// Da wird man sich in Austin nur mäßig freuen. Schon ab 2013 soll ein einen zweiten Grand Prix in den USA geben. Zwischen Weehawken und West New York (beide im Bundesstaat New Jersey) plant man an einem Stadtkurs mit direktem Blick auf die Skyline von New York City, wie Dienstagabend bei einer offiziellen Präsentation verkündet wurde. Der Lauf am Ufer des Hudson heißt “Grand Prix of America” und wird wohl immer im Juni angesteuert, als Double Header mit dem Großen Preis von Kanada. Damit möchte man dem “United States Grand Prix” am Circuit of the Americas aus dem Weg gehen, der für November geplant ist. Die Laufzeit des Vertrages beträgt (wie in Austin) zehn Jahre. Einen ersten Streckenplan gibt es hier, eine Übersicht der Höhenunterschiede und ein Youtube-Video mit Fotos vom geplanten Standort hier und hier. (Vorsicht)

// Karun Chandhok wird beim Grand Prix von Indien nicht an den Start gehen. Team Lotus Teamchef Tony Fernandes hat heute bekannt gegeben, dass man sich im engen Kampf gegen Virgin um Platz zehn in der Team-WM doch lieber auf die Erfahrung von Jarno Trulli und Heikki Kovalainen verlassen möchte. Auch der Druck von Bernie Ecclestone zum Einsatz Chandhoks wird nicht riesig gewesen sein – immerhin ist mit Narain Karthikeyan im HRT bereits ein Inder am Start. Und zwar statt Tonio Liuzzi – und nicht, wie ursprünglich vermutet, statt Daniel Ricciardo. Ob Karthikeyan das Publikum allerdings wirklich zu Jubelstürmen hinreißen wird können, bleibt dahingestellt. (Vorsicht)

// Die INDYCAR hat zu Ehren Dan Wheldons unter http://www.danwheldonmemorial.com/ eine Seite eingerichtet. Dort gibt es auch Informationen zu einer derzeit laufenden Auktion, die auf eine Initiative von Graham Rahal zurückgeht. Zahlreiche Sportstars haben dafür Artikel gespendet, der Erlös kommt Wheldons Familie zugute. Auch direkte Spenden sind möglich. Wer sich nicht sicher ist, ob das, was die Familie braucht, wirklich Geld ist, und lieber für einen Zweck gibt, kann dort auch an die Alzheimer’s Association spenden. Wheldon hatte sich aus persönlichen Gründen in seinen letzten Monaten stark für die Organisation eingesetzt. (Vorsicht)

// Will Power hat sich beim Crash in Las Vegas, bei den Dan Wheldon gestorben ist, doch schwerere Verletzungen zugezogen, als zunächst vermutet. Bei einer Nachuntersuchung in Indianapolis wurde beim Australier ein Kompressionsbruch des vierten Brustwirbels festgestellt. Trotzdem soll Power schon bald wieder einsatzfähig sein. Auch Pippa Mann hat sich bei dem Unfall verletzt, und musste sich am Dienstag einer Operation an ihrer rechten Hand unterziehen, die sie auf Twitter recht umfangreich beschreibt. Einen chirurgischen Eingriff hat in dieser Woche außerdem noch JR Hildebrand, der ebenfalls in den Unfall verwickelt war. Grund ist hier allerdings eine Bänderverletzung, die er sich schon kurz nach dem Indy 500 außerhalb des Rennwagens zugezogen hat. (Vorsicht)

// Mehr als eine Woche nach Wheldons Tod hat IndyCar CEO Randy Bernard, der sich seit dem Unfall heftiger Kritik ausgesetzt sieht, Jenna Fryer von der Associated Press ein erstes Interview gegeben. (Vorsicht)

// Die Truppe von Lotus-ART hat als erste GP2 Team seine Fahrerpaarung für die kommende Saison bekannt gegeben. Neben Esteban Gutierrez, der schon in diesem Jahr für die Truppe unterwegs war, wird der Brite James Calado an den Start gehen, der 2011 bereits im GP3 Team von ART mit dem zweiten Platz in der Meisterschaft sein Talent unter Beweis gestellt hat. (Vorsicht)

// Wie erwartet wird bei den beiden China-Rennen der WTCC in Shanghai und Macao auch wieder heimisches Talent zum Zug kommen. Kürzlich wurde Philip Ma aus Hong Kong für die beiden Rennen als Pilot von Proteam BMW verlautbart – weitere Bekanntgaben werden vermutlich in den kommenden Tagen folgen. (Vorsicht)

// Nach und nach kommen mehr Infos zum technischen Regelement für die WEC bzw. Le Mans 2012 heraus. Vor einigen Wochen gab es bereits die Info zu den eingebremsten Dieseln, über die sich Audi selbstverständlich sehr unglücklich gibt, die aber bei Mulsanne’s Corner als immer noch nicht weit genug gehend betrachtet wird; außerdem wurden die Regeln für Hybrid-Fahrzeuge insofern klargestellt, dass du nur die Vorderräder von Elektromotoren angetrieben werden dürfen und das auch erst ab einer Geschwindigkeit von 120 km/h, was den Hybriden natürlich ihren großen Vorteil beim Herausbeschleunigen aus langsamen Kurven nimmt. Nun hat Mulsanne’s Corner auch das neueste Bulletin des ACO analysiert und festgestellt, dass für 2012 für die LMP1 “big honking holes” in jedem Kotflügel vorgeschrieben sind, um zu vermeiden, dass die Prototypen abheben: über jedem Reifen müssen Öffnung von 1000cm² vorhanden sein, wo bisher nur die lamellenartigen sogenannten “louvers” sind. Das wird vermutlich optisch gewöhnungsbedürftig sein, vor allem soll es aber auch die Stabilität der Fahrzeuge bei hohen Geschwindigkeiten verschlechtern. (Stefan)

// Zwar umfasst die Entry List für das ILMC-Finale in Zhuhai nicht gerade ein großes Feld, aber es werden einige prominente Gaststarter dabei sein: allen voran ist Mika Häkkinen zu nennen, der in einem GT3-Mercedes SLS sitzen wird. Mit den ebenfalls u.a. aus DTM und VLN bekannten Kollegen Cong Fu Cheng und Lance David Arnold startet er in der GTC-Klasse gegen drei Audi R8; in einem davon wird mit Edoardo Mortara ebenfalls ein aus Nachwuchs-Formelserien und der DTM bekannter Pilot sitzen. Außerdem wird der langjährige Corvette-Werkspilot Olivier Beretta für Larbre ins Corvette-Lenkrad greifen. (Stefan)

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