// Ein Cockpit ist in der Formel Eins noch zu vergeben – und nicht mal ein schlechtes. Bei Force India scheint sich immer noch nichts zu bewegen, was schon etwas erstaunt. Im Moment scheint es sich auf die Frage “Sutil oder Bianchi” zu konzentrieren, wobei es wohl vor allem um Verhandlungen in Sachen Motoren für 2014 geht. Die Kosten für die neuen V6-Maschinen werden von knapp 5 Millionen Euro auf mindestens 15 Millionen Euro steigen und es gibt das Gerücht, dass Mallya deswegen Bianchi ins Auto setzen könnte, weil er ab 2014 dann zu Ferrari wechseln kann.

// Martin Whitmarsh hat harte Kritik an den Paydrivern in der Formel Eins geübt. Einige hätten nicht die Qualität, die man von einem Piloten in der Königsklasse erwarten würde. Der McLaren-Chef nannte keine Namen, und so ganz ersichtlich ist mir seine Kritik nicht. Denn die Paydriver haben eigentlich bisher einen ganz ordentlichen Job gemacht und ohne diese Fahrer müssten einige Teams dicht machen. Dazu kommt: Mit Perez hat McLaren jemanden geholt, der zwar schnell ist, aber dessen Geld auch eine wichtige Rolle in seiner Karriere gespielt hat.

// Passend zu letzten Meldung: John Booth, Teamchef von Marussia, hat davor gewarnt, dass sich die Kostenspirale in der Formel Eins weiter dreht. In einem Gespräch mit Reuters wird als Budgetnummer für sein Team 60 Millionen Dollar genannt, was ich schon erstaunlich hoch finde. Gleichzeitig wird mit der Zahl aber auch das Budget der anderen Teams eingeordnet. Die 150 Millionen, die angeblich von Ferrari usw. ausgegeben werden, scheinen also eher realistisch, wenn nicht gar etwas knapp gerechnet.

// Die ELMS hat allen Unkenrufen zum Trotz ein recht ansehnliches Feld für die Saison 2013 zusammen bekommen. Die Entry-List gibt es hier. Die LMP2 ist mit 13 Meldungen gut belegt, Überraschungen gibt es eigentlich keine. Sieht mal von Extreme Limite ARIC ab, die einen Norma-Judd einsetzen und vermutlich damit eher nicht so weit vorne zu finden sein werden. In der GTEPro gibt es fünf, in der AM nur zwei Meldungen. Dazu kommt noch eine (!) Meldung aus der GTC, die ich eigentlich stärker eingeschätzt hätte. Mit 23 Autos ist das Feld gut bestückt und man kann sich wieder auf sehr knappe und spannende Rennen in der LMP2 freuen, zumal die Rennen ja auf drei Stunden verkürzt wurden.

// Unser Lieblings-Japaner Kamui Kobayashi testet die Woche in Spanien einen Ferrari F458 für AF Corse. Die suchen noch Fahrer für die WEC.

// Volles Programm für Nick Heidfeld. Der wird für Rebellion nicht nur die WEC bestreiten, sondern auch die ersten drei Runden der ALMS.

// Nelson Piquet jr. wird eine komplette Saison in der Nationwide-Serie fahren. Er wird einen Camaro für Turner Scott Motorsports pilotieren und man darf sehr gespannt sein, was er leisten kann. TSM ist ein Team aus dem vorderen Mittelfeld, also durchaus auch mal für eine Top 5 Platzierung gut. Interessant, wie langsam Piquet seine Laufbahn in der NASCAR aufbaut. Anstatt sich mit seinem Geld in einem Start & Park Team einzukaufen, legt er offenbar auf eine gute Ausbildung Wert. Bei den Trucks konnte er schon Rennen gewinnen.

// Die NASCAR Speedweek steht in den Startlöchern. Wir werden unsere NASCAR Berichterstattung am Donnerstag mit dem Podcast starten, die Damen und Herren Fahrer werden ebenfalls am Donnerstag beim NASCAR Preseason Media Day anwesend sein. Der wurde in den letzten Jahre immer per nascar.com gestreamt, sollte auch dieses Jahr so sein. Die Interviews sind immer sehr amüsant, weil die Fahrer noch in “Off-Season”-Stimmung sind.