Bei der ADAC GT Masters bricht an diesem Wochenende die 2. Saisonhälfte an, dafür treffen sich die mehr als 40 Fahrerteams an dem Red Bull Ring in Österreich.
Die ADAC GT Masters tritt auf dem ehemaligen A1 Ring bereits zum 2. mal seit der Neueröffnung im Jahre 2011 an. Die Strecke die man von früheren Formel1 und DTM Rennen vorallem kennt ist im Gegensatz zu den meisten anderen Strecken heutzutage noch eine Strecke wo es auch mal auf und ab geht. Der vordere Teil des Kurses besteht aus Geraden, die in Haarnadelkurven münden. Dies führt (nicht wie z.b. in Abu Dhabi) meist zu schönen Uberholmanövern wo auch mal mehr als 2 Autos nebeneinander fahren. Der 2. Teil der Strecke hingegen ist eher langsam und Kurvenreich, aber auch sehr Anspruchsvoll da auch dort die Kurven teilweise Gefälle haben.

Welchem Fahrzeug das jetzt besonders gut liegt ist schwer einzuschätzen, aber zumindest holte Molitor Racing auf Porsche im letzten Jahr nach langer Wartezeit den ersten Sieg in 2011 für den Zuffenhausener Sportwagenhersteller. Unter den diesjährige Porsche Mannschaften ist momentan das Schütz Motorsport mit Christian Engelhardt und Nick Tandy mit Position 4 (Christian Engelhardt , da Nick Tandy das letzte Rennen ausgesetzt hat ist er nur auf P12 in der Gesamtwertung) am besten aufgestellt, zudem steht ein Sieg in Oschersleben zu buche.
Zufrieden dürfte man auch bei Farnbacher Racing seien, die auf den Porsche 911 GT3 Cup R umgestiegen sind von dem Nürburgring Wochenende und zumindest schonmal 2 Punkte geholt haben. Wobei man eigentlich vom Speed her mehr hätte holen können

Auch stark unterwegs waren im letzten Jahr die Mercedes Benz SLS AMG GT3 und mit denen darf in diesem Jahr auch wieder aufjedenfall gerechnet wird. Dank BoP liegt man weiterhin 20kg unter dem eigentlichen Gewicht und das obwohl viele Wagen immer um die Top10 rumfahren. Da sind die Favoriten auf einen Rennsieg weiterhin Sebastian Asch und Maximilian Götz, die ich schon auf dem Nürburgring auf dem obersten Treppchen gesehen habe, aber es dann Schlussendlich doch nur im 2. Rennen für einen 2. Platz reichte, hinter Martin und Lunardi.

Womit wir direkt zu den Topfavoriten auf die Meisterschaft und auch die beiden Rennen in Österreich kommen. Lunardi und Martin haben am Nürburgring das 1. Rennen als zweite belegt und das 2. Rennen als erste. Und sich damit auch in der Gesamtwertung vor Diego Alessi und Daniel Keilwitz geschoben haben, die am Nürburgring so ihre Probleme mit dem Regen hatten.

Österreicher in Österreich (wie ein bekannter Formel 1 Kommentator gerne sagt) trifft auf die Stuck Brüder zu die etwas enttäuschend bisher diese Saison hinterherfahren als Titelverteidiger. Das der Aston Martin potenzial hat sieht man an Poulsen und Nygaard, die immerhin schon auf dem Sachsenring einen Saison Sieg holten für Young Driver AMR. Insofern dürften die Stucks etwas unter dem Radar fliegen, aber ein Sieg ist durchaus im Bereich des möglichen.

Die größte Überraschung dürfte die Rückkehr von Mühlner Motorsport in die ADAC GT Masters seien. Unzwar tritt man nicht wie üblich mit einem Porsche Fahrzeug an, sondern mit einem Camaro GT3 (von Reiter entwickelt) und wird dabei ein bisschen von GM unterstützt, die den Wagen wohl groß rausbringen wollen. Dafür hat man mit Oliver Gavin extra ein Corvette Werksfahrer abgestellt der noch von Roland Asch unterstützt wird.
Bei Grasser Racing greift neben dem Teameigner Gottfried Grasser der 24h Spa Sieger Andrea Piccini mit ins Steuer.

Wie üblich gibt es beide Rennen um 12:15 am Samstag und Sonntag auf Kabel1 zu sehen.

Aktueller Tabellenstand:
Lunardi/Martin 90 Pkt
Keilwitz/Alessi 85 Pkt
Asch/Götz 80 Pkt

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