# Update: Die Group Lotus um den malaysischen Hersteller Proton hat wie erwartet Anteile an Renault gekauft. Das Team soll unter dem Namen “Lotus Renault F1″ und mit der zu sehenden Lackierung 2011 an den Start gehen. In der FIA Startliste ist das diesjährige Team “Lotus Racing” von Tony Fernandes allerdings weiter gemeldet. Auch Fernandes hatte angekündigt, dass er 2011 mit der an die “John Player Special” Lackierung der späten 70er und 80er Jahre des alten Lotus Team an den Start gehen zu wollen. Allerdings steht Fernandes mittlerweile auch in seiner Heimat unter Druck, den Namen fallen zu lassen. Angeblich steht steht in England noch ein Gerichtsentscheid aus, ob die Group Lotus den Namen überhaupt in die Formel 1 tragen darf, da die Rechte Formel Eins bekanntlich bei David Hunt liegen, der sie wiederum an Tony Fernandes verpachtet/verkauft hat. Der Namensstreit dürfte sich noch bis zum Start der Saison hinziehen. Angesicht der engen, finanziellen Verpflechtungen von Fernandes in Malaysia, gehe ich aber davon aus, dass er am Ende sein Team umbenennen wird.

# Mark Webber hat berichtet, dass seit dem Rennen in Suzuka mit einer gebrochenen Schulter gefahren ist. Davon habe er seinem Team auch nichts erzählt. Es ist mir ein kleines Rätsel, wie man mit einer solchen Verletzung überhaupt noch fahren kann und noch mehr, dass es niemanden aufgefallen sein soll. Teamchef Christian Horner zeigte sich “enttäuscht”, dass Webber ihm nicht die Wahrheit gesagt. Das ist nachvollziehbar, immerhin handelte es sich nicht gerade um eine Kleinigkeit. Die Vermutung liegt nahe, dass Webber nichts sagen wollte, weil er Angst hatte, das Team würde dann Vettel bevorzugen. Auf die Idee, dass Red Bull sich für seine Situation etwas einfallen lassen würde, scheint er nicht gekommen zu sein. Das ist schon erstaunlich, und zwar auch deswegen, weil es etwas über die Distanz aussagt, die beide Seiten zu einander haben. Eine gute Voraussetzung für 2011 ist das nicht. (Don)

# Renault hat nach einem verloren Rechtsstreit mit der Familie Piquet offenbar die Geldbörse aufgemacht. Die Piquets hatten das Team nach dem Rauswurf im letzten Jahr verklagt und nun vor einem britischen Gericht Recht bekommen. Renault hat sich entschuldigt und wird wohl eine erkleckliche Menge Schadensersatz zahlen. Piquet jr. hat auch verlauten lassen, dass er nicht mehr in die F1 zurückkehren wird, sondern sein Glück in der NASCAR Truckserie versuchen wird. Dort hatte er in diesem Jahr ein paar sporadische, aber durchaus erfolgreiche Auftritte. Im Moment sucht er ein Team um eine komplette Saison bestreiten zu können. (Don)

# Bernie Ecclestone ist schon ein harter Hund mit einer Menge Selbstironie. Statt die Blessuren des Überfalls hinter einer dicken Sonnenbrille zu verstecken, hat er sich für eine Uhrenmarke ablichten lassen. Unter seinem deformierten Gesicht ist der Satz zu lesen: “Was Menschen für eine Hublot machen”. Etwas überraschend hat Bernie auch den Manager David Campbell für seinen Ein-Mann-Betrieb namens Formel Eins engagiert. Der soll in Zukunft über die zu Ecclestone gehörende Firma “Allsport” für die Werbung, das Sponsoring und die Vermarktung der VIP Bereiche an der Strecke zuständig sein. Campbell hat sich in England einen Namen gemacht, weil er defizitären Millenium Dome in ein profitables Geschäft verwandelt hat. (Don)

# BMW hat sein Motorsportprogramm für 2011 bekannt gemacht. Im Grunde gab es keine großen Überraschungen, außer vielleicht, dass man die WTCC als Werksteam verlässt und die ALMS bevorzugt. Das klingt auf den ersten Blick merkwürdig, weil die ALMS nun nicht gerade große Aufmerksamkeit garantiert, während die WTCC immerhin weltweit unterwegs ist. Aber Ausstieg aus der Tourenwagenweltmeisterschaft kommt nicht gerade unerwartet. Die FIA hatte mit dem Urteil von Okayama den Münchnern die Serie nicht gerade schmackhaft gemacht und man wird auch abwarten müssen, was “Ausstieg” wirklich bedeutet. Man wird den neuen Motor wohl kaum ausschließlich den Independent Teams anbieten wollen. Kann sein, dass sich über den Winter vielleicht eine Art “verdecktes” Werksteam mit Ravaglia oder Engstler ergibt. Sicher ist, dass man die 24H am Ring fahren wird und beim Showrennen der DTM in München zum ersten Mal den DTM Wagen zeigt. In der ALMS ersetzt im übrigen Dirk Werner den etwas glücklos agierenden Tommy Milner. Falls es untergegangen ist: Mario Theissen nimmt ebenfalls seinen Abschied. Ab dem 1.1.2011 wird von Jens Marquardt ersetzt, der vorher Chef von Toyota Motorsport in Köln war. Der Wechsel ist schon etwas überraschend, auch die Neubesetzung mit dem zumindest in seiner Toyota-Zeit in Sachen Tourenwagen eher unerfahrenen Marquardt. Auf der anderen Seite holt man sich jemanden, der dank seiner Formel Eins Erfahrung jede Menge Kontakte mitbringt. Was Theissen macht ist nicht bekannt, würde mich aber wundern, wenn er lange von der Bildfläche verschwinden würde. (Don)

# Die WTCC überdenkt die Idee, den Saisonstart in Curitiba stattfinden zu lassen. Offenbar ist Interlagos im Gespräch, was mit Sicherheit eine bessere Alternative wäre. (Don)

# In der australischen V8 Supercars Serie hat James Courtney den mehrfachen Meister Jamie Whincup mit dem Gewinn der diesjährigen Meisterschaft entthront. (Don)

# Der Lausitzring bleibt drei weitere Jahre im Kalender der DTM. (Don)

# Beim ADAC GT Masters haben sich für 2011 schon jetzt 31 Teams angemeldet, darunter sechs (!) neue AMG SLS GT3. Gut, da werden viele nur mit einem Wagen starten, aber nur so zum Vergleich: In der DTM gehen 2011 wohl wieder 18 Wagen an den Start. (Don)

# Das US Pendant zum ADAC, der AAA, greift wieder tief ins Geldsäckel. Man sponsort nicht nur das Penske Team in der IRL, sondern taucht auch wieder in der NASCAR auf. Man wird bei vier Rennen Hauptsponsor von Kurt Busch, der im nächsten Jahr von “Miller Light” auf “Shell” umsteigt. (Don)

# Jeff Gordon hat eines seiner neuen Paint Schemes für 2011 vorgestellt. Dupont verabschiedet sich ja bekanntermaßen, also musste man sich was anderes einfallen lassen. Ein Sponsor ist wohl “Drive to end hunger”, was angesichts der üppigen Fast Food Werbungen im Rahmen der NASCAR ein klitzekleines bisschen zynisch wirken könnte. Das interessante ist aber nicht nur die neue (recht gelungene) Lackierung, sondern vor allem der auf den Fotos fehlende Splitter des Chevys. Bisher gab mit der neuen Front nur ein paar Tests und ein inoffizielles Foto von Montoya. Das die neue Front auf offiziellen Fotos von Hendrick auftaucht, deutet wohl darauf hin, dass der ungeliebte Splitter komplett verschwinden wird. [Fotos weiter unten] (Don)

# Da kann er hinterher fahren, wie er will, es ändert nichts. Dale Earnhardt jr. hat zum achten Mal in Folge den Publikumspreis als “Beliebtester Fahrer der NASCAR” gewonnen. Leider verrät man nicht, in welcher Reihenfolge der Rest eingelaufen ist, aber erstaunlicherweise findet sich unter den restlichen neun auch Kyle Busch. (Don)

#Scott Speed hat von Red Bull offiziell seine Entlassungspapiere bekommen. Nach der Verpflichtung von Kasey Kahne und dem OK der Ärzte für Brian Vickers, war das erwartet worden. Speed, der im Cup eine eher flache Lernkurve gezeigt hat, ist als “Free Agent” unterwegs und wird vermutlich nur bei einem der “Start & Park” Teams unterkommen. (Don)

# Audi wird den neuen R18 am Freitag der Öffentlichkeit vorstellen. Ein Diesel soll es sein, man tippt auf ein geschlossenes Coupé. An dem Tag wird Audi auch das weitere Motorsportprogramm bekannt geben. Viel Überraschungen dürfte es aber nicht geben, man wird die DTM und Le Mans im Auge haben. Eine gesamte Saison in der ALMS ist auch eher unwahrscheinlich, man konzentriert sich wohl auf den ILMC. (Don)

# Etwas untergangen ist das für viele Fans überraschende Comeback von Toyota in der Le Mans Serie. Man wird einen LMP1 Motor bauen, der in einem Lola-Rebellion (Twitter Meldung) seine Arbeit verrichten soll. Natürlich wiegelt Toyota die Gerüchte ab, dass dies nur die Vorstufe für ein komplettes Comeback ist. Aber die Dementis sind nicht wirklich glaubhaft. Immerhin gab es eine “Blitzmeldung” der Toyota PR-Leute zu dem Thema. Der Motor ist im übrigen schon längst fertig und hat Ende Oktober die ersten Tests hinter sich gebracht. (Don)

# Am Dienstag machte ein erstes Foto des neuen Ferrari 458 in der GT2-Variante die Runde. Bei den Testfahrten in Fiorano saß (zumindest in dieser Aufnahme) Pierre Kaffer am Steuer. (Stefan)

# Das britische Team WRO (Woodard Racing Organisation nach seinem Besitzer Daniel Woodard) plant im Jahr 2011 einen Prototypen in der ALMS und ILMC einzusetzen. Bisher war die Mannschaft, die zwar anscheinend über keine funktionsfähige Website, aber eine Facebook-Fanseite und einen Twitter-Account verfügt, in britischen Tourenwagen-Serien kleineren Formats unterwegs. 2009 und 2010 legte man eine Pause ein, um den großen Sprung auf die internationale Bühne vorzubereiten. Als wichtigsten Sponsor hat Woodard bisher das umweltfreundliche Mode-Label Dirtball Fashion präsentiert. Fahrer sucht man noch, auf Fahrzeugseite wird sich das Team wohl zwischen Lola und Riley entscheiden. Letztere suchen noch einen Abnehmer für ihren LMP2-Boliden, um endlich ein voll funktionsfähiges Fahrzeug aufbauen und testen zu können. (Stefan)

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