Die 13. Etappe ist die letzte große gewertete Etappe mit 375km, wer sich im Klassement noch verbessern will muss das in dieser Etappe schaffen. Die letzte gewertete Etappe ist die 14. am Sonntag samt Zieleinlauf, jedoch ist die gewertete Etappe mit nur 29 Km nur ein kurzer Sprint aufs Podium.

Bikes:
Marc Coma und Cyril Depres konnten bisher jeweils drei Gesamtsiege für sich entscheiden. Heute wird sich herausstellen wer von beiden zum Vierten mal auf der obersten Stufe des Siegertreppchens, diesmal in Lima, stehen wird. Coma starte heut als erster und Cyril Depres versucht heut erneut das Spiel als hinterherfahrender Zeit gutzumachen. Anfangs gelingt ihm das nicht, er verliert sogar zeit. Doch schließlich nimmt für Coma das Drama seinen Lauf. Coma wird langsam, zu langsam um gegen Depres bestehen zu können. Wie sich rausstellt, gibt es Probleme mit dem Getriebe seiner KTM. Er verliert nicht nur viel Zeit auf der Etappe, was Depres nach vorn spült, sondern muss nach der Etappe auch noch den Motor seiner Maschine wechseln lassen. Bei den Motorrädern bedeutet der zweite Wechsel des Motors eine 45-Minuten-Zeitstrafe. Coma steht zwar weiterhin auf Platz zwei im Gesamtklassement, jedoch nur noch knapp 15 Minuten vor Rodrigues. Allerdings wird Rodrigues es sicher nicht schaffen auf der letzten kurzen Etappe so viel zeit gutzumachen. Die 13. Etappe gewinnt schließlich Helder Rodrigues. Daniel Schröder positioniert sich auf Platz 10 der 13. Etappe und befindet sich nun auf dem 20. Platz im Gesamtklassement, man kann nur hoffen, dass die großen Teams aufmerksam auf ihn werden, dann kann der Deutsche vielleicht in den nächsten Jahren auch um eine Spitzenposition kämpfen.

Quads:
Bei den Quads ist die Luft endgültig raus. Maffei siegt erneut, doch weiterhin ändert das nichts am Gesamtklassement. Die Patronellibrüder fahren erneut zusammen die heutige Etappe und haben genug Vorsprung um den Tag „gemütlich“ anzugehen.

Cars:
Bei den Autos ist es heute erneut Stephane Peterhansel, der sich den Etappensieg sichern kann. Er kommt mit einem Vorsprung von 8min30sek vor, einem heut sehr schnellen, Giniel de Villiers ins Ziel. Villiers festigt damit seine dritte Position im Gesamtklassement und Peterhansel damit seine erste Position. Joan Nani Roma, der bereits 2004 die Motorradwertung der Dakar gewinnen konnte, läuft es heut nicht so gut, er vergräbt seinen Mini heut und verliert dadurch 20 Minuten es folgt auch noch ein Navigationsfehler. Jedoch ändert das an seinem 2. Platz in der Gesamtwertung nichts. Robby Gordon startet heut mit Wut im Bauch über die Anschuldigungen des Betrugs und die Probleme der letzten Tage, er will es heut den Minis noch mal richtig zeigen. Er gibt seinem Hummer heut auch heftig die Sporen, jedoch etwas zu heftig, sein Hummer bockt und überschlägt sich. Bis zu dem Unfall ging seine Taktik auf, er führte die Etappe mit sagenhaften 30 Minuten Vorsprung an. Der Überschlag jedoch machte diese Zeit zunichte. Der Hummer mit der 303 kommt heute nur als Zehnter ins ziel und verliert weitere 36 Minuten auf die Spitze. Aber Gordon hat schon angekündigt, dass er nächstes Jahr wieder dabei sein wird und das er dann erneut versuchen will die Dakar zu gewinnen.

Trucks:
Nachdem Karginov gestern 4 Stunden verlogen hat kann er sich heute den Etappensieg mit 20 Minuten Vorsprung auf De Azevedo auf Tatra und Hans Stacy sichern. Gerard de Roy wird heute nur Sechster. Sein Reifendrucksystem gibt heute seinen Geist auf. Im Gesamtklassement ist er aber weiterhin ungefährdet. Für Aufsehen sorgt heut Jo Adua, er nimmt eine Düne zu langsam und rutsch selbige wieder runter, dummerweise hat sich unterhalb der Düne der BMW X3 des deutschen Privatfahrers Stephan Schott eingegraben. Der schwere Iveco rutscht auf die Front des BMW und zerstört somit kurz vor dem Ziel die Dakar für Schott und seinen Beifahrer, die sich bis auf den 25. Platz der Gesamtwertung vorkämpfen konnten.

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