WTCC: Das fast beste Chevroletwochenende aller Zeiten in der WTCC

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Nach der ersten Sommerpause lieferte die WTCC außerhalb der Top 5 zwei guten Rennen ab. Davor gab es jedoch das übliche Bild und lediglich Gabriele Tarquini konnte zumindest etwas gegen die großen Blauen ausrichten. 

Das Qualifying war ehrlich gesagt schon schockierend. Unter den ersten 6 Fahrzeugen standen alle 5 Chevrolet, nur MacDowall schaffte es nicht seinen Kundenchevrolet in die Top 5 zu stellen und wurde nur 6. Besser machte es da sein Kurzzeitteamkollege Nykjaer, der den kranken di Sabatino gut vertrat und stellte seinen Chevrolet auf die 4. Vorne standen Muller auf der Pole, dann Menu Huff und Tarquini auf 5, der den Chevroletriegel sprengte.  Beim ersten Startversuch sprang die Ampel nicht auf grün, doch im zweiten Anlauf klappte es dann. Im Rennen sollte sich an der Qualifyingreihenfolge nicht mehr viel ändern, außer dass ein sehr starker Tarquini Nykjaer überholen konnte.

Man gab bei Chevrolet nichtmal mehr den eigenen Fahrzeugen freie Fahrt. Klar muss man das nicht, aber das Rennen war vorne dadurch, auch wenn die Fahrzeuge nahe beieinander lagen, eine einzige Prozession. Hinter den Top 6 kam dann Darrel O’YOung mit einer sehr starken Leistung in seinem SEAT ins Ziel, da diese auf der langen Geraden bis auf Tarquini sehr schwach waren und selbst von den Urzeit BMW’s im wahrsten Sinne des Wortes dort teilweise im Vorbeifahren mitgenommen würden. Ein weiteres Indiz dafür, wie schwach der neue Motor von SEAT wirklich ist.

Dahinter kam Tom Coronel ins Ziel, der den BMW das ganze Wochenende nicht wirklich ans Laufen bekam und 9. wurde Norbert Michelisz, während Monje sich den 10 Platz sicherte. Im Mittelfeld wurde teilweise sehr hart gefahren, nachdem Rennen gab es unter anderem Zeitstrafen für Chilton und Oriola wegen Frühstarts und für D’Aste, der Engstler unsanft aus dem Weg räumte. Für Engstler war das Wochenende ein kompletter Reinfall, der mit einem kaputtem Stabilisator im Qualifying begann und das Pech sollte sich in den Rennen fortsetzen. Die Kämpfe im Mittel- und Hinterfeld waren sehr nett anzuschauen, geben dem Rennen aber leider auch nicht die nötige Würze, wenn vorne einfach mal gar nichts passiert. Die Fords liefen übrigens das ganze Wochenende überhaupt nicht. Die Plätze 16 und 17 waren im ersten Rennen das Resultat.

In Rennen 2 stand Norbert Michelisz auf der Pole, es war aber schon bald vorbei mit der Herrlichkeit. Die großen Blauen kamen erwartungsgemäß schnell von hinten und räumten teilweise vollkommen unnötig mit Lackaustausch die Gegner aus dem Weg. Wenn ich auf der Geraden gefühlte 20 Kilometer schneller bin, dann muss ich nicht den Gegnern in den Kuven auch noch Schubser auf die Ecken gaben. Auch in einem kurzen WTCC Rennen komm ich oft genug an Start- und Ziel vorbei um die Gegner zu umfahren. Die Fahrt nach vorne wurde für Chevrolet durch eine Safetycarphase unterbrochen. Sowohl Engstler als auch Ng waren abgeflogen, wobei sich Ng’s Abflug als heftig herausstellte, so dass 2 Runden hinter dem Safetxcar gefahren werden mussten.

Dann ging die Fahrt für die Chevrolets nach vorne jedoch weiter, wo mittlerweile ein bärenstarker Tarquini es geschafft hatte, Michelisz zu überholen. Dieser wurde dann schnell von dem Chevrolet Express niedergerungen. Am Ende sollte es jedoch kein 3-fach Erfolg für Chevrolet werden, da Tarquini sich so breit auf der Strecke machte, dass  zwar Rennsieger Huff und Menu ihn überholen könnten, nicht jedoch Yvan Muller, der 4. wurde. Michelisz schaffte es am Ende den 5. Platz nach Hause zu fahren, während dahinter Nykjaer, Coronel und Bennani ins Ziel kamen. 9. wurde Monteiro und 10 Dudukalo. Monteiro zeigte damit nach einem Ausfall im ersten Rennen wieder mal, dass der alte Sunredmotor fast genau so gut ist, wie der neue SEATmotor. Die Fords kamen jenseits der Punkteränge auf Platz 14 und 18 ins Ziel. Im Mittel- und Hinterfeld wurde auch in diesem Rennen wieder mit teilweise sehr harten Bandagen gekämpft.

In der Meisterschaft liegt Muller mit 287 Punkten vor Huff, der widerrum einen 20-Punkte.Vorspurng auf Menu hat, der bisher 250 Punkte einfahren konnte. Tarquini ist 4. mit 162 Punkten vor Tom Coronel mit 150 Punkten. Bei den Privatfahrern liegt Michelisz mit 111 Punkten 5 vor Pepe Oriola, der eine großen Vorsprung vor d’Aste mit 75 Punkten hat. 4. ist MacDowall mit 63, 5. Engstler mit 58 Punkten. Bis zum nächsten Rennwochenende heißt es eine ganze Weile warten. Die WTCC geht nämlich in ihre zweite Sommerpause. Das nächste Mal WTCC findet in 2 Monaten in Sonoma vom 21.-23. September statt.

 

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