhalten haben, schwenken mittlerweile in die gleiche Richtung. Selbst ESPN hatte in der letzten “NASCAR Now” Sendung deutlich Kritik geäußert. Gefordert wird unter anderem, dass man am Vorderbau, sprich Splitter, mehr Eingriffsmöglichkeit erhält.

Die NASCAR fällt eine Änderung der bisherigen Politik in Sachen CoT auch deswegen schwer, weil man mit dem stark vereinheitlichten Wagen auch die Kosten für die kleinen Teams senken wollte. Das Gegenteil ist aber ein eingetreten, wofür die NASCAR allerdings nichts kann. Die großen Team geben stecken einfach mehr Geld in Kleinigkeiten rein, vor allem im Bereich des Antriebs und der Kraftübertragung. Da können die kleinen Teams einfach nicht mithalten. Würde man aber die Aerodynamik weiter geben, kann man davon ausgehen, dass die Kosten direkt durch die Decke gehen. Das ist etwas, dass man sich in einem Jahr, wo Teams reihenweise in Problemen stecken und Anfang August erst 28 Teams eine gesicherte Finanzierung für 2009 haben, nicht unbedingt haben will.

F1 – Politik hinter den Kulissen
Politik hat in der Formel Eins schon immer eine große Rolle gespielt. Das war in den 60er Jahren so, als man Colin Chapman und sein Lotus Team unter Druck setzte, als die zu erfolgreich wurden, das war in den 70ern so, als Bernie Ecclestone die Serie in die Hand nahm, in den 80er, als sich FISA und FOCA eine jahrelange Schlacht lieferten. In den letzten Jahren gab es verschiedene Versuche der Hersteller, Ecclestone die Macht aus den Händen zu reissen. Sie scheiterten allerdings immer an der Doppelspitze Ecclestone/Mosely, die zusammen Strecken und Fernsehrechte kontrollieren. Im Grunde geht es den Herstellern um zwei Dinge:

- Geld. Was sonst. Die FIA hat schon angekündigt, dass man die Gelder aus dem TV-Topf besser verteilen möchte. Mit anderen Worten: die Teams bekommen mehr, die FIA und Ecclestone weniger.

- Technik. Den Herstellern ist auch klar, dass sich in Sachen Verbrauch und Antrieb etwas tun muss. Die Frage ist halt, was man machen kann. Die FIA hat erst einmal gesagt: “Macht Vorschläge” und es gibt viele Dinge, über die man nachdenkt. Diesel-Antriebe, Hybrid, Turbomotoren, Energierückgewinnung. Die Hersteller hätten da gerne etwas klarere Vorgaben, an denen sie sich orientieren können. Bei der FIA überlegt man aber durchaus mehrere Antriebssysteme zuzulassen. Das Beispiel der WTCC zeigt, dass das durchaus geht. Warum also nicht 4-Zylinder Turbomotoren, Dieselantriebe und Hybrid nebeneinander her laufen lassen? In den 60er Jahren gab es ja zwischen V8 Climax und dem BRM 16 Zylinder auch verschiedene Motoren, die Übergangszeit zwischen Turbo und Saugmotor ist den meisten ja bekannt. Was die Herstellern viel mehr nervt, sind die Beschneidungen bei der Aerodynamik. Man hat keine Lust auf eine Einheitserie, die sich am Ende von der GP2 und der A1 nur durch die PS-Zahl unterscheidet.

Immerhin haben sich die Teams mal wieder darauf geeinigt, eine gemeinsame Gruppe zu bilden. Die “Forumula One Team Association” (FOTA) wurde gestern beschlossen, damit man schnell mit der FIA an den Tisch kommt. Viel ändern wird sich da in Zukunft aber nicht. Ecclestone ist in der FOTA vertreten, Mosley auf Seiten der FIA. Man wird versuchen im Herbst ein neues Concorde-Agreement zu verabschieden, dass dann auch ein paar Jahre halten soll. Allerdings wird man sehen müssen, ob die FIA ihr Ziel, die Kosten runter zu bekommen, auch erreichen wird. 100 Millionen sollen in Zukunft reichen, was ein Witz ist, wenn man weiß, dass Torro Rosso und Force India ein Budget von schätzungsweise 60 (STR) bzw. 80 (FI) Millionen Dollar haben. Wie das bei bei McLaren, Ferrari, Honda und Toyota aussieht kann man sich dann vorstellen.

Und sonst?
Gute Nachrichten aus den USA. NASCAR hat das TV-Paket nachgebessert. 2007 war es so, dass ESPN zwar die Rechte an den Trainigssessions des Sprint Cups gehalten hat, diese aber nicht ins Programm nahm. Dieses Jahr hat man, in allerletzter Sekunde, eine Einigung mit ESPN erzielt. Die habe die Rechte nun an Speed abgetreten, die die Sessions von fast allen Rennen übernehmen. Die Quali bleibt aber weiter bei ESPN.

Eurosport 2 zeigt heute das Rennen der GT Open aus Valencia. Da kann man dann die neue Formel 1 Strecke in der Innenstadt von Valencia mal begutachten.

30.07.2008

Aufz. 14:50 Uhr Silverstone Classic Diverse Serien MotorsTV
Aufz. 16:00 Uhr GT Open Valencia Euro 2
Aufz. 18:00 Uhr F3 Euro Nürburgring Premiere

Comments { 1 } | F1, FIA, NASCAR, TV Programm, TV-Rechte

FIA vs. Ecclestone vs. den Rest der Welt / Bester deutscher F1 Pilot

Es ist schon ein wenig merkwürdig, was sich im Moment hinter den Kulissen der Formel Eins tut. Und scheinbar entwickelt sich ein Machtkampf zwischen den Teams, Ecclestone und der FIA, in dem es um die Zukunft der Formel Eins geht und vor allem darum, wer das Sagen hat.

Das World Motor Sport Council hat heute getagt und ein paar interessante Beschlüsse gefasst. Erst einmal zu Erklärung: Das Council ist das wohl mächtigste Gremium der FIA. Die Mitglieder werden von der FIA Generalversammlung gewählt. Es ist eine Art Senat, der weitreichende Beschlüsse fassen kann. Präsident des Gremiums ist Max Mosely. Neben den Vertretern der Generalversammlung (die wiederum aus Vertretern der Automobilclubs der in der FIA vertretenen Ländern besteht), gibt es nur zwei Vertreter, die für Formel Eins sprechen. Für die Teams spricht Bernie Ecclestone, für die Konstrukteure spricht u.a. Jean Todt. Das ist ein wenig doppelt gemoppelt, aber die Aufteilung stammt noch aus einer Zeit, in der es kaum Werkteams gab. Die Stimmen werden einfach gezählt, also ist der Einfluss der beiden F1 Leute bei Abstimmungen relativ gering. In der Vergangenheit machte das nichts, denn das Gremium folgte eh den Vorgaben des Präsidenten (Mosley) der sich wiederum vorher meist mit Ecclestone abstimmte.

In letzter Zeit fasste das Council schon ein paar Entscheidungen, die den Teams nicht schmeckten. Da war zum Beispiel die Einfrierung der Motoren, die Einführung von KERS im nächsten Jahr und noch andere Dinge. Dazu kommt im Moment der Ärger um Mosley, der weiterhin an seinem Stuhl klebt, während nicht wenige Automobilclubs (sogar der französische) daran arbeiten, ihn los zu werden. Vor einigen Wochen kam schon mal das Gerücht auf, dass die Team an einer Art “Piratenserie” basteln. Der Kurs der FIA (Mosley) aus den letzten Jahren geht vielen Herstellern zu weit, die sich ein Reglement wünschen, dass auf der technischen Seite mehr Offenheit zuläßt. Man hat die Gerüchte erst einmal runter gespielt, aber vom Tisch sind sie bisher nicht. Dieses Spiel mit versteckten Drohungen ist nicht ungefährlich wie sich jetzt zeigt, denn die FIA, bzw. Mosley scheinen darauf mit Gegendruck zu antworten.

So beschloss man heute die Einführung einer neuen Formel Zwei. Ältere Leser werden sich noch daran erinnern, dass die F2 mal die Einstiegserie in die Formel Eins war, also jenen Stellenwert hatte, den heute die GP2 genießt. Nach dem Niedergang der F2 erfand man die Formel 3000, die allerdings einging, worauf Bernie Ecclestone und Falvio Briatore die GP2 an den Start brachte. Die ist zwar von der FIA sanktioniert, praktisch bestimmt aber Ecclestone was da los ist. Und nun droht die FIA also, der GP2 Konkurrenz zu machen. Bei den avisierten Kosten von rund 200.000 Euro pro Jahr wird man zwar kaum auf dem Niveau der GP2 fahren, aber merkwürdig ist das schon, da es an Formel Nachwuchsserien in Europa mit der F3, der Renault World Series, der Formula Master und der italienischen Formel 3000 ja nicht gerade mangelt.

Gleichzeitig gab man bekannt, dass man sich mit den F1 Teams an einen Tisch setzen möchte, um die zukünftigen Regularien des Sport zu besprechen. Wer die FIA Entscheidungen der letzten Jahre kennt, der weiß dass diese PR-Sprache nichts anderes ist, als ein Forderungskatalog an die Teams. Offenbar will die FIA (vulgo Mosley) die Teams enger an die FIA binden. Dabei geht es – wie sollte es anders sein – um Geld. Den Großteil der Einnahmen gehen wie gewohnt an Ecclestone, ein Teil landet bei der FIA, ein anderer Teil bei den Teams. Deren Anteil will die FIA, so vor ein paar Tagen gemeldet, erhöhen. Das klingt ein wenig nach Zuckerbrot und Peitsche, was noch dadurch verstärkt wird, dass man bei den Einschreibegebühren die Schrauben anziehen will. Statt der normalen knapp 309.000 Euro, kursieren Summen, die von bis zu 1.5 Millionen ausgehen. Das tut den Teams zwar nicht sonderlich weh, ist aber ärgerlich und riecht danach, dass sich die FIA eine Verhandlungsstrategie aufbaut. Nach dem Motto: das neue Concorde-Agreement macht ihr direkt mit uns (und nicht mehr mit Ecclestone zwischendrin) und dafür verzichten wir auf die Erhähung der Einschreibegebühren etc. pp.

Ich werde das Gefühl nicht los, dass sich hinter den Kulissen etwas zusammenbraut, was nicht gut für den Sport ist. Wenn die Politik von Egos getrieben wird und die Kontrolle übernimmt, dann hat das noch zu etwas vernünftigen geführt.

Wer ist der beste deutsche F1 Pilot
Sperro stellte die Frage in den Kommentaren und ich zieh sie mal in einen Eintrag. Zur Auswahl stehen im Moment:

[poll id="2"]

Wer will, der kann noch eine Begründung in den Kommentaren geben. Nico Hülkenberg ist nicht dabei, weil er “nur” Testfahrer ist und man bisher noch keinen direkten Vergleich ziehen kann.

Meine Wahl fiel auf Sebastian Vettel. Nico Rosberg ist sicher nicht schlechter, aber er macht auch mehr Fehler. Sutil halte ich weiterhin für überbewertet, zumindest so lange es nicht regnet, Heidfeld ist hier ausgiebig diskutiert worden und Glock ist nicht schlecht, aber nicht schnellste.

Comments { 6 } | FIA, Motorsport

Mosely gewinnt – FIA verliert

Die Abstimmung mag Max Mosely gewonnen haben – die Sympathien nicht. Der ADAC hat sich in die Schmollecke zurück gezogen, wohl auch, weil sich der ADAC Sportpräsident und FIA Vize Hermann Tomczyk schon gerne als einer der möglichen Nachfolger gesehen hätte. Aber auch der AAA, der US Automobil Club, ist unzufrieden. Die in moralischen Dingen ja eher etwas angespannten Amerikaner können und wollen es nicht akzeptieren, dass Mosley mit seiner Nutten-Nummer durchkommt. In den USA treten hohe Funktionäre und Politiker schon zurück, wenn sie nur in den Verdacht kommen, einen sexuellen Fehltritt begangen zu haben. Der ADAC hat schon angekündigt, dass man für den Moment erst einmal die Zusammenarbeit mit der FIA “einfriert”. Auch der AAA überlegt etwas in diese Richtung und spricht sogar von “Ausstieg” aus der FIA.

Das macht die politische Situation für die FIA nicht leichter. Wenn die beiden größten Vertreter der FIA, der ADAC und der AAA aus dem exklusiven Club austreten und eventuell einen neuen gründen, ist das für die FIA noch nicht weiter schlimm. In den USA hat die FIA sowieso nur wenig zu sagen, da populäre Rennserien wie die NASCAR, die Grand Am oder die IRL sowieso kaum bis nichts mit der FIA zu tun haben. In Deutschland gibt es mit dem AvD einen Konkurrenz-Club, der nur darauf wartet, den ADAC als Veranstalter bei vielen Rennen auszubooten. Schwieriger wird es, wenn auch andere Clubs dem Beispiel des ADAC in Europa folgen. Sollten die Spanier, die Engländer und andere Nationen zusammen mit dem ADAC und dem AAA eine Konkurrenzbehörde gründen, sieht die Sache allerdings schon anders aus. Für den Motorsport Fan wäre das allerdings nicht schön. Konkurrierende Clubs, die Fahrer, Rennställe und Strecken exklusiv an sich binden und sich gegenseitig mit Klagen überziehen sind nicht gerade eine gute Werbung. Aber soweit wird es die FIA nicht kommen lassen.

Die ganze Affäre dürfte ein hübsches Sommertheater werden, sollte Mosley sich nicht doch noch zu einem Rücktritt zum Ende des laufenden Jahres entschliessen. Der Ball liegt zumindest jetzt in seinem Spielfeld. Er hat die FIA zu der mächtigsten Sportbehörde der Welt gemacht, er hat die Formel Eins und damit auch viele andere Rennserien endlich so sicher gemacht, dass man nicht mehr alle paar Monate um einen Fahrer trauern muss und er hat den Skandal um seine Person zumindest technisch überlebt und die Geschichtsbücher werden die Sache mit dem Video gnädig vergessen. Es wäre keine schlechte Entscheidung, wenn er nun noch seine Projekte in diesem Jahr zu Ende bringt und die FIA dann in andere Hände übergibt.

Comments { 0 } | F1, FIA

F1 Bahrain / ALMS & IRL St. Petersburg / LMS Barcelona / NASCAR Texas

Update: 05.04., 17:53 Uhr: Uwe Alzen wurde der Sieg beim Speedcarrennen von heute morgen nachträglich aberkannt, da er während des Rennens sein HANS System nicht angelegt hatte.

Update 04.04., 23:25 Uhr: Schwerer Unfall von NASCAR Rookie Michael McDowell im während des Cup Qualis. McDowell verlor der Wagen am Eingang in Turn 1 bei Tempo 190 mph, weil dort noch eine dünne Schicht Ölbindemittel lag. Der Wagen drehte sich sofort in Richtung Safer Wall und schlug ungebremst ein. Danach drehte er sich, schlug noch einmal ein. Da dachte man schon, dass das schlimmste überstanden sei, aber der Wagen verlor einfach keine Geschwindigkeit und überschlug sich seitlich mehrfach in der Luft, knallte dabei aufs Dach, bis er nach einer gefühlten Ewigkeit endlich stehen blieb. Man musste wirklich das Schlimmste befürchten, zumal der Wagen vorne auch noch Feuer gefangen hatte. Die Speed-Kommentatoren waren völlig geschockt. Aber kaum 20 Sekunden nach dem Unfall stieg McDowell aus dem Wagen und gab Zeichen, dass er ok war. Kaum zu glauben, nach diesem Unfall und wenn man danach den total zerstörten Wagen gesehen hat, der man nicht mal mehr ansah, welcher Marke er gehört. Ich hab wirklich schon lange keinen solchen Unfall mehr gesehen. Tony Stewart meint gerade im Interview, dass dies der schlimmste Einschlag in einem NASCAR Rennen gewesen sein, den er jemals gesehen hat.

Quali ist im Moment unterbrochen, da der Aufprall die Safer Wall um einen halben Meter nach hinten geschoben hat und man nun erst einmal versucht die Sicherheitsbarriere zu reparieren.

McDowell ist mittlerweile aus dem Hospital an der Strecke entlassen worden und wird morgen mit dem Backup Wagen im Rennen starten.

Update 04.04., 22:05 Uhr:

Kyle Petty wird am Wochenende durch Chad McCumbee ersetzt. Petty ist nicht besonders erfreut über die Tatsache, zumindest zeitweise aus dem Team seines Vaters geworfen zu werden. Ob es Richard Petty selber war, der seinen Sohn freigestellt hat, ist nicht klar.

Update 04.04., 20:41 Uhr:

- Überraschung: Justin Wilson vom Newman/Haas/Lanigan Team war im freien Training der IRL in St. Peterburg schnellster vor allem etablierten IRL Teams.

- Peugeot hat die Fahrerpaarung für das 24 Stunden Rennen in Le Mans bekannt gegeben:

Wagen #7:  Marc Gene, Nicolas Minassian, Jacques Villeneuve

Wagen #8: Pedro Lamy, Stephane Sarrazin, Alexander Wurz

—schnipp—

Heute im Fast-Foward Modus, aber das ist hier ja auch ein “Racing” und kein “Langsam Schreiten” Blog. Außerdem möchte ich die Arbeitswoche beenden und Bier trinken.

F1 – Bahrain Freies Training
Das, was ich aufschnappen konnte, sieht offenbar nach einer vorbestimmten Ferrari Doppelsieg aus. In der zweiten Session fummelt man ja mit der Spritrennmenge rum, und da sah das Ergebnis schlimm aus. Vermutlich kann man sich darauf einstellen, dass die beiden Ferrari vorne weggondeln und dahinter eventuell ein Rennen los geht. Könnte. Williams sieht wieder besser aus, BMW knabbert am Vorsprung von McLaren. Auf Grund des Layout des Kurses wird es eng werden, aber vermutlich wird das Rennen dann eher an der Box entschieden. Aber ich lass mich gerne überraschen.

ALMS & IRL – St. Petersburg
Doppelheader in den USA. Wie schon im letzten Jahr fahren die ALMS und die IRL zusammen auf einen Kurs, was für den Zuschauer natürlich mal ein gute Sache ist, denn zweimal hochkrarätigen Motorsport an zwei Tagen für einen Eintrittspreis ist schon nicht schlecht. Obwohl es ein Stadtkurs ist, gestaltet sich St. Petersburg höllisch schnell. Die Kurve, auf die es am meisten ankommt, ist dann auch die erste Rechtskurve. Man kommt von einer Ultrabreiten Geraden (Flugplatz) und muss sich in den Stadtkurs einsortieren. Die meisten Fahrfehler sieht man hier. Sei es, weil man den Bremspunkt verpennt, sei es, weil man einfach die Linie falsch wählt, sei es, weil man eine Lücke sieht, die einfach nicht da ist.
In der ALMS wird Audi sich wieder alleine mit den Porsche und Acura rumschlagen müssen, da Peugeot nicht antritt.

Bei der IRL bin ich mal gespannt, wie die CC Teams auf den Stadtkurs klar kommen. Nach dem letzten Wochenende ist es offensichtlich, dass man noch Monate benötigen wird, bis man einigermaßen mithalten kann. Auf Stadtkursen könnte es anders aussehen. Hier geht es ein wenig mehr um den Fahrer und auch die aerodynamische Abstimmung spielt normalerweise nicht die gro0ße Rolle. Wie erwähnt ist St. Petersburg allerdings ein sehr flüssiger und schneller Kurs, so dass die CC Teams hier wohl nicht auftrumpfen werden.
Tony Kanaan wird für seine Aktion, auf nur drei Rädern ins Ziel humpeln zu wollen, bestraft: Er bekommt 30 Minuten Streckenzeit im freien Training abgezogen.

LMS – Barcelona
Volles Haus in der Le Mans Serie. Was letztes Jahr noch eine Serie war, die so nebenbei lief, startet man dieses Jahr wirklich richtig durch. Das liegt mit Sicherheit auch an der Entscheidung von Audi, sich dem Duell mit Peugeot zu stellen. Aber nicht die mur die beiden Diesel sollte man im Auge habe. Anders als in der ALMS starten in der LMS 17 wagen in der großen Prototypen Klasse. Aber auch in der LM P2 geht es eng zu, denn da tauchen die immer mehr Porsche RS Syder auf, die sich hart duellieren werden. Eine komplette Entry List gibt es hier. Das Rennen geht über 1000 KM und läuft leider parallel zu der F1, aber ein wenig hin und her zappen sollte sich lohnen.

NASCAR – Texas
Nach den langen und langsamen Rennen auf den Shortracks, geht es jetzt wieder mit 200 mph in ein Oval. Texas ist ein klassisches 1.5 Meilen Oval mit 24 Grad Banking. Das macht den Kurs irrsinnig schnell. Die schnellste Durchschnittsgeschwindigkeit liegt bei 196 mph, also knapp 320 km/h. Wie gesagt: im Durchschnitt. Eigentlich verfügt Texas über einen guten Asphalt, der jede Menge Grip bietet, doch nach den Problemen von Goodyear auf den anderen 1.5 Meilen Kursen in Las Vegas und Fontana, muss man mal abwarten, wie der Reifen ist, den man mitgebracht hat. Die Fahrer haben Goodyear nach dem Rennen in Atlanta noch einmal mächtig unter Druck gesetzt und noch so einen PR-Gau kann sich der US-Reifenhersteller nicht leisten.Wen kann man vorne erwarten? Offensichtlich sollte Joe Gibbs mit den Toyota eines der Teams sein, die es zu schlagen gilt. Auch Roush sollte nach seinem kleinen und überraschenden Einbruch auf den Shorttracks mit Carl Edwards wieder vorne dabei sein. Bei Hendrick bin ich mir nicht so sicher. Junior könnte ein Siegkanadidat sein, aber wann war er dass in diesem Jahr noch nicht? Gordon und Johnson würden sicher auch gerne gegen Gibbs kämpfen, aber bisher sahen beide auf den schnellen Ovalen nicht gut aus. RCR sehe ich nicht in den Top 5. Man hat selber schon zugegeben, dass einem noch der Speed fehlt. Gleiches gilt für die Dodge, zumindest die von Ganassi. Die Penske Fahrer sollte man in Texas weiter vorne sehen.

Wer sich fragt, wo die Übertragungen der NW Serie sind – das erste Trainung der NW war schon gestern Abend und wird dieses Wochenende von ESPN 2 übertragen – und die haben sich entschlossen am Freitag nichts zu übertragen. Cup läuft wie gewohnt auf Speed.

Und sonst?
WTCC startet in Puebla, da schreib ich morgen noch was zu.

Eurosport hat erkannt, dass die Speedcarseries ziemlich guten Motorsport bietet und überträgt die Serie ab sofort. (Sind ja leider nur noch zwei Veranstaltungen). Dieses Wochenende sieht man neben Johnny Herbert, Jean Alesi, Uwe Alzen und anderen Stars, auch Jacques Villeneuve und Heinz Harald Frentzen.

05.04.2008

LIVE 08:30 Uhr Speedcar Bahrain 1. Lauf Eurosport 2
LIVE 09:55 Uhr Formel Eins Bahrain 3. FT Premiere Wdh: 11:30 Uhr
LIVE 11:30 Uhr Porsche SC Bahrain 1. Lauf Eurosport
LIVE 12:45 Uhr Formel Eins Bahrain Quali Premiere, RTL Wdh: 23:00 Uhr
Aufz. 13:15 Uhr Porsche SC Bahrain 1. Lauf Eurosport 2
LIVE 14:45 Uhr GP2 Asia Bahrain 1. Lauf Euro 2
Aufz. 17:00 Uhr Formel Eins Bahrain Quali DSF
Aufz. 17:05 Uhr British F3 Oulton Park MotorsTV
Aufz. 17:55 Uhr British GT Oulton Park MotorsTV
LIVE 18:00 Uhr NASCAR SC Texas Training SpeedTV
LIVE 19:30 Uhr ALMS St.Petersburg ABC (!)
Aufz. 20:00 Uhr Formel Eins Bahrain Quali DSF
LIVE 21:00 Uhr NASCAR NW Texas ESPN 2 (!)
Aufz. 22:45 Uhr British F3 Oulton Park MotorsTV
LIVE 23:00 Uhr WTCC Puebla Quali Euro 2
Aufz. 23:35 Uhr British GT Oulton Park MotorsTV

06.04.2008

LIVE 08:30 Uhr Speedcar Bahrain 2. Lauf Eurosport 2
LIVE 10:30 Uhr Porsche SC Bahrain 1. Lauf Premiere, Euro 2
LIVE 11:15 Uhr LMS Barcelona Eurosport, MotorsTV
LIVE 12:00 Uhr GP2 Asia Bahrain 2. Lauf Euro 2
LIVE 12:45 Uhr Formel Eins Bahrain Premiere, RTL
LIVE 16:00 Uhr WTCC Puebla Warm Up Euro 2
LIVE 17:30 Uhr NASCAR SC Texas Raceday SpeedTV
Aufz. 17:45 Uhr ALMS St. Petersburg MotorsTV
Aufz. 18:00 Uhr Formel Eins Bahrain DSF
LIVE 19:00 Uhr WTCC Puebla 1. Lauf Eurosport
LIVE 19:30 Uhr NASCAR SC Texas Fox
Aufz. 19:45 Uhr British F3 Oulton Park MotorsTV
LIVE 20:30 Uhr IRL St. Petersburg Premiere, ESPN
LIVE 22:00 Uhr WTCC Puebla 2. Lauf Eurosport

Comments { 2 } | Eurosport, F1, FIA, GP2 Asia, IRL, Motorsport, NASCAR, Toyota, TV Programm