Die Tourenwagen WM macht Station in Deutschland und fährt auf dem verwinkelten Kurs von Oschersleben. Überraschungen darf man nicht erwarten.

Auch in Oschersleben werden die Chevrolet Cruze wieder den Ton angeben. Zwar hat die FIA mal wieder an den Gewichten gespielt, aber große Änderungen sollten man nicht erwarten. Sieger der erneuten Jonglage mit den Bleigewichten ist in dieser BMW. Die fahren nun mit 1170kg Gesamtgewicht herum, was 20 Kilo weniger sind, als sie schon hatten. Auf dem engen Kurs in Oschersleben sollte diese Erleichertung den BMWs einiges bringen. Für das Team Engstler ist der Auftritt natürlich ein Heimspiel und nach den guten Ergebnissen in den letzten Rennen, wird man vermutlich versuchen, wieder ein Top 5 Ergebnis zu erzielen. Aber auch Tom Coronels BMW hat ein wenig an Gewicht verloren.

Ob die leichte Gewichtsveränderunge aber dafür sorgen wird, dass die BMW die Cruze unter Druck setzten können? Die BMW gehen in Oschersleben normalerweise gut, aber eine wirkliche Überraschung wird ihnen kaum gelingen können. Dem Cruze sollte die Strecke ebenfalls recht gut liegen, da der Wagen enge Strecken durchaus gerne mag.

Bleibt als dritte Mannschaft noch die von Seat. Deren neuer 1.6 Liter Motor hat sich zumindest schon mal als recht potent erwiesen, so dass man die BMW einigermaßen unter Kontrolle hatte. Tarquini zeigte sich recht angetan bisher, auch wenn er immer noch einen Leistungsmangel beklagt. Grundproblem des Leon ist aber, dass das Chassis einfach zu alt ist. Ein neues ist aber nicht in Sicht, da Seat ja offiziell ja nicht mehr in der WM mitmacht.

Volvo muss 10 kg mehr draufpacken, aber der C30 hat sich bisher als recht starkes Fahrzeug gezeigt. Der Motor hat offenbar genug Leistung, es fehlt aber noch an der Feinabstimmung. Die Schweden halten sich mit Informationen über die Fahrbeitkeit des Motors zurück, was eine Einschätzung schwer macht. Aber man kann die Fortschritte des Teams deutlich sehen und die Formkurve zeigt nach oben.

Spannung wird man am Wochenende wohl nur vom Kampf zwischen Yvan Muller und Rob Huff erwarten können. Die Stimmung zwischen beiden ist schon leicht gereizt, Chevy lässt seine Fahrer aber weiterhin frei fahren. Noch führt Huff in der WM mit knappen 15 Punkten, was der Sache weiter etwas Zündstoff gibt.

Falls es untergegangen sein sollte: Ford kommt 2012 mmit einem Werksteam wieder in die Tourenwagenmeisterschaft. Man wird 2 Fahrer einsetzen, davon vermutlich einen aus BTCC, was Tom Chilton sein dürfte. Der Einstieg eines weiteren Herstellers wird die Serie deutlich aufwerten, aber noch mal so ein Jahr wie dieses hätte die WTCC vermutlich nicht überlebt.

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