Der 9. Lauf in der VLN ist vorüber und wurde wieder hatte ein SLS die Nase vorne, während es im Kampf um die Meisterschaft kaum Verschiebungen gab. Außerdem wartete die Rennleitung mit einer kleinen Überaschung auf, welche aber beim ersten mal recht gut funktionierte.

Diese “kleine Überaschung” war eine Geschwindigkeitsregelung in Sektoren und Abschnitten, in denen aufgrund von Gefahr, Unfällen oder Bergungsarbeiten doppelt gelb geschwenk wird. Zum ersten mal definierte man eine maximal erlaubte Geschwindigkeit in jenen Abschnitten, nämlich die gleiche wie in der Boxengasse: Tempo 60. Fahrzeuge mit Speedlimiter waren somit angewießen ihn ab der doppelt geschwenkten gelben einzuschalten, Fahrzeuge ohne mussten das Tempo manuell halten. Um dies zu kontrollieren wurden gute 2 Dutzend Autos mit GPS Modulen ausgestattet um die Geschwindigkeiten auch exakt nachzumessen und somit Fahrer und Autos, welche versuchen sich nicht daran zu halten zu entlarven und zu bestrafen. Dazu kommt, dass man nun jeweils 2 Posten vor doppelt gelb die geble Flagge zeigt um die Autos vorzuwarnen, und sie nicht zu extrem harten Bremsmanövern zu zwingen, was wiederum einen Auffahrunfall hervorrufen könnte.

Beides Regelungen, welche gut angekommen sind bzw. ankommen und an deren sich auch die Fahrer größtenteils auch gehalten haben, nachdem auch viele Fahrer, auch der größeren Klassen sich für ein härteres Durchgreifen ausgesprochen haben. Zum einen spielt da natürlich die Sicherheit eine Rolle, zum anderen auch die Fairness, denn es haben sich mehrere Fahrer darüber beschwert, dass andere Fahrer solche Situationen nutzen, um Zeit gut zumachen, was zum einen natürlich den Fahrer, welche sich an die Situation anpassen Unfair gegenüber ist, zum anderen aber auch auf Kosten der Sicherheit geht.

Relativ schwer erwischt hat dabei vor allem Timbulli mit ihrem GT3 R. So konnte man bereits im Qualy nur von Platz 6 starten, obwohl man mit einer 8:06 die Pole erobert hatte. Aufgrund eines Verstoßes unter doppelt gelb wurde man aber wie 4 andere Teams um je 5 Plätze nach hinten versetzt. Am Start konnte man sofort wieder die Spitze vor dem Frikadelli Porsche übernehmen. Leider waren aber beide Teams von Porsche nicht von Erfolg gekrönnt, denn denn die Truppe von Rinaldi wurde im Rennen gegen Halbzeit um 1 Runde zurückgestuft, nachdem in der Fuchsröhre diese Szene passierte. Was ist da eure Meinung ? Wenn man die Regeln genau auslegt, ist die Strafe für überholen gerechtfertigt, bzw. die Runde Abuzug momentan die Standardstrafe. Auf der anderen Seite kommt man da mit 260 Sachen an, hat alle Hände voll zu tun das Auto nicht zu verlieren und konzentriert sich auf das anbremsen des Adenauer Forst. Dazu kommt, dass der Posten hier nur schwer einzusehen ist.

Am Ende aber stand die Strafe “1 Runde Abzug” für das Team fest und somit das Aus für das Team im Kampf um den Gesamtsieg sowie ein Reifenschaden im Bereich Breidtscheider Brücke, welche zusätzlich 3 Minuten kostete. Mit ein Grund für den Gewinn an Performance dürfte sicher auch der Wechsel von Falken zu Michelin sein. Fuhr man bisher immer mit Reifen von Falken, welche zwar im feuchten recht gut waren, aber im trockenen nicht ganz an das Niveau der Reifen aus Frankreich heranreichten, und insbesondere der sog. “Vignetetn oder Entwicklungsreifen, mit denen immer Manthey beliefert wird, so hat man nun eben umgesattelt und hat nun wohl auch jene Reifen zur Verfügung. Die 8:06 von Norbert Siedler zeigt da schon mal auf, was da noch drin sein kann. Für Frikadelli stand das Rennen leider auch unter keinem guten Stern, denn nachdem man teilweiße auf Platz 2 lag und sehr gute Zeiten fahren konnte, verlor Startfahrerin Sabine Schmitz den Wagen Anfahrt Aremberg und schlug mittelheftig mit dem Heck ein. Sie konnte zwar den Wagen zurück zu Box schleppen, dort stand das Aus aber sehr schnell fest, was auch hier sehr schade ist, denn wenn man sieht dass es Uwe Alzen mit seinem 911 Cup bis auf P4 schaffte, wäre hier ein Podium mehr als drin gewessen. Ob Uwe Alzen in sein Co, Phillip Wlazik dann doch ihren 4. Platz und den Sieg bei den Cups behalten dürfen, hängt aber vom Ausgang eines Protests gegen sie ab, welcher wohl nach der Qualy-Runde, welche eine 8:18 war eingereicht worden ist.

Der Sieg ging somit an Bernd Schneider und Jeroen Bleekemolen auf ihrem Black Falcon SLS, welche zwar nicht die absolut schnellste Rundenzeit markierten, aber über die Dauer von 4 Stunden extrem gleichmäßige Rundenzeiten, gerade durch den Verkehr fahren können und dies auch taten. So versucht dann zwar Manthey in Person von Timo Bernhard noch einen Schlussangriff, dieser war aber nicht mehr erfolgreich und man verlor das Rennen um 47 Sekunden an die Jungs in ihrem SLS. Auf Platz 3 kam ein weiterer SLS, nämlich der von Rowe Racing mit Marko Hartung, Mark Bullit und Nico Bastian, während ihr Schwesterfahrzeug ausgeschieden ist. Auf dem 5. Platz folgte das erste Ergebnis überhaupt für den Wochenspiegel-RSR, nachdem man bei den verbleibenden Läufen nie ins Ziel gekommen ist bzw. gar nicht erst starten konnte – Ein tolles Ergebnis für die Truppe von Georg Weiß.

Im Kampf um die Meisterschaft gabs es zwar für TKS Racing einen kleinen Rückschlag, welcher aber an der grundsätzlichen Ausgangslage erstmal nicht viel ändert: Man schied nach gut 1 Stunde mit einem Defekt aus, nachdem man bereits über 1 Minute Vorsprung auf die Konkurrenten rausfahren konnte. Vor allem die Rundenzeiten von bis zu 9:24 waren dabei sehr beachtlich, am Ende aber nicht von Erfolg gekrönt. So muss man im letzten Lauf unbedingt einen Sieg einfahren und immer noch auf einen Ausfall oder ein Ergebnis von LMS hoffen, was jenseits der Top3 liegt um noch Meister werden zu können. Andree Ullreich, Dominik Brinkmann und Christian Krognes hingegen konnten sich nach anfänglichen Problemem nach vorne kämpfen und zum wiederholten male ihre Klasse, die SP3T gewinnen, was sie in die Lage versetzt die Meisterschaft aus eigener Kraft gewinnen zu können. Somit wird sich alles beim letzten Lauf in gut 3,5 Wochen entscheiden, wenn Ende Oktober am 27.10 der letzte Aufgalopp stattfindet, dort kann man dann auch mehr über die Performance des Nissan GT-R aussagen, welcher vom GT Masters in die VLN gewechselt ist, denn am Samstag war bereits nach 4 Runden Schluss und man darf den Tag getrost als Test oder Lerntag abhaken.

Den Tabellenstand gibts hier, sowie die Enstände aller Klassen sowie eine Chronologie gibt es hier

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