// Viel Trubel gibt es im Moment hinter den Kulissen der Formel 1. Am Wochenende tauchte bei Sky News UK ein Bericht von Mark Kleinman auf, in dem es um die zukünftige Teilhaberstruktur der F1 geht. Ecclestone hatte vor Monaten schon mal laut darüber nachgedacht, dass er einen Teil der F1-Anteile an die Börse bringen könnte. Kleinman zitiert aus einem angeblich geheimen Papier in dem gesagt wird, dass Ferrari und Red Bull die ersten beiden Teams seien, die einen Zuschlag bekommen sollten. Der Originalbericht von Kleinman verschwand nach wenigen Stunden wieder, aber es existiert natürlich eine Kopie. Bei Pitpass spekuliert man in einem länglichen Artikel über die Hintergründe, warum der Bericht wieder verschwand. Zu dem mokiert man sich, nicht ganz zu Unrecht, über Kleinman selber, dessen “Trefferquote” bei seinen Vorhersagen gen Null tendiert und er zudem ein Teil des Spiels zwischen News Corp, CVC und Ecclestone ist.
Bekannt sind folgende Fakten: Die rauchenden Reste der Lehman Brothers halten noch 15.3% der Anteile an der F1. Die sollen bis 2014 verkauft werden. Die Verwalter der Lehman Brothers hätten gerne 1.5 Milliarden Dollar dafür, was offenbar durchaus ein realistischer Preis ist. Ab hier wird es dann spekulativ: Die freigewordenen Anteile sollen in eine neue Holding überführt werden, die wiederum an die Börse geht. Die Teams, allen voran Ferrari und Red Bull sollen einen Anteil bekommen, der gleichzeitig auch ihren Anteil an den Einnahmen erhöht. Das alles soll dann in einem neuen Concorde-Agreement, das bis 2020 laufen soll, münden. Die Frage ist halt: Welche Teams sind dabei, wer bekommt welche Prozentsatz der Anteile? Ferrari und Red Bull haben die Sache mit der Beteilung zumindest nicht dementiert, McLaren und Mercedes sagen gar nichts. Die Situation ist doppelt pikant, weil Ferrari und Red Bull nicht mehr Mitglied der FOTA sind, die eigentlich mal dafür da, Ecclestone bei den Verhandlungen zum Concorde Agreement unter Druck zu setzen. Aber im Grunde geht es meines Wissens nur um die 15,3%, nicht um mehr. Selbst wenn die Teams in der Holding sind, hält Ecclestone weiter die Zügel in der Hand, weil seine Firmen die komplette Rechte-, TV und Streckevermarktung besitzen. (Don)
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