Posted 22 Okt 2009 — by Vorsicht
Category A1 GP
Hier sollte mal die Vorschau auf den A1GP-Saisonauftakt in Surfers Paradise zu lesen sein. Leider kam es dann anders.
Eigentlich ist es erstaunlich, dass es die A1GP bis hierhin geschafft hat. Gerüchte über finanzielle Schieflagen gibt es ja schon lange. Schwarze Zahlen soll die Serie angeblich nur kurzfristig in ihrer dritten Saison 2007/08 geschrieben haben. Und mit dem ersten Profit kam der Übermut, und eine Entscheidung, die viele für die heutigen Probleme verantwortlich machen: Statt weiter auf das unverwechselbare Lola-Chassis und den toll klingenden, verlässlichen und vor allem preiswerten Zytek-Motor zu vertrauen, und das eigenständiges Konzept weiter zu entwickeln, versuchten die A1GP-Verantwortlichen eine Art vollwertige Winter-F1 aufzustellen: Motoren samt teurem Merchandising-Vertrag von Ferrari, ein neues Luxus-Chassis auf Basis des Ferrari F2004, ein Berater-Vertrag mit Design-Altstar Rory Byrne. Read More
Posted 21 Okt 2009 — by DonDahlmann
Category F1
Selten ist ein Weltmeister von der Weltpresse so kühl behandelt worden. In Deutschland ging sein Titel fast unter, in England feierte man eher Ross Brawn.
Wie muss ein Weltmeister aussehen? So wie Alonso, Schumacher oder Senna, die mit ihrem puren Speed alles in Grund und Boden gefahren haben? So wie Niki Lauda, Nelson Piquet oder Phill Hill, deren Methodik und Beharrungsvermögen den Weg zum Titel klar gemacht haben? Oder so wie Hunt, Hawthorne oder Denis Hulme, die mehr Glück als Können hatten? Man weiß nicht so recht, wie man Button einordnen soll, viele Experten sehen nicht den “großen” Weltmeister in ihm, sondern jemanden, der ihn “verdient” hat, weil er im besten Auto saß und das nötige Glück hatte. Ich sehe das ein wenig anders.
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Posted 20 Okt 2009 — by StefanTegethoff
Category F1, Motorsport
Es war ein interessantes Rennen, das es da am Sonntagabend zu sehen gab. Es lief etwas anders, als ich es noch am Freitag hier prognostiziert hatte, dafür sorgte schon die turbulente Quali. Aber selbst dann bot das Rennen noch Überraschungen und viel Unterhaltung und am Ende war Mark Webber Sieger, Jenson Button Fahrer- und BrawnGP Konstrukteursweltmeister.
Schon die Quali war kurios: es war die längste der Formel 1-Geschichte, nachdem sie zwischenzeitlich wegen Regens für ca. anderthalb Stunden unterbrochen wurde. Lustigerweise habe ich das erstmal gar nicht mitbekommen, da ich mir erst die Wiederholung um ein Uhr in der Nacht anschauen konnte; da war die lange Pause herausgeschnitten und erst als Jacques Schulz kurz vor Schluss sagte, dass es nun 16:31 Ortszeit sei, hab ich staunend nachgerechnet. Warum er auch ständig was von „exklusiv“ erzählte, hab ich auch erst verstanden, als mir am nächsten Tag gesagt wurde, dass RTL um 20:15 ausgestiegen ist. Das mag zwar für viel Kritik bei den Fans gesorgt haben, dürfte aber doch eine verständliche Entscheidung sein; man kann nicht von einem Privatsender erwarten, sich das ganze Samstagabend-Programm mit Warten und Ungewissheit zu verbauen.
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Posted 17 Okt 2009 — by StefanTegethoff
Category F1
85-71-69 sind am Wochenende die magischen Zahlen. Nein, das ist nicht meine Prognose fürs Samstagslotto, sondern der Stand in der Formel 1-WM. Das – wie meistens in dieser Saison – ungewisse Kräfteverhältnis und der mögliche Regen dürften aus dem Grand Prix von Brasilien eine spannende Angelegenheit machen.
Korrektur: Rennstart ist um 18 Uhr unserer Zeit, die Quali startet heute um 19 Uhr!
Jenson Button hat 85 Punkte; holt er sechs Punkte, ist er Weltmeister, holt er vier Punkte, wird auf jeden Fall einer der Brawns. Man sagt sich „Klar, das wird er schon schaffen…“, aber in nur drei der letzten acht Rennen hat er vier oder mehr Punkte geholt (wobei sich das „oder mehr“ allein auf den zweiten Platz in Monza bezieht). Warum also sollte es an diesem Wochenende besser laufen? Holt er weniger als die angesprochenen vier bzw. sechs Punkte, hängt alles von den Ergebnissen der Konkurrenten ab.
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Posted 15 Okt 2009 — by KristianStooss
Category NASCAR
Die NASCAR kehrt beim fünften Chase-Rennen zu den Wurzeln zurück, denn rund um den Lowe’s Motor Speedway sind die meisten Teams beheimatet. Außerdem werden hier schon seit 1960 zwei Saisonrennen ausgetragen.
In dieser Woche spare ich mir, vor allem aus Zeitmangel, die Rennanalyse für Fontana; das Studium fordert dann doch wieder Tribut! Natürlich werde ich die Auswirkungen des Rennens auf die Punktetabelle nicht außen vor lassen, doch dazu später mehr. Fontana nur kurz zusammengefasst: Es handelte sich am vergangenen Wochenende – nach vielversprechendem Anfang – um eine der bekannten Jimmie-Johnson-Glanzvorstellungen, bei denen er immer mal wieder ein Rennen völlig dominiert; im Übrigen sein dritter Sieg im Herbstrennen in Folge. Der nun schon zweite Chase-Sieg brachte ihn knapp an die Spitze des Meisterschaftsrankings, wo er Mark Martin ablöste. In dieser Woche erwartet uns mit dem Oktober-Rennen auf dem Lowe’s Motor Speedway ein echter Klassiker, denn das Rennen wird schon seit 1960 gefahren:
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Posted 14 Okt 2009 — by DonDahlmann
Category NASCAR
Das Rennen in Fontana gehörte, wie üblich, schon nicht zu spannendsten im Jahr, aber die Berichterstattung von ABC machte alles noch schlimmer.
Die Rennen in Fontana sind meist noch langweiliger, als die Rennen in Pocono, die ja je nach Wetter machmal nicht so schlimm sind. Aber Fontana hat halt das Problem, dass es ein 2 Meilen Oval mit nur 14 Grad Banking ist. Man könnte das Banking erhöhen, aber das würde die Geschwindigkeiten hochtreiben, was auch keiner will. Und die NASCAR hat schon klar gesagt, dass man kein weiteres Restrictor Plate Rennen haben wird. Das würde Daytona und Talladega entwerten und so ganz nebenbei mögen Teams und Fahrer die Lotterie auch nicht sonderlich. Die Rennen bleiben also langweilig, aber auch aus miesen Rennen kann man was machen. Zumindest, wenn sie nicht auf ABC gezeigt werden.
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Das war ein durchaus interessantes Motorsport-Wochenende. Die IndyCars und die Formel 3-Euroserie haben ihre Meister gefunden und gekürt, in der DTM und bei den australischen V8 Supercars ist die Meisterschaft noch einmal enger geworden. Auch die einzelnen Rennen aller vier Serien waren sehr sehenswert.
IndyCar – Saisonfinale in Homestead
Man kann über das Rennen und über den Meister sicher streiten – für mich zumindest haben sich aber gleich zwei Wünsche erfüllt: 1. Dario Franchitti ist nach 2007 wieder Meister geworden und 2. es gab zum ersten Mal in der Geschichte der IndyCar Series ein Rennen, das nicht durch Gelbphasen unterbrochen wurde. Beide Punkte hängen direkt zusammen, genauer gesagt: 1. wurde nur möglich, weil es zu 2. kam. Und das war so:
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Neben V8 Supercars, der NASCAR und dem IndyCar-Saisonfinale gibt es an diesem Wochenende noch mehr Motorsport: Die DTM und die Formel 3 Euroserie halten ihr vorletztes Rennwochenende in Frankreich ab, die ALMS feiert den Abschluss einer schwierigen Saison auf der klassischen Bahn von Laguna Seca.
DTM & F3 – Dijon-Prenois
Ich muss ja zugeben, ich habe in diesem Jahr nicht ein einziges DTM-Rennen vollständig angeschaut. An diesem Wochenende werde ich das aber voraussichtlich tun. Grund dafür ist der Austragungsort des Rennens: Dijon-Prenois. Eher selten finden auf dieser Strecke heutzutage noch große internationale Rennen statt, nachdem dort in den 70ern und 80ern fünf Mal der Grand Prix von Frankreich und einmal der der Schweiz ausgetragen wurde. Am besten dürfte die Strecke für das großartige Duell zwischen Rene Arnoux und Gilles Villeneuve um den zweiten Platz im Rennen 1979 im Gedächtnis geblieben sein.
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Dem Highlight des Wochenendes widme ich einen eigenen Artikel: in Australien steht das Bathurst 1000 auf dem Mount Panorama Circuit an. Bei diesem Saisonhöhepunkt der V8 Supercar Series handelt es sich um ein sechseinhalbstündiges Tourenwagenrennen auf einer Wahnsinns-Strecke, das man wohl als einzigartig beschreiben kann.
Update: Quali-Zeiten nachgetragen.
Update II: Zeiten aus Top Ten-Shootout sowie endgültige Startaufstellung nachgetragen.
Im Hinterland von Sidney liegt das 30.000 Einwohner-Städtchen Bathurst, etwas südlich davon der „Mount Panorama”, ein Hügel von 870 Metern Höhe, an dessen Nordflanke in großen weißen Buchstaben auch „Mount Panorama” geschrieben steht – fast wie in Hollywood. Für die meiste Zeit des Jahres handelt es sich hier um einen Park und eine ganz normal befahrbare Straße, aber für eine Woche im Oktober wird es zum Mekka des australischen Motorsports.
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