Archive | Juli, 2010

Formel Eins: Analyse Quali Ungarn 2010

Man hatte ja noch gedacht, dass die Ferrari erst in Q2 so richtig zeigen, was sie können. Doch dann legte Red Bull noch weiter zu.

Die Gesichter nach der Quali waren überall lang. Sehr, sehr lang und bei einigen sah man eine gewisse Fassungslosigkeit. Red Bull knallte Zeiten hin, die einfach überirdisch waren. Ferrari, in Hockenheim nur um 2 Tausendstel an der Pole gescheitert, wurde von Vettel um sage und schreibe 1.2 Sekunden abgehangen. McLaren verlor Button schon in Q2 und auch ein wild fahrender Hamilton bekam 1.8 Sekunden Rückstand aufgebrummt. Renault, in den freien Trainings noch gut unterwegs, lagen am Ende über 2 Sekunden zurück. Und das auf der winkeligen, kleinen Strecke in Ungarn. Red Bull kann sich morgen vermutlich nur selber schlagen.

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Was die Woche sonst noch war

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WTCC: Vorschau Brünn 2010

Etwas später im Jahr als sonst, startet die WTCC in Brünn. Auf dem bergigen Kurs dürften die Seat wieder Vorteile haben.

Brünn ist ja durchaus eine interessante Strecke für Tourenwagen. Fahrerisch ist sie sehr anspruchsvoll, da die Wagen fast ein wenig untermotorisiert sind für die langen bergauf Geraden. 280 PS sind da nicht gerade viel, aber es reicht, um schnell um die Ecke zu fahren. Das bemerkenswerte an Brünn sind aber nicht nur die Höhenunterschiede, sondern die breite Strecke, die einige interessante Linienführungen erlaubt. Vor allem vor einigen Kurven kann man sehr weit innen anbremsen, auch wenn das zu Lasten des Schwungs geht. Aber dank der großen Höhenunterschiede sollten vor allem die Seat wieder weit vorne zu finden sein. Wie in Portimao gesehen, haut das Drehmoment des Diesels mächtig rein.

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Formel Eins: Analyse Freitagstraining Ungarn 2010

Red Bull hat heute das Training derartig dominiert, dass der Konkurrenz schlecht werden muss. Allerdings gibt es Kritik an deren Frontflügel.

Beide freien Training wurden von Red Bull mit Zeitabständen dominiert, die man länger nicht mehr gesehen hat. Morgens betrug der Abstand zu drittplatzierten Robert Kubica über eine Sekunde, am Nachmittag lag Alonso noch 6 Zehntel hinter Vettel. Der Rest spielte bisher in Ungarn keine Rolle. Überraschend war auch, dass es bei den Longruns auch nicht anders aussah. Red Bull lag mit hohen 1:24er Zeiten deutlich vorne, danach kam Ferrari, die tiefe 1.25er Zeiten hinlegen konnten. Es folgten die erstaunlich starken Renault die mittlere 1:25er bis 1.26er Zeiten schafften. Wenn Ferrari nicht ordentlich gemauert hat, dann ist Red Bull am Wochenende nicht zu schlagen.

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Vorschau: GT1 und 24h von Spa-Francorchamps / Analyse: ALMS in Lime Rock

Mal etwas anderes: die GT1-Weltmeisterschaft ist an diesem Wochenende quasi nur Support-Serie, wenn die unteren GT-Klassen in eines der Sportwagen-Saisonhighlights starten, das 24 Stunden-Rennen von Spa-Francorchamps.

Seit 1924 wird dieses traditionsreiche Ausdauerrennen (mit einigen Lücken)ausgetragen und war dabei vielen Wechseln unterworfen: mal gehörte es zur Sportwagen-Weltmeisterschaft, mal zur Tourenwagen-EM, mal war es ein Standalone-Event, in den letzten Jahren fuhren dann schließlich die Top-Sportwagen der FIA GT1 und GT2 in den Ardennen zweimal rund um die Uhr.
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Formel Eins: Vorschau Ungarn 2010

Ein Jahr ist es her, da hatte Felippe Massa seinen schweren Unfall am Hungaroring. Jetzt ist er zurück und auch Ferrari ist wieder an der Spitze.

Mittlerweile hat sich jeder, der irgendwas in der Formel Eins zu sagen hat, zum Thema Stallregie gemeldet. Den größten Witz erlaubte sich Christian “Ich nehm meinen Fahrer den Frontflügel weg und sage es ihm später vielleicht mal” Horner, der sich bei autosport.com über ein “manipuliertes” Rennen beklagte. Fehlt noch Flavio Briatore, aber der hält sich ja im Moment bedeckt. Meine Meinung hat sich nicht geändert, ich halte das Verbot für Quatsch, weil es reine Fan-Kosmetik ist. Die Teams haben, normalerweise, elegante Lösungen, wie sie das Problem umgehen können. Ob Ferrari jetzt besonders blöd, oder besonders ehrlich war, ist dann eine Interpretationssache. Immerhin – der schwarze Humor in der Formel Eins ist auch wieder da. Es werden die ersten Wetten angenommen, ob Massa in Ungarn gewinnen darf.

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NASCAR: Vorschau Pocono August 2010 / News

Nach dem Knüller von Indianapolis und vor dem zweiten Rundkursrennen in Watkins Glen ist es nun Zeit für das Spätsommerrennen in Pocono. Der erste Meisterschaftslauf im Juni sah einen dominanten Denny Hamlin, der seine Siegesstatistik weiter aufpolieren konnte.

Zum zweiten Mal in diesem Jahr gastiert der Sprint Cup nun auf dem Pocono Raceway, dieses Mal gibt es allerdings eine Neuerung: Anstatt sich endlich mal von der langweiligen und in puncto Sicherheit überholten Rennstrecke zu verabschieden, lädt man mit den Trucks eine weitere der drei nationalen Rennserien auf das Tri-Oval ein. Während im Juni traditionsgemäß die ARCA-Serie den Cup unterstützt, feiert jetzt Anfang August die Truck-Serie ihr Debüt in Pennsylvania. Was soll man groß zu Pocono sagen? Die Debatte ist bekannt und wird schon länger geführt: Langweilige Rennen, da meist ein Fahrer in dominanter Manier dem Rest des Feldes enteilt und alleine in den Sonnenuntergang fährt. Größere Veränderungen bringen meist nur die Cautions, während denen die Teams ihre Abstimmung verkorksen/verbessern oder die hier so wichtige „track position“ verlieren/gewinnen können. Auf der Strecke geht meist nichts, leider muss man sagen, denn die drei unterschiedlichen Turns und die daher erforderliche Kompromissabstimmung lassen eigentlich besseres Racing vermuten.

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Formelserien: GP2/GP3-Analyse & das kommende Wochenende

Naja. So richtig toll waren die F1-Rahmenrennen in Hockenheim ja nicht – auch, wenn es gelegentlich doch ein wenig Action gab. Am kommenden Wochenende könnte wieder mehr los sein: Das Programm verspricht jedenfalls ordentlich Action. Zum Teil leider auf Kosten der Sicherheit.

Die GP2 bot in Hockenheim ein eher maues erstes, und ein etwas spannenderes zweites Rennen. Am Ende waren aber in beiden Läufen doch wieder die beiden Meisterschaftsleader vorn: Pastor Maldonado konnte mit einem ungefährdeten Sieg am Sonntag seine Führung ausbauen. Sergio Pérez zeigte am Sonntag mit einem etwas kampfbetonterem Sieg, was in ihm steckt. Bei der GP3  trat dagegen wiedermal ein alter Bekannter in Erscheiung: Robert Wickens gewannt Lauf eins, bevor Tabellenführer Gutierrez am Sonntag wieder die gewohnte Hackordnung zementierte. Am Wochenende fahren beide Serien schon wieder im Rahmen der Formel 1 – und außerdem noch die F2 in Brünn, und die Superleague Formula auf dem GP-Kurs von Brands Hatch.

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Ferner liefen: Die Newshappen

//Die Tinte unter dem Vertrag des US Grand Prix in Texas ist noch kaum trocken, da denkt Bernie Ecclestone schon über ein zweites US-Rennen nach. Nach der schnell verworfenen Idee, im Liberty State Park in Jersey City zu fahren, geht es wohl wieder um ein Rennen im “Garden State” – mit der Skyline der benachbarten New York City im Hintergrund. Herman  Tilke (wer auch sonst?) soll sich diesbezüglich in den letzten Wochen schon vor Ort auf die Suche nach einem passenden Gelände begeben haben. Die gestrige Performance der Austin-Verantwortlichen bei der Pressekonferenz wird ihn wohl darin bestätigt haben, bei möglichen Bietern diesmal etwas genauer hinzusehen.

// Williams wird wahrscheinlich auch 2011 mit Barrichello und Hülkenberg an den Start gehen. Das sagt zumindest Anteilseigner Toto Wolff im Interview mit motorline.cc. Bisher waren über beiden Piloten ein paar Fragezeichen gehangen – über Hülkenberg wegen der teils etwas mangelhaften Leitungen und über Barrchiello trotz guter Ergebnisse wegen seines Alters. Fix ist die Entscheidung aber ohnehin noch nicht, Wolff spricht von “Tendenzen”.
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Indycar: Edmonton und der regelkonforme Skandal

Die IRL hatte richtig Glück, dass am Wochenende schon die Ferrari-Teamorder aus Hockenheim die Skandalspalten einnahm. Denn sonst wäre man selbst dort gelandet. Und das, obwohl man eigentlich alles richtig gemacht hat.

Dabei hätte alles so gut ausgehen können: Nach einer eher drögen ersten Rennhälfte schaukelte sich das Rennen in Folge einiger Gelbphasen am Ende zu einer richtig spannenden Angelegenheit auf: Schöne Zweikämpfe, ein paar sogar an der Spitze und “local hero” Paul Tracy direkt hinter den Ganassi und Penske-Autos als “best of the rest” auf Rang 6. Als die letzte Caution ein paar Runden vor Schluss zu Ende geht, greift Power Castroneves an. Der fährt innen und verteidigt in einem sehenswerten aber fairen Manöver seine Position – und Power wird von Dixon überholt. Und dann die verblüffende Meldung: Durchfahrtsstrafe wegen Blockierens für Castroneves. Die tritt er zwar nicht an, und fährt als erster durchs Ziel – zum Sieger wird aber Dixon erklärt. Es folgen wütende Proteste von Castroneves und Buhrufe der Zuseher. Mittlerweile hat die IRL ein Video veröffentlicht (nach dem Jump), das die Entscheidung erklärt. Sie war wohl regelkonform. Was nicht heißt, dass man die Sache darauf beruhen lassen sollte.

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