Best of 2012 – Gok

Auch zum Jahreswechsel 2012/13 schauen die Racingblog-Autoren auf das vergangene Jahr zurück und stellen ihre persönliche Highlights und Enttäuschungen zusammen.

Das Motorsportjahr 2012 war für mich ein Jahr in dem ich viele Rennen gesehen habe, aber nur wenige Szenen hängen geblieben sind. Dabei gibt es natürlicherweise trotzdem einige Highlights wie z.b das Indy 500 bei dem ich ein stark erhöhten Puls hatte in den letzten Runden als Sato sich nach vorne schob nur um dann doch noch den Wagen zu verlieren oder die 24h am Nürburgring wo ich selbst vor Ort war und mal die ganzen Emotionen mitnehmen konnte die so ein Rennen abwirft. Gemischte Gefühle habe ich vor allem bei meinem Themenbereich – den GTs, dabei wussten vorallem die Langstreckenrennen zu begeistern wie die BES oder VLN. Abstriche musste man bei der ADAC GT Masters und der GT1(3) WM und der GT3 EM hinnehmen, wobei die GT Masters von Reifen/BoP Problemen geplagt war und die beiden genannten SRO Serien an organisatorischen Problemen zu kämpfen hatten. Was mich sonst noch so begeistern oder enttäuscht hat könnt ihr in meinem Best of 2012 lesen, wobei ich besonders probiert habe mal Szenen herauszusuchen die noch nicht jeder kennt und trotzdem Highlights des Motorsportjahr 2012 waren.

Bestes Rennen
Für mich bedeutet die Rubrik “Bestes Rennen” am meisten Nachdenken. Am Ende wird es wohl ganz knapp die 24h am Nürburgring da das Rennen einfach mein erstes Langstreckenrennen vor Ort war und ich mich auch nach mehr als einem halben Jahr gerne an das Rennen zurückerinnere und mich schon auf die Ausgabe nächstes Jahr freue. Das Rennen selbst war wohl nicht so der Knaller wobei auch die ganze Geschichte um die BoP gestört hat und die Bevorteilung von Audi.

Ein weiteres Rennen das mich mitgerissen hat war das Indy 500 dieses Jahr wo vorallem das Finish wie üblich dermaßen spannend war wie ich es wohl kein zweites mal in diesem Jahr erlebt hat.

Auch gut waren wieder die üblichen verdächtigen wie die 24h von Le Mans indem Toyota zeigte das man keine lange Anlaufphase braucht um mit der Ingolstädter Konkurrenz mitzuhalten. Außerdem gab es mit dem Deltawing und GTE Am Drama auch nöch genügend neben der Topklasse zu sehen. Stark waren natürlich auch die letzten 3 Formel1 Saisonrennen, die trotz nicht mehr (stark) abbauenden Reifen alles hatten was man sich von einem Rennen wünscht.

Bestes Finish
Das Finish des Jahres war wohl das des Sprint Cup in Watkins Glen. Dabei hat sich gezeigt was wirklich guten Motorsport ausmacht nämlich das man hart, aber trotzdem noch fair fährt.

Das für mich aber mindest genauso gute Finish der GP2 in Valenica im zweiten Rennen dürfte dann schon eher ein Geheimtipp sein, den nur wenige Motorsportzuschauer dieses Jahr gesehen haben. Dabei hatte es eigentlich alles was man sich wünscht. (Die letzte Runde im Video beginnt bei Minute 5 ca. allerdings sollte man sich alles anschauen)

Bester Fahrer
In dieser Rubrik kann es eigentlich nur darum gehen ob man einen Fahrer aus der Formel 1 nimmt oder aus der NASCAR, da die beiden Serien nunmal die Sptzen des internationalen Motorsport bieten. Ich würde mich dabei für Alonso entscheiden, der aus einem zum Saisonstart schwachen Auto noch alles herausgeholt hat und bis zum Saisonende mit den deutlich stärkeren McLaren und Red Bull (fast) mithalten konnte.
Ein riesen Lob aber auch an Andre Lotterer der in Le Mans (wieder) gezeigt hat das er wohl momentan der schnellste LMP1 Fahrer auf dem Planeten(!) ist und auch in der Formula Nippon eine sehr respektable Leistung vollbracht hat.
Der “Man of the Year” Preis geht übrigens an den Kameramann Ray der es geschafft die komplette Nacht bei den 24h von Daytona mit nur einer Kamera alle wichtigen Duelle aufzufangen und damit eine 24h Übertragung möglich gemacht hat.

Bestes Team
Wie der Großteil der anderen Autoren hier habe ich mich für die Toyota Motorsport GmbH entschieden, die innerhalb von einem Jahr ein Fahrzeug und Team aus dem Boden gestampft hat das nicht viel schlechter war als das was Peugeot in den letzten Jahren vor ihrem Rückzug gezeigt hat. Auch hat mich schon in Le Mans gewundert wie unanfällig der Wagen ist. Dadurch ist nächstes Jahr auch mein Tipp Toyota und nicht Audi wenn es um Le Mans und den WEC Titel geht!

Überholmanöver des Jahres
Es gab viele schöne Überholmanöver in diesem Jahr, allerdings da ich mich hier beschränken habe ich mich hier mal auf 2 reduziert.

Wie Kimi in Spa vor der Eau Rouge an Michael Schumacher vorbeiging war für mich einfach nur riesig, vorallem wenn man bedenkt was passieren kann wenn sowas schiefgeht. (Ab 6:40)

Symbolisch für die vielen guten Überholmanöver in den Sportwagen Rennen dieser Welt habe ich mich für das Überholmanöver von Jan Magnussen in Laguna Seca entschieden bei dem er mit Hilfe eines LMP2 die Führung in der GTE übernimmt 15 Minuten vor Schluss.

Feinde/Duell des Jahres
Jeff Gordon und Clint Bowyer boten in Phoenix mal feinste NASCAR Unterhaltung und zeigten wie man Zuschauer gewinnen kann.

Ansonsten blieb es sehr ruhig dieses Jahr (glücklicherweise) und es entwickelten sich keine Duelle bzw Feindschaften die mit regelmäßigen Unfällen endeten.

Szene des Jahres
Ich schließ mich mal dem Kollegen Yankee an, die schönsten Szenen/Momente gab es für mich wohl in den Skype Gesprächen mit den anderen Autoren und dem Racingblog Chat. Beide wussten auch mal langweilige Rennen noch unterhaltsam zu machen, sodass man auch mal gerne ganze Sonntage mit Motorsport verbracht hat, aber man trotzdem noch was zu lachen hatte. Zur Verteidigung des Kollegen der bei den Coca Cola 600 am Mikro eingeschlafen ist sollte noch gesagt werden, dass er schon die Rahmenrennen der Formel 1 mitgenommen hatte und auch dementsprechend fertig war . ;)

Jetzt aber zu der Motorsportszene des Jahres und da gab es so einige. Deshalb habe ich mir mal 3 Stück herausgesucht (ja ich weiß sehr viel, aber ich konnte mich nicht entscheiden).
Alles angefangen hat wohl bei den Daytona 500 als Montoya sein Wagen in einen Jet Dryer geschmissen hat.

Weiter ging es dann mit der BTCC die neben einer menge Action eine sehr kuriose Szene zeigte bei dem Rennen in Brands Hatch. Vor Druids Bend lag Öl und was dann passiert schaut ihr euch besser selbst an.

Auch in dauerhafter Erinnerung ist das Duell mit mehreren Überholmanövern zwischen Toyota und Audi geblieben.

Schönster Moment des Jahres
Das war für mich wohl die 24h am Nürburgring da ich selbst da war. Wer noch nie da war sollte es unbedingt mal machen vorallem da ja im nächsten Jahr ein kleines Racingblog Treffen geplant ist! Auch ansonsten ist die Fannähe einfach was besonderes bei dem Rennen und auch die Stimmung zwischen den Zuschauern ist sehr nett und herzlich. Danke auch nochmal an Nissan für die Einladung.

Überraschung des Jahres
Für mich war die Überraschung des Jahres das Williams Teams das deutlich mehr gezeigt hat als ich vor der Saison dachte. Um ehrlich zu sein habe ich sie nach der letzten Saison als schwächstes der etablierten Teams gesehen, also nur noch vor HRT,Marussia und Caterham. Okay jetzt ist man auch nur auf Platz 8 und hat nur Torro Rosso überholt, aber vom Speed her war man sicher noch vor Mercedes und Sauber auf Platz 5. Spannend wäre es gewesen mit einem richtigen Topfahrer gewesen auch wenn Maldonado und Senna ihre Lichtblicke hatten, aber sie dennoch nicht zu den besten Fahrern in der Formel 1 gehören.

Enttäuschung des Jahres
So richtig enttäuscht hat mich dieses Jahr nichts auf Motorsportebene. Wenn wäre es wohl das Caterham Team bei dem ich nach letztem Jahr dachte es geht so langsam Bergauf, aber man immernoch auf der Stelle tritt und noch darum kämpft bestes der neuen Team zu sein. Auch etwas enttäuschend war das was der SRO mit der GT1 WM und GT3 EM gemacht hat denn sie haben die beiden Serien von Grund auf kaputt gemacht. Ich hoffe die BES kann ihre stärke nächstes Jahr bewahren und die neue SRO World Series kommt auch mit einem guten Starterfeld zum Saisonstart nach Abu Dhabi.

Langweiligstes Rennen
Das wäre wohl so ziemlich jedes 1,5 Meilen NASCAR Rennen. Dabei sollte man allerdings berücksichtigen das ich eh nicht so der riesige NASCAR Fan bin und wenn eher auf Ristrictor Plate und Rundkursrennen stehe. Trotzdem waren die 1,5 Meilen Rennen ganz große Langweiler und zum großen Teil nur dank des Racingblog Chats ertragbar.

Racecontrol-Moment des Jahres
Da der “Racecontrol-Moment des Jahres” immer kritisch ist nehme ich mal die ganzen BoP Diskussion im Laufe des Jahres. Dabei ist es fast egal ob man in BES, ADAC GT Masters oder VLN schaut immer gab es strittige Entscheidung. Bei der ADAC GT Masters gab es wohl die größten BoP Einschränkung für einige Fahrzeuge was viele verärgte, sodass am Ende der Saison 8 Fahrzeuge weniger am Start waren als sonst. Als Folge davon ist das Feld für nächstes Jahr auf 28 statt 42 Autos beschränkt ob man allerdings das Feld überhaupt voll bekommt ist die andere Frage.

Spruch des Jahres
“After three years as team-mates, I thought we respected one another but clearly he doesn’t.” nachdem Hamilton dachte das Button ihn unfollowed hatte. Und dann natürlich noch Kimi in Abu Dhabi “Yes, yes, yes, yes – I’m doing it all the time. You don’t have to remind me every second.”

Kostenpunkt des Jahres
Das waren wohl die beiden Williams Fahrer die zusammen mit Grosjean für mehr als 50% der Unfälle gesorgt haben (gefühlt). Rekordhalter ist übrigens Senna mit 13 Unfällen dieses Jahr.

Glückspilz des Jahres
Neben Conor Daly in Monaco dürften das wohl alle Fahrer sein die den Unfall bei der Formel Renault 2.0 in Spa gesund überstanden haben sein.

Ansonsten natürlich auch noch die üblichen Verdächtigen wie Davidson und Bergmeister die noch glück im Unglück hatten und ihre bösen Unfälle noch relativ gesund überstanden haben.

Wünsche für 2013
Wie so ziemlich alle wünsche ich mir auch für 2013 das es wenig schwere Unfälle gibt und viele spannende Rennen. Dabei sollte man vielleicht auch über den Anbau von Auslaufzonen in Spa nachdenken, da es da dieses Jahr extrem oft gekracht hat (BES,GP2,GP3,Formel Renault 2.5, Formel Renault 3.5, WEC etc.) oder man sollte zumindest überdenken ob es sinnvoll ist mit Nachwuchsserien im Regen dort zu fahren. Für die NASCAR erhoffe ich mir das die CoT wieder bessere Action liefern und die Rennen fesselender werden. Bei meinem Themenbereich den GTs wünsche ich das die SRO World Series ein starkes Debütjahr feiert, die BES darf so bleiben wie sie ist, die ADAC GT Masters weiterhin gute Rennaction liefert und die in Baku letztes Jahr gestartete City Challenge erfolgreich dieses Jahr mit 5-6 Rennen weitergeführt wird!

Zum Schluss möchte ich dem ganzen Racingblog Team danken für die netten Skype Gespräche und das nette Umfeld ,das einem in Yammer und hier geboten wird. Natürlich auch ein riesen Dank an die ganze Community ohne die der Racingblog nie so laufen würde wie er läuft. Der Chat hat für mich schon so einige Langstreckenrennen stark verkürzt und bei den 24h von Le Mans mich daran gehindert einzuschlafen.

Allen Lesern wünsche ich hier ein erfolreiches 2013 und hoffe das man sich oft im Chat liest!

4 thoughts on “Best of 2012 – Gok

  1. Ralf G.
    5. Januar 2013 at 20:59

    “… ob man einen Fahrer aus der Formel 1 nimmt oder aus der NASCAR, da die beiden Serien nunmal die Sptzen des internationalen Motorsport bieten”

    Also das mit der NASCAR und “Spitze des internationalen Motorsport” halte ich für schwer diskutabel.

    Ansonsten Danke Euch allen, ist immer wieder interessant zu lesen und Euer Einsatz zu nachtschlafender Zeit Leute anzuschauen die im Kreis fahren ist heroisch. ;-)

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  2. Paytv h3
    7. Januar 2013 at 00:43

    Auch von mir danke für die Berichte der gesamten Autoren. Ohne den Racingblog müsste man sich durch 100 Seite MST wühlen, hier hat man alles in verständlichen und sehr kompetenten Texten auf einem Blick.
    Allen einen guten “Restrutsch” und übers gesamte Jahr alles gute!

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  3. Herwig
    20. Januar 2013 at 12:04

    Das Finish der GP2 ist ja wohl nur grandios. Hatte ich vorher nicht gesehen, danke!

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