// Böse Überraschung für Lotus: Die FIA hat Ende der vergangenen Woche das vom Team entwickelte System der reaktiven Radaufhängung für illegal erklärt. Das kommt insofern etwas unerwartet, als man dem Team bislang offenbar signalisiert hatte, dass das System legal sei. Einem Bericht von autosport.com zufolge ist die Motorsportbehörde nun aber anderer Meinung. Offenbar ist klar geworden, dass die Aufhängung sich in eine andere Richtung entwickelt hatte, als angenommen. Bisher neigen F1-Autos beim Bremsen nach vorne, was den Luftstrom auf die Flügel instabil macht. Das neue System hätte diese Pendelbewegung verhindern sollen – die FIA sieht die Aufhängung daher im Sinne des Reglements nun als (verbotenes) bewegliches aerodynamisches Teil. (Vorsicht)

// Pirelli hat die Farbmarkierungen der Reifen etwas verändert. Die Farben (Rot -> Super Soft, Gelb -> Soft, Weiss -> Medium, Silber -> Hart) sind gleich geblieben, allerdings hat man das Silber deutlich dunkler gemacht, damit man sie besser von der Medium-Mischung unterscheiden kann. Ebenso neu: Die Farbmarkierungen sind etwas breiter, der Schriftzug ist deutlich grösser geworden. Und so sieht das dann im Bild aus. (Don)

// In Bahrain ist es am Wochenende wieder zu Protesten gekommen, in deren Folge ein Demonstrant getötet und zahlreiche weitere verletzt wurden. Nach einigen Wochen relativer Ruhe rückt das Land also wieder in die Schlagzeilen – zynischerweise vor allem deswegen, weil die Ereignisse neue Zweifel an den dort geplanten Motorsport-Events aufkommen lassen. Mittlerweile warnt auch das US-Außenministerium Amerikaner vor Reisen in das Land, inbesondere zum ersten Jahrestag der Proteste am 14. Februar wird weitere Unruhe befürchtet. Bernie Ecclestone beruhigt zwar (mal wieder), dennoch darf angenommen werden, dass sich nicht zuletzt die Sponsoren der Teams zweimal überlegen werden, ob sie gerne mit einem Grand Prix in Verbindung gebracht werden, der womöglich mit Waffengewalt durchgesetzt werden müsste. (Vorsicht)

// Zweifel gibt es derweil auch an einigen anderen Rennen im Formel 1-Kalender – zum Teil schon für 2012. Die Finanzmarkt- und Schuldenkrise macht vor allem den beiden Rennen in Spanien zu schaffen, die sich mittlerweile beide mit dem Wunsch um Kostenreduktion an Bernie Ecclestone gewandt haben. Die neu gewählte spanische Regierung, die gerade dabei ist, massive Sparmaßnahmen zu beschließen, kann sich Berichten zufolge überhaupt vorstellen, bereits im laufenden Jahr den Geldhahn für eines der beiden Rennen zuzudrehen. Auszugehen ist davon allerdings nicht, denn im Falle eines Rennausfalls sind hohe Vertragsstrafen an die FOM zu zahlen. Ecclestone ist derweil von der Idee eines Preisnachlasses nicht angetan, und hat laut Interview mit den “Salzburger Nachrichten” den Wunsch geäußert, alternierend auf den beiden, nur etwa 300 km voneinander entfernten Strecken zu fahren. Doch das lehnen offenbar die beiden Austragungsorte bisher standhaft ab. (Vorsicht)

// Ebenfalls abwechseln sollen sich in Zukunft das Rennen in Spa und eines in Frankreich – wo allerdings nicht ganz klar ist, auf welcher Strecke man dort fahren würde. Möglicherweise hängt das auch vom Ausgang der für Mai und Juni geplanten Präsidentschafts- und Parlamentswahlen ab. Sollten die Sozialisten, so wie es aktuelle Umfragen voraussagen, die momentan konservative Regierung ablösen, könnte das eher für Magny-Cours sprechen – die Stecke liegt in einem soliden Wahlkreis der Partei. Das genaue Gegenteil gilt für den anderen Bewerber, die Bahn in Paul Ricard. (Vorsicht)

// In Austin gibt man sich derweil zuversichtlich, dass die Strecke bereits im August fertiggestellt sein soll, und hat vor ein paar Tagen mit dem Ticketverkauf für das Rennen begonnen. Insider äußern sich allerdings gegenüber Autosport (sehr lesenswerter Artikel im Premium-Bereich) nicht ganz so positiv – diesen Informationen zufolge könnte bereits eine kleine Verzögerung im Baufortschritt das Rennen im November gefährden. (Vorsicht)

// Ungehindert vorwärts geht es derweil offenbar in Russland. Joe Saward hat erste Konzeptbilder der Strecke in der Olympiastadt Sotschi veröffentlicht, die ziemlich beeindruckend aussehen. Wenn auch die Streckenführung leider ein wenig an die ungeliebte Bahn in Valencia erinnert. (Vorsicht)

// Gute und schlechte Nachrichten aus der BTCC. Die Schlechte: Chevrolet zieht sich zurück. Die Gute: MG kehrt zurück und hat gleich Jason Plato geschnappt. Damit kann der Meister von 2010 also ein weiteres Jahr um den Titel fahren. Etwas überraschend ist die Wahl von Fahrer Nummer 2, wo man sich für Andy Neate entschieden hat, der von Ford kommt. Neate hatte im letzten Jahr allerdings selten einen guten Eindruck hinterlassen. MG, die mittlerweile der Shanghai Automotive Industry Corporation gehören, setzt einen MG6 ein. Der Wagen ist der erste, komplett in China entwickelte und gebaute MG. Den Deal mit MG hat sich das Triple8 Team gesichert, die in den letzten Jahren mit Vauxhall unterwegs waren. Das der NGTC im Prinzip nur eine Silhouette auf einem Einheitschassis ist, und Triple8 im letzten Jahr schon mit NGTC Motor gute Erfahrungen sammeln konnte, steht einem erfolgreichen Comeback von MG eigentlich wenig im Weg. Und so soll der Wagen aussehen:

(Don)

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